Der Roman „Soweit das Licht reicht. Die Kreaturen der Tiefsee und was sie mir über das Leben erzählen“ von Sabrina Imbler führt in die Tiefen unserer Ozeane, soweit das Licht eben reicht und weiter. Dort unten leben Wesen ohne Licht, ohne Sauerstoff, blühen auf und vergehen, ohne dass wir sie sehen. Sie haben sich so sehr an diese Welt angepasst, dass sie an lebensfeindlichen Orten geboren werden, sich vermehren und sterben können, sie haben Mechanismen und Körper entwickelt, die sich manch eine:r von uns des Öfteren wünschen würde.
Wie viele Menschen leben in absolutem Unverständnis ihrer Außenwelt bezüglich ihrer Gefühle füreinander, ihrer Interessen und Ausdrucksweisen oder ihrer Sexualität. Ich weiß nicht genau, warum die intimsten Wesenszüge der Menschen derart ans Tageslicht gezogen werden müssen, sobald die Personen nicht dem plakativen „Normal“ entsprechen. Wieso existiert eine solche Angst, Abneigung, Distanz gegenüber Queerness, gegenüber so vielschillernden Arten, das Leben zu bewältigen?
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