Subtiles Psychogramm ohne blutiges Gemetzel: Im Wald der Lügen kommt langsam und bedächtig daher – wie sich wiegende Äste im Wind. Doch spürt man die Bedrohung im Unterholz lauern, ohne sie konkret benennen zu können. Zur Story: Die junge Angie führt mit ihrem gutaussehenden Mann Paul, einem Künstler sowie ihrem kleinen Sohn ein sorgloses Leben. Bis ein Anruf alles durcheinander bringt. Pauls Bruder Henry wurde tot im Wald aufgefunden, seine Ehefrau Silja ist spurlos verschwunden. Daraufhin reist die Familie zu Pauls 17-jähriger Nichte Ruby, um ihr beizustehen. Bald nach der Ankunft mehren sich die Ungereimtheiten. Ruby nimmt das Geschehen teilnahmslos hin. Ist dies der Schock? Steckt etwas anderes dahinter? Weiß Ruby mehr, als sie zugibt? Paul wird immer reizbarer, herrischer und verschlossener. Und der dunkle Wald, der das Haus umgibt, scheint ebenfalls ein düsteres Geheimnis zu hüten… Was ist hier geschehen?
Um Licht ins Dunkel zu bringen, hat sich Autorin Cynthia Swanson einer ungewöhnlichen Methode bedient. Sie erzählt den Plot abwechselnd aus Sicht von drei Frauen. Die Gegenwart im Jahr 1960 wird aus Sicht von Angie in der ICH-Perspektive und aus Sicht von Ruby in der dritten Person geschrieben. Die Vorgeschichte wird aus Sicht von Silja erzählt und beginnt zur Zeit des zweiten Weltkrieges, als sich Silja in den charismatischen Soldaten Henry verliebt. Weiterlesen








