Nikolaus Breuel: Schlossplatz, Berlin

nikoPolitische Entscheidungsprozesse im Bundestag und ihre gelegentliche Absurdität, aber auch die zeitweilige Flucht der Abgeordneten vor diesem Alltag sind die Themen in Nikolaus Breuels Debutroman „Schlossplatz, Berlin“.

Der charismatische Politiker Rödel setzt mitten in Berlin den Bau einer riesigen Badelandschaft durch. Doch das Projekt wird und wird nicht fertig. Immer neue Schwierigkeiten tauchen auf, immer mehr Geld versickert. Weiterlesen

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Alexander Osang: Comeback

comeAlexander Osang, der sich auch als Spiegel-Reporter einen Namen gemacht hat, begleitet in seinem neuen Roman „Comeback“ die fiktive Ostberliner Rockband „Steine“ über 30 Jahre hinweg.

Die Band, die sich nicht dagegen wehrt, als „Rolling Stones der DDR“ bezeichnet zu werden, steht unter der Knute der launischen, lauten und politisch engagierten Sängerin Nora. Weiterlesen

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Mark Watson: Hotel Alpha

hotelEin liebenswerter Roman über das Leben in einem fiktiven Londoner Nobelhotel ist dem englischen Komiker und Autor Mark Watson gelungen. Der Leser begleitet den ruhigen und sympathischen Concierge Graham, den egozentrischen Hotelbesitzer Howard York sowie eine ganze Reihe von anderen detailreich ausgearbeiteten Figuren über einen Zeitraum von etwa 40 Jahren bei ihrem Wirken im „Hotel Alpha“ – so auch der Titel des Romans. Weiterlesen

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Ralf Bönt: Das kurze Leben des Ray Müller

rayDas ist ein seltsames Buch. Man weiß nicht so recht, worauf Ralf Bönts „Das kurze Leben des Ray Müller“ hinauswill, was genau der Kern dieses Romans ist.

Ein Mann namens Marko Kindler – der Ich-Erzähler – sitzt im Wartezimmer eines Polizeipsychologen, weil er offenbar seinen zwei Wochen alten Sohn Ray entführt hat. Dass diese Geschichte nicht gut ausgegangen sein könnte, lässt bereits der Titel vermuten. Aber was es genau mit der Entführung auf sich hat und was dabei passiert ist, erfährt der Leser erst auf den allerletzten Seiten des Buches, und es nimmt einen vergleichsweise kleinen Teil ein. Weiterlesen

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Kate Christensen: Das Ehespiel

eheDen Niedergang einer Ehe beschreibt die amerikanische Autorin Kate Christensen in ihrem Roman „Das Ehespiel“.

Harry und Luz sind seit 30 Jahren verheiratet und haben zwei Kinder, als sie ihn aus der gemeinsamen Wohnung wirft, weil sie ihn verdächtigt fremdzugehen. Obwohl er das nicht tut, hat Luz kein Einsehen, bis sie schließlich sogar die Scheidung verlangt. Harry dagegen setzt alle Hebel in Bewegung, seine Frau zurückzuerobern. Weiterlesen

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Joann Sfar: Der Ewige

joDass der Franzose Joann Sfar eigentlich Comic-Zeichner ist, merkt man seinem aberwitzigen und schrillen Debütroman „Der Ewige“ an. Die Geschichte ließe sich hervorragend in Bilder umsetzen. Und die wären zum Teil recht drastisch – die Farbe Rot für das viele Blut wäre eindeutig in der Übermacht. Aber wie sollte das bei einem Vampirroman auch anders sein?

Der Ukrainer Jonas stirbt auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs. Doch muss er bald feststellen, dass der Tod nur vorübergehender Natur war. Schon bald erwacht er als Vampir, immer noch verliebt in seine Jelena … Weiterlesen

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Peter Richter: 89/90

89Mit 15 mitten in der Pubertät hat man schon Probleme genug. Aber was macht man, wenn in dieser Situation zu allem Überfluss auch noch die Welt zusammenbricht? Mit dieser Frage beschäftigt sich Peter Richters autobiografischer Roman „89/90“. Er erzählt vom Ende der DDR aus der Sicht des jugendlichen Ich-Erzählers und seiner Freunde in Dresden.

Es macht Spaß, diesen Roman zu lesen, weil er auch sprachlich genauso rotzfrech geschrieben ist, wie 15-Jährige Jungs und Mädchen eben sind – nicht nur in der untergehenden DDR –, sodass man zwischendurch immer wieder laut auflacht oder auch leise vor sich hinkichert. Weiterlesen

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Will Wiles: Kein Leben ohne Minibar

keinDieser seltsame Roman wechselt ungefähr auf der Mitte sein Genre. Zuerst liest sich „Kein Leben ohne Minibar“ wie eine Kritik an der modernen Geschäftswelt, danach wird das Buch unvermittelt zum Horror-Schocker – und bleibt es bis zum Ende.

Neil Double hat einen Job, den es eigentlich gar nicht gibt. Er ist Messevertreter – heißt: Er geht stellvertretend für Geschäftsleute, die dazu keine Lust haben, auf Messen. Kein Wunder, dass die Organisatoren nicht unbedingt gut auf ihn zu sprechen sind: Double hält mögliche Besucher von ihren Messen fern. Weiterlesen

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David Monteagudo: Wolfsland

wolfIn einem kleinen Dorf in Galicien treibt ein Werwolf sein Unwesen – wer solche Themen mag, der sollte zu David Monteagudos „Wolfsland“ greifen.

Eine Serie von Frauenmorden, die sich immer in der Vollmondnacht ereignen, erschüttert das Dorf Brañaganda. Die Bewohner glauben schnell an einen Werwolf. Nur der Waldhüter Enrique, verheiratet mit der Dorfschullehrerin und verantwortungsbewusster Familienvater, versucht, Vernunft in die Aufklärung der Morde zu bringen. Doch dann fällt der Verdacht ausgerechnet auf ihn selbst. Könnte er etwa der gesuchte Werwolf sein, ohne es selbst zu wissen? Weiterlesen

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T.C. Boyle: Hart auf Hart

hartViele Kritiker meinen, die heutigen Bücher von T. Coraghessan Boyle haben nicht mehr soviel Pep, Spannung und Esprit wie seine früheren Werke – etwa „Wassermusik“ (1982). Dem Amerikaner sei seine bei den Lesern so beliebte Fabulierlust abhanden gekommen.

Der neueste Roman des 1948 geborenen Kultautors jedoch – „Hart auf Hart“ heißt er – scheint diesen Trend zu stoppen. Das Buch ist spannend, psychologisch glaubwürdig und bevölkert mit allerlei skurrilen Figuren. Weiterlesen

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