Übelkeit, Schwindelgefühl, Schmerzen. Jaakko ist zum Arzt gegangen, um sich Antibiotika verschreiben zu lassen, damit die lästigen Symptome verschwinden. Es stellt sich heraus, dass er nicht an einem grippalen Infekt leidet, sondern schleichend vergiftet wurde, wichtige innere Organe sind schwer geschädigt. Es gibt nichts, was der Doktor noch für ihn tun kann. Jaakko bleiben Tage, vielleicht Wochen. Als er das Naheliegende tun und mit seiner Frau Taina sprechen will, ist sie zu beschäftigt, um ihn überhaupt zu bemerken. Sie vögelt gerade im heimischen Garten mit dem Fahrer der Firma, welche die Eheleute gemeinsam aufgebaut haben.
Das Leben, in dem es sich Jaakko gemütlich gemacht hat, ist vorbei. Nicht nur Tainas gutes Essen, das Jaakko hat fett werden lassen, oder die Tätigkeit als Geschäftsführer im eigenen Unternehmen, das mit Matsutake-Pilzen handelt, nicht nur der beschauliche Alltag im finnischen Hamima mit Blick aufs Meer – nein, das Leben an sich. Das Sein. Weiterlesen


Bereits auf dem Buchcover sind dem Titel „Manchmal lüge ich“ die beiden Sätze „Ich liege im Koma“ und „Mein Mann liebt mich nicht mehr“ vorangestellt. – Ein spannender Einstieg also, der neugierig macht. Alice Feeney gelingt es, diese Spannung über weite Teile des Textes zu halten, indem sie mit drei Erzählebenen arbeitet.




