Véronique Olmi: Das Glück, wie es hätte sein können

das„Das Glück wie, es hätte sein können“ spielt mitten in Paris und erzählt vom Glück und Unglück dreier Personen. Eigentlich stimmt doch alles, eigentlich führen sie ein glückliches Leben, denkt man, während die Autorin uns Lucie und ihren Ehemann Serge in ihrem schönen Haus in Montmartre, sowie Suzanne und ihren Mann Antoine in ihrer kleinen Wohnung näher bringt. Beide Ehen zerbrechen, weil Serge und Suzanne sich ineinander verlieben.

Paris, Montmartre, ein schönes Haus, in dem eine glückliche Familie wohnt: Der sechzigjährige Immobilienmakler Serge mit seiner um dreißig Jahre jüngeren, hübschen Frau Julie und zwei Kindern. Weiterlesen

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Kerstin Gier: Silber – Das zweite Buch der Träume

silberNachdem Anabel in der Psychiatrie gelandet ist, glauben Liv Silber und ihr neuer Freund Henry, ich endlich in Ruhe in ihren Träumen treffen zu können. Aber auch ohne Dämonen aus der Urzeit jeden Glaubens ist die Traumwelt nicht ungefährlich. Wer ist der geheimnisvolle Senator Tod, der immer wieder auftaucht und mit wem trifft sich Henry heimlich, wenn er sich von Liv unbeobachtet glaubt? Und das sind nur Liv Silbers Probleme im Traumland. Ihre Tage gestalten sich nicht deutlich einfacher, vor allem nicht, weil die Träume sie Kraft und Schlaf kosten.
Auch tagsüber scheint Henry Geheimnisse vor ihr zu haben, ein Teil ihrer neuen Patchwork-Familie erweist sich als zickig, intrigant und überhaupt als unausstehlich. Und dann ist da noch der Blog der geheimnisvollen Secrecy, die Livs Geheimnisse ausplaudert, beinahe ehe Liv selbst Bescheid weiß. Weiterlesen

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Dorothea Böhme: Neben der Spur ist auch ein schöner Weg

doroDrei Frauen haben Probleme mit ihren Männern und reißen aus nach Italien. Zufällig treffen sie sich und machen sich auf eine Abenteuerreise. Es ist eine Zweckgemeinschaft, die Dorothea Böhme in ihrem Sommerroman „Neben der Spur ist auch ein schöner Weg“ auf die Reise schickt: Laura ist 17 und schwanger von ihrem Freund, der nun eine andere hat. Die 73 Jahre alte Margot will ihr Sohn nach dem Tod ihres Ehemannes in ein Altersheim abschieben, und die geheimnisvolle Sabine fährt mit einem Koffer voller Geld durch die Gegend.
Es geht nach Verona, Florenz, Rom und Sizilien. Und natürlich siegt die Liebe, aber auch einen Krimi hat Dorothea Böhme in diese Geschichte eingebaut. Der endet mit einer wilden Verfolgungsjagd im Wasser.

Dorothea Böhme: Neben der Spur ist auch ein schöner Weg.
Blanvalet, April 2014.
288 Seiten, Taschenbuch 9,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

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Hollis Seamon: Einer da oben hasst mich

Einer da oben hasst mich von Hollis SeamonEigentlich ist der 17-jährige Richard ein ganz normaler Teenager – doch er hat Krebs und verbringt die letzten Tage seines Lebens in einem Sterbehospiz. Trotz dieses „Einer-da-oben-hasst-mich-Syndroms“, wie er es selbst nennt, hat er seinen Lebensmut nicht verloren und tut alles dafür, so viel wie möglich aus der ihm verbleibenden Zeit zu machen: Sei es, sich Privatsphäre zu verschaffen, wo es eigentlich keine gibt, zu Halloween Unfug zu treiben oder die Nähe der 15-jährigen und ebenfalls sterbenskranken Sylvie zu suchen … Weiterlesen

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Karl Ove Knausgård: Leben

kalrDie Werke des norwegischen Schriftstellers Karl Ove Knausgård sind für mich eines der erstaunlichsten Phänomene im modernen Literaturzirkus. Wie kann es sein, dass ein dermaßen langweiliges und selbstverliebtes Geschreibsel so viele Anhänger hat? Die meisten Kritiken sowohl bei Amazon als auch in den Feuilletons sind positiv, in Norwegen mussten Firmen angeblich Knausgård-freie Tage einführen – kein Lesen und Diskutieren während der Arbeitszeit – , teilt Spiegel online mit. In den USA gibt es offenbar gerade einen wahren Knausgård-Hype … Weiterlesen

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Paul Auster & J. M Coetzee: Von hier nach da: Briefe

paulNachdem die Schriftsteller Paul Auster und J. M. Coetzee sich 2008 bei einem australischen Literaturfestival kennengelernt hatten, regt Coetzee einen Briefwechsel an, auf den Auster nur zu gern eingeht. Der Gedankenaustausch erstreckt sich über drei Jahre von 2008 bis 2011 hinweg und zeigt ein vielfältiges Themenspektrum auf, das sich nicht nur mit interessanten und brisanten Inhalten befasst, sondern einen transparenten Zugang zu beiden Autorenpersönlichkeiten schafft.

Ein großes Thema von Auster und Coetzee behandelt Sport in seinen unterschiedlichsten Formen. Natürlich machen sich die beiden auch viele politische Gedanken – unter anderem über den Nahostkonflikt, über Südafrika und die Apartheit, über den Wahlausgang in den USA – als nicht Al Gore, sondern Bush an die Macht kam, und und… Weiterlesen

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Patricia Schröder: Blind Walk

blindEigentlich ist Lida mit 17 Jahren noch zu jung, um am Blind Walk teilzunehmen. Doch es gelingt ihr, ihren bereits volljährigen Freund Jasper zu überreden, sie mitzunehmen. Und so finden sich die beiden inmitten einer unbekannten Wildnis wieder, zusammen mit ein paar anderen, fremden Personen. Im Gepäck haben sie nur wenige Dinge, die zum Überleben wichtig werden könnten, beispielsweise ein Handy, dessen Akku und Guthaben so gut wie leer ist. Niemand weiß genau, wo sie sich nach der stundenlangen Autofahrt mit verbundenen Augen befinden. Ziel ist es, die Zivilisation wiederzufinden. Doch gleich zu Beginn wird klar: Es gibt reichlich Spannung in der Gruppe. Als die jungen Menschen dann auch noch glauben, von einem Killer verfolgt zu werden, wird die Reise ins Unbekannte ereignisreich. Weiterlesen

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Nick Hornby: Jeder liest Drecksack

nickEin Meister der Verdichtungskunst war der britische Bestseller-Autor Nick Hornby schon in seinen Romanen. Jetzt hat der 57-Jährige mit „Jeder liest Drecksack“ eine Erzählung veröffentlicht, die kürzer kaum sein könnte. Zweisprachig (Englisch und Deutsch) ist das nur 128 Seiten dünne, in großer Schrift gedruckte Büchlein.
Humorvoll erzählt der Bestseller-Autor die Geschichte von Charlie und Elaine, die sich scheiden lassen wollen. Nur dumm, dass Elaine Kolumnistin bei einer Sonntagszeitung arbeitet und nun allwöchentlich das Ehe-, Sex- und Privatleben des gescheiterten Paars vor ihren Lesern ausbreitet. Und jeder liest die tabulosen Anekdoten „Drecksack. Leben mit dem Ex“.
Der traurige Versager lernt „Miststück“ kennen: Helena, die auch Opfer eines Rosenkriegs in einer Kolumne ihres Ex‘ ist. Hornby erzählt aber beide Geschichten nicht zu Ende und lässt die Leser am Schluss ratlos zurück.

Nick Hornby: Jeder liest Drecksack.
KiWi Taschenbuch, Juni 2014.
128 Seiten, Taschenbuch, 6,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

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J. Cardenal & H. Araújo: Der große Beutezug

derGlobale Marktwirtschaft, Wirtschaftskrieg, Marktanteile, Gewinnoptimierung. All diese Begriffe würden Anleger mit einem Konzern in Verbindung bringen. Wenn ein Land mit 1,3 Milliarden Einwohnern wie eine private Firma geführt wird und alle Ressourcen unter dem Gesichtspunkt der Gewinnmaximierung eingesetzt werden, könnte man schnell an einen globalen Beutezug denken, der jeden in irgendeiner Weise betrifft.
2010 besichtigten die Autoren Juan Pablo Cardenal und Heriberto Araújo zum Beispiel Costa Ricas spektakulärstes Geschenk, das von China finanziert worden ist. Ein malerisches Nationalstadion zu einem „sehr vernünftigen Preis von 89 Millionen Dollar“. 35.000 Zuschauer finden dort Platz. Weiterlesen

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Pascale Maret: Mich kriegt ihr nicht

michColton Harris-Moore hat in den USA mit seiner Lebensgeschichte für viel Wirbel gesorgt. Basierend auf Zeitungsartikeln über Harris-Moore, der zur Zeit in Haft ist und selbst ein Buch über seine Erlebnisse plant, hat die Autorin Pascale Maret das Jugendbuch „Mich kriegt ihr nicht“ geschrieben. Sie lässt den Jungen Harrison Travis von seiner Kindheit in einem verkommenen Wohnwagen erzählen, von seiner Mutter, die säuft und damit droht, Travis` Hund zu erschießen, von seinem Hunger und dem ersten Diebstahl, einer Pizza aus Nachbars Kühlschrank.
Und dann geht das Roadmovie los, Travis dringt in Villen ein, haust auf der Straße, klaut Autos und – das macht seine Geschichte so außergewöhnlich – Flugzeuge. Weiterlesen

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