„Man muss seine Feinde kennen, um sie besiegen zu können.“, sagte einst der chinesische General und Philisoph Sunzi. Zumindest auf der argumentativen Ebene erweist sich das Buch von Pankaj Mishra als gute Hilfe.
Als „freundliche Fanatiker“ bezeichnet der indische Autor die Ideologen des Neoliberalismus. Er beschreibt, wie sie den ideellen Unterbau des auf Freihandel und Gewinnmaximierung ausgerichteten Prinzips der Ökonomisierung und Globalisierung fast aller Lebensbereiche erdachten/erdenken und verbreiten. Selbst weitgehend im Hintergrund – ich kannte zugegebenermaßen kaum einen der genannten Autoren – liefern sie Politikern und Wirtschaftsvertretern die Argumente. Die Ideologie des Liberalismus wird als ultimative Lösung für die Menschheit dargestellt, sie beanspruchen die Deutungshoheit über unsere Wahrnehmung. Was nicht passt, wird weggelassen oder bis zur Unkenntlichkeit relativiert, Ungleichheit und Ausbeutung werden höchstens am Rande erwähnt und beschönigt.
Das Buch enthält Essays aus den Jahren 2011 bis 2020. Der Autor setzt sich mit den gängigen Narrativen westlicher Überheblichkeit auseinander, mit dem „Wir sind die Guten, also dürfen wir alles.“ Er ergänzt die weggelassenen, weil störenden Fakten. Weiterlesen

Carina Wohlleben wohnt mit ihrem Mann und zwei Kindern im Sauerland. Eine Dokumentation verändert ihr Leben nachhaltig. Es wird ihr klar, wie sehr Massentierhaltung und industrialisierte Landwirtschaft unser Klima beeinflussen. Sie bespricht in ihrem Buch die Rodung des Regenwaldes zugunsten von Sojamonokulturen. Dieses so gewonnene Soja wird in Europa zur Tiermast verwendet. Das Problem Aquakulturen findet Erwähnung, aus denen der Großteil der Fische auf unseren Tellern stammt, oder das unermessliche Leid, das unseren „Haustieren“ Rind, Schwein und Huhn angetan wird.





