Leichter Lesestoff „für zwischendurch“. Unterhaltsam und ganz witzig, turbulent und bodenständig. Eine ganz neue Kombination aus Hobby-Ermittlern können wir da kennenlernen, auf „Mörderney“. Unterforderte Inseljournalistin mit Hang zum Chaos und zum Drama, manchmal burschikos, immer grade raus und mit dem Kopf durch die Wand, ohne Angst vor neuen Skandalen (damit hat Tilla bereits intensive Erfahrung auf der Insel gemacht) und durchaus einem Näschen für Verborgenes, trifft auf psychisch angeschlagenen Pfarrer, der eigentlich nur ein paar Tage Urlaub auf der Insel machen sollte. Wollen wollte er nicht, er ist eh überzeugt, dass ihm nicht geholfen werden kann, schon gar nicht mit Urlaub von „Samstag bis Samstag“.
WeiterlesenClara Arnaud: Im Tal der Bärin
Jules fragt sich, ob er seine Mutter und Heimat eines Tages wiedersehen wird, „… und ein Zweifel überkommt ihn. Dann sucht er die tröstende Wärme der Wolle und versucht, die aufkommende Nostalgie und Schwermut zu verscheuchen.“ (S. 340)
Die vertikalen Landschaften seiner Jugend, die „ … Trois Reines und den Mont Calme, Riesen, die man da, wo er herkommt, mit Respekt betrachtet“, hat Jules unter anderem für die New Yorker Häuserschluchten verlassen. „Die Stadt erscheint ihm dreckig und brutal.“ (S. 340 und S. 341)
WeiterlesenBrittainy Cherry: Wie die Luft zum Atmen
Die Geschichte dreht sich um zwei verletzte Seelen, die unterschiedlicher nicht sein könnten – zumindest auf den ersten Blick.
Elizabeth und Tristan haben beide ein Trauma erlebt, bei denen sie geliebte Menschen verloren haben. Doch auch wenn sie aus unterschiedlichen Welten kommen, merken sie, dass sie einander helfen könnten und Elizabeth hört nicht auf alle, die sie von dem tätowierten Typen warnen, denn sie ahnt, in ihm steckt noch so viel mehr.
Die Autorin hat so viel Tiefe in diese Geschichte gepackt und durch dieses Buch ist sie zu einer meiner liebsten New Adult Autorin geworden.
WeiterlesenJames Rollins: Feuerring: Sigma Force Band 17
Das Titan-Projekt – eine internationale Forschungsstation vor der Küste Australiens – entdeckt eine blühende Lebenszone in einem ansonsten toten Meer. In dem Gebiet wimmelt es nur so von seltsamen, biolumineszierenden Korallen, die sich dem bisherigen Wissen der Forschung gänzlich entziehen. Der Verlust eines Militär-U-Boots in diesem Gebiet, löst einen brutalen Angriff aus und setzt eine geologische Katastrophe in Gang, die eine ganze Region destabilisiert.
Während die Welt am Rande eines neuen, desaströsen Krieges zwischen China und den USA steht, brechen tief am Meeresgrund massive Beben und Vulkane aus, tödliche Tsunamis kündigen eine noch größere Katastrophe an, denn eine seit Jahrtausenden am Meeresgrund schlummernde Gefahr reckt ihr Haupt …
WeiterlesenWilli Achten: Die Einmaligkeit des Lebens
Der deutsche Schriftsteller Willi Achten, geboren 1958, hat mit „Die Einmaligkeit des Lebens“ einen Roman geschaffen, der sich intensiv mit den Themen Nähe, Ohnmacht und dem Abschied beschäftigt. Die Geschichte dreht sich um die Brüder Simon und Vinzenz, deren lebenslange Bindung durch eine Vielzahl von Erinnerungen geprägt ist.
Geschickt eingeflochtene Rückblenden lassen bestimmte vergangene Momente lebendig werden, die die Beziehung der Brüder geprägt haben. Die Episode aus der Osterwoche 1988, in der Simon in einem Akt der Rebellion den Judas von einem berühmten Schnitzaltar reißt, ist dabei besonders eindrücklich. Diese Szene illustriert nicht nur die jugendliche Impulsivität Simons, sondern auch die schützende Rolle, die Vinzenz für seinen jüngeren Bruder einnimmt.
WeiterlesenKatharina Hartwell: Große Lieben
Flüstern zwischen den Zeilen – die feinen Risse im Alltäglichen & leisen Brüche des Lebens
Manchmal ist es nicht das Offensichtliche, das beunruhigt, sondern das Flüstern, was zwischen den Zeilen lauert. Dieser Text spielt genau damit: ein Moment des Lachens, der so laut und befreiend ist, dass er unheimlich wird. Eine Erinnerung, die sich verschiebt, bis sie nicht mehr klar unterscheidbar ist zwischen Unschuld und Unbehagen.
Was zunächst wie eine Geschichte über jugendliche Freundinnen beginnt, entfaltet sich rasch zu einer vielschichtigen und tiefgründigen Erzählung über Machtverhältnisse, soziale Unterschiede und die Frage, wie nah wir einander wirklich sein können. Katharina Hartwell führt uns in „Große Lieben“ durch drei Lebensabschnitte – 13, 23 und 33 Jahre –, in denen sich die Protagonistinnen Maren und Inga immer wieder begegnen und dabei allmählich voneinander entfernen.
WeiterlesenCleo Konrad: Deep Fake

Mira hat es geschafft, sich aus ihrem tiefbayrischen Heimatdorf zu befreien, auch innerlich. Sie ist Lehrerin geworden, versucht, ihren Schülern all das zu geben, was sie als Schülerin vermisst hat. Da taucht plötzlich ein Video im Netz auf, das sie nackt zeig. Plötzlich ist alles, ihr Beruf, ihre Familie, in Gefahr. Die Spur führt Mira zurück nach Tannwinkel, in das Dorf ihrer Kindheit und sie ist nicht die Einzige. Die gesamte alte Clique trifft sich auf der Suche nach dem Urheber, denn auch Joseph und Anton sind von den Deep Fakes betroffen. War es wirklich ihre alte Freundin Kat, die nach dem Tod boshafte Inhalte ins Netz gestellt hat? Die Fähigkeiten und die Möglichkeiten dazu hätte sie, denn sie war schon immer ein Mathegenie und hat vor ihrer Krankheit jede Menge Erfolg mit eigenen Programmen gehabt.
In Kats Haus müssen sie nicht einbrechen, denn die vorherrschende KI ist so programmiert, dass sie erkannt und hereingebeten werden. Kat hat also mit ihnen gerechnet, obwohl keiner von ihnen wenige Wochen zuvor auf Kats Kontaktbitte reagiert hat. In ihren letzten Monaten war sie in Therapie und vielleicht kann die Therapeutin Anne ein wenig Licht ins Dunkel bringen?
WeiterlesenVigdis Hjorth: Wiederholung
Die 1959 geborene norwegische Bestsellerautorin Vigdis Hjorth gilt als eine der bedeutendsten Gegenwartsautorinnen Norwegens. Sie wurde in Oslo geboren, wo sie auch heute, nach verschiedenen anderen Stationen, wieder lebt. Ihre Werke wurden mit zahlreichen Literaturpreisen, unter anderem dem „Bokhandlerprisen“, bedacht. Für ihren neuen Roman wurde ihr der bedeutendste norwegische Literaturpreis, der „Kritikerprisen“, verliehen. Eine Rezension ihres im März 2024 erschienenen Romans „Ein falsches Wort“ ist in unserem Leselustportal nachzulesen.
Autofiktionale Erzählform
Wie auch in ihrem Roman „Ein falsches Wort“, bedient sich Vigdis Hjorth in „Wiederholung“ einer autofiktionalen Erzählweise. Was sich wirklich wie beschrieben zugetragen hat und was Fiktion ist, bleibt offen.
WeiterlesenSharon Bolton: Winternacht
Gelungen verwickelter Krimi um Mord, Betrug und Liebe
Auch wenn ich diesen wirklich spannenden Roman nicht unbedingt einen Thriller nennen würde – dazu fehlt es ein wenig an Suspense – so ist er doch ebenso genial konstruiert wie der Roman „Beste Freunde“, den ich von dieser Autorin gelesen und sehr genossen habe.
Diesmal stehen im Mittelpunkt vor allem Frauen. Da ist Olive, zweite Ehefrau des Abgeordneten Michael Anderson. Da ist Gwen, Mutter der verstorbenen ersten Frau Michaels Eloise und da sind die halbwüchsigen Töchter, alle drei lehnen die neue Frau vehement und folgenreich ab.
WeiterlesenElle Kennedy: The Graham Effect
Gigi Graham will sich für die Eishockeynationalmannschaft der Frauen qualifizieren, Olympisches Gold gewinnen und endlich aus dem Schatten ihres berühmten Vaters treten, der eine Hockeylegende ist. Dafür braucht sie Hilfe von Luke Ryder. Er ist der neue Co-Kapitän der Hockeymannschaft, musste mit seiner Mannschaft an das rivalisierende Briar University wechseln und hat es geschafft, sich bei Gigis Vater in die Sessel zu setzten. Nun erklärt er sich bereit, Gigi zu helfen in die Nationalmannschaft zu kommen, wenn sie im Gegenzug bei ihrem Vater ein gutes Wort für ihn einlegt. Sie wollen ihre Beziehung professionell halten, doch das Knistern wird immer mehr.
Was für eine tolle Geschichte, ich habe die Seiten quasi inhaliert und konnte das Buch kaum aus der Hand legen, es wurde seinem Hype definitiv gerecht. Ich liebe Hockey, feiere Romance-Bücher und deshalb sind Bücher, die Eishockey beinhalten, schon gekauft.
Weiterlesen







