Antoine Leiris: Meinen Hass bekommt ihr nicht

Meinen Hass bekommt ihr nicht von Antoine LeirisDer Autor und Radiojournalist Antoine Leiris hat im November 2015  bei den Terroranschlägen im Pariser Bataclan seine Frau Hélène verloren, mit der er zwölf Jahre verheiratet war.
Auf Facebook wandte er sich an die Männer, die seine Frau getötet haben und postete: „Freitag Abend habt Ihr das Leben eines außerordentlichen Wesens geraubt, das der Liebe meines Lebens, der Mutter meines Sohnes, aber meinen Hass bekommt ihr nicht.“

Immer wenn sein siebzehn Monate alter Sohn Melvil in der Kinderkrippe war, setzte Leiris sich an seinen Computer und schrieb auf, was ihn bewegte. Dabei herausgekommen ist eine ergreifende Schilderung über seinen Seelenzustand und das schreckliche Leid, das über ihn hereingebrochen ist. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Wolfgang Herrndorf: tschick

Bezug_Herrndorf_tschick_EdiBuegi.inddWer es bislang versäumt hat, tschick zu lesen, sollte dies unbedingt nachholen. Nicht nur, weil der Roman seit seinem Erscheinungsdatum 2010 zur Schullektüre avanciert ist und längst Kultstatus erworben hat – nein, mit tschick ist dem Autor Wolfgang Herrndorf einfach etwas ganz Großartiges gelungen.
Der mit absurden Abenteuern gespickte Roadtrip-Roman kommt  spannend, witzig, locker und hintersinnig zugleich daher.
Bereits jetzt kann man den Jugendroman, der ebenso für Erwachsene geeignet ist, als modernen Klassiker einstufen.    Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Jonas Karlsson: Das Zimmer

zimmerMit „Das Zimmer“ gelang dem schwedischen Autor Jonas Karlsson, der in seinem Land auch zu den angesehensten Schauspielern zählt, der internationale Durchbruch.

Schauplatz dieser genialen Studie ist ein Großraumbüro mit ungeliebten Kollegen, unbeliebten Tätigkeiten und der kolossalen Selbstüberschätzung eines Protagonisten, dem autistische Züge anhaften.

Björn ist ein Kollege, dem man am liebsten aus dem Weg geht. Er ist ein Pedant und Eigenbrötler der sich schwer damit tut, Kontakte zu knüpfen und an gemeinschaftlichen Veranstaltungen teilzunehmen. Dabei ist Björn von sich und seinen Fähigkeiten voll überzeugt. Obwohl er Hilfsdienste verrichtet, glaubt er, eines Tages Karriere zu machen und selbst Chef zu werden. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

W. Büscher, C. Kensche, U. Schmitt: Acht deutsche Sommer

achtDie Idee für dieses Buch entstand aus der Serie Acht deutsche Sommer. Diese Serie ist in der Welt und der Welt am Sonntag erschienen.
Die drei Autoren haben acht vollkommen unterschiedliche Erzählungen über acht verschiedene Personen in diesem Buch zusammengefasst.
Es sind Geschichten ohne Schema oder Bezug zueinander. Was sie vereint, sind die realistischen Hintergründe mit Ausschnitten aus den Biografien der Akteure und die Jahreszeit – der Sommer, in dem sich für die jeweiligen Personen das ganze Leben durch ein  einschneidendes persönliches oder auch geschichtsträchtiges Ereignis verändert hat.
Der zeitliche Bogen spannt sich von 1945 bis heute. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Anna Karolina Larsson: Der Pavian

paviAnna Karolina Larsson legt ihren rasanten Thriller in Stockholms Unterwelt an. Das Geschehen führt in einen Sumpf von Drogen, Bandenkriminalität, Sex, Macht und Korruption.

Die junge, attraktive Polizistin Amanda hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Tod ihrer Schwester Sanne zu rächen. Dies ist der einzige Grund, warum sie sich einst für den Polizeidienst beworben hat. Keine Sekunde hat sie an die Selbstmordthese geglaubt, mit der Sannes Polizeiakte Jahre zuvor geschlossen wurde. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Charles Lewinsky: Andersen

Lewinsky_IchbinAndersen_P06DEF.inddDieses Buch ist eine Begegnung mit dem Bösen in einem Mensch.
Charles Lewinsky hat in „Andersen“ eine fantastische Idee verarbeitet: Das Gedächtnis seines Protagonisten existiert unabhänig vom Zustand seiner Zellen.  Ein Mensch wird also wiedergeboren, seine Charaktereigenschaften, Lebenserfahrungen und Erinnerungen an sein vorangegangenes Leben sind ihm erhalten geblieben. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Truman Capote: Andere Stimmen, andere Räume (1948)

raumBereits als Jugendlicher schrieb Truman Capote Kurzgeschichten.
Mit „Frühstück bei Tiffany“ erreichte der Autor Weltruhm.
„Andere Stimmen, andere Räume“ ist Capotes erster Roman. Er handelt vom Erwachsenwerden des jungen Joel Knox.
Capote verarbeitet darin seine eigene homosexuelle Veranlagung.
Als das Buch 1948 veröffentlicht wurde, sorgte es nicht nur in den USA für Schlagzeilen, sondern später auch in Europa.
Durch Capotes eindringlichen plastischen Blick findet man sich als Leser sofort mittendrin im Geschehen. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Jona Oberski: Kinderjahre

jonaIm Alter von vier Jahren wird Jona Oberski zusammen mit seinen Eltern nach Bergen-Belsen deportiert.
Viele Jahre später versucht der Autor sich an die Schreckenszeit im Konzentrationslager, in dem ihm vier Jahre seiner Kindheit geraubt wurden, zurückzuerinnern.

In Jonas wenigen guten Erinnerungen denkt er an sein Zuhause in Amsterdam, wo er zusammen mit den Eltern die bunten Geschenkpäckchen, die sie ihm zu seinem vierten Geburtstag auf dem Tisch bereitgelegt haben, aufpackt. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Tomás González: Was das Meer ihnen vorschlug

meerBereits nach wenigen Zeilen weiß man: Diese Geschichte kann keinen guten Verlauf nehmen. So wird der Autor nicht müde, seine Figuren auch im weiteren Fortgang das dramatische Geschehen, das sich weit draußen auf dem Meer entwickelt, vorhersehen zu lassen. Vielleicht bleibt die Spannung eben deshalb erhalten.

Die sechsundzwanzigjährigen Zwillinge Javier und Mario leben in einem kleinen Fischerdorf in Kolumbien. Um Eintönigkeit und Widrigkeiten des Alltags zu entfliehen, nehmen sie Drogen. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten:

Inge Jens: Langsames Entschwinden: Vom Leben mit einem Demenzkranken

jensZehn Jahre lang litt Walter Jens an Demenz.
Mit Hilfe pflegerischer Unterstützung hat Inge Jens ihren Mann durch diese auch für sie selbst so schwere Zeit begleitet.
In diesem Buch veröffentlicht Inge Jens vertrauliche Briefe, die sie während dieser Jahre an Freunde und Bekannte schrieb, denen sie vom sich verändernden Zustand ihres Mannes berichtete.

In ruhigem, klaren Erzählton schildert sie den geistigen Verfall des einstigen Intellektuellen. Weiterlesen

Teilen Sie den Beitrag mit Ihren Freunden und Kontakten: