Melanie Raabe: Der längste Schlaf

Ich kannte und schätzte bisher nur die Thriller von Melanie Raabe und obwohl ich das auch hier erwartet hatte, wurde ich angenehm überrascht. Mara Lux ist eigentlich Deutsche, lebt aber seit Jahren schon in London. Hier gefällt es ihr besser, hier kann sie auch besser forschen. Denn Mara ist Wissenschaftlerin, Schlafforscherin, und das, obwohl es in ihrem Leben bereits viel gibt, das keine Wissenschaft erklären kann. Vor allem ihre Träume, die sie seit ihrer Kindheit hat, sie werden immer wieder wahr. Mara hat alles versucht, um rationale Erklärungen zu finden, aber so richtig will ihr das nicht gelingen.

Eines Tages bekommt Mara eine Villa in einer deutschen Kleinstadt geschenkt, völlig überraschend. Obwohl sie nicht wirklich überzeugt ist, ist Mara doch neugierig, was dahintersteckt. In der Villa angekommen, erwartet sie so manches Mysteriöse und gefangen zwischen logischem Denken und Dingen, die sie einfach nicht wissenschaftlich erklären kann, muss sie sich auf das Geheimnisvolle einlassen, um das Rätsel zu lösen.

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Ava Avery: Puck for Love

Maverick Wolf ist ein Eishockeyprofi und will abseits des Eis nur seine Ruhe, doch dies gestaltet sich seit dem Eintreffen der neuen Physiotherapeutin Melody als unmöglich. Denn sie erweckt in ihm längst vergessene Gefühle, Gefühle, von denen er dachte, er könnte sie gar nicht mehr fühlen. Was er nicht ahnt ist, dass Melody ein gefährliches Geheimnis hütet, dass sie ihr Leben kosten könnte …

Sport-Romance, vor allem wenn es darin um Hockey geht, sind voll meins, deshalb habe ich mich auch entschieden das Buch zu lesen. Allerdings war ich von diesem hier nicht ganz so begeistert, wie ich gerne gewesen wäre.

Der Roman wird direkt auf dem Cover als Enemies-To-Lovers-Eishockey-Liebesroman angekündigt, doch alles, was ich hier gefunden habe, war eine anfängliche Abneigung. Aber eine wirkliche Feindschaft gab es nicht.

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Stefanie Hansen: Für immer und ein Jahr

Man könnte ja meinen, Romane über das Sterben, Verlust, Trauer etc. gebe es inzwischen wie Sand am Meer. Stefanie Hansen hat dennoch einen weiteren geschrieben, der das Thema nochmal ein bisschen anders angeht.

Jan bleibt ziemlich verzweifelt zurück, als seine Frau Kaya viel zu jung an Krebs gestorben ist. Monatelang hat Jan Kaya begleitet, ihre Ängste geteilt, ihre Schmerzen versucht zu lindern, sich auf ihr Sterben vorbereitet. Sollte man meinen. Aber geht das überhaupt? Ist der Tod dann nicht immer doch „plötzlich“? Mit dem Verstand kann man sich vielleicht darauf einstellen, einen geliebten Menschen loslassen zu müssen – das Herz macht da nicht mit. Und blöde Sprüche wie: „die Zeit heilt alle Wunde“ oder „du wirst darüber hinwegkommen“ machen irgendwie alles nur schlimmer. So auch für Jan, der für seine beiden Kinder, Lina und Finn, da sein muss, seine Aufträge als Tischler erledigen muss und sehen muss, wie sie den Alltag ohne Kaya, ohne Ehefrau und Mutter bewältigen, sich neu organisieren.

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Claudie Hunzinger: Ein Hund an meiner Tafel

Die französische Schriftstellerin und Künstlerin Claudie Hunzinger (Jahrgang 1940) erhielt für „Un chien à ma table“ 2022 den Prix Femina (französischer Literaturpreis, der jährlich von einer ausschließlich weiblich besetzten Jury vergeben wird). Am 15. Oktober 2024 ist dieser Roman unter dem Titel „Ein Hund an meiner Tafel“ bei Rowohlt erschienen. Es ist Hunzingers erster Roman, der auf Deutsch veröffentlicht wurde. Übersetzt hat ihn Timea Tankó.

Sophie, Grieg und Yes in ihrer „Hundehütte“

Was hatte ich mir eigentlich dabei gedacht, als ich „Ein Hund an meiner Tafel“ von Claudie Hunzinger zum Lesen auswählte? Hatte mich da mein eigener, bisher unerfüllter Wunsch nach einem Haustier geleitet und wollte ich erfahren, wie es einer älteren Dame mit der Aufnahme einer Hündin ergangen ist? Vielleicht.

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Thomas Schlesser: Monas Augen

Kunstgeschichte in Romanform – interessante Idee etwas unrealistisch umgesetzt

52 mal Kunst in ebenso vielen Wochen besucht ein kleines Mädchen zusammen mit seinem Großvater. Und erlebt so eine Reise zu den berühmtesten Werken in den berühmtesten Museen Frankreichs.

Die kleine Mona verliert für 63 Minuten ihr Augenlicht. Es wird alles schwarz, während sie am Tisch über ihre Hausaufgaben gebeugt ist. Die Eltern sind verständlicherweise schockiert und sehr besorgt, gehen mit der Zehnjährigen zu Ärzten und Fachleuten. Da sich medizinisch keine Ursache für die vorübergehende Erblindung des Mädchens finden lässt, rät man den Eltern, das Kind zu einem Psychiater zu schicken.

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Liz Tomforde: The Right Move  

Hier treffen wir auf Indy und Ryan. Er ist ein erfolgreicher Basketballspieler, der am liebsten zurückgezogen in seiner Wohnung lebt, seiner Zwillingsschwester allerdings nichts abschlagen kann. So zieht Indy in seine Wohnung ein, denn sie kann sich eine Wohnung aktuell nicht leisten. Er tut sich anfangs schwer mit dem Farbklecks, der mit Indy in seine Wohnung zieht, beschließt dann allerdings, sie bei ihrem Chef als seine neue Freundin vorzustellen. Indy spielt mit und so beginnt die Fake-Beziehung, die sich auch nicht in eine Echte verwandeln soll, dem sind sich beide einig.

Wer Band eins der Reihe mochte, wird diesen zweiten Band lieben.

Dieses Buch hat es geschafft mein Jahreshighlight zu werden und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Grundsätzlich kann man das Buch ohne Vorkenntnisse zum ersten Band lesen, für einige Insider ist es allerdings ratsam doch chronologisch zu lesen.

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Elle Kennedy: The Chase: Briar U 01

Summer ist ein typisches Sorority Girl: Hübsch, reich, extravertiert und selbstbewusst. Aber sie ist auch so viel mehr als dieser Stereotyp – nur leider ist das alles, was Colin Fitzgerald in ihr sieht. Der heiße, aber eher verschlossene Eishockeyspieler lässt sie immer wieder abblitzen, weil eine oberflächliche Blondine so gar nicht sein Typ ist. Als Summer ihn das hinter ihrem Rücken sagen hört, schwört sie ihrem Schwarm ebenfalls ab, denn sie weiß, dass sie es nicht verdient hat, so behandelt zu werden.

Als die beiden dann plötzlich zu Mitbewohnern werden, sind sie gezwungen, mehr Zeit miteinander zu verbringen und müssen sich eingestehen, dass Gegensätze sich vielleicht doch anziehen …

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Ada D’Adamo: Brief an mein Kind

Ein Zeugnis von bedingungsloser Liebe einer Mutter zu ihrer mehrfach schwerbehinderten Tochter.

Die einstige Tänzerin Ada D’Adamo ist krebskrank, muss täglich Bestrahlungstermine wahrnehmen und kann sich nicht mehr wie zuvor für ihre schwerbehinderte Tochter Daria aufopfern. Sie beginnt ein Brieftagebuch, das zu einer Liebeserklärung an ihre Tochter wird.

Kein Arzt erkannte vor der Geburt auf dem Ultraschallbild, dass das Kind mit einem schweren Gehirnschaden zur Welt kommen würde. Dem Kind werden gleich nach seiner Geburt Entwicklungsverzögerungen prognostiziert. Darias körperliche und geistige Beeinträchtigungen erweisen sich als so schwerwiegend, dass ein normales Leben nicht möglich ist. Weder für das Mädchen noch für seine Mutter und die restliche Familie.

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Hannes Finkbeiner: Einer geht noch

Ein origineller, sehr lesenswerter Familienroman kommt von dem 1977 geborenen Journalisten Hannes Finkbeiner aus Hannover. In „Einer geht noch“ steht die Lebensgeschichte des 93-jährigen Fidus im Mittelpunkt, der gleich drei Nahtoderfahrungen verkraften muss – die erste als 15-Jähriger auf der Flucht vor den Nazis, die ihn kurz vor Kriegsende als Soldat an die Front schicken wollen.

Fidus schildert seine Erlebnisse nach und nach seinem Enkel Alo, aus dessen Sicht der Roman geschrieben ist. Weil einige von Opas Erzählungen fraglich erscheinen, besonders ein Ereignis in einem Löwenkäfig in Barcelona, stellt Alo Nachforschungen an …

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Joachim Meyerhoff: Man kann auch in die Höhe fallen

Der schreibende Schauspieler Joachim Meyerhoff feiert mit seiner autobiografischen „Alle-Toten-fliegen-hoch“-Reihe große Erfolge. Die Bücher wirken authentisch und ehrlich. Dem heute 57-Jährigen gelingt es, auch traurige und ernste Inhalte so darzustellen, dass sie immer auch viel Humor in sich tragen.

Sein neuestes Werk mit dem etwas sonderbaren Titel „Man kann auch in die Höhe fallen“ macht da keine Ausnahme. Meyerhoff berichtet diesmal über eine Auszeit auf dem Anwesen seiner Mutter im ländlichen Schleswig. Dorthin flieht der Ich-Erzähler nach einer mentalen Krise in Berlin, in der er die Schauspielerei in Frage stellt und in Konflikte mit seiner Familie gerät.

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