Christoph Schulte-Richtering: 32 Tage Juli

Lagos in Portugal war der am weitesten entfernte Ort, den man mit einem Interrailticket erreichen konnte. Die beiden Freunde und frischgebackenen Abiturienten Jayjay und Tiggy hatten genau dieses  Ferienziel vor Augen, in das sie ihre Wünsche und Träume packten und dabei den Eltern den Rücken kehren konnten. Endlich war es so weit und sie konnten ganz auf sich allein gestellt in eine Welt eintauchen, in der sie die ersehnten Freiheiten und Abenteuer auskosten wollten, was natürlich auch mit so manchen Widrigkeiten und ungeahnten Risiken einherging.

Viele Jahre später, Jayjay und Tiggy sind mittlerweile siebenundvierzig Jahre alt, machen die beiden sich nochmals auf, ihren alten Sehnsuchtsort Lagos zu besuchen. Der Zeitpunkt könnte nicht besser passen, denn beide stecken in einer Krise, der eine beruflich, der andere privat. Weiterlesen

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Howard Axelrod: Allein in den Wäldern

Der Autor und Ich-Erzähler versucht in der Einsamkeit zu sich selbst zu finden. Fast zwei Jahre verbringt er in einem abgeschiedenen Haus im Wald, wo er ohne Computer, Handy und Fernseher lebt. Wie kommt jemand damit klar, alles Vertraute, alle Annehmlichkeiten des Lebens hinter sich zu lassen und sein Heil allein in der Natur zu suchen? Howard Axelrod zeichnet diese Erfahrung eindrücklich und spannend mit schön zu lesenden poetischen Naturbeschreibungen auf.

Ein Sportunfall hat ihn, den erfolgreichen Harvard-Studenten, der die besten Chancen auf eine erfolgreiche Berufskarriere hatte,  aus der Bahn geworfen. – Nach einer unglücklichen Aktion eines Mitspielers während eines Baseballspiels, erblindet er auf einem Auge. Diese erschwerte Lebenssituation und eine unglücklich endende Liebe lassen ihn den Halt im Leben verlieren. Weiterlesen

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Hans-Peter Schwarz: Die neue Völkerwanderung nach Europa

Der Politologe und Zeithistoriker Hans-Peter Schwarz verdeutlicht in diesem Essay Fehlbeschlüsse in der europäischen Flüchtlingspolitik und hält den Entscheidungsträgern mit Zahlen und Fakten den Spiegel vor. Dabei bezieht er kritisch Stellung, lässt Vorzeichen und Vorahnungen Revue passieren und zeigt falsche Weichenstellungen auf, als im Herbst 2015 der Flüchtlingsstrom nach Europa einsetzte.

Schwarz schildert den Kontrollverlust während der Flüchtlingsströme, hinterfragt das EU-Flüchtlingsrecht, die paradoxe Konstruktion des Schengen-Grenzkodex und die komplizierten Brüsseler Bürokratien.

Darüber hinaus beleuchtet er unter anderem die Krisenherde in Afrika samt Ursachenbekämpfung und internationaler Flüchtlingshilfe, setzt sich auseinander mit nationalen Notmaßnahmen sowie den verschärften Spannungen innerhalb der Europäischen Union, die unter dem Druck der Flüchtlingsströme entstanden sind. Weiterlesen

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Kent Haruf: Unsere Seelen bei Nacht

Dieses Buch handelt von der Einsamkeit in endlos scheinenden Nächten, die nicht schlafen lassen. Von der Suche nach Verständnis und Glück im Alter und der damit verbundenen Akzeptanz/Intoleranz der Menschen aus dem gewohnten Lebensumfeld.

Sie ist schon mutig und dabei auch ein klein wenig verwegen, diese Addie Moore: Eines Abends fasst sich die Siebzigjährige ein Herz und klingelt bei ihrem langjährigen Nachbarn Louis Waters, um ihm einen höchst ungewöhnlichen Vorschlag zu unterbreiten. – Wie auch Addie, ist Louis verwitwet. Die empfundene Isolation, die damit einhergeht, bringt Addie auf die Idee, Louis zu fragen, ob er sich vorstellen könne, die Nächte zusammen mit ihr zu verbringen. Weiterlesen

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Adriana Altaras: Das Meer und ich waren im besten Alter

Adriana Altaras behandelt in ihrem neuen Buch private Begebenheiten wie auch aktuell politisches und vergangenes Zeitgeschehen. In smartem und zugleich profundem Plauderton macht sie uns mit ihrer Sicht auf die Welt und das Leben in 32 kurzen Episoden vertraut. Diese bereits in verschiedenen Medien veröffentlichten Beiträge entspringen zum einen Adriana Altaras‘ ureigenem Blickwinkel einer reifen Frau, zum anderen sind die Geschichten immer wieder mit ihren jüdischen Wurzeln verankert, was ihrem Erzählton eine besondere Nuance verleiht.

Der Buchtitel ist ein Satz aus dem Beitrag „Septembermeer“, in dem die Autorin mit ihren Füßen im Sand feststellt, dass auch sie sich, wie das Meer im Herbst, im dritten Quartal ihres Lebens befindet. – „Na und? Das Meer und ich waren im besten Alter. Weise, dabei herrlich entspannt.“ Weiterlesen

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Tim Parks: Thomas & Mary

Tim Parks beweist aufs Neue, dass er viele Facetten des Schreibens beherrscht und den wenigen Autoren angehört, die unterschiedliche Genres bedienen können.

In Thomas & Mary beschreibt Parks die Zerrüttung einer langjährigen Ehe in verschiedenen Stadien. Dabei bedient er sich  unterschiedlicher Perspektiven, in unterschiedlich zu lesenden Episoden. Überwiegend wird die Situation aus der Sicht von Thomas geschildert. Anfangs hat man das Gefühl, die Fassung eines Textrohlings zu lesen, in dem die Zusammenhänge noch nicht ausgearbeitet wurden. Man vermisst im Text den sonst so fesselnden literarischen Tiefgang, den Parks doch so trefflich beherrscht, was sich aber in späteren Episoden ändert. Deshalb bitte unbedingt weiterlesen! Weiterlesen

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Paul Auster: Ein Leben in Worten

Inge Birgitte Siegumfeldt ist Professorin für zeitgenössische Literatur und Literaturtheorie an der Universität Kopenhagen.

In Gesprächen mit Paul Auster, die in den Jahren zwischen 2011 und 2013 stattfanden, gewährt ihr der Autor Einblicke in sein Schaffen. Zusammen gehen sie seinen Ideen und Gedanken, aus denen seine großen Romane entstanden sind, auf den Grund.

Auch wer nicht viel von Paul Auster gelesen hat, findet in diesen Gesprächen unerschöpfliche, überaus interessante Informationen über Motivation und Entstehung seiner Texte. Letztlich offenbart sich Paul Auster, der sehr oft autobiographisches in seine Texte einfließen lässt, ein Stück weit selbst. Weiterlesen

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Richard David Precht: Tiere denken

Richard David Precht rüttelt, was unseren Bezug zu Tieren anbelangt, an unserer Gesinnung und unserem Verhalten.

So regt er in ausführlich recherchierten Auslegungen und Beispielen ein Überdenken unserer Sichtweise und unserer Haltung gegenüber der Tierwelt an.

Wo liegt die Grenze zwischen Mensch und Tier?

Wie ist es um unser Verhältnis zu Tieren bestellt?

Welche Bedeutung haben Tiere für Menschen?

Wie ist unser Tierschutzgesetz ausgerichtet?

Welche Vorstellungen haben wir vom Seelenleben der Tiere?

Sind unsere menschlichen Sichtweisen richtig und vernünftig? Weiterlesen

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Martin Suter: Elefant

Martin Suter verknüpft im Plot seines neuen Romans ein fiktives Endprodukt aus dem Bereich der Genmanipulation in Form eines kleinen, rosarot leuchtenden Elefanten mit wirklichkeitsgetreuen Szenen und einem sympathischen Protagonisten aus dem Obdachlosenmilieu.

Als der Obdachlose Fritz Schoch in seiner unterirdischen Behausung plötzlich einen kleinen, rosarot leuchtenden Elefanten sieht, schreibt er dieses Phänomen zuerst seinem Alkoholkonsum zu. Doch das leuchtende Tierchen existiert wirklich. Schoch entwickelt Beschützerinstinkte und bringt es zu einer Veterinärmedizinerin.

Schnell wird klar, dass hier Genmanipulation im Spiel sein muss.   Mit dem Erzählstrang um den Genforscher Roux und seinem finsteren Treiben wächst die Spannung. Roux ist ein nach Profitgier und um Erfolg heischender Getriebener. Weiterlesen

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Karl Ove Knausgård: Das Amerika der Seele

Das Amerika der Seele von Karl Ove KnausgardDas Amerika der Seele ist eines von achtzehn Essays, in denen Karl Ove Knausgård seine Betrachtungen auf elementare Themen des Lebens  konzentriert.     

Dabei hinterfragt und enthüllt er das menschliche Dasein mit wertfreien Antworten. Knausgårds Weltanschauung setzt sich mit dem Bewusstsein auseinander, mit der Wandelbarkeit des Lebens, mit vertrauten Formen die irgendwann verändert erscheinen, mit Kunst, mit Materie und Kräften, mit Zeitspannen, mit der Wirklichkeitswahrnehmung, mit Beobachtungen und laufenden Entstehungsprozessen der Natur… Weiterlesen

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