Dr. Meredith L. Rowe & Monika Forsberg: Die kleine Wortschmiede: Jeden Tag ein neues Wort entdecken

In diesem Kinderbuch werden unterschiedlichste Wörter, die im allgemeinen Sprachgebrauch nicht so häufig zu hören sind, erklärt.

Die Darstellung von kunterbunten Tierfiguren machen das jeweilige Wort durch Gestik und Mimik schnell begreifbar.

So sieht man zum Beispiel in Verbindung mit dem Wort „Training“, das sprachlich mit „Sport machen, um fit und gesund zu bleiben“ erläutert ist, ein lustig anmutendes Pferd, das Seil hüpft.

Das Wort „beengt“ zeigt einen kleinen Bären, der versucht, rückwärts in ein viel zu kleines Zelt zu kriechen. Sprachlich wird „beengt“ erklärt mit „wenn zu wenig Platz ist“.

Eine kleine, staunende Maus, die von einer zaubernden Krake angetan ist, wird mit „naiv“ betitelt. Die unten stehende Erklärung für „naiv“ lautet: „Anderen sehr leicht Glauben schenkend“. Weiterlesen

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Louise Brown: Was bleibt, wenn wir sterben: Erfahrungen einer Trauerrednerin

Niemand beschäftigt sich wohl gerne mit dem Tod und dem Sterben. Die Journalistin Louise Brown hat sich weitreichende Gedanken über die Endlichkeit des Lebens gemacht. Der Tod ihrer Eltern war ausschlaggebend dafür. Mittlerweile ist sie Trauerrednerin und fortan ständig mit trauernden Menschen, dem Leben und dem Sterben konfrontiert. Durch viele Gespräche mit Angehörigen, die ihre Trauer bewältigen müssen und ihr vom Leben der Verstorbenen erzählen, formt Louise Brown ihre ganz eigenen Betrachtungsweisen darüber, was einen Menschen ausgemacht hat. Daran lässt sie die Leser teilhaben. Der Tod ist eine höchst individuelle Angelegenheit. Wenn man in seine Stille hineinhört, kann man etwas über die Verstorbenen und sich selbst erfahren (eBook S.14).

Der erste Teil des Buchs handelt von der Konfrontation mit dem Tod. Hier geht es unter anderem um die Momente, die bleiben, um Durchhaltevermögen, um Trauergespräche in leeren Räumen oder um das Ausräumen des Elternhauses. Im zweiten Teil lesen wir zum Beispiel von widersprüchlichen Gefühlen, von Verletzlichkeit, Versöhnlichkeit, von Gedanken um den Grabstein oder darum, die eigene Abschiedsfeier zu planen. Weiterlesen

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Peter Wohlleben: Der lange Atem der Bäume

Längst hat sich der TV-bekannte Peter Wohlleben einen Namen als renommierter Buchautor gemacht. Das 2016 von ihm erschienene Buch „Das Seelenleben der Tiere“ findet sich ebenfalls in der Liste unserer Rezensionen.

Wohlleben, der Förster mit einer selbst gegründeten  Waldakademie aus der Eifel, setzt sich für ein Comeback der Urwälder ein und ist davon überzeugt, dass eine nachhaltige Waldwirtschaft dem Klimawandel entgegenwirkt. In „Der lange Atem der Bäume hat Peter Wohlleben diese aktuell brisante Thematik aufgegriffen.

Anhand vieler Beispiele erläutert er, wie komplexe Vorgänge in der Natur funktionieren. Seine Erklärungen sind einfach, verständlich und einleuchtend. Er kritisiert Waldlobby, Politik, Holzindustrie und die moderne Forstwirtschaft, die mit Kahlschlägen und Plantagenbepflanzugen dazu beiträgt, dass unsere Wälder sterben.

Dazu kommt die Problematik der klimatischen Veränderungen mit zu trockenen Sommern in der Vergangenheit, die den Gesundheitszustand und die Standsicherheit der Bäume stark beeinträchtigt haben. Weiterlesen

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Matthew Farina & Doug Salati: Es ist Herbst, kleiner Fuchs

Der kleine Fuchs Linus steht im Mittelpunkt dieser schön bebilderten Vorlesegeschichte. Linus hat ein Problem: Alle Tierkinder sollen am nächsten Tag etwas, das sie sammeln, in die Schule mitbringen. Doch Linus hat sammelt nichts und hat auch keine Idee. Zum Glück weiß Papa Fuchs Rat. Er geht mit Linus in den Herbstwald und ist sich sicher, dass sie dort zusammen etwas finden werden.

Linus durchlebt im Wald ein großes Abenteuer, als er bei einem Herbststurm von Papa Fuchs getrennt wird. Aber das Allerbeste dabei ist, dass er schließlich im Wald auf die vielen bunten Blätter aufmerksam wird, die von den großen Bäumen herabsegeln. Dabei bemerkt er die Farbenprächtigkeit und die Andersartigkeit eines jeden Blattes. Die Faszination hierüber überdecken Ängstlichkeit und Unsicherheit über die kurze Phase des Getrenntseins von Papa Fuchs. Weiterlesen

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Charlie Gilmour: Elsterjahre: Wie ein kleiner Vogel mein Leben veränderte

Der Autor Charlie Gilmour ist der Adoptivsohn von David Gilmour, dem britischen Musiker und Bandmitglied der Rockgruppe Pink Floyd. Charlie Gilmour ist Jahrgang 1989 und wuchs in London und Sussex auf. Auch heute lebt er in London und schreibt für Zeitungen und Magazine. Die Geschichte über eine Elster, die er und seine Frau Yana liebevoll aufgenommen und aufgepäppelt haben, wurde zu einem Medienereignis in Großbritannien, nachdem die BBC darüber eine Dokumentation gedreht hatte.

Weil das Gefieder der kleinen Elster wie Benzol schimmert, geben Charlie und Yana dem Vogel den Namen Benzene. Von seinen Menscheneltern liebevoll zubereitet, frisst Benzene Würmer und Maden, die ihm anfangs aufopfernd und aufwändig alle zwanzig Minuten angeboten werden. Später versteckt Benzene das Fressen auch schon mal zwischen irgendwelchen Ritzen im Zimmer oder den Haaren der Pflegeeltern. Nichts scheint Yana und David zu viel zu werden, was die Beziehung zu der Elster immer enger werden lässt.  Stets sind die beiden um das Wohl des Vogels bedacht. Sogar während ihrer Hochzeitsvorbereitungen und dem späteren Fest sorgen sie sich um das Tier.  Weiterlesen

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Heinz Strunk: Es ist immer so schön mit dir

Diesen Protagonisten möchte man am liebsten an den Schultern rütteln, um ihn aus seiner Bräsigkeit herauszuholen. – Aber halt, dann wäre das Buch nur noch halb so amüsant!

Unser Protagonist also, ein Tontechniker mit eigenem Studio, verkörpert den typischen, in die Jahre gekommenen Mittvierziger. In die Jahre gekommen ist auch die Beziehung zu seiner Freundin Julia. Mittlerweile ist sie ihm eher lästig und nicht mehr attraktiv genug. Dabei ist sie eine ehrliche Haut, bemüht sich, arbeitet an ihrer Beziehung und spricht aus, was sie denkt: „Es ist immer so schön mit dir“. Er dagegen lässt sich hängen, will nicht mehr so richtig in die Gänge kommen und frönt seiner Midlifecrisis. Da kommt eine wie die junge B-Klasse-Schauspielerin Vanessa gerade recht. Er kann sein Glück kaum fassen. Sie scheint es tatsächlich auf ihn, den um so viele Jahre Älteren, abgesehen zu haben. So blitzschnell wie er sich in Vanessa verliebt, serviert er die verständige, getreue Julia ab.

Die Verliebtheit verblendet ihn. Dennoch registriert er, dass etwas nicht so recht mit Vanessa zu stimmen scheint. Sie ist so dünn, wird immer dünner, will auch nie etwas essen. Weiterlesen

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Matthias Nawrat: Reise nach Maine

Die USA-Reise des Protagonisten mit seiner Mutter verläuft ganz anders als gedacht. Zu Beginn wollen Sohn und Mutter sich gemeinsam für eine Woche in New York aufhalten. Danach ist geplant, dass der Sohn, ein Schriftsteller, alleine den Bundesstaat Maine bereist, während seine Mutter bei einem Freund in Texas verweilt, was diese dann aber plötzlich doch nicht mehr will. So bahnt sich bereits im Vorfeld der erste Konflikt an. Der Sohn zeigt sich wenig begeistert von der Aussicht, nun die gesamte Urlaubszeit mit seiner Mutter verbringen zu müssen. Immerhin hat er seine eigenen Pläne von Urlaubsgestaltung, die er ohne Einschränkungen und Rücksichtnahmen wahrnehmen möchte. Ohnehin ist die Reise für ihn  eher eine Pflichterfüllung und großzügige Geste der Mutter gegenüber. Die Mutter dagegen scheint die gemeinsame Urlaubszeit eher als Selbstverständlichkeit zu betrachten. Dabei ist das Verhältnis der beiden nicht übermäßig herzlich. Man hat sich über die Jahre auseinandergelebt, beide haben sich ihr Leben nach den jeweiligen eigenen Vorstellungen eingerichtet.

Kurz nach der Ankunft in ihrer gebuchten Privatunterkunft in New York stürzt die Mutter und braucht ärztliche Hilfe. Hieraus ergeben sich Entwicklungen mit Begegnungen, die absolut nicht geplant waren und sonst nie stattgefunden hätten. Weiterlesen

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Auður Ava Ólafsdóttir: Miss Island

Island ist das Land der Schriftsteller*innen, heißt es gemeinhin.  Auch Hekla, die Protagonistin dieses Romans, befasst sich mit dem Schreiben. Die Geschichte beginnt mit ihrer Geburt. Ihr Vater, der von Vulkanausbrüchen fasziniert war, benannte sie nach dem Vulkan Hekla, der viereinhalb Jahre nach ihrer Geburt ausbrach.

Später, im Alter von zweiundzwanzig verlässt die junge Hekla Eltern und Hof und fährt im Überlandbus nach Reykjavik. In der Hauptstadt möchte sie ihren Traum Schriftstellerin zu werden, verwirklichen. Während der Busfahrt lädt ihr Sitznachbar sie dazu ein, am Wettbewerb zur Miss Island teilzunehmen, was Hekla jedoch gar nicht interessiert. Ihr Wunsch ist es, Bücher zu schreiben, nicht ihren Körper „bewerten und vermessen lassen wie ein Stück Vieh“ (E-Book S. 160), wie ihr Vater es später ausdrücken wird. Doch immer wieder wird sie in der folgenden Zeit mit Miss Island in Verbindung gebracht.

In Reykjavik lebt auch ihr Freund Jón John aus der Jugendzeit. Jón John, mit dem sie seit damals ein Geheimnis teilt, bleibt ihr Verbündeter und Seelenverwandter. Als Homosexueller ist es Jón John in den Sechzigern unmöglich, so leben zu können, wie es seinen Neigungen entspricht. Auch Hekla hat mit Vorurteilen zu kämpfen. Weiterlesen

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Helen Macdonald: Abendflüge

Helen Macdonald lässt uns mit ihren Geschichten die Natur neu entdecken. Sie zeigt mit ihren Beobachtungen auf, wie wir unsere Sinne einsetzen können, um zu erfassen, was um uns herum, über uns oder im Wasser vor sich geht. Mit den Beschreibungen ihrer eigenen Wahrnehmungen schult sie unsere Augen und unsere Ohren. So sensibilisiert, können wir Vorgänge erkennen, die, weil viel zu oft nie bewusst registriert, plötzlich als faszinierendes Neuland erscheinen. Und letztlich erdet Macdonald uns gewissermaßen, indem sie wieder und wieder vermittelt, dass die Sichtweise von uns Menschen auf die Komplexität der Welt sehr eingeschränkt ist. Sie appelliert an uns, Verantwortung für das, was vorhanden ist zu übernehmen, um die Dinge bewahren zu können.

Die verschiedensten Themenbereiche, die Helen Macdonald in ihren Kapiteln behandelt, sind nicht zusammenhängend und lassen sich allesamt einzeln lesen. Dabei geht es unter anderem um winterliche Wälder, Hasen, Wild im Scheinwerferlicht, um Nistkästen, Wolkenkratzer, Wicken, Gewitter, Eschen, Beeren, Verstecke, Ziegen uvm. So schreibt Helen Macdonald beispielsweise vom Hochzeitsflug einer Ameisenart, die in der Thermik warmer Luft aufsteigen und weiter, wie diese Ameisen dabei dem Ansturm der Schnäbel ihrer Fressfeinde – also Möwen, Schwalben oder dem Rotmilan ausgesetzt sind. Durch die detailgetreue Wiedergabe des eindrucksvollen Spektakels der Tiere am Himmel läuft das Geschehen wie ein Film vor den Augen ab. Weiterlesen

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Claire Berest: Das Leben ist ein Fest – Ein Frida-Kahlo-Roman

Frida Kahlo (1907 – 1954) gilt als berühmteste Malerin Mexikos. Ihr Malstil ist einzigartig und von hohem Wiedererkennungswert. In ihren vielen Selbstbildnissen hebt Frida Kahlo in ihren Gesichtszügen explizit die zusammengewachsenen Augenbrauen und den dunklen Schatten über ihrer Oberlippe hervor. Ihre Werke gelten als surrealistisch. Jedoch hat Frida Kahlo nach eigenen Aussagen immer nur ihre Gefühle, die häufig von unsäglichem Leid und von Schmerzen geprägt sind, in ihren Bildern verarbeitet. Fridas plakative Gemälde strotzen vor Knallfarben und Intensität. Ihre Welt ist in Farben aufgegliedert. Violett, lila Dahlie, Himmel, Blut, Apparat, Atmung, Langsamkeit, Schmerz… (E-Book S. 102). Purpur wird zur dominierenden Farbe für sie.

Im Alter von sechs Jahren erkrankt Frida Kahlo an Kinderlähmung. Mit 18 Jahren erleidet sie bei einem Straßenbahnunglück schwerste Verletzungen, als eine Eisenstange ihren Unterleib durchbohrt. Fridas rechtes Bein ist mehrmals gebrochen, mehrere Rippen sind gebrochen, der Fuß zerquetscht, das Becken ist an drei Stellen gebrochen, die Schulter verrenkt. Ein qualvoller Leidensweg beginnt von nun an für junge Frau. Weiterlesen

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