Aus fiktiven und realen Episoden zusammengesetzte Geschichte der Familie Leitz und ihrer Kamera Leica
Ein durchweg spannender und interessanter Roman um die Industriellenfamilie Leitz und ihr Werk in Wetzlar, wo die berühmte Kamera Leica entstand. Dennoch kämpft auch dieser Roman mit dem typischen Problem: Um alle zeitgeschichtlich relevanten Themen abzudecken, werden die Figuren in zu viele Situationen hineingestellt, um noch realistisch zu sein.
Sandra Lüpkes, deren Krimis und Inselromane zurecht sehr erfolgreich sind, hat nun, nach „Die Schule am Meer“ ihren zweiten historischen Roman vorgelegt. Im Mittelpunkt die Geschichte einer Familie, zentral die Zeit zwischen 1930 und dem Ende des zweiten Weltkriegs. In teils sehr detailliert erzählten Episoden, teils mit größeren Zeitsprüngen dazwischen, erzählt sie von dem Firmengründer Ernst Leitz dem ersten und seinen Nachfolgern, alle Ernst mit Namen. Sie erzählt von Otto Barnack, der die erste leichte und tragbare Kleinbildkamera erfand, eine große Errungenschaft gegenüber der schweren Plattenkamera, bei der die zu fotografierenden Personen minutenlang stillhalten mussten.
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