Iliana Xander: Der Boss: Ist er ein Monster oder ein Genie?

Zum Inhalt

Natalies beste Freundin Cara verschwindet auf einer gemeinsamen Party mit einem fremden Mann und liegt am nächsten Morgen im Koma. Die Polizei kommt mit ihren Ermittlungen nicht weiter. Natalie ist jedoch fest entschlossen, den Fremden zu finden und Cara zu rächen. Ihre Recherche führt sie zu dem berühmten Millionär Geoffrey Rosenberg. Als sie einen Job für Rosenberg annimmt, kann sie ihrem Boss eine Falle zu seiner Überführung stellen – und tappt dabei in Rosenbergs eigene Falle …

Rezension

Die Handlung ist aus zwei Perspektiven geschrieben. Der Leser liest sowohl Natalies Sichtweise als auch die des „großen“ Unbekannten, der sie scheinbar beobachtet und ihr Treiben kommentiert. Die nüchternen, berechnenden Kommentare lassen einen beim Lesen schauern. Er wirkt eiskalt und zu allem bereit.

Weiterlesen
Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Ursula Poznanski: Das Signal

Nach einem Unfall verliert Viola ein Bein und ist fortan auf die Hilfe ihres Mannes angewiesen. Einkaufen, Freunde besuchen, auf die Toilette gehen – all das geht nun nicht mehr ohne Hilfe. Damit erscheint die Geschichte anfangs harmlos und ruhig, wirkt eher wie ein Drama. Doch das wandelt sich schnell zu einem Thriller, als Adams Fürsorge in scheinbare Kontrolle umschlägt. Viola fühlt sich zunehmend im Haus eingesperrt und von ihrer persönlichen Pflegekraft überwacht. Adam lässt ihre Krücken wegsperren und lehnt ohne ihr Wissen Besuchstermine ihrer Freundinnen ab. Daher beginnt Viola, Adam mithilfe eines Peilsenders zu überwachen. Die GPS-Signale zeigen jedoch schnell einige Ungereimtheiten auf…

Damit sät Poznanski geschickt Misstrauen beim Leser: Spielt Violas Ehemann ein falsches Spiel, hat Hintergedanken und böse Absichten? Oder ist die Hauptprotagonistin psychisch angeschlagen und nimmt die Geschehnisse daher anders wahr? Ist Viola vertrauenswürdig? Welcher Sichtweise und Figur kann der Leser trauen? Auch der Gedanke, der eigene Ehemann könnte Viola kontrollieren und ihr Böses wollen, ruft beim Lesen einen Schauer hervor. Der abweisende und kalte Charakter der Pflegekraft, die offensichtlich in Adams Auftrag handelt, ständig in Violas Nähe ist, verstärkt dieses Gefühl noch.

Weiterlesen
Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Dietrich Grönemeyer: Demenz

Jeder will möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben führen – gäbe es da nicht die Demenz.

Dietrich Grönemeyer ist Professor der Medizin und hat u. a. das Buch „Der kleine Medicus“ – mittlerweile als Kinderbuch-Serie neu im Tessloff-Verlag aufgelegt – geschrieben. Sein neuestes Buch „Demenz – Gezielt vorbeugen, ganzheitlich verstehen, liebevoll begleiten“ versteht sich als Einladung für einen neuen Blick auf diese Erkrankung.

Grönemeyer schreibt dazu: „Wir leben nicht in der gleichen „Wahrheit“. Und das ist gar nicht schlimm. [Denn] jeder Mensch lebt in seiner eigenen Schneekugel. […] Die Schneekugeln der Gesunden ähneln sich untereinander, die der Demenzkranken sind ganz anders …“ (S. 27)

Weiterlesen
Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Philipp Spielbusch: Ich hab da nur kurz draufgeklickt und jetzt ist alles weg

Inhalt

Von einfachen Softwareproblemen bis zu kniffeligen Fällen: Philipp Spielbusch erlebt als IT-Dienstleister die ganze Bandbreite seines Berufsalltags. Ob ein Smart Home, das seine Eigentümer aussperrt, ein sich ständig drehender Handybildschirm oder mangelhaft funktionierende Avatar-Apps – Spielbusch findet eine Lösung. Und wenn man als Kundin oder Kunde Glück hat, schafft man es sogar ins nächste Buch. ;o)

Rezension

Spielbuschs Schreibstil ist locker, selbstironisch und trocken. Inhaltlich reiht er nicht nur Anekdoten aneinander, sondern schildert typische Alltagssituationen aus seinem Job als IT-Dienstleister. Wie das Cover bereits andeutet: definitiv kein einfacher Beruf. Die oft humorvollen Begebenheiten werden durch informative Merk- und Infokästen ergänzt, etwa mit „Goldenen Regeln im Umgang mit Kunden“ oder zusätzlichen Hinweisen zu Technik und Tools. Darunter finden sich unter anderem Anleitungen, wie sehr alte Spiele auf modernen Rechnern wiederbelebt werden können oder wie sich ein PC seniorengerecht einrichten lässt.

Weiterlesen
Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Julia Schuck: A Spoonful Of Us

Inhalt

Ein Online-Date, ein verpatzter One-Night-Stand und dann: die große Liebe. Oder?

Saras und Lucas erstes Date wird von Saras toxischem (Ex-)Freund gestört. Wenig später treffen sich beide in dem italienischen Restaurant von Saras Cousin wieder – in dem Luca Stammgast ist. Obwohl die beiden sich am liebsten aus dem Weg gehen würden, erarbeiten sie zusammen ein Love-Birds-Menü für das Restaurant im Rahmen des anstehenden Food-Festivals in der Stadt. Wenn da nur nicht Saras eventuell-vielleicht-noch-Freund und die Erinnerung an das letzte Date wären …

Weiterlesen
Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Alex Beer: Felix Blom: Mord an der Spree

Inhalt

Die Privatdetektive Felix Blom und Mathilde Voss stoßen im Rahmen ihrer Ermittlungen auf ein Ereignis aus Mathildes Vergangenheit: Das mysteriöse Verschwinden einer Freundin scheint in Verbindung mit ihrem aktuellen Mordfall zu stehen. Schnell stellt sich heraus, dass jemand vor keinem Mord zurückschreckt, um ein Geheimnis zu wahren. Im Zuge ihrer weiteren Ermittlungen wird Mathilde verhaftet und des Mordes angeklagt. Ihr droht die Todesstrafe. Felix hat nur noch wenig Zeit, den Fall allein zu lösen …

„Blom blieb zurück. Der Wind raschelte in den Wipfeln (…). Noch einmal drehte er sich um und blickte auf die Villa. Jemand spielte ein böses Spiel, und er musste herausfinden, wer.“ (S. 87)

Weiterlesen
Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

H.G. Wells: Die Zeitmaschine

Inhalt

Der Traum der Menschheit ist es seit jeher, in der Zeit zu reisen. Im späten 19. Jahrhundert gelingt das einem Wissenschaftler: mit einer selbst gebauten Zeitmaschine reist er in das Jahr 802.701. Während seinem Aufenthalt dort erlebt er erstaunliche Dinge. Doch plötzlich ist seine Zeitmaschine verschwunden – und somit die Rückreise ins 19. Jahrhundert ungewiss …

Rezension

„Die Zeitmaschine“ zählt heute zu den allerersten Science-Fiction-Romanen und als großes Vorbild vieler nachfolgender Autoren. So erinnert sie inhaltlich z.B. ein wenig an E.M. Forsters Kurzgeschichte „The Machine stops“ (1909): in beiden Büchern geht es um dystopische Zukunftsszenarien, in denen der Mensch unter der Erde lebt.

Weiterlesen
Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Ellen Berg: Immer muss man selber feiern

Inhalt

Die Vorweihnachtszeit beginnt – und damit für Nele und ihre Kinder sämtliche Familientraditionen wie Dekorieren, Plätzchenbacken etc. Sehr zum Verdruss von Neles neuem Freund Nick, denn dem ist der gesamte Trubel zu früh und viel zu viel. Konflikte vorprogrammiert. Das Verschwinden der teuren Weihnachtsgeschenke für die Kinder bringt Nele endgültig an ihre Grenzen. Gemeinsam mit ihren Freundinnen Fiona und Hermine macht sie sich auf die Suche nach dem Pakete-Dieb.

Anmerkung: Inhaltlich knüpft das Buch an Ellen Bergs „Immer muss man selber machen“ an, lässt sich aber auch problemlos als Einzelband lesen.

Weiterlesen
Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

David Safier: Miss Merkel: Mord unterm Weihnachtsbaum

Zum Inhalt

Kurz vor Weihnachten finden Angela Merkel und ihr Mann einen toten Weihnachtsmann in ihrem Kamin. Immerhin gibt es bald viele Verdächtige. Nur leider auch mit gutem Alibi. Wobei das Foto des „echten“ Weihnachtsmanns aus Melbourne mit den eigenen Rentieren während der Bescherung dort äußerst zweifelhaft anmutet …

Rezension

In David Safiers neuestem Band der Miss Merkel-Reihe gibt es wieder einen äußerst spannenden Plot und warmherzige, liebenswürdige Charaktere. Diese legen teils eine kleine Weiterentwicklung hin.

Das kleine Büchlein liest sich fast in einem Rutsch durch – einzig die Erinnerung an den aktuell ausbleibenden Nachfolge-Band bremst den Lese-Rausch.

Weiterlesen
Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Charlie Mackesy: Denk immer dran. Der Junge, der Maulwurf, der Fuchs, das Pferd und der Sturm

Gefühlvoll, mit wunderschönen Illustrationen

Das ist das neue Buch von Charley Mackesy: „Denk immer dran. Der Junge, der Maulwurf, der Fuchs, das Pferd und der Sturm“.

Wie auch schon in seinem vorherigen Buch gibt es keine direkte Narration, nur vier Freunde, die gemeinsam einen unbestimmten Weg gehen und auf der Suche nach etwas Unbestimmten sind. In diesem Buch gehen die Vier durch einen Sturm. Doch sie haben einander und geben sich gegenseitig Kraft, sodass sie unbeschadet aus dem Gewitter heraus kommen. Illustriert sind die Texte mit wunderschönen Zeichnungen aus Tusche, Aquarell, Kohle und Kreide.

Es ist ein herzwärmendes Buch, das große emotionale Tiefe aufweist. Mackesys Schreibstil ist äußerst poetisch, schon lyrisch anmutend. Es braucht beim Lesen Zeit, um dem tieferen Sinn der Bilder nachzuspüren. Kurioserweise kommen die stärkenden Worte von einem Autor, der an sich selbst zweifelt – völlig zu Unrecht.

Weiterlesen
Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten: