Philipp Spielbusch: Ich hab da nur kurz draufgeklickt und jetzt ist alles weg

Inhalt

Von einfachen Softwareproblemen bis zu kniffeligen Fällen: Philipp Spielbusch erlebt als IT-Dienstleister die ganze Bandbreite seines Berufsalltags. Ob ein Smart Home, das seine Eigentümer aussperrt, ein sich ständig drehender Handybildschirm oder mangelhaft funktionierende Avatar-Apps – Spielbusch findet eine Lösung. Und wenn man als Kundin oder Kunde Glück hat, schafft man es sogar ins nächste Buch. ;o)

Rezension

Spielbuschs Schreibstil ist locker, selbstironisch und trocken. Inhaltlich reiht er nicht nur Anekdoten aneinander, sondern schildert typische Alltagssituationen aus seinem Job als IT-Dienstleister. Wie das Cover bereits andeutet: definitiv kein einfacher Beruf. Die oft humorvollen Begebenheiten werden durch informative Merk- und Infokästen ergänzt, etwa mit „Goldenen Regeln im Umgang mit Kunden“ oder zusätzlichen Hinweisen zu Technik und Tools. Darunter finden sich unter anderem Anleitungen, wie sehr alte Spiele auf modernen Rechnern wiederbelebt werden können oder wie sich ein PC seniorengerecht einrichten lässt.

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Julia Schuck: A Spoonful Of Us

Inhalt

Ein Online-Date, ein verpatzter One-Night-Stand und dann: die große Liebe. Oder?

Saras und Lucas erstes Date wird von Saras toxischem (Ex-)Freund gestört. Wenig später treffen sich beide in dem italienischen Restaurant von Saras Cousin wieder – in dem Luca Stammgast ist. Obwohl die beiden sich am liebsten aus dem Weg gehen würden, erarbeiten sie zusammen ein Love-Birds-Menü für das Restaurant im Rahmen des anstehenden Food-Festivals in der Stadt. Wenn da nur nicht Saras eventuell-vielleicht-noch-Freund und die Erinnerung an das letzte Date wären …

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Alex Beer: Felix Blom: Mord an der Spree

Inhalt

Die Privatdetektive Felix Blom und Mathilde Voss stoßen im Rahmen ihrer Ermittlungen auf ein Ereignis aus Mathildes Vergangenheit: Das mysteriöse Verschwinden einer Freundin scheint in Verbindung mit ihrem aktuellen Mordfall zu stehen. Schnell stellt sich heraus, dass jemand vor keinem Mord zurückschreckt, um ein Geheimnis zu wahren. Im Zuge ihrer weiteren Ermittlungen wird Mathilde verhaftet und des Mordes angeklagt. Ihr droht die Todesstrafe. Felix hat nur noch wenig Zeit, den Fall allein zu lösen …

„Blom blieb zurück. Der Wind raschelte in den Wipfeln (…). Noch einmal drehte er sich um und blickte auf die Villa. Jemand spielte ein böses Spiel, und er musste herausfinden, wer.“ (S. 87)

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H.G. Wells: Die Zeitmaschine

Inhalt

Der Traum der Menschheit ist es seit jeher, in der Zeit zu reisen. Im späten 19. Jahrhundert gelingt das einem Wissenschaftler: mit einer selbst gebauten Zeitmaschine reist er in das Jahr 802.701. Während seinem Aufenthalt dort erlebt er erstaunliche Dinge. Doch plötzlich ist seine Zeitmaschine verschwunden – und somit die Rückreise ins 19. Jahrhundert ungewiss …

Rezension

„Die Zeitmaschine“ zählt heute zu den allerersten Science-Fiction-Romanen und als großes Vorbild vieler nachfolgender Autoren. So erinnert sie inhaltlich z.B. ein wenig an E.M. Forsters Kurzgeschichte „The Machine stops“ (1909): in beiden Büchern geht es um dystopische Zukunftsszenarien, in denen der Mensch unter der Erde lebt.

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Ellen Berg: Immer muss man selber feiern

Inhalt

Die Vorweihnachtszeit beginnt – und damit für Nele und ihre Kinder sämtliche Familientraditionen wie Dekorieren, Plätzchenbacken etc. Sehr zum Verdruss von Neles neuem Freund Nick, denn dem ist der gesamte Trubel zu früh und viel zu viel. Konflikte vorprogrammiert. Das Verschwinden der teuren Weihnachtsgeschenke für die Kinder bringt Nele endgültig an ihre Grenzen. Gemeinsam mit ihren Freundinnen Fiona und Hermine macht sie sich auf die Suche nach dem Pakete-Dieb.

Anmerkung: Inhaltlich knüpft das Buch an Ellen Bergs „Immer muss man selber machen“ an, lässt sich aber auch problemlos als Einzelband lesen.

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David Safier: Miss Merkel: Mord unterm Weihnachtsbaum

Zum Inhalt

Kurz vor Weihnachten finden Angela Merkel und ihr Mann einen toten Weihnachtsmann in ihrem Kamin. Immerhin gibt es bald viele Verdächtige. Nur leider auch mit gutem Alibi. Wobei das Foto des „echten“ Weihnachtsmanns aus Melbourne mit den eigenen Rentieren während der Bescherung dort äußerst zweifelhaft anmutet …

Rezension

In David Safiers neuestem Band der Miss Merkel-Reihe gibt es wieder einen äußerst spannenden Plot und warmherzige, liebenswürdige Charaktere. Diese legen teils eine kleine Weiterentwicklung hin.

Das kleine Büchlein liest sich fast in einem Rutsch durch – einzig die Erinnerung an den aktuell ausbleibenden Nachfolge-Band bremst den Lese-Rausch.

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Charlie Mackesy: Denk immer dran. Der Junge, der Maulwurf, der Fuchs, das Pferd und der Sturm

Gefühlvoll, mit wunderschönen Illustrationen

Das ist das neue Buch von Charley Mackesy: „Denk immer dran. Der Junge, der Maulwurf, der Fuchs, das Pferd und der Sturm“.

Wie auch schon in seinem vorherigen Buch gibt es keine direkte Narration, nur vier Freunde, die gemeinsam einen unbestimmten Weg gehen und auf der Suche nach etwas Unbestimmten sind. In diesem Buch gehen die Vier durch einen Sturm. Doch sie haben einander und geben sich gegenseitig Kraft, sodass sie unbeschadet aus dem Gewitter heraus kommen. Illustriert sind die Texte mit wunderschönen Zeichnungen aus Tusche, Aquarell, Kohle und Kreide.

Es ist ein herzwärmendes Buch, das große emotionale Tiefe aufweist. Mackesys Schreibstil ist äußerst poetisch, schon lyrisch anmutend. Es braucht beim Lesen Zeit, um dem tieferen Sinn der Bilder nachzuspüren. Kurioserweise kommen die stärkenden Worte von einem Autor, der an sich selbst zweifelt – völlig zu Unrecht.

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Antje Huhs: Zuhause ist vorübergehend geschlossen

Inhalt

Antje Huhs schreibt in ihrem Roman humorvoll über aktuelle Themen: überfüllte Pflegeheime bei zu geringem Personalschlüssel und schlechter Bezahlung. Daraufhin streiken die Pflegekräfte, ein Notbetrieb findet kaum statt. Wohin nur mit den Bewohnern? Die Lösung: Privathaushalte sollen Pflegebedürftige aus den örtlichen Heimen aufnehmen. Und das kurz vor Weihnachten …

Rezension

Huhs Gedankenexperiment zeigt eine drastische Alternative zur Versorgung in Pflegeheimen – frei nach dem Motto: „Wer keine Oma oder keinen Opa hat, bekommt eine/n.“ Konflikte vorprogrammiert.

Die Narration ist aus verschiedenen Perspektiven beteiligter Personen geschrieben: eine Familie, die einen fremden älteren Herren aufnehmen muss; ein Pfleger und die Bürgermeisterin, die für die Verteilung der Pflegeheim-Bewohner zuständig sind. Das ermöglicht eine breitere Annäherung an das Thema. Jeder Protagonist geht anders mit dem hohen Konfliktpotenzial um.

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Jordan Prince: Prince of Germany

Über den Autor und zum Inhalt

Jordan Prince ist Komiker, Musiker, Podcaster und Schauspieler aus New Orleans, Louisiana. In Corona-Zeiten erlebte er seinen großen Durchbruch mit Videos über kulturelle Unterschiede zwischen Deutschland (insbesondere seiner Wahl-Heimat Bayern) und den USA. Momentan tourt er mit seiner zweiten eigenen Comedy-Show durch Deutschland. Besonders seine Kunstfigur „Johannes“ erfreut sich auf Instagram und Co. großer Beliebtheit: ein stereotypischer Deutscher, der bei jedem Wetter „Schport“ im Freien macht, bei jeder Gelegenheit lüftet und sein „Schprudelwasser“ über alles liebt.

Über genau solche Klischees und ähnliche reale Bekanntschaften schreibt Jordan Prince in seinem ersten Buch „Prince of Germany“.  Dabei teilt er viele lustige und peinliche Anekdoten sowie einige der Schwierigkeiten, als Amerikaner in Deutschland Fuß zu fassen.

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Dirk Stermann: Die Republik der Irren

Eine irrsinnige Geschichte, die wahr ist

Zum Inhalt

Dirk Stermanns Buch ist aus der Sicht des jungen Cherubino geschrieben. Er wird im Alter von 15 Jahren von seinem Heimatdorf in den Abruzzen zur Ausbildung als Krankenpfleger nach Pergine eingeladen. Eine Gelegenheit, die er gerne annimmt. In der dortigen psychiatrischen Anstalt lernt er nicht nur einen Beruf, sondern auch Lesen und Schreiben, verliebt sich in die junge Nonne Letizia und schließt Bekanntschaften mit futuristischen Künstlern. Einer von diesen ist es auch, der dem Leiter der Anstalt von einem neuen Projekt erzählt. Die italienische Stadt Fiume (heute Rijeka) wurde im Zweiten Weltkrieg durch die Italiener von den Kroaten zurückerobert. Dort möchte ein gewisser Gabriele D’Annunzio einen neuen Staat gründen. Dieser soll modern, voller Liebe, Militär-Verehrung und Musik sein. Als Minister sollen „harmlose Irre“ aus psychiatrischen Anstalten aus ganz Italien eingesetzt werden – u.a. auch aus Pergine. Cherubino wird beauftragt, den Patienten Zino nach Fiume zu begleiten. Dort angekommen ist Cherubino über praktische Umsetzung dieses modernen Staates schockiert: Orgien, Drogenexzesse, ständige Feiern und keine Justiz. Dennoch beschließt er mit Letizia als Begleiterin dort zu bleiben, um „auf die Irren aufzupassen.“ Denn andere Pfleger verlassen die Stadt schnell wieder oder werden versehentlich bei Salut-Schüssen umgebracht.

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