Elle Kennedy: The Graham Effect

Gigi Graham will sich für die Eishockeynationalmannschaft der Frauen qualifizieren, Olympisches Gold gewinnen und endlich aus dem Schatten ihres berühmten Vaters treten, der eine Hockeylegende ist. Dafür braucht sie Hilfe von Luke Ryder. Er ist der neue Co-Kapitän der Hockeymannschaft, musste mit seiner Mannschaft an das rivalisierende Briar University wechseln und hat es geschafft, sich bei Gigis Vater in die Sessel zu setzten. Nun erklärt er sich bereit, Gigi zu helfen in die Nationalmannschaft zu kommen, wenn sie im Gegenzug bei ihrem Vater ein gutes Wort für ihn einlegt. Sie wollen ihre Beziehung professionell halten, doch das Knistern wird immer mehr.

Was für eine tolle Geschichte, ich habe die Seiten quasi inhaliert und konnte das Buch kaum aus der Hand legen, es wurde seinem Hype definitiv gerecht. Ich liebe Hockey, feiere Romance-Bücher und deshalb sind Bücher, die Eishockey beinhalten, schon gekauft.

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Bela B. Felsenheimer: Fun

Mit Rock kennt Bela B sich aus. Mit „Fun“, und was man in Rockstar-Kreisen darunter versteht, anscheinend auch. Fun bedeutet After-Show-Sex mit willigen jungen Frauen, Drogen und Alkohol. Darum geht es in seinem Buch. Die Rockband „nbl/nbl“ holt vom Security-Chef handverlesene weibliche Fansbackstage und nimmt sie gegebenenfalls auch mit ins Hotel. Nach einem Konzert in Köln laufen die Dinge aber nicht wie üblich. Die Bandmitglieder Krass und Hüsker überreden ein Mädchen zu Sex zu dritt, was ziemlich brutal und wenig schön endet und eine Anzeige nach sich zieht.

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Frank Rehfeld: Zwergenzorn

Einst herrschten die Elben über die Welt und deren Bewohner – dann begann der behutsame Aufstieg der Trolle, die die Elben verdrängten, und die anderen Völker, allen voran Zwerge und Menschen, unterdrückten. Während sich die Elben die nächsten Jahrhunderte zurückzogen, kämpften Zwerge und Menschen um ihre Freiheit – und verloren.

Das Bild änderte sich erst, als die Elben aus ihrem selbstgewählten Exil zurückkehrten und an der Seite der Zwerg-Menschen-Armee in den Kampf eingriffen. Die Trolle schienen kaum mehr obsiegen zu können, als es ihnen, unter Hilfe eines Zauberers, gelang, die Zwerge im Gebirge einzuschließen. Dennoch mussten sie die Schlacht geschlagen geben – seitdem haben sich die Menschen vermehrt wie die sprichwörtlichen Karnickel, haben sich der Ebenen und Gebirge bemächtigt und immer weiter ausgebreitet.

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Riley Sager: Lake: Das Haus am dunklen Ufer

Die Schauspielerin – oder besser gesagt Ex-Schauspielerin – Casey Fletcher hat sich nach einem schweren Verlust in das Haus ihrer Familie am Lake Green in Vermont zurückgezogen. Ihr Großvater baute seinerzeit das erste Haus an diesem See und seitdem hat sich eine kleine Ferienhaussiedlung gegründet. Casey spricht dem Alkohol gar zu gerne zu, was auch der Grund für das Einfrieren ihrer Karriere war. Viel zu tun gibt es am See nicht und so beschränkt sie sich auf das Beobachten. Eines Nachts zieht sie ihre Nachbarin Katherine fast ertrunken aus dem See. Das Haus, das diese mit ihrem Mann Tom bewohnt steht Caseys direkt gegenüber, mit einem guten Fernglas lässt sich da viel beobachten.

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Selina Mae: Lessons in Faking: Hall Beck University

Das Buch ist mir durch seine wunderbare Gestaltung aufgefallen und auch der Klappentext klang passabel, doch leider hat es mich dann doch nicht so begeistert zurückgelassen wie erhofft.

AthaliaPressly wünscht sich ihrem Zwillingsbruder Henry wieder nahe zu sein, denn seit dem Tod ihrer Eltern haben sie sich immer mehr voneinander entfernt. Als Henry erfährt, dass Athalias neuer Statistiktutor ausgerechnet sein Erzfeind im Fußballteam ist, bekommt seine Schwester von ihm plötzlich wieder die geballte Aufmerksamkeit und dies führt zu einer brillanten Idee von ihr: Sie möchte ein Fake-Date mit ihm haben, doch wird es dabei bleiben?

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Bev Thomas: Mutterlüge

Ergreifend, berührend – mein erstes Highlight 2025!

»Mein Arbeitstag ist in fünfzigminütige Patientenhäppchen unterteilt. Mundgerechte Stücke aus Kummer und Schmerz und Trauma, die dazu dienen, meine eigenen zu betäuben.« (S. 114)

Viele Romane werden als Psychothriller vermarktet, doch oft fehlt die echte psychologische Tiefe – nicht so bei »Mutterlüge«! Die psychologische Spannung ist so intensiv, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Klug, fesselnd und vielschichtig – ein Thriller, der nicht nur unterhält, sondern lange nachhallt.

»Wirklich versuche, sie zu sehen – und wer sie ist. Ich sehe dich. Ich sehe euch beide. Und weil ich sehe, was ihr hattet, sehe ich auch, was du verloren hast.« (S. 87)

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Bonnie Kistler: Die Anwältin

Kelly ist eine erfolgreiche Anwältin, weil sie unter keinen Umständen verlieren will. Und bisher hat ihr Wille sie nie aus der Bahn der Siegerstraße geworfen. Als sie noch vor zehn Jahren an der Seite der Opfer kämpfte, war sie eine gefürchtete Gegnerin. Nach der Erkrankung ihres Mannes Adam wechselte sie die Seiten und verteidigte für ein wesentliches höheres Honorar mutmaßliche Täter und Vergewaltiger. Auch dies so erfolgreich, dass jeder, mit Namen und Vermögen, um ihre Hilfe bittet. Auch sie wollen auf der Siegerstraße bleiben und dies zu jedem Preis.

Womit Kelly noch nicht einmal im Traum gerechnet hat, ist der brutale Übergriff eines Mandanten nach dessen Freispruch. Danach sieht ihre Welt völlig anders aus. Eigentlich will sie ganz schnell vergessen. Nach vorne schauen. Für ihre Kinder und den im Koma liegenden Adam da sein. Dies ändert sich, nachdem jemand ihre Computer gehackt und in ihr Privatleben eingedrungen ist. Jetzt können die medizinischen Überwachungssysteme für Adam manipuliert werden, die Privatsphäre ihrer Kinder und ihre eigene ist in Gefahr.

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Mary E. Pearson: The Courting of Bristol Keats

Das kleine, fast ein wenig verschlafene Örtchen Bowskeep ist momentan Heimat für drei Schwestern. Moment – momentan?

Nun, dazu sollte man wissen, dass ihre Eltern mit ihnen, seitdem sie denken können, immer von einem Ort zum nächsten gereist sind. Fast könnte man meinen, sie wären auf der Flucht gewesen. Die Mutter hat die Familie nach einem Ehestreit verlassen, der Vater wurde von einem Unbekannten angefahren und sterbend am Straßenrand zurückgelassen.

Nun ist es an der mittleren Schwester Bristol, die Familie mit ihrem Job als Kellnerin und Pizzabotin per Bike finanziell über Wasser zu halten. Keine selbstgestrickten Schals der Mutter mehr, kein Käufer für die in der örtlichen Galerie ausgestellten Bilder des Vaters.

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Thea Hong: Seoulicious

Hamburg oder Seoul. Soul oder Hamburg. Mit beiden Städten ist Suki verbunden, aber wo ihr Platz im Leben ist, ist sie sich nicht ganz sicher. Außer dass sie sich in der Hansestadt wegen des oftmals gräulichen Wetters und dem Gefühl sich anpassen zu müssen, nur bedingt wohlfühlt. Die Schilderungen dieser Situation und insbesondere Sukis Innenleben wirkten realistisch und haben mich anfangs auch etwas schockiert. Jedoch regte mich diese Tatsache zum Nachdenken darüber an, wie schwierig es sein kann, wenn man in zwei Ländern zu Hause ist oder wie oberflächlich wir gegenüber anderen Personen manchmal sind.

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Jennifer Lynn Barnes: Games Untold: Liebe ist Macht

Der inzwischen 5. Band um Avery und die vier Hawthorne-Brüder ist keine einfache Fortsetzung der Geschichte um die Erbin, sondern enthält Kurzgeschichten um das Inheritance-Games-Universum. Jeder der Brüder ist dort mit einer ganz eigenen Geschichte vertreten, die ihn noch einmal charakterisiert. Was mir persönlich jedoch am besten gefallen ist, ist die Geschichte um Toby und Hannah. Es gab ja immer wieder Andeutungen oder auch Bücher, die sich um den Unfall, bei dem Toby verschwand, gedreht haben, aber die Geschichte, die er und Averys Mutter Hannah hatten, wurde nie wirklich erzählt. Hier wurde sie und ist eine der längeren Geschichten dieses Buches.

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