Haruki Murakami: Die Ermordung des Commendatore 01: Eine Idee erscheint

Der weltberühmte, japanische Schriftsteller Haruki Murakami (Jahrgang 1949) hat mit seinem neuen Roman „Die Ermordung des Commendatore I – Eine Idee erscheint“ wieder einmal die Bestseller-Listen gestürmt. Das Buch erschien am 22. Januar 2018 in einer Übersetzung von Ursula Gräfe beim DuMont Verlag.

In dem Roman, dessen zweiter Teil im April 2018 in Deutschland erscheinen wird, begibt sich ein sechsunddreißigjähriger, japanischer Porträtmaler nach der Trennung von seiner Ehefrau Yuzu, mit der er beinahe sechs Jahre verheiratet war, zunächst auf eine ziellose Autofahrt durch Japan. Schließlich kommt er in einem alten Haus in den Bergen („…eine Art Cottage im westlichen Stil.“) unter, das ihm sein Freund Masahiko Amada vermietet. Masahiko ist der Sohn des Malers Tomohiko Amada, der nun unter Demenz leidend in einer Seniorenresidenz lebt. In dem leer stehenden Haus bei Odawara hatte Masahikos berühmter Vater Bilder im klassischen japanischen Nihonga gemalt („…Bilder…, die vornehmlich unter Verwendung von Leim, Farbpigmenten und Blattgold entstehen.“). Um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, gibt der Porträtmaler Kunstunterricht in einem Kulturzentrum,  außerdem beginnt er eine Affäre mit einer seiner erwachsenen Schülerinnen. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Michael Robotham: Die Rivalin

Der australische Journalist und Schriftsteller Michael Robotham (Jahrgang 1960) ist mit seiner Psychothriller-Serie um den Psychologen  Joseph O’Loughlin und den Polizisten Vincent Ruiz weltberühmt geworden. Die ersten beiden Bücher dieser Reihe  „Adrenalin“ (2004) und  „Amnesie“ (2005)  wurden bereits verfilmt. Nach „Um Leben und Tod“ aus dem Jahre 2015, für den Robotham den Gold Dagger Award erhielt, ist „Die Rivalin“ der zweite Thriller ohne die beiden berühmten Hauptdarsteller. Der Wilhelm Goldmann Verlag veröffentlichte „Die Rivalin“ im Dezember 2017 in einer Übersetzung von Kristian Lutze.

Die beiden Frauen, Agatha Fyfle und Meghan Shaugnessy, leben in London, sind Ende dreißig Jahre alt und schwanger. Doch damit enden bereits die Gemeinsamkeiten. Agatha arbeitet in einem Supermarkt, ist ledig und stammt aus einfachen Verhältnissen. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Franz Hohler: Ein Feuer im Garten

Der Schweizer Franz Hohler (Jahrgang 1943) ist Schriftsteller, Kabarettist und Liedermacher. Für seine Werke wurde er mehrfach ausgezeichnet und gilt in seinem Heimatland als bedeutender, zeitgenössischer Erzähler. Bei btb erschienen am 13. November 2017 seine Kurzerzählungen „Ein Feuer im Garten“ als Taschenbuch.

Darin 52 kurze und knappe Geschichten über Alltagsbeobachtungen des Autors. Beginnend mit der Titelgeschichte „Ein Feuer im Garten“, in der ein kleiner, dreijähriger Junge, hingerissen von der Dichterinnen Erzählung über ein Feuer im Garten, davonläuft, um die Geschichte selbst zu erleben. Danach folgen mehrere Miniaturen über Erlebnisse des Autors Franz Hohler entweder in Zürich, wo er lebt und arbeitet, oder auf seinen Reisen (bevorzugt Lesereisen). Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Kathy Hepinstall: Bittersüß wie Pecannüsse

Kathy Hepinstall ist eine US-amerikanische Autorin, die bereits mehrere Bücher geschrieben hat. Sie lebt und arbeitet in Portland. Bei Rowohlt Polaris erschien am 17. November 2017 ihr neuestes Buch „Bittersüß wie Pecannüsse“ in einer Übersetzung von Gertrud Wittich. Die Geschichte ist autobiografisch geprägt, die Hauptfigur ist Kathy Hepingstalls Mutter Polly nachempfunden.

Willow, zu Beginn der Geschichte zehn Jahre alt, wächst bei ihrer verwitweten Mutter Polly auf. Polly ist eine alte Mutter. Willows Geschwister, Lisa und Shel, sind erwachsen und aus dem Haus der Familie ausgezogen. Polly ist eine schroffe, aber verantwortungsvolle Mutter, die mit ihren Nachbarn im Dauerstreit liegt, ihren Garten pflegt und in einem Drogeriemarkt arbeitet. Eines Tages erkrankt Polly an Krebs (von ihr „Bär“ genannt). Willow ist in tiefer Sorge um ihre Mutter, fürchtet sie nichts mehr als deren Tod. Und Polly hat ein Geheimnis. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Peter Handke: Die Obstdiebin oder Einfache Fahrt ins Landesinnere

Der in diesem Dezember 75 Jahre alt gewordene „Poltergeist“ der zeitgenössischen, deutschsprachigen Literatur, der Österreicher Peter Handke, ist ein besonderer Erzähler. Als Lesende mag man seine Texte oder nicht. Dem Autoren scheint dies Einerlei zu sein, er schreibt, wie er schreibt oder besser gesagt, er erzählt, wie er erzählt. Das gilt auch für sein neuestes Werk „Die Obstdiebin oder Einfache Fahrt ins Landesinnere“, das am 13. November 2017 im Suhrkamp Verlag erschienen ist.

Darin bricht ein scheinbar älterer Ich-Erzähler nach dem „ersten und oft einzigen jährlichen Bienenstich“ im August von seinem Haus in einer Vorstadt bei Paris (in der Niemandsbucht) auf zu einer „Fahrt ins Landesinnere“ in die Picardie. Er folgt dabei einer sehr jungen Frau, der Obstdiebin Alexia, die auf der Suche nach ihrer Mutter (der Bankfrau) ist. Der Ausstieg  des Ich-Erzählers aus dem Vorortzug, in dem er meinte, die Obstdiebin entdeckt zu haben, an der Haltestelle des Dorfes Lavilletertre markiert auch seinen Ausstieg aus der Geschichte. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Nell Leyshon: Die Farbe von Milch

Die britische Dramatikerin und Autorin Nell Leyshon (Jahrgang 1962) schreibt Theaterstücke, Hörspiele, Kurzgeschichten und Romane. In ihrer Heimat erhielt sie mehrere Auszeichnungen. Im September 2017 hat der Eisele Verlag mit „Die Farbe von Milch“ nun erstmals einen Roman von Nell Leyshon, übersetzt von Wibke Kuhn, in Deutschland herausgebracht. Die englische Originalausgabe „The Colour of Milk“ erschien 2013.

Die fünfzehnjährige Bauerntochter Mary schreibt 1831 ihre ganz persönliche Geschichte auf. Geboren wurde sie als vierte Tochter eines harten und gewalttätigen Vaters und einer gefühllosen und kalten Mutter irgendwo auf dem Land in England. Mary hat milchfarbenes Haar und ein verkrüppeltes Bein. Alle Familienmitglieder, mit Ausnahme des alten Großvaters, schuften auf dem Bauernhof und den umliegenden Feldern. Keiner von ihnen kann lesen oder schreiben. Sie stehen auf, wenn es hell wird und gehen ins Bett, wenn es dunkel wird. Mary schläft mit ihrer Schwester Beatrice in einem Bett. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Nicol Ljubić: Ein Mensch brennt

Der mehrfach ausgezeichnete Journalist und Schriftsteller Nicol Ljubić (Jahrgang 1971) kam 1988 nach Deutschland und lebt aktuell in Berlin. In seinen Büchern verknüpft er Dokumentation und Fiktion wie zuletzt in seinen Romanen „Als wäre es Liebe“ (2012) und „Meeresstille“ (2010). In seinem neuesten Werk „Ein Mensch brennt“, das am 8. September 2017 bei dtv erschienen ist,  hat er mit Hartmut Gründler, einem (eher unbekannten) Politikaktivisten der 1970er Jahre, eine wahre Figur zum Dreh- und Angelpunkt seines Romans gemacht. Gründler verbrannte sich am 16. November 1977 in Hamburg aus Protest gegen die Atompolitik des damaligen deutschen Kanzlers Helmut Schmidt selbst. Ljubić widmet das Buch einem Zeitgenossen und Weggefährten Gründlers, dem inzwischen verstorbenen Wilfried Hüfler aus Tübingen, der ihn bei seinen Recherchen zur Person Hartmut Gründler intensiv unterstützte. In „Ein Mensch brennt“ trifft Hartmut Gründler auf die fiktive Familie Kelsterberg. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

John Niven: Alte Freunde

Der schottische Schriftsteller John Niven, geboren 1966, war Manager in der Musikbranche und in den 1980er Jahren Gitarrist bei „The Wishing Stones“. Heute lebt und arbeitet er in England. In seinem Buch „Kill your friends“ (2008) ging er mit der Musikindustrie satirisch hart ins Gericht. Das Buch wurde ein Bestseller und John Niven gilt fortan als „Bad Boy“ der englischen Literatur. Sein neuester Roman „Alte Freunde“ macht den fiktiven, alternden Musiker Craig Carmichael zu einem der Protagonisten der Geschichte. Der Wilhelm Heyne Verlag veröffentlicht „Alte Freunde“ in einer Übersetzung von Stephan Glietsch zum 30. Oktober 2017. „Alte Freunde“ – das sind Alan Grainger und Craig Carmichael seit der Schulzeit. Sie haben sich viele Jahre nicht gesehen bis zu einem Wintertag in London, an dem der erfolgreiche Gourmetkritiker Alan über den obdachlosen Musiker Craig auf der Straße stolpert. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Andreas Schimmelbusch: Habe nichts mehr ausser mir

Der deutsche Regisseur, Produzent und Drehbuchautor Andreas Schimmelbusch (Jahrgang 1973) lebte einige Zeit in den USA und aktuell in Berlin.

Mit „Habe nichts mehr ausser mir“ erschienen am 13. Oktober 2017 sieben seiner Storys bei dtv. Darin ein junger Mann auf Ferien in Island, in denen er dem Pärchen Kate und Jonny nachstellt und darüber sein eigenes (Liebes-) Leben vergisst.

Oder die Liebesgeschichte zwischen Felix und Charlotte, die für Felix kein gutes Ende nimmt.

In „Frau mit Waffe“ entführen Andreas und Gudrun einen „jungen Schnösel“, Gudrun wird geschnappt und Andreas kann mit Hilfe der Polizeistudentin Elisabeth entkommen. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Jane Gardam: Die Leute von Privilege Hill

Die britische Schriftstellerin Jane Gardam (Jahrgang 1928) wurde hierzulande durch die „Old Filth“-Trilogie über Richter Edward Feathers („Ein untadeliger Mann“, 2015), seine Frau Elisabeth („Eine treue Frau“, 2016) und seinen Nachbarn und Kontrahenten Terry Veneering („Letzte Freunde“, 2016) bekannt. In ihrer Heimat ist sie eine berühmte und vielfach ausgezeichnete Autorin.

Mit „Die Leute von Privilege Hill“ veröffentlichte Hanser Berlin am 25. September 2017 nun einen Band mit 16 Erzählungen in einer Übersetzung von Isabel Bogdan. Die ausgewählten Geschichten stammen aus der englischen Originalausgabe mit dem Titel „The Stories“, die schon 2014 erschienen ist.

Da begegnet Hetty ihrem ehemaligen Liebhaber, dem berühmten Maler Heneker Mann, im Urlaub mit ihrer Familie am Strand und erlebt verwirrende Tage bis ihr Ehemann nachgereist kommt. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten: