Emily Fridlund: Eine Geschichte der Wölfe

Emily Fridlund ist eine US-amerikanische Autorin, die bisher überwiegend Kurzgeschichten, Erzählungen und Gedichte geschrieben hat. Ihr Debüt-Roman „Eine Geschichte der Wölfe“ ist am 19. März 2018 in einer Übersetzung von Stephan Johann Kleiner im Berlin Verlag erschienen. Die amerikanische Ausgabe „History of Wolves“ war für den Man Booker Prize 2017 nominiert.

„Eine Geschichte der Wölfe“ erzählt von der 14jährigen Linda, die bei ihren Eltern, zwei ehemaligen Hippies, in Minnesota aufwächst. In der Schule gilt Linda aus Außenseiterin. Sie wird „Freak“ genannt. Mit den Hockeyspielern, Cheerleadern, den „begabten und talentierten Kinder“ kann Linda nichts anfangen und die anderen nichts mit ihr. Linda fährt im Kanu über die Seen, fängt Barsche und nimmt sie aus, sie spaziert durch die Wälder, sie kümmert sich um die Hunde. Bis Mr Grierson, der neue Geschichtslehrer, an die Schule kommt, als Ersatz für den verstorbenen Mr Adler, der immer nur von den russischen Zaren erzählte. Mr Grierson bittet Linda, als Vertreterin der Schule an einer Geschichtsodyssee teilzunehmen. Linda bekommt den Originalitätspreis für ihre „Geschichte der Wölfe“. Linda beobachtet Mr Grierson und ihre Mitschülerin Lily Holburn genau. Später wird Mr Grierson gefeuert und Lily verschwindet. Weiterlesen

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Natsume Sōseki: Der Bergmann (1908)

Natsume Sōseki (1867-1916) ist ein berühmter japanischer Schriftsteller der modernen Literatur. Zu seinem 100. Todestag  erschienen 2016 einige seiner Bücher in Deutschland. Im März 2018 gab der DuMont Verlag Sōsekis 1908 erschienenen Roman „Der Bergmann“ (Originaltitel: Kōfu) in einer Übersetzung von Franz Hintereder-Emde als Taschenbuch heraus.

Im Vorwort zu dem Buch zählt Haruki Murakami „Der Bergmann“ zu seinen Lieblingsbüchern.

Ein junger Mann verlässt eines Tages (vermutlich nach einer unglücklichen Verliebtheit) Hals über Kopf sein Elternhaus in Tokio, in dem er bis dahin sorgenfrei gelebt hat. Auf seiner Wanderschaft, die planlos durch die japanische Landschaft führt, landet er zunächst in einer Teestube, in der er von einem fremden Mann für die Arbeit in einem Bergwerk angeworben wird. Der junge Mann sucht die Einsamkeit und vielleicht auch den Tod. Und trotzdem folgt er dem Werber Chōzō blauäugig und ohne Nachzudenken. Auf dem Weg kommen zwei weitere Unbedarfte dazu. Trotz aller Widrigkeiten scheint der junge Mann diese zusammengewürfelte Gemeinschaft zu genießen und ihr zu vertrauen. Weiterlesen

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Felicitas Hoppe: Prawda – Eine amerikanische Reise

Die Büchner Preisträgerin von 2012 Felicitas Hoppe (Jahrgang 1960) hat die Welt schon auf einem Containerschiff umrundet („Pigafetta“, 1999) und sich eine fiktive Autobiografie verpasst („Hoppe“, 2012).

Im März 2018 veröffentlichte der S. Fischer Verlag ihr neuestes Buch „Prawda – Eine amerikanische Reise“. Felicitas Hoppe begibt sich darin im Herbst 2015 auf eine Reise vom Osten der USA nach Westen, von Boston nach San Francisco und von Los Angeles zurück nach New York City. Inspiriert wurde sie durch den Reisebericht der beiden Russen Ilja Ilf und Jewgeni Petrow, die in den 1930er Jahren im Auftrag der russischen Zeitung „Prawda“ Amerika bereisten.

Mit drei Mitreisenden, die sich in einem anspruchsvollen Auswahlverfahren durchgesetzt haben, macht sich „Frau Eckermann“ (wie sich Hoppe in ihrem Buch nennt) auf den Weg. Der russische Künstler Foma, die deutsche Fotografin Jerry und die österreichische Dozentin und Kettenraucherin MsAnnAdams begleiten Felicitas Hoppe fortan in einem rubinroten Ford Explorer durch das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Noch regiert Barack Obama, aber es ist Wahljahr. Weiterlesen

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Andreas Maier: Die Universität

Der Doktor der Philosophie und Schriftsteller Andreas Maier (Jahrgang 1967) hat 2011 mit dem Buch „Das Zimmer“ einen autobiografischen Romanzyklus angefangen, von dem bisher fünf Teile veröffentlicht wurden. Im Februar 2018 erschien im Suhrkamp Verlag Teil Sechs „Die Universität“. Wie seine Vorgänger ist „Die Universität“ ein schmales Bändchen. Darin beschreibt Maier die ersten Semester seiner Philosophie-Studienzeit in Frankfurt a. Main Ende der 1980er Jahre.

Andreas Maier ist von Friedberg in der Wetterau nach Frankfurt am Main gekommen, um Philosophie und Germanistik zu studieren. In den Semesterferien will er nach Italien, genauer gesagt nach Südtirol. Doch als er am Hauptbahnhof Frankfurt steht, kauft er eine Fahrkarte nach Butzbach, wo sich eine Zweigstelle der Bindernagelschen Buchhandlung befindet. In die Buchhändlertochter war er einst verliebt.

Zurück in Friedberg sitzt er vor einem leeren Blatt Papier mit der Überschrift „Butzbachfahrt“. Weiterlesen

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Clemens J. Setz: Bot: Gespräch ohne Autor

Der Österreicher Clemens J. Setz (Jahrgang 1982) ist freier Schriftsteller und wurde 2011 für seine Erzählungen „Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes“ mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. 2015 erhielt er den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis für „Die Stunde zwischen Frau und Gitarre“. Dieser über 1000seitige „Liebes“-Roman provozierte Lesende und Rezensierende. Und nun „Bot – Gespräch ohne Autor“, das neueste Werk von Clemens J. Setz, das am 12. Februar 2018 im Suhrkamp Verlag erschienen ist.

Clemens J.  Setzs Werke zeichnen sich nicht nur durch ihre sperrigen Titel, sondern auch durch ihre anspruchsvollen Inhalte aus, die nicht jedermanns bzw. jederfraus Geschmack treffen. In „Bot – Gespräch ohne Autor“ bleibt Setz dieser Linie treu.

Darin geht es um folgende Versuchsanordnung: Clemens J. Setzs Lektorin Angelika Klammer führt ein Interview mit einem Clemens-Setz-Bot. Die Fragen, die Angelika Klammer stellt, werden nicht von dem Schriftsteller Setz persönlich beantwortet, sondern von der Lektorin per Stichwortsuche aus seinem elektronischen Tagebuch gefischt. Weiterlesen

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Peter Härtling: Der Gedankenspieler

Der im Juli des vergangenen Jahres verstorbene Peter Härtling war einer der großen deutschen Schriftsteller. Neben zahlreichen Romanen, Essays und Biografien war er auch ein sehr erfolgreicher Autor von Kinderbüchern. Bei Kiepenheuer & Witsch erschien im März 2018 sein letzter Roman „Der Gedankenspieler“.

Der dreiundachtzigjährige Johannes Wenger, Architekt oder „Baumeister“ (wie er sich selbst bezeichnet), ist nach einem Sturz auf Pflege und Hilfe angewiesen. Das passt dem intellektuellen, unabhängigen Geist nicht. Er hadert mit seinem Alter und seiner Hilfsbedürftigkeit. Aber er hat einen Freund, seinen Hausarzt Dr. Mailänder, der ihn nicht nur medizinisch versorgt, sondern sich auch in seiner Freizeit um den alten Mann kümmert. Wenger müht sich mit seiner Einsamkeit, den Tücken des Alltags als Rollstuhlfahrer und den Routinen des Pflegepersonals. Er betrachtet besorgt die Entwicklung der Welt und der Menschen. Wenger fühlt sich müde, schwach und einsam. Trotz Alter und Krankheit erhält er Anfragen für Fachartikel von Zeitschriften. Die Recherchen dazu werden mühselig und anstrengend. Einmal bricht er mit einer Unterzuckerung zusammen. Weiterlesen

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Daniel Galera: So enden wir

Der Brasilianer Daniel Galera (Jahrgang 1979) machte erstmals hierzulande von sich reden mit seinem Roman „Flut“, der 2013 als erstes seiner Bücher auf Deutsch erschienen ist und auf der Frankfurter Buchmesse mit dem Gastland Brasilien vorgestellt wurde.

Nun legt der Suhrkamp Verlag im März 2018 sein neues Buch „So enden wir“ in einer Übersetzung von Nicolai von Schweder-Schreiner vor.

Drei Mitte Dreißigjährige, zwei Männer und eine Frau, treffen sich auf der Beerdigung eines alten Freundes, Andrei Dukelsky (genannt Duke), im Sommer 2014 in Porto Alegre, im Süden Brasiliens wieder.

Aurora, Antero, Emiliano und der verstorbene Duke bildeten in ihrer Studentenzeit eine Freundes-Clique von jungen Intellektuellen zu Beginn des Internetzeitalters. Weiterlesen

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Haruki Murakami: Die Ermordung des Commendatore 01: Eine Idee erscheint

Der weltberühmte, japanische Schriftsteller Haruki Murakami (Jahrgang 1949) hat mit seinem neuen Roman „Die Ermordung des Commendatore I – Eine Idee erscheint“ wieder einmal die Bestseller-Listen gestürmt. Das Buch erschien am 22. Januar 2018 in einer Übersetzung von Ursula Gräfe beim DuMont Verlag.

In dem Roman, dessen zweiter Teil im April 2018 in Deutschland erscheinen wird, begibt sich ein sechsunddreißigjähriger, japanischer Porträtmaler nach der Trennung von seiner Ehefrau Yuzu, mit der er beinahe sechs Jahre verheiratet war, zunächst auf eine ziellose Autofahrt durch Japan. Schließlich kommt er in einem alten Haus in den Bergen („…eine Art Cottage im westlichen Stil.“) unter, das ihm sein Freund Masahiko Amada vermietet. Masahiko ist der Sohn des Malers Tomohiko Amada, der nun unter Demenz leidend in einer Seniorenresidenz lebt. In dem leer stehenden Haus bei Odawara hatte Masahikos berühmter Vater Bilder im klassischen japanischen Nihonga gemalt („…Bilder…, die vornehmlich unter Verwendung von Leim, Farbpigmenten und Blattgold entstehen.“). Um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, gibt der Porträtmaler Kunstunterricht in einem Kulturzentrum,  außerdem beginnt er eine Affäre mit einer seiner erwachsenen Schülerinnen. Weiterlesen

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Michael Robotham: Die Rivalin

Der australische Journalist und Schriftsteller Michael Robotham (Jahrgang 1960) ist mit seiner Psychothriller-Serie um den Psychologen  Joseph O’Loughlin und den Polizisten Vincent Ruiz weltberühmt geworden. Die ersten beiden Bücher dieser Reihe  „Adrenalin“ (2004) und  „Amnesie“ (2005)  wurden bereits verfilmt. Nach „Um Leben und Tod“ aus dem Jahre 2015, für den Robotham den Gold Dagger Award erhielt, ist „Die Rivalin“ der zweite Thriller ohne die beiden berühmten Hauptdarsteller. Der Wilhelm Goldmann Verlag veröffentlichte „Die Rivalin“ im Dezember 2017 in einer Übersetzung von Kristian Lutze.

Die beiden Frauen, Agatha Fyfle und Meghan Shaugnessy, leben in London, sind Ende dreißig Jahre alt und schwanger. Doch damit enden bereits die Gemeinsamkeiten. Agatha arbeitet in einem Supermarkt, ist ledig und stammt aus einfachen Verhältnissen. Weiterlesen

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Franz Hohler: Ein Feuer im Garten

Der Schweizer Franz Hohler (Jahrgang 1943) ist Schriftsteller, Kabarettist und Liedermacher. Für seine Werke wurde er mehrfach ausgezeichnet und gilt in seinem Heimatland als bedeutender, zeitgenössischer Erzähler. Bei btb erschienen am 13. November 2017 seine Kurzerzählungen „Ein Feuer im Garten“ als Taschenbuch.

Darin 52 kurze und knappe Geschichten über Alltagsbeobachtungen des Autors. Beginnend mit der Titelgeschichte „Ein Feuer im Garten“, in der ein kleiner, dreijähriger Junge, hingerissen von der Dichterinnen Erzählung über ein Feuer im Garten, davonläuft, um die Geschichte selbst zu erleben. Danach folgen mehrere Miniaturen über Erlebnisse des Autors Franz Hohler entweder in Zürich, wo er lebt und arbeitet, oder auf seinen Reisen (bevorzugt Lesereisen). Weiterlesen

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