Nadine Monfils: Magritte und Georgette

Der berühmte Maler als Hobbydetektiv – etwas zäher Krimi aus Brüssel

An diesen Roman bin ich mit recht großen Erwartungen herangegangen. Das liest man schließlich nicht oft, einen Kriminalroman mit einer historischen Person als Hobbyermittler. Doch so recht konnte mich die Geschichte um eine Mordserie an jungen Frauen nicht fesseln.

Was nicht am Plot lag, sondern daran, dass sich meiner Meinung nach die Autorin nicht recht entscheiden konnte, ob sie nun einen Krimi oder eine Romanbiografie schreiben möchte. So enthält der Roman viele interessante Informationen über den bekannten belgischen Maler, über seine Ehe mit der innig geliebten Georgette, die er seit Kindertagen kannte, über seine Malerei, seine Freunde, seine Art zu leben.

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Tessa Maelle: Plastic Girls

Erster Eindruck

Unter der Rubrik „Krimi“ findet sich im Programm des Alea Libris-Verlags der Roman „Plastic Girls“ von Tessa Maelle. Angesichts der Spannung, die mir das Buch beschert hat, finde ich das nur dadurch gerechtfertigt, dass im Verlagsprogramm die Sparte „Thriller“ fehlt.

Inhalt

Was geschieht, wenn vier Frauen gemeinsam 90 Millionen Euro gewinnen? Das Positive daran ist ihr Entschluss, einen Großteil als Gewinn auszuloben für ein Umweltprojekt, dass die Weltmeere von Plastik befreit. Die negative Folge ist der gewaltsame Tod von Emma, und auch Ava, Wally und Kim sehen sich Todesdrohungen ausgesetzt, wenn sie ihren Wettbewerb nicht aufheben. Doch wer hat Emma auf dem Gewissen und ist der Urheber der Drohungen? Ein Konkurrent unter den Wettbewerbern? Eine Lobby, die vom Plastik lebt? Und weder die australische noch die deutsche Polizei nehmen die Anzeige der Frauen ernst …

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Lena Schätte: Das Schwarz an den Händen meines Vaters

Lena Schätte (Jahrgang 1993) arbeitete als Krankenschwester in der Psychiatrie. 2014 erschien ihr erster Roman „Ruhrpottliebe“. Am 12. März 2025 veröffentlichte der S. Fischer Verlag mit „Das Schwarz an den Händen meines Vaters“ einen autofiktionalen Roman von ihr.

Die Geschichte einer Familie, die „anders“ ist als andere Familien

In Lena Schättes Geschichte geht es um den Vater, aber auch um seine Tochter und Ich-Erzählerin „Motte“. Und um das Trinken. Mottes Vater ist Arbeiter und Alkoholiker. Aber das ist nichts Besonderes, sondern wie bei allen Männern in der Familie, sagt Mottes Mutter. Die Mutter arbeitet in der Wäscherei eines Hotels und versteckt Geld, um notfalls vor dem betrunkenen Ehemann flüchten zu können. Irgendwann verliert der Vater seinen Job. Wegen der Trinkerei ist er nicht mehr arbeitsfähig. Die Eltern übernehmen eine Raststätte an der Autobahn.

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Cay Rademacher: Nacht der Ruinen

Beklemmende Szenen in zerstörter Stadt
Das Grauen am Tag Zero. Genauer: Köln, März 1945. Die Alliierten haben in den letzten Kriegstagen die viertgrößte Stadt Deutschlands zusammengebombt, die Menschen leben unter erbärmlichsten Umständen. Strom, fließendes Wasser, Wärme, Nahrung, ein Dach über dem Kopf? Weitestgehend Fehlanzeige. Dafür grassieren Krankheiten wie Fleckfieber, die Menschen leiden an Hunger, viele sind traumatisiert. Inmitten dieser Schreckensszenerie kehrt der einst in Köln lebende Jude Joseph Solomon als US-Soldat in seine Heimatstadt zurück. Mit dem Auftrag, den Mörder eines abgestürzten amerikanischen Piloten zu finden. Doch Joseph sucht zwei weitere Menschen, die er vor seiner Flucht 1938 in der Rheinmetropole zurückgelassen hat. Seinen jüdischen Jugendfreund Jakub und seine arische Freundin Hilda, in die er heimlich verliebt war.

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Tessa Maelle: Amets: Der Riss im Traumnetz

Erster Eindruck

Schon nach den ersten Seiten lebt der Leser in der Geschichte. Die Amets, ein naturverbundenes Volk, leben in einer matriarchalisch bestimmten Gesellschaft. Jeder hat seinen Platz, seine Aufgabe und seine Verantwortung. Doch die Idylle wird getrübt. Selbst Autor von Fantasy-Romanen interessierte mich, wie Tessa Maelles sympathische Figuren in „Die Amets – Der Riss im Traumnetz“ sich der Herausforderung stellen. Um es vorwegzunehmen: Sie tun es auf eine Art, die ihrer Lebensweise, ihrer Tradition und ihrer Logik entspricht.

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Ayla Dade: A Million Stars Above

Haven will nur einmal der Star im Zirkus sein, den trotz dass sie die Tochter des Zirkusdirektors ist, hat sie es bisher noch nie an die Spitze geschafft. Als sich eine Konkurrentin verletzt, bekommt sie endlich die Chance sich zu beweisen, doch das hat auch seinen Preis. Sie soll eine Beziehung mit Hell, dem Kraftakrobaten und Partner ihrer Showeinlage, faken. Ausgerechnet mit ihm, denn ihn kann sie von Anfang an nicht leiden. Doch je öfter er sie durch die Luft schleudert, umso öfters schlägt ihr Herz schneller und umso öfter muss sie sich daran erinnern, dass ihre Beziehung nur gespielt ist …

Der Leser wird hier direkt in die Geschichte hinein geworfen, weshalb ich einige Zeit brauchte um mich zu Recht zu finden und die ersten hundert Seiten war ich irgendwie leicht verwirrt. Doch je weiter ich las, desto klarer wurde mein Bild von dem Ganzen. Der leichte Crime Plot, der in der Geschichte mitschwingt, gibt ihr zusätzlichen Pepp, was sie teils auch wirklich brauchte, denn es zog sich teils leicht in die Länge.

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Melissa K. Roehrich: Lady of Darkness: Liebe und Dunkelheit

Einst, so lange ist es gar nicht her, waren sie drei einsame, verlassene Straßengören, die nicht wussten, wie sie überleben sollten. Dann nahm sich der Assassinen-Anführer ihrer an, ließ sie von den Besten ihrer Profession ausbilden und formte aus ihnen das gefürchtetste Killer-Trio des Reiches – die „Schatten des Todes“.

Das war, bevor eine der Drei bei einem Auftrag getötet wurde und Scarlett sich an den Königshof zurückzog. Irgendwie aber ist das ewige Feiern und Futtern auch nicht so ganz ihr Ding.

Dann kommt ein unwiderstehliches Angebot – der Meister der Assassinen hat endlich herausgefunden, wer für den Mord an ihrer Mutter, bei dem sie eigentlich auch hätte getötet werden sollen, verantwortlich ist. Der Preis für den Namen – ein weiterer Hit, dieses Mal soll sie den König der Feuer-Fae meucheln.

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Jordan Ifueko: Raybearer 02: Der Pakt der Abiku

Tarisai hat ihren Platz als rechtmäßige Herrscherin an der Seite ihres Cousins eingenommen – ein Platz, der Frauen über Generationen hinweg verwehrt wurde. Doch obwohl sie dieses große Ziel erreicht hat, wartet auf sie keine Erleichterung, denn sie hat ihre Seele im Gegenzug zu tausenden unschuldigen Kindern an die Abiku versprochen; Dämonenwesen, die in der Unterwelt leben. Zwei Jahre hat sie Zeit, sich darauf vorzubereiten; bricht sie die Abmachung, wird ein Krieg zwischen Menschen und Dämonen ausbrechen.

Während sie dem sicheren Tod entgegenblickt, versucht Tarisai gleichzeitig, das Reich zu einem besseren Ort zu machen, Reichtümer umzuverteilen und Leid und Armut zu beenden. Doch egal, was sie erreicht: Sie fühlt sich nie gut genug. Sobald sie eine beendete Aufgabe mit Zufriedenheit erfüllt, erscheinen ihr Dämonen in Gestalt der Büßerkinder, die bereits in der Unterwelt gestorben sind und werfen ihr vor, nichts gegen ihr Leid zu unternehmen.

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Laura Labas: Trust Me More

Die Italienreise der 23-jährigen New Yorkerin Cleo hat keinen guten Start: Ihr Freund lässt sie sitzen, und am Flughafen vertauscht sie zu allem Überfluss auch noch ihren Koffer. Auf der Suche nach dem Gepäck landet sie auf einer kleinen Ferienanlage im charmanten Bergdörfchen Tursi. Nicht so charmant ist jedoch der junge Besitzer der Anlage: Dante Marinotti, ein arroganter Kerl mit zweifelhaftem Ruf. Cleo zögert trotzdem nicht lange, als Dante ihr einen Job anbietet. Während sie gemeinsam die Ferienanlage renovieren, kommt Cleo Dante näher – bis seine schmerzhafte Vergangenheit ihn einholt …

Der Prolog machte sogleich neugierig auf die folgende Geschichte und ich habe mich voller Vorfreude hineingestürzt. Leider muss ich sagen, dass der Fortgang mich nicht so recht packen konnte, obwohl ich das Ganze nicht ganz so schlecht fand. Ich empfand einfach zu viele Geschichten als leicht oberflächlich angeschnitten und hätte mir ein wenig mehr Tiefgang bei manchen gewünscht. Wahrscheinlich konnte mich auch deshalb die Liebesgeschichte von Cleo und Dante nicht recht in ihren Bann ziehen, denn auch die Emotionen waren für mich nicht ganz so stark. Es kam mir leicht gewollt vor eine Beziehung führen zu müssen, das Knistern kam nie an.

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Everina Maxwell: Herz des Imperiums

Kiem gehört der königlichen Familie an. Er steht in der Thronfolge so in etwa an gut vierzigster Stelle, fiel bislang eher durch seine feucht-fröhliches Eskapaden auf, als dass er seiner Großmutter eine Stütze gewesen wäre. Nun ist ein Cousin von ihm verunglückt und dessen Ehemann von einem der Vasallenplaneten des Reichs benötigt einen neuen Gemahl. Die Herrscherin hat ausgerechnet ihren nutzlosesten Enkel dazu bestimmt, in die großen Fußstapfen seines Vorgängers zu treten. Auf die Ehe mit Graf Jainan kann er sich einen ganzen Tag lang vorbereiten, dann ist die Zeremonie auch schon gekommen.

Interessant wird die Angelegenheit dann so richtig, als Jainan verdächtigt wird, einen Mord begangen zu haben – und das ist nur der Beginn eines Intrigenspiels par excellence …

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