Flannery O’Connor ist eine der bedeutendsten Schriftstellerinnen der amerikanischen Literatur des 20. Jahrhunderts. Ihre Storys zählen heute noch zur Schul- und Universitätslektüre. Der wichtigste Kurzgeschichtenpreis der USA ist mit ihrem Namen, dem „Flannery O’Connor Award for Short Fiction“ betitelt.
Die Erzählungen in diesem Band entstanden in den Jahren zwischen 1948 bis 1955 und sind den Sammlungen „A Good Man is Hard to Find“ und „Everything That Rises Must Converge“ entnommen.
Was ist das Schlimmste, Unmöglichste, das Romanfiguren widerfahren könnte? – Flannery O’Connor scheint genau diese Überlegung angestellt zu haben und lässt in ihren literarischen Fiktionen aus den Fünfziger Jahren ungewöhnlich perfide Widrigkeiten eintreten.
Dabei hat der Arche-Verlag gut daran getan, O’Connors Sprache unzensiert wiederzugeben, was die Authentizität um so mehr unterstreicht. Weiterlesen





„Weiß man eigentlich jemals, was vor sich geht?“, beginnt der erste Satz in dem schmalen, nur 144 Seiten starken Roman des finnischen Autors Johan Bargum. Am Ende wird klar, was den Ich-Erzähler Olof zu dieser Frage bewogen hat.

Bereits auf dem Buchcover sind dem Titel „Manchmal lüge ich“ die beiden Sätze „Ich liege im Koma“ und „Mein Mann liebt mich nicht mehr“ vorangestellt. – Ein spannender Einstieg also, der neugierig macht. Alice Feeney gelingt es, diese Spannung über weite Teile des Textes zu halten, indem sie mit drei Erzählebenen arbeitet.