Annemarie Paulsen ist knapp dreißig, vierfache Mama, Bio-Bäuerin und Agrarinfluencerin. Gemeinsam mit ihrem Mann Martin und den Schwiegereltern bewirtschaftet sie einen Hof mit 320 Milchkühen in der Uckermark. Aufgewachsen als Letztes von acht Kindern auf einem Milchviehbetrieb in Schleswig-Holstein, zieht es Frau Paulsen nach Abstechern in andere Länder und Berufe immer wieder zurück in einen Melkstand. Kühe sind ihr Ein und Alles. In ihrem Buch „Alles büddn wild“ erzählt sie witzig und wortgewandt von ihrer Kindheit und über das Leben auf dem Dorf.
Es geht dabei auch um Traditionen und notwendige Reformen, Generationenkonflikte und Vor- und Nachteile einer Dorfgemeinschaft. Frau Paulsen hinterfragt humorvoll die Geschlechterrollen am Land und das Vereinsleben. Sie stellt sich aber auch besorgt die Frage, wie es mit der Landwirtschaft in Deutschland weitergehen soll, wenn die Gesellschaft zunehmend Tierhalter mit Tierquälern gleichsetzt und Bauern als Umwelt-Vergifter hingestellt werden, die man mit noch mehr Bürokratie und noch mehr Vorschriften im Zaum halten muss. Ganz zu schweigen von den explodierenden Kosten, die Landwirte schwer treffen.
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