Norah und ihre Freunde feiern. Wie alle anderen haben sie auf der Party Spaß, tanzen und trinken Alkohol. Am frühen Morgen wollen sie in Tims Wagen wieder nach Hause fahren. Sie wissen, dass Tim ebenfalls getrunken hat und erst seit kurzem einen Führerschein besitzt. Vielleicht verliert er deshalb die Kontrolle über sein Fahrzeug, während die anderen noch ausgelassen zur lauten Musik singen. Alle bis auf Norah kommen mit ein paar Kratzern und dem Schrecken davon. Denn Norah war als einzige nicht angeschnallt und wird durch die Frontschreibe geschleudert. Nachdem sie irgendwann aus dem Koma erwacht, erfährt sie, dass sie hätte sterben können. Abgesehen von den Blessuren und der Notoperation spürt Norah noch eine Veränderung. Etwas in ihr ist anders.
„… Ich fühle mich wie eine Uhr, die nicht mehr läuft, wie ein Habicht mit gebrochenen Flügeln. Ich bin ein Zebra ohne Streifen oder ein Baum ohne Wurzeln.“ (S. 50)
Aus irgend einem Grund fehlen ihr die Erinnerungen aus den letzten drei Jahren, und sie weiß nicht mehr so genau, was sie ausmacht. Gefühle und Neigungen müssen neu entdeckt werden. Nur ihr alter Freund Sam kann helfen, glaubt Norah. Ihm vertraut sie ihre Gedanken an. Weiterlesen



„… Kyazike lachte. ‚Denkst du, das Leben ist ein Film? Und selbst wenn es einer wäre, Fam, wir sind schwarz. Egal, in welcher Schattierung‘, ahmte sie meine Stimme nach, ‚wir wären die Ersten, die sterben müssen.‘“ (S. 372) Die Auszeit sollte befristet sein. Dies hatten Queenie und Tom vereinbart. Danach wollten sie wieder für ein Gespräch zusammenkommen, um ihre Beziehung zu kitten. Mit viel Hoffnung zog Queenie aus der gemeinsamen Wohnung, die sie allein nie hätte finanzieren können. Eine bezahlbare Wohnung in London zu finden, bedeutet für sie, in einer Bruchbude ein WG-Zimmer zu mieten. Und während sie auf das Ende der Auszeit wartet und sich auf ein gemeinsames Leben mit Tom freut, stürzt Queenie von einem Chaos ins nächste. Anfangs dachte sie, wenn sie sich eine Liste mit Vorsätzen schreibt, hätte sie einen Leitfaden für ein ruhigeres Leben. Sie glaubt, Regeln reduzieren automatisch das ständige Chaos in ihrem Leben. Gleichzeitig lässt sie sich auf Parties mit den falschen Männern ein. Schneller als gedacht, erlaubt sie eine Ausnahme und dann nach eine, bis Queenie schließlich wieder all ihre Regeln bricht. Das Chaos wächst, bis eine heftige Panikattacke sie zum Nachdenken zwingt.

Weiß wurde zu ihrer Projektionsfläche. Das reine Weiß, zart und zerbrechlich steht für ein Ereignis aus ihrer Vergangenheit und für Gegenstände, die mit der Farbe assoziiert werden können. Die Ich-Erzählerin leidet unter einer starken Migräne. Schon lange sucht sie nach erlösenden Gedanken und flieht in ein anderes Land, um in der Zurückgezogenheit klärende Einsichten unter anderem im Betrachten des Schnees zu finden.
