Eine starke Liebe, politisches Kalkül und viele Widerstände, denen die Liebenden trotzen müssen.
All das findet sich in Eva-Maria Basts „Die letzte Pharaonin“. Interessanterweise geht es nicht um die Liebesgeschichte von Kleopatra und Cäsar, sondern um die Beziehung eines seiner Nachfolger und der ägyptischen Königin: Marcus Antonius. Normalerweise wird in der Populärkultur Kleopatras und Cäsars Liebschaft erzählt. Für Cäsar war Ägypten wichtig als Kornkammer Roms. Dafür half er ihr, den Thronstreit gegen ihren Bruder Ptolemaios zu gewinnen. In der Beziehung zu Marc Antonius ging es beiden jedoch vorrangig um die Ausweitung ihres Reiches. Diese Beziehung schien gleichberechtigter zu sein: Kleopatra war weniger abhängig von Marc Antonius, hatte keine grundsätzlichen Existenzängste.
Bast schreibt wortreich, in einem „ausgefüllten“ Erzählstil von der großen Liebe, die ständig Widerständen trotzen muss. Und wenn die beiden endlich gemeinsam einen Winter in Ruhe verbringen können, gibt es anschließend die nächste große Katastrophe. Herrscher eines großen Reichs zu sein, ist wirklich kein leichtes Leben.
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