Gutes Timing könnte man es nennen, dass dieser Roman fast genau am 60. Jahrestag der Hamburger Sturmflut erscheint. Beginnt er doch genau an diesem Tag, an dem die Protagonistin Marie, die in einer Gartenhütte haust, ihr ganzes Hab und Gut durch diese Flut verliert. Und das an einem Tag, der ihr auch schon an ihrem Arbeitsplatz als Zimmermädchen im vornehmen Hotel Atlantic Ärger gebracht hatte.
Ohne Dach über dem Kopf wird Marie nun bei Effie von Tieck einquartiert, einer alten Dame, die spröde, launisch und vergrämt zu sein scheint. Erst nach und nach kommen die beiden Frauen einander näher und Marie erfährt, dass auch Effie durch die Sturmflut einen großen Verlust erfuhr, wurde doch ihr Tanzlokal davon in Mitleidenschaft gezogen.
Während wir auf der einen Erzählebene nun verfolgen können, wie Marie das Tanzlokal wieder auf Vordermann bringt und dabei von einem netten jungen Mann Unterstützung erhält, erfahren wir auf der zweiten, im Rückblick erzählten Ebene, die Geschichte von Effie, von ihrer Ehe und ihrer Tochter Helly. Dieser Teil ist durchaus spannend, denn Effie wird von ihrem Ehemann gequält, muss fliehen und sich auf eigenen Füßen behaupten. Weiterlesen


Ein Brand zerstört nicht nur das Haus der Familie von Alex und Nathalie, er zerstört auch ihr Vertrauen zueinander, verbrennt ihre Träume, Lügen und Gefühle. Das klingt dramatischer und spannender als dieser Roman letztlich ist – ein Thriller ist er ganz sicher nicht.
icht keine Freude.



