Sophie Lark: Kingmakers: Jahr 4

Und wieder zurück zur Mafiaausbildungsstätte Kingmakers. Diesmal nun im vierten Jahr. Im Gegensatz zu den vorherigen drei Bänden ist Band Vier tatsächlich deutlich düsterer. Diese Düsterheit zieht sich durch das gesamte Buch hindurch. Insbesondere da einer der Protagonisten mir als Leserin bis dato völlig unbekannt gewesen ist und erst nach und nach im Verlauf der Geschichte enthüllt wurde. Das machte seinen Charakter sowie sein Handeln auf gewisse Art faszinierend. Ferner hat dieser Aspekt aus meiner Perspektive den Inhalt noch einmal spannungsmäßig gesteigert.

Auch führte dies dazu, dass ich wirklich ein wenig Angst vor dem Ende gehabt habe und definitiv sehr pessimistisch unterwegs gewesen bin. Vielleicht lag das daran, dass ich subjektiv ein bittersüßes Finale erwartet habe. Auf den letzten Buchseiten entwickelten sich meine Erwartungen jedoch ins Gegenteil und ich bin rückblickend froh darüber, dass es sich mehr oder minder um ein Happy End gehandelt hat. Sofern ich hier eine gewisse Stelle auslasse, die dem eventuell widerspricht. Mehr möchte ich nicht verraten. Des Weiteren besteht der Inhalt nicht nur aus dem Erzählstrang der Gegenwart, sondern vergangene Ereignisse werden ebenfalls erläutert.

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R. J. Barker: Götter des Wyrdwood

Einst wurde Cahan du Navare von seiner eigenen Schwester zum ultimativen Krieger ausgebildet – mit dem Ziel, die herrschende Ordnung zu stürzen und ein neues Zeitalter einzuläuten.

Cahan jedoch hatte genug vom Schlachten und hatte sich schon vor Jahren vom Feld der Ehre und den Plänen, die andere über sein Leben machten, in die Wälder von Forbearn zurückgezogen. Manch einer meint, er habe sich hier verkrochen, sei vor seiner Verantwortung, seinen Taten und seinem Schicksal geflohen – und sie haben recht. In der Einsamkeit züchtet er Tiere, fällt Holz und lebt abgeschieden, aber in relativem Frieden mit seinen Mitmenschen.

Dann kam das Imperium und wollte ihn meucheln. Er entkam – jetzt sind die Herrschenden so richtig sauer.

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Hubert Messner, Lenz Koppelstätter: Unser Südtirol

Der Titel des Buches erzählt seinen Lesern wohl schon, um was es in ihm geht. In 26 Kapiteln erzählen Lenz und Hubert abwechselnd von den verschiedensten Aspekten, Besonderheiten, aber auch den ein oder anderen Skurrilität ihrer Heimat/Wahlheimat Südtirol.

Man lernt Unikate, besondere Menschen und besondere Orte kennen während dem Lesen. Taucht ein in Anekdoten und Memoiren der Familiengeschichte Messer, erfährt spannendes, entdeckt abgelegene Orte und begibt sich auf Ötzis Spuren. In Szene gesetzt wird das ganze durch unzählige, beeindruckende Fotos des Südtiroler Fotografen Peter Unterhurner.

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Vera Zischke: Ava liebt noch

„Ich bin gerade mal 43 Jahre alt. Die letzten zwölf davon war ich eingefroren“. Das ist ein zentraler Satz aus dem Roman über Ava, eine „ganz normale“ Hausfrau und Mutter von drei Kindern im Alten von 12, 10 und 5 Jahren. Ihren Beruf als Lektorin hat Ava aufgegeben, um sich zunächst um die Kinder zu kümmern. Bis sie aus dem Gröbsten raus sind, wie man sich das so vorstellt. Ihr Mann Ralf macht währenddessen Karriere als renommierter Anwalt. Ava fühlt sich nicht mehr gesehen, nicht mehr begehrt und eher wie ein Möbelstück. Dann lernt sie Kieran kennen. Student, neunzehn Jahre jünger als Ava, verdient sich mit Nebenjobs sein Auskommen und bringt Avas Tochter das Schwimmen bei.

Als er Mia vorm Ertrinken rettet, kommen sie sich näher. Auf dem Krankenhausflur gesteht Ava Kieran, dass sie selbst nicht in der Lage gewesen wäre, ihre Tochter zu retten, sie kann nicht schwimmen. Kieran bietet an, ihr Schwimmunterricht zu geben, vormittags, wenn im Hallenbad kaum Betrieb ist. Aus dem Schwimmunterricht wird bald mehr. Ava und Kieran verlieben sich, stürzen sich in eine Affäre, die – wie sie sich beide bewusst sind – keine Zukunft haben kann. Der Altersunterschied! Das Gerede im Ort! Die Hänseleien, denen die Kinder ausgesetzt wären. Ava will nicht, dass Kieran sich die Chance verbaut, eine jüngere, passende Frau kennenzulernen, eine eigene Familie zu gründen. Sie unterstützt ihn bei seiner Abschlussarbeit in Literaturwissenschaften, mit der er sich schwertut. Kieran wird an einer renommierten Journalistenschule angenommen, ihre Wege trennen sich.

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Suzie Miller: Prima Facie

Must-read! Unumgänglich. Unbequem. Unvergesslich.

Jede dritte Frau.

Mindestens einmal im Leben erlebt sie physische und/oder sexualisierte Gewalt. Und nur jede zehnte Betroffene geht zur Polizei. Die Verurteilungsrate? 1,3 %. Eine Zahl, die sich einbrennt.

Suzie Miller bringt diese bittere Realität auf den Punkt. Mit messerscharfer Klarheit, mit juristischer Präzision, mit emotionaler Wucht. „Prima Facie“, ursprünglich als Theatermonolog geschrieben, erzählt die Geschichte von Tessa: einer brillanten Strafverteidigerin, die selbst zur Klägerin wird – und feststellen muss, dass ein System, das Täter schützt, Opfer zermalmt. Dass Wahrheit manipulierbar ist, wenn sie nicht ins Schema passt.

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Akram El-Bahay: Die Buchreisenden

Wäre es nicht toll, wenn man leibhaftig in sein Lieblingsbuch eintauchen könnte? Quasi vor Ort miterleben, wie die Handlung ihren Lauf nimmt?

Natürlich dürfte man beileibe nie einschreiten oder etwas verändern – das versteht sich ja von selbst. Aber allein die Tatsache, dass man Long John Silver, Harry Potter oder Huck Finn bei ihren Abenteuern begleiten könnte – das hat doch was, oder?

Nun, ein kleiner Buchladen in einem Gässchen in London bietet genau dies seiner zahlungsfähigen Kundschaft an. Seit Jahrzehnten lesen die dort lebenden Buchhändler ihre Kundschaft in das jeweilige Lieblingsbuch. Notwendig dafür ist die Erstauflage des Werkes und dass selbiges von sehr vielen Menschen goutiert wurde. Das nötige Kleingeld braucht man selbstredend auch – umsonst ist der Tod, und der kostet bekanntermaßen das Leben.

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Lilly Lucas: This could be home

Seit Laurie Greenfield von dem gefeierten Big Wave Surfer Griffin »Chip« Chipman vor dem Ertrinken gerettet wurde, steht für sie fest, dass sie Rettungsschwimmerin werden möchte. Dafür ausbilden soll sie Chips Bruder Tristan, der Lifeguard ist, allerdings kein Geheimnis daraus macht, dass er Laurie für völlig ungeeignet hält, den harten Bedingungen am rauen North Shore standzuhalten. Doch während er Laurie trainiert, merkt er, dass viel mehr in ihr steckt, als er dachte. Und dass sie ein ziemlich bezauberndes Lächeln hat. Auch Laurie muss ihre Meinung von Tristan überdenken, als ihr bewusst wird, dass er nicht nur zu ihr hart ist, sondern auch zu sich selbst. Vor allem fragt sie sich, was der Grund dafür ist …

Ein Buch, in das man sich einfach verlieben muss. Bereits im ersten Band war ich dem Setting verfallen und im Zweiten war es mindestens genauso schön. Es gab keinerlei Längen, keine zu überspitzten Dramen.

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Freya Sampson: Ms Darling und ihre Nachbarn

Warmherzige Geschichte über die Schwierigkeit, denen zu helfen, die sich nicht helfen lassen wollen

Wieder hat diese wunderbare Autorin einen herzerwärmenden Roman verfasst, voller liebenswerter Gestalten, die alle ihr Päckchen zu tragen haben und sich schwertun, Hilfe anzunehmen.

Im Mittelpunkt steht die titelgebende Ms Dorothy Darling – auf dem Ms besteht sie ostentativ. Sie ist inzwischen weit über 70, lebt seit vielen Jahren allein in ihrer Erdgeschosswohnung in einem etwas in die Jahre gekommenen, einst sehr herrschaftlichen Mietshaus. In der Wohnung ihr gegenüber wohnt der etwa gleichaltrige Joseph, der eine neue Untermieterin aufnimmt. Diese, die sich Kat nennt, zieht sofort den Unwillen Dorothys auf sich, einfach nur, weil Kat pinkfarbene Haare und einen zerfransten Rucksack hat.

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Jardine Libaire: Dein Herz, ein wildes Tier

Das Lager in der Einsamkeit hätte eine Zuflucht für Außenseiter werden können, insbesondere für Menschen ohne Ausbildung und Perspektive. Doch der Drogenboss Tim hatte seine eigenen Pläne, als ihm die Aufsicht über das ehemalige Pfadfinder-Lager in Oklahoma übertragen wurde. Weit weg von allem lebte er dort mit einer wilden Gruppe von Außenseitern. Sie hingen ab, soffen, nahmen Drogen, fuhren mit ihren Bikes durch die Gegend, und immer wieder wurden in der Scheune Drogen gekocht.

So sah das Leben von Ernie, Coral, Staci und Ray unter Tims „Herrschaft“ aus. Jeden Tag arrangierten sie sich irgendwie, waren irgendwie unglücklich und hatten keine Idee, wie es mit ihnen weitergehen sollte.

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Christian Hardinghaus: Die Buchhändlerin von Königsberg

Die junge Buchhändlerin Frieda Wehlau erlebt die Bombennächte des 2. Weltkriegs, das Bangen um ihren geliebten Hans an der Front und die Entbehrungen der Nachkriegszeit in ihrer Heimatstadt Königsberg. Sie entdeckt dabei, wie Bücher und ihre Geschichten den Menschen auch in größter Verzweiflung neue Hoffnung schenken können.

Ich habe mir das Buch gekauft, weil meine eigenen Großeltern aus Ostpreußen stammen, ich gern mehr über diesen Landstrich und seine Menschen erfahren wollte und weil ich Bücher, genauso sehr wie die Titelheldin, liebe.

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