Diane Setterfield: Aufstieg und Fall des Wollspinners William Bellman

settEine Mischung aus wirtschaftlicher Erfolgsgeschichte im England des 19. Jahrhunderts und Mystery-Krimi – das ist Diane Setterfields missratener Roman „Aufstieg und Fall des Wollspinners William Bellman“.

Die Titelfigur ist ein Wunderknabe, was den Aufbau und die erfolgreiche Weiterentwicklung von Firmen angeht. Im ersten Teil führt er eine Wollspinnerei zu unsagbaren wirtschaftlichen Höhenflügen, im zweiten macht er dasselbe mit einem Warenhaus für Trauerartikel. Weiterlesen

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James Salter: Jäger (1957)

salterNach „Alles, was ist“ im vorigen Jahr hat der Berlin-Verlag nun dankenswerterweise auch den Erstling des amerikanischen Schriftstellers James Salter aus dem Jahre 1957 herausgebracht: „Jäger“. Der gilt heute als moderner Klassiker.

Auf lakonische Weise beschreibt der 1925 geborene Autor darin den Alltag der amerikanischen Kampfflieger im Korea-Krieg.
In dieser harten Männerwelt zählt ausschließlich, wer die meisten feindlichen Flugzeuge abschießt. Weiterlesen

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Christie Hodgen: Fünf Menschen, die mir fehlen

chriDie US-amerikanische Schriftstellerin Christie Hodgen hat ein Herz für Loser. In ihrem lesenswerten Roman „Fünf Menschen, die mir fehlen“ porträtiert sie fünf von ihren Wegbegleitern, die mit dem Leben so ihre Schwierigkeiten haben – und das auf sehr einfühlsame und sympathische Weise.

Da ist der großspurige Onkel, der entgegen seiner eigenen Wahrnehmung vollkommen lebensuntüchtig ist und wenig auf die Reihe bekommt, dann der Klassenidiot, der später stirbt, weil er einen Benzintank mit dem Lötkolben reparieren wollte. Es folgt die redselige schwarze Kommilitonin, mit der sich die Ich-Erzählerin während des Studiums ein Zimmer teilt und die zwar gut aus der Hand lesen kann, sich aber rein gar nicht für ihr Studium interessiert. Außerdem hütet sie ein trauriges Geheimnis. Weiterlesen

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Alexandre Dumas: Ein Liebesabenteuer (1860)

andIm Schweizer Manesse-Verlag, der auf Klassiker spezialisiert ist, ist erstmals auf Deutsch eine Geschichte von Alexandre Dumas, dem Älteren (1802-1870), aus dem Jahre 1860 erschienen: „Ein Liebesabenteuer“. Dumas („Die drei Musketiere“, „Der Graf von Monte Cristo“) beschreibt darin autobiografisch eine Europa-Reise wenige Jahre zuvor mit einer ungarischen Schauspielerin, die halb so alt ist wie der schon damals berühmte Schriftsteller. Die beiden haben eine platonische Beziehung, auch wenn die Erotik im Hintergrund immer mitknistert. Weiterlesen

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Graeme Simsion: Der Rosie-Effekt

graeDer australische Autor Graeme Simsion hatte im vorigen Jahr auch in Deutschland mit seinem Erstling „Das Rosie-Projekt“ einen Mega-Erfolg.

Die Leser liebten einfach den am Asperger-Syndrom leidenden Professor Don Tillman, der sich in die chaotische Rosie verliebt. Asperger-Patienten sind extrem vernunftgesteuert, haben aber Schwierigkeiten, Emotionen zu erkennen oder selbst zu erleben. Kein Wunder, dass das vor allem in Liebesdingen zu Komplikationen führt. Nun liegt die Fortsetzung vor – „Der Rosie-Effekt“ – und sie ist nicht weniger gelungen als der Vorgänger. Weiterlesen

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Robert Wilson: Ihr findet mich nie

robEinen soliden, spannenden und stilistisch gut geschriebenen Thriller legt der britische Autor Robert Wilson vor: „Ihr findet mich nie“.

Es handelt sich nach „Stirb für mich“, der im August 2013 in Deutschland erschienen ist, um den zweiten Roman mit dem Spezialisten für hochkarätige Entführungsfälle, Charles Boxer.

Der Fall, mit dem er sich diesmal befassen muss, dringt tief in sein Privatleben ein, denn Boxers eigene Tochter hat beschlossen, den Eltern für immer den Rücken zu kehren und reißt aus. Weiterlesen

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Lutz Seiler: Kruso

lutzLutz Seilers „Kruso“ gilt als einer der Favoriten für den Deutschen Buchpreis 2014, der am 6. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse vergeben wird. Und in der Tat entwickelt der Text in seinen besten Momenten eine Art magische Anziehungskraft, der man sich schwer entziehen kann. Anderes dagegen ist weniger positiv.

Der Roman ist aus der Sicht des psychisch labilen, selbstmordgefährdeten Germanistik-Studenten Edgar Bendler geschrieben, der im Sommer 1989 von Halle an der Saale nach Hiddensee reist, um den Tod seiner Freundin zu verdauen. Weiterlesen

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Thomas Hettche: Pfaueninsel

pfauZum engsten Kreis der Anwärter für den Deutschen Buchpreis gehörte auch Thomas Hettche. Sein Roman „Pfaueninsel“ stand auf der Shortlist.

Die Pfaueninsel liegt in der Havel bei Potsdam und war zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine Art Paradies und Zufluchtsort für Preußens Könige mit allerlei ausgefallenen Tieren und Pflanzen.

Mit einer sehr poetischen Sprache, die sich zum Teil der altertümlichen Ausdrücke von einst bedient, lässt Hettche die fast märchenhafte Atmosphäre der damaligen Zeit auferstehen. Weiterlesen

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John Boyne: Haus der Geister

holoEine Hommage an die guten alten englischen Schauerromane des 19. Jahrhunderts, die man am besten bei Gaslicht vor dem knisternden Kamin um Halloween herum liest – das ist John Boynes „Haus der Geister“.

London 1867: Als ihr geliebter Vater stirbt, braucht die 21-jährige Lehrerin Eliza Caine Distanz und tritt eine Stelle als Gouvernante in einem einsamen Herrenhaus in Norfolk an. Dort angekommen, stellt sie überrascht fest, dass sich außer den zwei Kindern, für die sie künftig zuständig ist, niemand in dem Haus aufzuhalten scheint. Schon bald muss Eliza eine zweite Feststellung machen: Hier spukt’s – und das nicht zu knapp. Weiterlesen

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Tom Rachman: Aufstieg und Fall großer Mächte

rachEin Herz für all jene, die nicht dem Mainstream oder einer großen beruflichen Karriere nachjagen, beweist der britisch-kanadische Journalist und Autor Tom Rachman in seinem Roman „Aufstieg und Fall großer Mächte“.

Im Mittelpunkt steht die sympathische Tooly, die der Leser abwechselnd in drei verschiedenen Stadien ihres Lebens begleitet: als Kind, als junge Erwachsene und als 30-jährige Frau, die einen antiquarischen Buchladen in Wales besitzt, der nichts einbringt. Weiterlesen

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