Delilah S. Dawson: The Violence

Die Martins sind eine Vorzeige-Familie. David hat einen gutbezahlten Job mit Freunden in hoher Position; Chelsea ist die hübsche, blonde Hausfrau, die immer ein Lächeln auf den Lippen hat; die ältere Tochter Ella hat immer gute Noten und ihre kleine Schwester Brooklyn ist einfach nur ein Engel. In einer abgesperrten Wohngemeinschaft sind sie so sicher, wie man es in Amerika nur sein kann – zumindest was Gefahren von außerhalb angeht. Doch was, wenn die Bedrohung von innen kommt? Hinter geschlossenen Vorhängen ist David ein gewalttätiger Psychopath, der seine Frau schikaniert und regelmäßig zur Ohnmacht würgt. Spuren hinterlässt das nicht, zumindest keine körperlichen und eigentlich ist da auch niemand, der Chelsea fragen könnte, wie es ihr geht und ob alles gut ist. David hat alle Freunde vergrault, die sie je hatte. Sie ist von ihm abhängig. Ihm schutzlos ausgeliefert.

Währenddessen wird die Welt von einer Tragödie heimgesucht, die Chelseas Alltag in Sachen Gewalt in nichts nachsteht: Ein Virus, das von Mücken auf Menschen übertragen wird, sorgt dafür, dass Infizierte unkontrollierbare Gewaltausbrüche haben, die erst enden, wenn ihr Gegenüber tot ist. Ein Impfstoff ist zwar entwickelt, aber so exklusiv, dass ihn sich nur die Reichsten der Oberschicht leisten können.

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Weltfrauentag-Special

Frauen können alles schaffen. In jedem Beruf arbeiten, ein selbstbestimmtes Leben führen, ihre eigenen Meinungen entwickeln und ihre Werte vertreten. Schon als kleines Kind wusste ich das. Woher? Nun: Meine Heldinnen in Büchern konnten es doch auch! Gut, es wird auch meine Erziehung gewesen sein – aber was, wenn die Erziehung es eben nicht hergibt? Wenn ein kleines Mädchen in ihrem Leben keine Vorbilder hat, die ihr all diese Dinge vermitteln können? Literatur ist mit ihren Auswirkungen nicht zu unterschätzen. Eine starke Heldin, die sich keine Ungerechtigkeiten bieten lässt, wird einen Leser beeinflussen – man kann es gut finden, schlecht und irgendwann ist es eben einfach nur das: Normal.

Frauen sind aus der Literatur nicht wegzudenken. Auch wenn ein Kanon der wichtigsten Werke, egal welcher Sprache, vornehmlich männlich besetzt ist, gab es schon immer Frauen, die herausgestochen sind und heute haben sie einen Großteil des Buchmarktes eingenommen.

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Smriti Halls, David Litchfield: Regenbogentage

Im Roman „Regenbogentage“ von Smriti Halls und David Litchfield haben ein kleines Mädchen und ihr Freund, der Fuchs, eine schwere Reise vor sich. Sie müssen über hohe Berge steigen, zwischen Flutwellen segeln und ihre inneren Drachen besiegen. Es ist dunkel, kalt und voller Regen, bis sie schließlich dem Hoffnungsstrahl folgen können und in den Sonnenschein gelangen.

Die Autorin hat das Buch entwickelt, um dabei zu helfen, Trauer und Verlust zu verarbeiten. Das kommt auch herrlich zum Ausdruck, allerdings vor allem durch die Bilder. Diese sind wunderschön und voller Fantasie gemalt, großartig und ausdrucksstark und mit Abstand die schönsten Illustrationen, die ich seit einer Weile in einem aktuellen Kinderbuch gesehen habe. Sie führen den Leser durch die ganze Geschichte. Mehr noch: Sie sind es, die die Geschichte erzählen. Die geschriebenen Worte werden hier zur Nebensache – es sind auch nicht sonderlich viele und auch nicht direkt ausdrucksstarke. Wer nach einem literarischen Kinderbuch sucht, sollte sich anderswo hinwenden.

Es ist allerdings einen spannendes Konzept, die Worte quasi als Illustration der Bilder zu verwenden; als Ergänzung neben der Hauptsache. Und die Bilder sind wie gesagt so wunderschön, dass sich ein Blick in dieses Buch auf jeden Fall lohnt! Gerade für Kinder, die stark in den bildlichen Ausdruckskräften leben und auf Farben reagieren, ist dieses Buch genial und kann in schweren Zeiten Trost spenden. Selbst wenn niemand da ist, der das Buch vorlesen kann, wirkt es in seiner Aussage. Das Kind kann alleine darin blättern und den Weg von dunkel zu hell durchgehen. Den Text würden Kinder ehrlich gesagt vermutlich eh nicht verstehen, umso wichtiger ist die Dominanz der Bildsprache in diesem Konzept.

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Enid Blyton: Mondlicht und Sternenglanz: Die schönsten Gute-Nacht-Geschichten

Was gibt es für einen besseren Weg, in die Traumwelt zu finden als mit Geschichten über Elfen, Feen, mutige Prinzessinnen und sprechende Tiere? „Mondlicht und Sternenglanz“ vereint eine Sammlung der schönsten Kindergeschichten von Enid Blyton und entführt in eine zauberhafte Welt, in der Kinder zur Ruhe kommen können. Gelesen wird es hier von Marion Elskis, die mit ihrer Stimme jede Figur zum Leben erweckt und durch ihre performative Art die Aufmerksamkeit an sich fesselt und gleichzeitig so wohlklingend und ruhig bleibt, dass man gut einschlafen kann, nachdem man ihr zugehört hat.

Sei es ein Wettbewerb, die schönste gelbe Rose für den Elfenkönig zu züchten oder eine Gruppe von Tieren, die einen Stern im Gebüsch findet – hier ist garantiert für jedes Kind etwas dabei. Die Geschichten variieren von lustig zu dramatisch und stellen einen gesunden Anspruch an die Kinder; sowohl inhaltlich als auch sprachlich. Es ist ein sehr ästhetisches Werk, das das Zeug zum Lieblingsbuch hat. Dabei bleibt es immer spannend. Zum Beispiel, wenn es darum geht, dass eine mutige Prinzessin ihr warmes Herz gegen ein kaltes eintauscht, um ihre verfluchte Mutter zu retten. Wem das zu gruselig ist, der kann aber auch einfach vorspulen und sich anhören, wie die Schneiderin der Feen wunderschöne Kleider aus bunten Blättern näht.

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McBratney, Jeram: Ich hab dich lieb …

Folge dem kleinen und dem großen Hasen durch alle Jahreszeiten! Es gibt immer etwas zu sehen und immer ein lustiges Spiel, das man spielen kann. Eines, das ganz genau zur Jahreszeit passt. Im Frühling lernt der kleine Hase, dass aus einer Raupe ein Schmetterling wird und aus einem Ei ein Vogel. Und auch, was einmal aus einem kleinen Hasen wird, errät er. Im Sommer werden die vielen Farben betrachtet, eine ist schöner als die andere – doch was ist die Lieblingsfarbe der Hasen? Im Herbst, wehen die Blätter umher und der kleine Hase erlaubt sich einen Spaß mit einer vorbeiwehenden Schachtel. Und auch im Winter hält nichts das unverbesserliche Paar davon ab, eine gemeinsame Spazierhüpferung zu unternehmen, wie es sich für einen großen und einen kleinen Hasen gehört.

Wie viele Kinder sind mit dem Klassiker „Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab“ aufgewachsen? Der große und der kleine Hase berühren die großen und die kleinen Menschen seit Generationen in diesem fröhlichen Bilderbuch. „Ich hab dich lieb das ganze Jahr“ ist ein Sammelband, der die Geschichten „Wenn die Blumen blühen“, „Wenn die Schmetterlinge tanzen“, „Wenn die bunten Blätter fliegen“ und „Wenn die Schneeflocken fallen“ enthält. Das schöne, quadratische Großformat ist perfekt dazu geeignet, es mit Kindern gemeinsam durchzublättern; die kurzen Texte werden von herzerwärmend niedlichen Bildern begleitet, die das Verständnis erleichtern und das Auge erfreuen. Die Schrift ist gleichzeitig sehr groß und die Sätze so kindgerecht formuliert, dass auch das ältere Geschwisterkind mal eine Zeile vorlesen kann.

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Marion Herzog: Terra Nova

Nachdem der letzte Band mit der spektakulären Flucht der Helden aus der unterirdischen Arche geendet hat, fängt es jetzt genau dort an: auf der Erde. An der Oberfläche. Dort, wo Kaja, Liam und die anderen Darksurfer unter allen Umständen hinwollten, ohne sich für den Preis zu interessieren. Die Oberfläche, von der ihre Machthaber behaupten, sie sei unbewohnbar und unwiderruflich zerstört.

Auch wenn sie es längst geahnt haben, kommt die Wahrheit wie ein Schock für sie alle, als sie herausfinden, dass sie ihr ganzes Leben belogen wurden. Nicht nur, dass es durchaus noch Menschen an der Erdoberfläche gibt – sie sind auch diejenigen, die die Archen mit Nahrung, Luft und Wasser versorgen.

Doch nicht alles ist so paradiesisch, wie erhofft. Kaum angekommen, müssen die Freunde wieder unter die Erde. Toxische Strahlung, Sandstürme und mutierte Insekten machen das Leben oberhalb tatsächlich härter als sie gedacht hätten. Unterschlupf finden sie bei den Outlaws: Rebellen gegen das System, in dem der Stärkste in einem totalitären Staat die Macht hat. Denn auch auf der Erde werden die Menschen unterdrückt und der Preis für die Freiheit ist die Freiheit selbst. Weiterlesen

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Christian Handel: Schattengold

Farah lebt als arme Müllerstochter in ständiger Angst vor den Feenwesen. Denn nur die Reichen können sich die kostbaren Bernsteinkerzen leisten, die das Dunkle Volk in Neumondnächten fernhalten und da ihr Vater das wenige Geld regelmäßig vertrinkt, ist nicht einmal Essen auf dem Tisch – von den Sicherheitsvorkehrungen kann sie nur träumen.

Der Kontakt zu Feenwesen und das Betreten des Feenreiches ist im Königreich auf Todesstrafe verboten, genau wie das Ausüben von Magie. Ohne es zu wollen, bricht Farah jedes einzelne dieser Gesetze. Denn als sie aus der Not heraus mit Gold bezahlt, dass sie im Feenwald gefunden hat und dieses sich in trockenes Laub verwandelt, wird sie der Hexerei angeklagt und kann sich nur durch eine Lüge retten: Sie selbst kann Stroh zu Gold spinnen, erzählt sie der Königin.

Diese behält sie bei sich, um diese Gabe vorgeführt zu bekommen und Farah sieht keinen anderen Ausweg, als ein Feenwesen zu beschwören. Doch der Preis für einen Handel mit dem Dunklen Volk ist immer zu hoch und bald weiß Farah nicht länger, wie sie sich aus all den Lügen retten sollen, die sie umfangen wie das Spinnennetz des Monster, das sie Nacht für Nacht zu ihrer Hilfe ruft. Weiterlesen

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Andreas Suchanek: Interspace One

Als Commander Liam Mikaelsson in seinem Raumschiff erwacht, ist der schlimmste Schock nicht, dass sie auf einem fremden und zudem noch feindlichen Planeten gestrandet sind, der sich Lichtjahre von ihrem Kurs entfernt befindet. Was ihn mehr als alles andere aus der Bahn wirft, ist der Tote im Maschinenraum. Eine verkohlte Leiche. Und kein Kontakt zur Erde, keine Möglichkeit, das Raumschiff auf eigene Faust zu verlassen. Was bedeutet: Der Mörder befindet sich in seiner Crew. Was die Auswahl an Verdächtigen stark einschränkt, denn durch die Fehlfunktionen sind nur sehr wenige von ihnen erwacht. Als sie dann auch noch eine scharfe Bombe an Bord entdecken, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit und vor allem die alles entscheidende Frage: Wer von ihnen ist der Verräter? Gegen welchen Feind kämpfen sie eigentlich?

Je weiter sie sich in die rasanten Machenschaften verwickeln, desto unvorstellbarer wird die Wahrheit, die sie zu erahnen beginnen. Denn in einer Welt, in dem der eigene Körper nur ein optimierter Klon mit immer wieder hochladbarer Persönlichkeit ist – wie kann man sich da sicher sein, wer man selbst ist? Weiterlesen

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Karen M. McManus: Nothing More To Tell

#Eigentlich dachte Brynn, die schicke Privatschule durch den Umzug ihrer Familie für immer hinter sich gelassen zu haben. Bis es an ihrer Schule zu einem Skandal kommt, in dem sie unfreiwillig die Hauptrolle spielt. Auf einmal ist sie wieder zurück an ihrer alten Schule, zwischen Menschen, die sie einmal gut kannte, von denen sie sich aber entfremdet hat. Allen voran ihr ehemals bester Freund Tripp. Wobei „entfremdet“ bei ihm nicht ganz zutrifft: Vielmehr hat er sie vor ihrem Umzug vor der gesamten Klasse bloßgestellt und hinterher nie wieder ein Wort mit ihr gewechselt. Klar also, dass Brynn mit einigen Beklemmungen in ihr altes Leben zurückkehrt. Ablenkung verschafft ihr Praktikum bei Motive, der erfolgreichen True-Crime-Redaktion, das sie per Zufall und nur durch ein ganz besonderes Angebot erhalten hat: Sie verspricht, den Mord ihres ehemaligen Lieblingslehrers aufzudecken, der vor vier Jahren erschlagen im Wald gefunden wurde. Von drei Schülern. Und einer von ihnen war niemand anders als Tripp … Weiterlesen

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Jan Beinßen: Der Wintermordclub

Jedes Jahr in der Weihnachtszeit trifft sich eine internationale Gruppe der besten Ermittler in einem kleinen Hotel in Südfrankreich: Die Besten der Besten, Polizisten, Detektive, eine Kriminalistikprofessorin und ein Gerichtsmediziner. Oder zumindest waren sie das einmal. Inzwischen sind sie nämlich alle in Rente, Kasimir ist dement, Ruben und Kim hören nicht mehr so gut und auch Louanne, Alexandros und Geraldine haben ihre Altersschwächen. Dennoch treffen sie sich seit zwanzig Jahren, um ihren größten Erfolg zu zelebrieren und ihre Freundschaft aufrechtzuerhalten. Denn genau in diesem Hotel kam es damals zu dem großen und erfolgreichen Finale in der Verfolgungsjagd des ehemals größten Drogenbosses Europas. Inzwischen sind diese aufregenden Zeiten natürlich nur noch Erinnerungen und die pensionierten Ermittler genießen die Weihnachtstage mit einem lustigen Krimidinner. Jedes Jahr organisieren die Hotelleiter eine Schauspielgruppe, die die Ermittler zum Mitraten einlädt und immer ist es mehr ein lustiger Zeitvertreib als ein echter Nervenkitzel. Weiterlesen

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