Eva-Maria Bast: Die letzte Pharaonin

Eine starke Liebe, politisches Kalkül und viele Widerstände, denen die Liebenden trotzen müssen.

All das findet sich in Eva-Maria Basts „Die letzte Pharaonin“. Interessanterweise geht es nicht um die Liebesgeschichte von Kleopatra und Cäsar, sondern um die Beziehung eines seiner Nachfolger und der ägyptischen Königin: Marcus Antonius. Normalerweise wird in der Populärkultur Kleopatras und Cäsars Liebschaft erzählt. Für Cäsar war Ägypten wichtig als Kornkammer Roms. Dafür half er ihr, den Thronstreit gegen ihren Bruder Ptolemaios zu gewinnen. In der Beziehung zu Marc Antonius ging es beiden jedoch vorrangig um die Ausweitung ihres Reiches. Diese Beziehung schien gleichberechtigter zu sein: Kleopatra war weniger abhängig von Marc Antonius, hatte keine grundsätzlichen Existenzängste.

Bast schreibt wortreich, in einem „ausgefüllten“ Erzählstil von der großen Liebe, die ständig Widerständen trotzen muss. Und wenn die beiden endlich gemeinsam einen Winter in Ruhe verbringen können, gibt es anschließend die nächste große Katastrophe. Herrscher eines großen Reichs zu sein, ist wirklich kein leichtes Leben.

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Theresa & Joseph Prammer: Das Hotel am Rande des Zusammenbruchs

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Das Schauspieler-Ehepaar Theresa und Joseph Prammer hat aus ihrem erfolgreichen Theaterstück „Das Hotel am Rande des Zusammenbruchs“ einen Roman gemacht. In der Kriminal-Komödie geht es um das marode Wellnesshotel „Perfekt“. Es liegt in schönster Lage, bietet zahlreiche Wellness-Angebote, besteht aus eingeschworenen Hausangestellten und ist völlig marode. Die gesamte Hoffnung liegt auf einem Investor, der als Inkognito-Gast eincheckt. Doch während man rätselt, welcher der wenigen Gäste der Investor ist, stürzt der Hotelinhaber plötzlich aus dem Fenster – mit tödlichem Ausgang. Zum Glück hat er einen Zwillingsbruder…
Was als wahnwitzige Verwechslungskomödie beginnt, nimmt schnell rasant Fahrt auf und verselbstständigt sich. Schon bald wissen die Angestellten selbst nicht mehr, wer von den Anwesenden im Hotel authentisch ist und wer nur eine Rolle spielt.

Rezension

Aus der Sicht verschiedener Figuren werden die Geschehnisse geschildert. Diese Technik haben Theresa und Joseph Prammer meisterhaft umgesetzt: Die einzelnen Bruchstücke ergänzen sich wunderbar, geben dem Leser ein umfassendes Bild der Geschichte und Einblicke hinter „die Kulissen“ jedes Charakters. Dadurch kommt auch die Spannung zustande. Während des Lesens verfolgt man mit großem Vergnügen, welche Figur welche Interessen, Ziele und Kontakte hat. Durch die Perspektivwechsel werden auch die Tiefen der Charaktere besonders gut hervorgehoben.
Es gibt immer wieder neue unerwartete Wendungen – bis zur letzten Seite, wodurch die Handlung völlig unvorhersehbar wird. Ein Genuss beim Lesen! Damit hebt sich „Das Hotel am Rande des Zusammenbruchs“ deutlich aus der Masse an Kriminalromanen hervor.

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David Safier: 00-Laschet

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David Safier ist einer von Deutschlands erfolgreichsten Autoren, seine Bücher landen regelmäßig auf der Bestsellerliste. Die Kriminalroman-Reihe um die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel umfasst mittlerweile schon fünf Bände. In seinem neusten Werk widmet er sich jedoch einem anderen Politiker: Armin Laschet.

In „Agent 00-Laschet“ wird Armin Laschet Bundespräsident. Im Schloss Bellevue angekommen, erwartet ihn jedoch eine große Überraschung: sein Job ist anders geartet, als bisher bekannt. Denn unter dem Schloss liegt die geheimste Geheimagentenzentrale weltweit. Und Armin Laschet ist dafür zuständig, den Agenten Zugang zu Orten zu ermöglichen, den sie ohne ihn nicht hätten. Sein erstes Mitwirken dabei dient nichts Geringerem als die Welt zu retten. Die gesamte Hoffnung der Welt liegt nun auf Armin Laschet als Agent 00-Laschet.

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Maja Lunde: Für immer

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Ein weltweiter Ausnahmezustand: kein Mensch kann mehr sterben, Krankheiten sind eingefroren und Geburten ausgesetzt. Bringt dieser Zustand auf den ersten Blick viele Vorteile mit sich, zeigen sich im Laufe der Zeit jedoch auch die vielfältigen sozialen, psychologischen, wirtschaftlichen, biologischen Nachteile, mit denen jeder Protagonist und jede Protagonistin hadert.

Rezension

Mit „Für immer“ öffnet Maja Lunde ein interessantes Gedankenspiel. Um dem Leser die gesamte Tragweite dieser Überlegung zu vermitteln, werden verschiedene Hauptprotagonisten in der Erzählung „begleitet“. Insgesamt wird das Leben der Figuren langsam erzählt, erst nach und nach entfaltet sich das eigentliche Hauptthema des Buches. Mit dieser langsamen Erzählweise kann der Leser besonders gut in die Lebensrealität der Figuren eintauchen, mit ihnen fühlen und die Situation miterleben.

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Iliana Xander: Der Boss: Ist er ein Monster oder ein Genie?

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Natalies beste Freundin Cara verschwindet auf einer gemeinsamen Party mit einem fremden Mann und liegt am nächsten Morgen im Koma. Die Polizei kommt mit ihren Ermittlungen nicht weiter. Natalie ist jedoch fest entschlossen, den Fremden zu finden und Cara zu rächen. Ihre Recherche führt sie zu dem berühmten Millionär Geoffrey Rosenberg. Als sie einen Job für Rosenberg annimmt, kann sie ihrem Boss eine Falle zu seiner Überführung stellen – und tappt dabei in Rosenbergs eigene Falle …

Rezension

Die Handlung ist aus zwei Perspektiven geschrieben. Der Leser liest sowohl Natalies Sichtweise als auch die des „großen“ Unbekannten, der sie scheinbar beobachtet und ihr Treiben kommentiert. Die nüchternen, berechnenden Kommentare lassen einen beim Lesen schauern. Er wirkt eiskalt und zu allem bereit.

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Ursula Poznanski: Das Signal

Nach einem Unfall verliert Viola ein Bein und ist fortan auf die Hilfe ihres Mannes angewiesen. Einkaufen, Freunde besuchen, auf die Toilette gehen – all das geht nun nicht mehr ohne Hilfe. Damit erscheint die Geschichte anfangs harmlos und ruhig, wirkt eher wie ein Drama. Doch das wandelt sich schnell zu einem Thriller, als Adams Fürsorge in scheinbare Kontrolle umschlägt. Viola fühlt sich zunehmend im Haus eingesperrt und von ihrer persönlichen Pflegekraft überwacht. Adam lässt ihre Krücken wegsperren und lehnt ohne ihr Wissen Besuchstermine ihrer Freundinnen ab. Daher beginnt Viola, Adam mithilfe eines Peilsenders zu überwachen. Die GPS-Signale zeigen jedoch schnell einige Ungereimtheiten auf…

Damit sät Poznanski geschickt Misstrauen beim Leser: Spielt Violas Ehemann ein falsches Spiel, hat Hintergedanken und böse Absichten? Oder ist die Hauptprotagonistin psychisch angeschlagen und nimmt die Geschehnisse daher anders wahr? Ist Viola vertrauenswürdig? Welcher Sichtweise und Figur kann der Leser trauen? Auch der Gedanke, der eigene Ehemann könnte Viola kontrollieren und ihr Böses wollen, ruft beim Lesen einen Schauer hervor. Der abweisende und kalte Charakter der Pflegekraft, die offensichtlich in Adams Auftrag handelt, ständig in Violas Nähe ist, verstärkt dieses Gefühl noch.

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Dietrich Grönemeyer: Demenz

Jeder will möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben führen – gäbe es da nicht die Demenz.

Dietrich Grönemeyer ist Professor der Medizin und hat u. a. das Buch „Der kleine Medicus“ – mittlerweile als Kinderbuch-Serie neu im Tessloff-Verlag aufgelegt – geschrieben. Sein neuestes Buch „Demenz – Gezielt vorbeugen, ganzheitlich verstehen, liebevoll begleiten“ versteht sich als Einladung für einen neuen Blick auf diese Erkrankung.

Grönemeyer schreibt dazu: „Wir leben nicht in der gleichen „Wahrheit“. Und das ist gar nicht schlimm. [Denn] jeder Mensch lebt in seiner eigenen Schneekugel. […] Die Schneekugeln der Gesunden ähneln sich untereinander, die der Demenzkranken sind ganz anders …“ (S. 27)

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Philipp Spielbusch: Ich hab da nur kurz draufgeklickt und jetzt ist alles weg

Inhalt

Von einfachen Softwareproblemen bis zu kniffeligen Fällen: Philipp Spielbusch erlebt als IT-Dienstleister die ganze Bandbreite seines Berufsalltags. Ob ein Smart Home, das seine Eigentümer aussperrt, ein sich ständig drehender Handybildschirm oder mangelhaft funktionierende Avatar-Apps – Spielbusch findet eine Lösung. Und wenn man als Kundin oder Kunde Glück hat, schafft man es sogar ins nächste Buch. ;o)

Rezension

Spielbuschs Schreibstil ist locker, selbstironisch und trocken. Inhaltlich reiht er nicht nur Anekdoten aneinander, sondern schildert typische Alltagssituationen aus seinem Job als IT-Dienstleister. Wie das Cover bereits andeutet: definitiv kein einfacher Beruf. Die oft humorvollen Begebenheiten werden durch informative Merk- und Infokästen ergänzt, etwa mit „Goldenen Regeln im Umgang mit Kunden“ oder zusätzlichen Hinweisen zu Technik und Tools. Darunter finden sich unter anderem Anleitungen, wie sehr alte Spiele auf modernen Rechnern wiederbelebt werden können oder wie sich ein PC seniorengerecht einrichten lässt.

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Julia Schuck: A Spoonful Of Us

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Ein Online-Date, ein verpatzter One-Night-Stand und dann: die große Liebe. Oder?

Saras und Lucas erstes Date wird von Saras toxischem (Ex-)Freund gestört. Wenig später treffen sich beide in dem italienischen Restaurant von Saras Cousin wieder – in dem Luca Stammgast ist. Obwohl die beiden sich am liebsten aus dem Weg gehen würden, erarbeiten sie zusammen ein Love-Birds-Menü für das Restaurant im Rahmen des anstehenden Food-Festivals in der Stadt. Wenn da nur nicht Saras eventuell-vielleicht-noch-Freund und die Erinnerung an das letzte Date wären …

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Alex Beer: Felix Blom: Mord an der Spree

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Die Privatdetektive Felix Blom und Mathilde Voss stoßen im Rahmen ihrer Ermittlungen auf ein Ereignis aus Mathildes Vergangenheit: Das mysteriöse Verschwinden einer Freundin scheint in Verbindung mit ihrem aktuellen Mordfall zu stehen. Schnell stellt sich heraus, dass jemand vor keinem Mord zurückschreckt, um ein Geheimnis zu wahren. Im Zuge ihrer weiteren Ermittlungen wird Mathilde verhaftet und des Mordes angeklagt. Ihr droht die Todesstrafe. Felix hat nur noch wenig Zeit, den Fall allein zu lösen …

„Blom blieb zurück. Der Wind raschelte in den Wipfeln (…). Noch einmal drehte er sich um und blickte auf die Villa. Jemand spielte ein böses Spiel, und er musste herausfinden, wer.“ (S. 87)

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