Der neunjährige Jai lebt mit seiner Familie in einem Basti, einem stark verzweigten Slum, in dem es kleine Plätze aber auch Steinhäuser gibt. In Sichtweite stehen die HiFi-Hochhäuser, die Wohntempel der Reichen. Wer dort eingezogen ist, hat es geschafft. Jais Eltern haben es nicht geschafft. Zu viert leben sie in einer Einraumhütte, die jeder jederzeit betreten kann. Er hört den Zank der Nachbarn, riecht deren gekochtes Essen und wird Ohrenzeuge ihrer Vertraulichkeiten. Auch von den Gerüchten seines verschwundenen Klassenkameraden hört er und ist erschrocken. Wie kann Bahadur verschwinden, ohne dass es ihm selbst aufgefallen ist?
Jai schlägt seinen besten Freunden, der schlauen Pari und dem muslimischen Faiz, vor, wie die berühmten Detektive nach Bahadur zu suchen und gleichzeitig ihr Basti zu retten. Denn die korrupte Polizei droht, bei einer Durchsuchung jede Hütte zu planieren.
Innerhalb weniger Monate verschwinden weitere Kinder spurlos, und Jais Detektivarbeit geht nicht nur in den Hausaufgaben unter. Die Angst der Erwachsenen erschwert seine Recherche. Schon bald fallen Interessenvertreter auf, die die Bewohner gegeneinander aufwiegeln. Weiterlesen

In fünf unterschiedlichen Novellen beschreibt Hartmut Lange Menschen in ihrem Alltag, der durch bestimmte Ereignisse kein Alltag mehr ist. Sie erleben Grenzerfahrungen, die ein Umdenken, Anpassen oder sogar ein Aufgeben erforderlich machen:





