Freya Miles: A Bookboyfriend for Christmas

Die bekannte Booktokerin Mia bekommt die Chance Weihnachten alleine in einer Buchhandlung zu feiern und muss nicht lange überlegen, ob sie zusagen soll – denn was gibt es Schöneres als das Fest mit einem Bookboyfriend zu verbringen und dabei inmitten von Büchern einschlafen zu können? Der Plan klingt gut, doch ein Schneesturm macht ihn zunichte, denn anstatt alleine sitzt sie nun mit dem schlecht gelaunten Arzt Nick in der Buchhandlung fest. Dieser hasst Weihnachten und Bücher genauso, außer sie enthalten medizinisches Wissen. Es scheint ein Albtraum zu werden, bis Mia es schafft, die harte Schale des Grinches zu knacken, vielleicht steckt ja doch Bookboyfriend-Potenzial in ihm?

Wie toll kann ein Buch sein? Welcher Bookie wünscht sich nicht genau das, was Mia hier erlebt hat?

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Paul Lynch: Das Lied des Propheten

„Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns.“ Dieses Zitat stammt von Franz Kafka. Es verwundert nicht, dass Paul Lynch, Booker Prize Träger 2023, in den Medien bisweilen als „Kafka dieses Jahrhunderts“ bezeichnet wird. Denn dieses Buch tut weh. Es erschüttert unser tiefstes Inneres von der ersten bis zur letzten Seite. Der vermeintlich dystopische Plot ist längst Realität, nicht im vermeintlich demokratischen Westeuropa, sondern in anderen Teilen der Erde, die man gemütlich ausblenden und wegzappen kann. Doch Lynch holt uns ein. Er transferiert die Schrecken von Diktatur und Fanatismus ins Irland der nahen Zukunft, mitten in die EU.

Hausbesuche ohne Wiederkehr? Ausgrenzung und Demütigung Andersdenkender? Straßenkämpfe, Folter, Tod, Zusammenbruch des Systems – bei uns in Europa nicht denkbar? Doch. Wie Paul Lynch den Schrecken eines autokratischen Systems über die Welt von Eilish und Larry Stark hereinbrechen lässt, ist ganz große Literatur. Sie sind aufgeklärte Menschen, die an die Vernunft glauben. Nur dass dieser Wert unter der tyrannischen, rechtsnationalen Regierungspartei eben nichts mehr wert ist.

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Gesine Dammel (Hg.): Weihnachtswunderland

Viele Geschichten rund um Weihnachten versammelt Gesine Dammel in der Anthologie „Weihnachtswunderland. Die schönsten Geschichten zum Fest“.

Namhafte Autoren wie Thomas Bernhard, Antoine de Saint-Exupery oder Bert Brecht findet man neben weniger bekannten Kollegen, die allesamt Kindheitserinnerungen, Märchenhaftes und auch Lustiges zum Thema Weihnachten zu erzählen haben. Gabriela Jaskulla schreibt von einer Frau, die in der Kirche beim gemeinsamen Singen mit der alten Mutter die Distanz zu ihr überwindet.

Mit Ray Bradburys „Das Weihnachtsgeschenk“ begibt sich der Leser in ein Marsraumschiff, in Richard Hughes „Der Weihnachtsbaum“ spielen die Spielsachen den Kindern am Heiligen Abend einen schlimmen Streich und lassen sich einiges einfallen, um die vielen Tränen, die dadurch entstehen, zu trocknen und Armando Massareti macht sich an die „Beweise für die Existenz des Weihnachtsmannes“.

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Ayla Dade: Whispers

Vier Studenten auf der Harvard University, eine Nachricht auf Whispers, die verheerende Challenges mit sich bringt. Eine verhängnisvolle Nacht, vier Taten und ein Mord. Wer steckt dahinter, was hat das alles auf sich und was hat da ausgerechnet mit genau den vier Menschen zu tun? War einer von ihnen der Täter, oder können sie sich gegenseitig trauen?

Ich fand diese Geschichte von Anfang bis zum Ende so gut. Noch dazu gab es beim Lesen immer wieder Überraschungen, weshalb das Lesen auch nie langweilig wurde.  Ich war so überrascht, was ich in diesem Buch alles miterleben durfte. Hier kommen nicht nur Romance Leser auf ihre Kosten, denn es ist gemischt mit ein bisschen Krimi, aber auch durchaus mit einem kleinen bisschen spice darin. Der Lesefluss wird trotz der verschiedenen POVs nicht unterbrochen und man kommt damit gut zurecht, bekommt dadurch einen guten Bezug zu jedem einzelnen Charakter.

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Bianca Wege: Today I’ll steal his Heart

India studiert genau wie Layla in Harpersville.

Außerdem ist India ihre Mitbewohnerin und eine Pflanzensammlerin. Allerdings ohne grünen Daumen. Neben ihrem Studienalltag arbeitet sie im „Paolas“. Da sie aus einfachen Verhältnissen stammt, ist India über jede Extra-Schicht in dem Café äußerst dankbar. Abgesehen davon hat sie sich dazu entschieden, niemals eine Liebesbeziehung einzugehen. Auch von Asher, einem Volleyballspieler, will und möchte sie sich nicht ablenken lassen. Egal, wie gut er aussieht. Ihre freie Zeit nutzt India dazu, eine App zu testen und ahnt nicht, welche Folgen diese Entscheidung haben wird.

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Tracy Wolff: A Touch of Snow

Für den Profi Snowboarder Z Michaels ist es neu, dass seine Frau ihn so einfach abblitzen lässt, denn er wird sonst von Frauen nur so umschwärmt, allerdings scheint die attraktive Barfrau Ophelia immun gegen seinen Erfolg und Charme zu sein. Ophelia kam nur nach Utah, um einen schweren persönlichen Verlust zu verarbeiten und fühlt sich schon zu dem Sportler hingezogen, kann dies aktuell aber einfach nicht brauchen …

Mehr Tiefgang hätte der Geschichte gutgetan, ebenfalls mehr Emotionen. So ganz überzeugt lässt mich dieses Buch nicht zurück, dennoch muss ich nach diesem Cliffhanger den zweiten Band dann doch lesen, denn das Ende war wirklich mehr als schockierend, wenn es mir auch etwas zu schnell kam. Die Geschichte war eine gute Mischung zwischen Drama, Sport, Romance und Spice, plätscherte aber zu sehr dahin.

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Isabel Bogdan: Der Pfau

Bei einem Banker-Teambuilding auf dem Landgut in den schottischen Highlands geht einiges schief. Ausgangspunkt ist ein verrückt gewordener Pfau, der alles angreift, was blau ist. Der resolute Vogel macht selbst vor Autos und Mode nicht Halt. Lord und Lady McIntosh, Besitzer des Landsitzes, müssen zu drastischen Mitteln greifen. Diese ziehen einen Rattenschwanz oder vielmehr ein Pfauenrad an kuriosen Missverständnissen und Vertuschungsaktionen nach sich.

Die Kölner Autorin Isabel Bogdan beweist einen feinen Humor. Ihr Romandebüt wurde erstmals 2016 aufgelegt und schaffte es damals auf die Shortlist zum Lieblingsbuch des unabhängigen Buchhandels. 2023 wurde das Buch mit renommierten Schauspielern wie Tom Schilling und David Kross verfilmt. Wer dieses großartige, amüsante Werk noch nicht kennt, hat jetzt in der Taschenbuchausgabe des KiWi-Verlags (mit stylishen, metallicblauen Pfau auf dem Cover), die Gelegenheit dazu!

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Micheál Ó Conghaile: Die Insel, die unsere war

In seinem Buch „Die Insel, die unsere war“ berichtet der irische Autor Micheál Ó Conghaile von seiner Kindheit auf der Insel Inis Treabhair. Anfang der 1960-er Jahre geboren, verbringt er seine Kindheit zusammen mit sieben Geschwistern auf diesem kleinen Eiland, ungefähr eine Meile lang und bei Flut nur fünfzig Meter breit, gelegen im Atlantik vor der irischen Küste. Es gibt dort kein fließendes Wasser und keinen Strom. An allem muss gespart werden.

Ob das Kerzen sind, in trockenen Jahren das Wasser, ob man Kekse andächtig in nur kleinen Bissen isst, damit man lange etwas davon hat oder ob es um Batterien für den großen Schatz, das Radio, geht, nichts wird vergeudet, nichts wird verschwendet. Sogar leere Konservendosen kann man als „Eierkocher“ verwenden. Trotz alldem gibt es immer genug zu essen. Die Familie mästet jedes Jahr mit den Küchenabfällen ein Schwein, das im Herbst geschlachtet und natürlich von vorne bis hinten aufgegessen wird. Ó Conghaile nimmt die Leser mit in eine Welt, die es längst nicht mehr gibt.

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Caroline Peters: Ein anderes Leben

Die deutsche Schauspielerin Caroline Peters (Jahrgang 1971) hat ein Buch geschrieben. Peters ist sowohl als Fernseh- und Filmschauspielerin („Mord mit Aussicht“, „Der Vorname“) als auch als Theaterschauspielerin (Berliner Schaubühne, Wiener Burgtheater) bekannt. Außerdem arbeitet sie als Hörspielsprecherin. Ihr Debütroman „Ein anderes Leben“ erschien am 15. Oktober 2024 bei Rowohlt Berlin.

Hanna und ihre Töchter

Es ist aktuell kein seltenes Phänomen, dass Schauspielerinnen oder Schauspieler Bücher schreiben. Mal mehr, mal weniger erfolgreich. Nun also auch Caroline Peters. Und da nun mal das Genre des autofiktionalen Schreibens boomt, so ist es auch bei Peters ein Roman mit Anleihen aus der eigenen Biografie geworden, geschrieben während der Corona-Jahre. Ein Roman über ihre Mutter, der auf der Beerdigung des Vaters beginnt. Da stehen die drei Töchter, Laura, Lotta und die Kleine, die als Ich-Erzählerin der Geschichte fungiert, am Grab und hängen ihren Erinnerungen nach. Bow, der Vater der jüngsten Tochter, wird im Familiengrab der Familie Ramspeck in Alsfeld in Hessen beigesetzt. Hanna, die Mutter, starb schon Jahre zuvor und liegt als Flaschenpost auf dem Grund der Ostsee.

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Danielle Lori: The Sweetest Oblivion

Elena ist die perfekte Mafiaprinzessin, anmutig, schön und jung. Als erstgeborene Tochter von Salvatore Abelli steht ihr die Welt der Cosa Nostra offen, doch dann begeht sie einen folgenschweren Fehler und muss zusehen, wie ihre jüngere Schwester anstatt ihrer Nicolas Russo versprochen wird. Er ist der Mann, dessen Seele abgründig zu sein scheint. Bei ihrer ersten Begegnung mit dem jungen Don sieht sie jedoch etwas in seinem Blick, was sie noch nie gesehen hat, etwas Düsteres und genau das ist es, was in ihr Gefühle aufkeimen lässt, die sie für den zukünftigen Mann ihrer Schwester nicht haben darf …

Wieder mal der Beweis, dass solche Bücher einfach nichts für mich sind, wenn diese Geschichte auch die leichter Dark Romace Version war.

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