Erin A. Craig: Haus aus Salz und Tränen

Sie leben auf den rauen Inseln von Salann – die Töchter des 19. Herzogs von Highmoor. Einst waren sie eine glückliche Familie – ein treu sorgender Vater, eine liebevolle Mutter und ein Dutzend Töchter bevölkerten das Anwesen und verbreiteten gute Laune.

Doch dann schlug das zu, was die Anwohner der Inseln inzwischen als Fluch bezeichnen. Erst traf es die Mutter, die das Volk des Salzes der See zurückgeben musste, dann starben nicht wenige als fünf der Schwestern nach und nach teilweise unter tragischen Umständen. Dass der Herzog auf dem Festland eine neue Liebe, eine junge Frau fand, die nun mit seinem ersten Sohn schwanger ist, sorgt dafür, dass die einjährige Trauerzeit abrupt abgekürzt, die Schwestern mit neuen Roben und sündhaft teuren Feenschuhen ausgerüstet werden und ein Ball ausgerichtet wird. Dass die Schwestern von den anwesenden Galanen nicht zum Tanz aufgefordert werden trübt die Stimmung nicht unwesentlich. Alle Bewohner der Inseln munkeln vom Fluch, gehen auf Distanz zur Familie. Da kommt es gut, dass die Töchter anderweitig ihre Nächte durchtanzen – doch wo finden die Bälle statt und wer nur sind ihre Partner? Weiterlesen

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Jeaniene Frost: Night Rebel 01: Kuss der Dunkelheit

Als Autor mit gelegentlichen Abstechern in die Sub-Genres Urban Fantasy und Dark Fantasy reizte mich nach einem Blick in die Leseprobe die Frage, ob mich Jeaniene Frost mit dem Spagat zwischen dem düsteren Genre einer Vampirgeschichte und ihrem locker-frivolen Schreibstil überzeugen könnte. Kurze Antwort: Sie konnte – wenn auch anders, als ich erwartet hatte.

Highlander – Es kann nur einen geben! Das war der Gedanke, der mir nach etwa dreißig Seiten kam. Zwei Kontrahenten verbünden sich notgedrungen gegen einen Dritten, und sobald sie jenen zur Strecke gebracht haben, wenden sie sich gegeneinander. So die gleich lautende Absicht der attraktiven vampirischen Gesetzeshüterin Veritas und dem sexuell ausschweifenden und nichtsdestoweniger burschikos-sympathischen Vampir Ian. Der hatte mit dem Dämonen Dagon, eigentlich einem Erzfeind der Vampire, einen Pakt geschlossen, den er annullieren möchte, Veritas hat mit Dagon auch ein Hühnchen zu rupfen und nutzt Ian als Köder. Unsterblich sind alle drei. Und sie setzen magische Kräfte ein, von denen weder der jeweils andere Protagonist noch wir uns hätten träumen lassen. Weiterlesen

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Jennifer Estep: Crush The King: Die Splitterkrone 3

Everleigh Blair sitzt nun schon seit einiger Zeit auf dem Thron Bellonas und es vergeht kaum ein Tag, an dem kein Mordanschlag auf sie verübt wird. Nur durch pures Glück, die arrogante, sich selbst überschätzende Haltung ihrer Gegner und den unangefochtenen Beistand ihrer Freunde gelingt es ihr jedes Mal, mit dem Leben davonzukommen. Sie weiß, wer hinter den Anschlägen steckt: König Maximus von Morta, derselbe Mann, der die Ermordung ihrer gesamten Familie zu verantworten hat. Da Evie sich langsam den Zuspruch ihres eigenen Volkes sichert, weigert sie sich, diese letzte Hürde auf ihrem Weg als Königin stillschweigend zu ertragen und beschließt in die Offensive zu gehen. Der König von Morta ist nicht der einzige, der töten kann. Also plant sie sorgfältig ihrerseits einen Anschlag – und welcher Ort würde sich besser zur Ermordung des grausamen Königs eigenen als die Regaliaspiele, bei denen sich Abgeordnete aller Königreiche auf einer Insel versammeln, um in verschiedenen Kategorien ihre Kräfte zu messen. Weiterlesen

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Michael J. Sullivan: Die Riyria-Chroniken 02: Das Geheimnis der Dornigen Rose

Der Eine, Royce, ist ein Dieb und gnadenloser Mörder den innerlich scheinbar nichts anficht. Der Andere, Hadrian, ein mitfühlender Recke, der meisterhaft mit seinen Schwertern umgehen kann. Ein Gelehrter brachte sie zusammen, nun kehren sie nach Medford zurück um sich bei denen, die sie schwer verletzt aufgenommen und gepflegt haben, zu bedanken. Dass es sich bei diesen großherzigen Samaritern um Pro##stituierte handelt ist für unsere Beiden irrelevant. Sie haben eine Ehrenschuld zu tilgen, zumal Royce sich, das erste Mal im Leben, um einen anderen Menschen sorgt. Dass sie mitten in ein politisches Komplott hineinkommen, das die Ermordung der königlichen Familie und die Usurpation des Throns zum Ziel hat, macht die Angelegenheit dann interessant und herausfordernd – finden sich unsere Beiden doch, wie auch ein junger Stallbursche plötzlich und unerwartet, buchstäblich mitten im Feuer wieder …

Der zweite Band der Riyria Chroniken liegt vor mir. Schilderte uns der Verfasser im Auftaktroman der Trilogie „Im Schatten des Kronturms“ das Kennenlernen unser so ungleichen Recken, so steht dieses Mal die Vorgeschichte zu der Handlung, auf die er seine sechsteilige Riyria Saga aufgebaut hat, im Mittelpunkt des Plots. Und dies bringt uns ein Wiedersehen mit bekannten Figuren – nur, dass diese eben jünger sind und ihre ganz großen Abenteuer noch vor sich haben. Dabei liegt die Krux für diejenigen Leser, die die Riyria-Saga bereits goutiert haben darin, dass sie die Handlung per se bereits kennen – spricht, der Überraschungseffekt eher mau ausfällt. Wir wissen wer der Verräter ist, wem Ungemach droht und wie sich die Beziehungen der Figuren untereinander entwickeln werden. Dies nimmt der Handlung naturgemäß viel von ihrer Faszination und Spannung. Weiterlesen

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T. J. Klune: Mr. Parnassus‘ Heim für magisch Begabte

Linus Baker ist vierzig. Nun trifft dies auf viele Menschen zu, auch auf Menschen, die, wie Linus Baker seit dem Ende ihrer Schulzeit bei demselben Unternehmen angestellt sind. Linus Baker ist ein Einzelgänger, ein etwas weltfremder, introvertierter Mensch, der ganz in seiner Arbeit aufgeht. Linus Baker, das müssen Sie wissen, arbeitet für die Behörde für die Betreuung Magischer Minderjähriger kurz BBMM, eine Sonderabteilung des Jugendamts, das sich administrativ um die Kontrolle der Waisenhäuser kümmert. Allerdings nicht aller Waisenhäuser, sondern eben nur die Anstalten, in denen magisch begabte Kinder untergebracht sind. Linus Baker ist ein fleißiger, kompetenter und ja auch ein einfühlsamer Kontrolleur. Wenn es dunkel wird, befindet er sich am Liebsten in seinem kleinen, sicher verschlossenem Haus, in seinem Pyjama mit Monogram, den ihm die Firma zum Jubiläum geschenkt hat. Auf seiner Victrola dreht sich eine Platte, zu der er – alleine versteht sich – in seinem Wohnzimmer tanzt. Calliope, seine etwas eigenwillige, eingebildete Katze ist sein einziger Freund.

Und doch ist, nein besser war Linus Baker zufrieden mit sich und seinem Leben. Bis, ja bis ihn die Vorgesetzten aus dem fünften Stock, dem Büro des allerhöchsten Managements, auf eine Kontrollmission entsenden, die nicht nur geheim, sondern, nun ja, auch ein klein bißchen gefährlich ist. Es geht an die Küste. Linus Baker sieht zum ersten Mal das blaue Meer, riecht die salzige Luft und bestaunt die Wellen. Die Überfahrt zur Insel von Marsyas, auf der das Heim liegt verschafft ihm das etwas zweifelhafte Vergnügen der Bekanntschaft mit dem Elementargeist der Insel, doch die wirklichen Überraschungen liegen noch vor ihm. Weiterlesen

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Siri Pettersen: Vardari – Eisenwolf

Es ist wahrlich noch nicht lange her, da schickte sich eine junge, bis dahin gänzlich unbekannte Autorin an, zunächst ihr Heimatland, dann Skandinavien und darauf folgend den deutschsprachigen Raum zu erobern. Siri Pettersen verfasst Fantasy. Nun ist es in Zeiten, da die moderne Fantasy durch Harry Potter und den Herrn der Ringe geprägt wurde, schwierig, gegen die großen Vorbilder zu bestehen. Alles und Jedes wird mit den Blockbustern verglichen, Verfasser aller Couleur und Nationen suchen sich an den großen Erfolg anzuhängen. Nicht so unsere Autorin aus dem hohen Norden. Statt Elfen und Zwerge oder ein magisches Internat hatte sie mit ihrer 2013 erstveröffentlichten Rabentrilogie (dt. bei Arctis) ein Epos vorgelegt, das sich an nordischen Epen und Mythen anlehnte und so ganz anders daherkam, als gewohnt.

Nun gibt es Neues von dieser von ihren Fans zurecht gepriesenen Autorin. Sie kehrt zwar nicht direkt in die von ihr geschaffene Welt zurück, doch auch in Náklav, dem hauptsächlichen Ort der Handlung, geht es eher düster und karg zu. Zwei Inseln umfasst die Stadt, auf denen sich zu viele Menschen tummeln. Weiterlesen

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Rick Poldark: Insel der Urzeit

Irgendwo im südchinesischen Meer existiert eine Insel – unentdeckt und scheinbar jenseits von Raum und Zeit. Als ein Passagierflugzeug über der Insel abstürzt, soll ein Team aus den Paläontologen Tracy und Peter, Biologen, Botanikern und einem Großwildjäger die Insel erkunden. Beschützt werden sie von einem bewaffneten Team. Alle lassen sich aus unterschiedlichen Gründen auf das Abenteuer ein, sei es wissenschaftliche Neugier oder die gute Bezahlung. Dass sie eine Geheimhaltungserklärung unterschreiben müssen und auch Freunden und Familie nicht sagen dürfen, welchen Auftrag sie angenommen haben, macht den Abschied -teilweise für immer – schwer.

Ihr Auftrag ist es vordergründig, den Flugschreiber des abgestürzten Flugzeuges zu finden und zu bergen. Auf der Insel entdecken sie dann Nachfahren von Dinosauriern, einen Stamm Eingeborener und Relikte einer untergegangenen Echsenkultur, deren Magie noch eine Rolle spielen wird. Außerdem befinden sich bereits Mark und auch Mike Deluca auf der Insel. Mike gehört zu einem Bergungsteam, das bereits seit unbestimmter Zeit auf der Insel gestrandet ist, Mark hat den Flugzeugabsturz überlebt.

Die ungebändigte Natur, Eingeborene und Zombies, angeführt von Mike (jaja, richtig gelesen) setzen der Truppe zu und Versuche, Funksprüche abzusetzen und Rettung anzufordern, scheitern an elektromagnetischen Strömungen. Weiterlesen

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C. E. Bernard: Die Wayfarer-Saga 01: Das Lied der Nacht

Vor zweihundert Jahren begann es – bis dahin hatte das Licht der Türme die Dunkelheit, die Furcht und die Schatten zurückgehalten. Dann entschied der örtliche Baron, dass es Zeit sei, seinen Machtbereich auszudehnen und ließ die Türme des Lichts schließen, die Lichter löschen. Seitdem ist das Entzünden von Feuer nächtens streng verboten, in den umliegenden Dörfern werden nachts Türen und Fester fest verbarrikadiert, die alten, schutzgebenden Lieder sind verpönt. Doch eines Nachts regen sich die Schatten. Aus der Dunkelheit formen sie sich, greifen mit ihren hell glühenden Schwertern an, brechen in die Hütten eines Dorfes und schlachten die Menschen hin. Verletzen kann man sie mit normalen Waffen nicht. Nur zwei Bewohnern gelingt die Flucht.

Das Mädchen reitet, schwer von den Waffen der Schatten verbrannt, zum Baron, diesem von dem Angriff und der Heimsuchung zu berichten, der andere, ihr Bruder eilt, tödlich verwundet, in den Wald. Hier, in einer aufgegebenen Poststation leben Weyd, der Wanderer und seine Freunde. Der begnadete Kämpfer, die Bardin Caer und ihre Freunde sind die Einzigen, die die Schatten aufhalten könnten – wenn der Baron es ihnen denn erlauben würde … Weiterlesen

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Dana Grigorcea: Die nicht sterben

Achtung: Lassen Sie sich von Titel und Cover nicht täuschen! Wer hier eine klassische Vampirgeschichte mit blutrünstigen Untoten erwartet, wird enttäuscht. „ER“ wabert, klettert, fliegt und sexelt lediglich im Hintergrund. Auf 260 Seiten wird ihm gerade einmal eine Dialogzeile zugesprochen. Stattdessen entscheidet sich die aus Bukarest stammende Autorin für eine andere Perspektive: Für einen Sitten- und Gesellschaftsroman Rumäniens beginnend im 15. Jahrhundert über Diktatur und Wende bis in die Gegenwart. Die wahren Blutsauger sind allgegenwärtig: Menschen mit ihrer unersättlichen Habgier nach Geld, Macht, Besitz. Ob im Makrokosmos der Politik oder im Mikrokosmos eines kleinen Feriendorfes.

Erzählt wird die Geschichte aus Sicht einer Künstlerin, die in einem Bergdorf nahe Transsilvanien die Sommer ihrer Kindheit verbracht hat. Im Haus ihrer Tante Margot ging die betuchte Bukarester Gesellschaft ein und aus. Nach ihrem Studium in Paris kommt die junge Frau zurück, um sich von der Naturschönheit der Gegend inspirieren zu lassen. Doch etwas hat sich verändert – ihr Blickwinkel.

Die kindliche und jugendliche Autorin sieht den Glanz des Sternenhimmels, das ausgelassene Toben in den Feldern mit den Dorfkindern, die illustre Gesellschaft der Bukarester High Society, einen Sommer voller Freizeitvergnügungen. Die erwachsene Erzählerin entdeckt das Dahinter. Illegale Müllhalden im Wald, nicht minder illegale Abholzung in Naturschutzgebieten, Korruption auf allen Ebenen, verfallene Bauruinen, ärmliche Alte und immigrierende Junge. Weiterlesen

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Naomi Novik: Scholomance 01: Tödliche Lektion

Sie kennen sie alle – Fantasy-Reihen um magische Internate. Charlie Bone ging auf ein Solches, ein nicht unbedingt charismatischer Steppke mit einer Narbe auf der Stirn – hieß der nicht irgendwie Harry P irgendwas? – besuchte ein Anderes, die Liste ließe sich mühelos auf Klopapierrolle verlängern.

Galadriel – mit so einem Namen geschlagen zu sein führt zwangsläufig dazu, dass die besagte Person entweder in jungen Jahren von einer Brücke springt, oder aber tough ohne Ende wird – genannt El, stammt aus einer Familie von Magiern. Ihr Vater starb, als er seine schwangere Frau beim Verlassen der Magierschule Scholomance rettete, seitdem bekam El von ihrer Großmutter väterlichseits eine mehr als finstere Prophezeiung mit auf den Weg – von Wegen, aus ihr würde eine Weltenzerstörerin – und wuchs in der Hippie-Kommune ihrer Mutter mehr geduldet, als geliebt auf. Seit einigen Jahren besucht sie nun selbst Scholomance – das Internat, auf dem alle und ich meine wirklich ausnahmslos alle Magier ihr Handwerk lernen. Dass vier Fünftel dabei auf der Strecke bleiben, – so wie in Sterben, grausam von Monstern verschlungen werden, sie wissen schon, was ich meine – führt dazu, dass die ausgesiebten Überlebenden nur um so versierter und lernbegieriger sind. Motivation ist alles, da können viele Assessment-Coaches sich Einiges vom Internat abschauen!

Eine Lehranstalt also, die ein wenig anders ist, als gewohnt. Keine Lehrer, keine Ferien, keine Streiche – stattdessen beständiger Kampf und jede Menge Opfer – wie in tote Schüler en Masse. Nun hat El in ihrem mittlerweile 16 Jahre andauernden Leben eines wirklich gelernt – nur auf sich selbst zu bauen, keine Freundschaften einzugehen und sich ja nie, niemals auf jemanden Anderen zu verlassen. Weiterlesen

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