Richard David Precht: Tiere denken

Richard David Precht rüttelt, was unseren Bezug zu Tieren anbelangt, an unserer Gesinnung und unserem Verhalten.

So regt er in ausführlich recherchierten Auslegungen und Beispielen ein Überdenken unserer Sichtweise und unserer Haltung gegenüber der Tierwelt an.

Wo liegt die Grenze zwischen Mensch und Tier?

Wie ist es um unser Verhältnis zu Tieren bestellt?

Welche Bedeutung haben Tiere für Menschen?

Wie ist unser Tierschutzgesetz ausgerichtet?

Welche Vorstellungen haben wir vom Seelenleben der Tiere?

Sind unsere menschlichen Sichtweisen richtig und vernünftig? Weiterlesen

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Martin Suter: Elefant

Martin Suter verknüpft im Plot seines neuen Romans ein fiktives Endprodukt aus dem Bereich der Genmanipulation in Form eines kleinen, rosarot leuchtenden Elefanten mit wirklichkeitsgetreuen Szenen und einem sympathischen Protagonisten aus dem Obdachlosenmilieu.

Als der Obdachlose Fritz Schoch in seiner unterirdischen Behausung plötzlich einen kleinen, rosarot leuchtenden Elefanten sieht, schreibt er dieses Phänomen zuerst seinem Alkoholkonsum zu. Doch das leuchtende Tierchen existiert wirklich. Schoch entwickelt Beschützerinstinkte und bringt es zu einer Veterinärmedizinerin.

Schnell wird klar, dass hier Genmanipulation im Spiel sein muss.   Mit dem Erzählstrang um den Genforscher Roux und seinem finsteren Treiben wächst die Spannung. Roux ist ein nach Profitgier und um Erfolg heischender Getriebener. Weiterlesen

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Karl Ove Knausgård: Das Amerika der Seele

Das Amerika der Seele von Karl Ove KnausgardDas Amerika der Seele ist eines von achtzehn Essays, in denen Karl Ove Knausgård seine Betrachtungen auf elementare Themen des Lebens  konzentriert.     

Dabei hinterfragt und enthüllt er das menschliche Dasein mit wertfreien Antworten. Knausgårds Weltanschauung setzt sich mit dem Bewusstsein auseinander, mit der Wandelbarkeit des Lebens, mit vertrauten Formen die irgendwann verändert erscheinen, mit Kunst, mit Materie und Kräften, mit Zeitspannen, mit der Wirklichkeitswahrnehmung, mit Beobachtungen und laufenden Entstehungsprozessen der Natur… Weiterlesen

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Ernest Hemingway: Schnee auf dem Kilimandscharo (1936)

schneeSucht man ein ausgesprochenes Männerbuch, ist Hemingway gewiss eine Option. In dieser Edition wurden zehn von Hemingways Kurzgeschichten vom Rowohlt-Verlag neu aufgelegt. Die Auswahl der Erzählungen wurde von der amerikanischen Ausgabe 1961 übernommen. Die Übersetzung von Werner Schmitz lässt sich gut lesen, er hat die Geschichten  vom absolut nicht mehr zeitgemäßen Stil der frühen Ausgaben befreit.

Hemingway, einst Reporter einer Lokalzeitung, war ein Weitgereister. Er lebte u. a. in Paris, Florida, auf Kuba, nahm am Spanischen Bürgerkrieg teil. Im zweiten Weltkrieg war er Kriegsberichterstatter. Zeitlebens blieb er ein Abenteurer. Weiterlesen

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Helle Helle: Wenn du magst

magstHelle Helles Schreibstil ist unverkennbar eigenwillig geprägt:  Kurze, prägnante Sätze mit detailliert geschilderten Handlungsabläufen. Die Gewichtung liegt im bloßen Agieren der Figuren, im Auslassen des Wesentlichen, im Erzählen von Geschichten in der eigentlichen Geschichte.

Mit meist kindlicher Naivität schlittern ihre Figuren in Ausnahmesituationen hinein, die sie dann irgendwie meistern müssen. Irgendwie denkt man dabei immer, das gibt es doch gar nicht und weiß gleichzeitig, dass die Agierenden gar nicht anders können. Weiterlesen

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Katharina Hagena: Das Geräusch des Lichts

lichtFünf Menschen sitzen im Wartezimmer eines Neurologen. Für alle ersinnt sich eine der Wartenden eine Geschichte. Was dabei herauskommt, geht weit über die bloße – bzw. geniale Fabulierkunst der Autorin hinaus, die uns so ganz nebenbei Wissenswertes und Erstaunliches über das Nordlicht und über Moose erläutert.

Indirekt sind die Geschichten miteinander verwoben. Was sie gemeinsam haben ist, dass alle Protagonisten mit dem Verlust eines Menschen klarkommen müssen und der Ort, an dem sich alles abspielt: die kanadische Provinz Alberta.

Zum einen ist da die Biologin Daphne, die fasziniert ist von Moosen und sich mit dem Mikroskop in ihre Mooslandschaft zurückzieht. Weiterlesen

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Siri Hustvedt: Die gleißende Welt

siriSiri Hustvedt verlangt viel ab von ihren Lesern in diesem Roman, der sich wieder einmal in der Kunstwelt abspielt. Gleichzeitig verarbeitet sie darin ihr umfassendes Wissen über Literatur, Kunst, Psychologie und Neurowissenschaften, prangert die Benachteiligung der Frau in der Kunstszene an, gewährt Einblicke in selbige und kompromittiert.

Hustvedt jongliert mit höchst komplexen Andeutungen und Metaphern, die man aber nicht alle verstehen muss und kann. Der Titel Die gleißende Welt ist dem gleichnamigen utopischen Roman von Margaret Cavendish, die im 17. Jahrhundert als eine der ersten Frauen unter eigenem Namen publizierte, entnommen.

Die Protagonistin des Romans ist die Künstlerin Harriet Burdon, die als reiche Witwe eines Kunsthändlers in Brooklyn lebt. In ihrer Erinnerung an den verstorbenen Vater und an den verstorbenen Ehemann verarbeitet sie Trauer, indem sie unermüdlich Kunstwerke gestaltet. Weiterlesen

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Martin Suter: Cheers: Feiern mit der Business Class

cheersIn dieser Kolumnensammlung Martin Suters nimmt der Autor uns mit in die Chefetagen der Wirtschaft und des Geldes, in der ein Fauxpas seiner Protagonisten den nächsten jagt.

Suter kompromittiert in seinen Erzählungen die Chefs und Manager der obersten Etagen, indem er hinter die Kulissen seiner Figuren blickt. Durch die Peinlichkeiten, mit denen er pointiert, lässt er seine aalglatten Übermenschen ihre unnahbaren Gebaren ablegen und verleiht ihnen stattdessen allzu menschliche Züge.

In seinen kurzen, klaren Geschichten führt er Platzhirsche vor, die während sie um Hierarchien, um eine Frau oder die Gunst eines Geschäftspartners buhlen, schauspielern, was das Zeug hergibt. Wir begegnen ihnen bei Geschäftsessen, Einladungen von Chefs, in dunklen Bars, erfahren von Eheproblemen, Affären, Alkoholproblemen, Missverständnissen, Selbstüberschätzung, Schönfärberei.  Weiterlesen

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Saphia Azzeddine: Bilqiss

bilqissSaphia Azzeddine scheint ein vorausschauendes Gespür für brisant aktuelle Thematik zu haben. So hat sie in ihrem vorangegangenen Roman Mein Vater ist Putzfrau das Zuhause des jungen Protagonisten in den Banlieues von Paris angesiedelt und die Perspektiv- und Trostlosigkeit dieser Umgebung gespiegelt, was kurz darauf, nach den Pariser Attentaten, in den Focus der Medien aufgenommen wurde.

In Bilqiss tangiert Azzeddines Roman erneut aktuelles Tagesgeschehen, Politdebatten und Medienberichte – in diesem Fall  betrifft es Burka tragende Frauen (im Buch allerdings im islamischen Heimatland) und ihre innere Einstellung hierzu.  Weiterlesen

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Harper Lee: Gehe hin, stelle einen Wächter (1957)

wachAls die US-Schriftstellerin Harper Lee im Februar 2016 wenige Wochen vor ihrem neunzigsten Geburtstag verstarb, zog ihr Name noch einmal die Aufmerksamkeit der Nachrichtenwelt auf sich.

Mit ihrem ersten Roman Wer die Nachtigall stört, hatte Harper Lee gleich den begehrten Pulitzer-Preis gewonnen.

Harper Lee hat Gehe hin, stelle einen Wächter noch vor ihrem Erfolgsroman Wer die Nachtigall stört geschrieben, doch es war nicht der richtige Zeitpunkt, diesen Roman zu veröffentlichen. Harper Lee’s Agenten lehnten das Manuskript 1957 ab. Die Autorin schrieb weiter, versetzte ihre Protagonisten zurück in die Jahre ihrer Kindheit und so entstand Wer die Nachtigall stört. Weiterlesen

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