Wann ist man wirklich angekommen? Wann ist eine Flucht wirklich zu Ende? Und wann ist das neue Zuhause Heimat? Und schließlich die Frage, die mich während der Lektüre dieses Buches immer wieder beschäftigte: Wie verkraftet man solche Erlebnisse?
Elyas Jamalzadeh erzählt auf ganz ungewöhnliche Weise von seinem Leben auf der Flucht. Er wurde quasi auf der Flucht geboren, denn seine Eltern waren bereits aus Afghanistan geflohen, bevor er auf die Welt kam. So wurde er im Iran geboren und war dadurch weder das eine noch das andere, weder noch Afghane noch schon Iraner. Obwohl seine Familie viele Jahre im Iran lebte, kamen sie dort nie wirklich an, wurden nie anerkannt und blieben illegal. Was bedeutete, dass keiner von ihnen offiziell arbeiten durfte, die Kinder durften nicht in die Schule und Unterstützung bekamen sie auch nicht. Er war schon fast erwachsen, als die Familie beschloss, erneut zu fliehen, und zwar nach Österreich, wo eine seiner Schwestern bereits lebte. Weiterlesen








