Ein Mensch kann vieles sein und entsprechend viele Rollen in seinem Leben innehaben. Andreas Ban ist einer von ihnen: Psychologe, Schriftsteller, Dozent, ehemaliger Wehrdienstleister und Fahnenflüchtiger, Witwer, Vater und zum Schluss reduziert auf Alter, Krankheit und Armut. Auf diese Weise zurechtgestutzt blickt er auf sein Leben zurück, das andere Geschichten und Schicksale anzog wie ein Magnet.
»… die Geschichten sprangen aus dem Nichts, sprangen ihn an und kullerten ihm nach, krallten sich an ihm fest, … Hier in dieser kleinen Stadt, direkt unter seiner Nase, schlummerten die gleichen Geschichten, verstreut auf den Friedhöfen, haften an den Namen, eingeprägt in Fotografien, man hat sie rumliegen lassen wie billige Ware, … (S. 344, 345)
Was soll Andreas mit seinem großen Wissen anfangen? Was ist es wert, wenn Worte nichts mehr zählen? Stückweise verabschiedet er seinen Besitz, solange seine Augen noch funktionieren. Weiterlesen





In der Freiheit der Straße sah der in der Seele schwer verletzte Richard seinen einzigen, zunächst provisorischen Fluchtweg. Dies wird um so verständlicher, wenn statt einer echten Hilfe nur der Drill für ein funktionsorientiertes Leben auf ihn niederprasselte.

