Christopher Isherwood: A Single Man (1964)

ishZum Klassiker ist mittlerweile der 1964 erstmals veröffentlichte Roman „A Single Man“ von Christopher Isherwood geworden. Zu diesem Status hat sicherlich auch der gelungene gleichnamige Film aus dem Jahre 2009 von Tom Ford mit Colin Firth in der Hauptrolle beigetragen.

Nun hat der Hoffmann & Campe-Verlag das Werk in einer überaus lesenswerten Neuübersetzung (von Thomas Melle) herausgebracht. Weiterlesen

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Jean-Christophe Rufin: Das rote Halsband

band170 luftig bedruckte Seiten genügen dem französischen Autor Jean-Christophe Rufin, um einen beeindruckenden Roman gegen den Krieg vorzulegen.

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wird ein Offizier zu einem Gefangenen geschickt, der den Tapferkeitsorden, der ihm kurz vorher verliehen worden war, seinem Hund angesteckt hat. Das werten die Verleihenden natürlich als Vaterlandsbeleigung und nehmen den Mann fest. Weiterlesen

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Evelyn Waugh: Eine Handvoll Staub (1934)

eveFans von allem Englischen sollten Evelyn Waugh lesen (1903-1966). In herrlich ätzender Weise hat der Exzentriker in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts die britische Gesellschaft seziert – mit ihrem schrecklichen Standesdünkel, den unvermeidlichen Fuchsjagden und ihren schlecht zu heizenden Herrenhäusern in irgendeiner gottverlassenen Gegend.
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Delphine Coulin: Samba für Frankreich

deplMit einem sehr aktuellen Thema befasst sich die französische Autorin Delphine Coulin in ihrem Buch „Samba für Frankreich“: dem Schicksal von Flüchtlingen, die versuchen, sich in Europa durchzuschlagen, dann aber enttäuscht feststellen müssen, dass sie dort nicht mit offenen Armen empfangen werden.

Samba Cissé ist nach mehreren gescheiterten Versuchen und Gefängnisaufenthalten unter schwierigsten Umständen aus dem afrikanischen Mali nach Frankreich gelangt. In Paris findet er bei seinem Onkel Unterschlupf, der in einem Kellerloch haust, aber immerhin einen Job in einem Restaurant hat. Von dort kann er gelegentlich Lebensmittel mitbringen, die ansonsten weggeworfen würden, sodass die beiden vergleichsweise komfortabel leben. Weiterlesen

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Szilárd Rubin: Der Eisengel

eisenEine junge Frau hat in den Jahren 1953 und 54 im ungarischen Städtchen Törökszentmiklós fünf Kinder ermordert. Das Foto der Mörderin fasziniert den Schriftsteller Szilárd Rubin zehn Jahre später so sehr, dass er beschließt, dem ungewöhnlichen Fall nachzugehen.

Im Stile von Truman Capotes berühmtem Werk „Kaltblütig“ ist dabei ein Tatsachenroman herausgekommen, dem erst ein Erbe des Autors den letzten Schliff verpasst hat. Rubin selbst, geboren 1927, ist 2010 vor der Vollendung gestorben. Weiterlesen

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Diane Setterfield: Aufstieg und Fall des Wollspinners William Bellman

settEine Mischung aus wirtschaftlicher Erfolgsgeschichte im England des 19. Jahrhunderts und Mystery-Krimi – das ist Diane Setterfields missratener Roman „Aufstieg und Fall des Wollspinners William Bellman“.

Die Titelfigur ist ein Wunderknabe, was den Aufbau und die erfolgreiche Weiterentwicklung von Firmen angeht. Im ersten Teil führt er eine Wollspinnerei zu unsagbaren wirtschaftlichen Höhenflügen, im zweiten macht er dasselbe mit einem Warenhaus für Trauerartikel. Weiterlesen

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James Salter: Jäger (1957)

salterNach „Alles, was ist“ im vorigen Jahr hat der Berlin-Verlag nun dankenswerterweise auch den Erstling des amerikanischen Schriftstellers James Salter aus dem Jahre 1957 herausgebracht: „Jäger“. Der gilt heute als moderner Klassiker.

Auf lakonische Weise beschreibt der 1925 geborene Autor darin den Alltag der amerikanischen Kampfflieger im Korea-Krieg.
In dieser harten Männerwelt zählt ausschließlich, wer die meisten feindlichen Flugzeuge abschießt. Weiterlesen

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Christie Hodgen: Fünf Menschen, die mir fehlen

chriDie US-amerikanische Schriftstellerin Christie Hodgen hat ein Herz für Loser. In ihrem lesenswerten Roman „Fünf Menschen, die mir fehlen“ porträtiert sie fünf von ihren Wegbegleitern, die mit dem Leben so ihre Schwierigkeiten haben – und das auf sehr einfühlsame und sympathische Weise.

Da ist der großspurige Onkel, der entgegen seiner eigenen Wahrnehmung vollkommen lebensuntüchtig ist und wenig auf die Reihe bekommt, dann der Klassenidiot, der später stirbt, weil er einen Benzintank mit dem Lötkolben reparieren wollte. Es folgt die redselige schwarze Kommilitonin, mit der sich die Ich-Erzählerin während des Studiums ein Zimmer teilt und die zwar gut aus der Hand lesen kann, sich aber rein gar nicht für ihr Studium interessiert. Außerdem hütet sie ein trauriges Geheimnis. Weiterlesen

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Alexandre Dumas: Ein Liebesabenteuer (1860)

andIm Schweizer Manesse-Verlag, der auf Klassiker spezialisiert ist, ist erstmals auf Deutsch eine Geschichte von Alexandre Dumas, dem Älteren (1802-1870), aus dem Jahre 1860 erschienen: „Ein Liebesabenteuer“. Dumas („Die drei Musketiere“, „Der Graf von Monte Cristo“) beschreibt darin autobiografisch eine Europa-Reise wenige Jahre zuvor mit einer ungarischen Schauspielerin, die halb so alt ist wie der schon damals berühmte Schriftsteller. Die beiden haben eine platonische Beziehung, auch wenn die Erotik im Hintergrund immer mitknistert. Weiterlesen

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Graeme Simsion: Der Rosie-Effekt

graeDer australische Autor Graeme Simsion hatte im vorigen Jahr auch in Deutschland mit seinem Erstling „Das Rosie-Projekt“ einen Mega-Erfolg.

Die Leser liebten einfach den am Asperger-Syndrom leidenden Professor Don Tillman, der sich in die chaotische Rosie verliebt. Asperger-Patienten sind extrem vernunftgesteuert, haben aber Schwierigkeiten, Emotionen zu erkennen oder selbst zu erleben. Kein Wunder, dass das vor allem in Liebesdingen zu Komplikationen führt. Nun liegt die Fortsetzung vor – „Der Rosie-Effekt“ – und sie ist nicht weniger gelungen als der Vorgänger. Weiterlesen

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