Der inzwischen 5. Band um Avery und die vier Hawthorne-Brüder ist keine einfache Fortsetzung der Geschichte um die Erbin, sondern enthält Kurzgeschichten um das Inheritance-Games-Universum. Jeder der Brüder ist dort mit einer ganz eigenen Geschichte vertreten, die ihn noch einmal charakterisiert. Was mir persönlich jedoch am besten gefallen ist, ist die Geschichte um Toby und Hannah. Es gab ja immer wieder Andeutungen oder auch Bücher, die sich um den Unfall, bei dem Toby verschwand, gedreht haben, aber die Geschichte, die er und Averys Mutter Hannah hatten, wurde nie wirklich erzählt. Hier wurde sie und ist eine der längeren Geschichten dieses Buches.
WeiterlesenAutor: Leselust Team
Anna Lane: Love, Decoded
Als Software-Entwicklerin bei einer Dating-App glaubt Emmy eigentlich fest an ein Happy End, auch wenn ihr eigenes Liebesleben gerade stillsteht. Stattdessen liefert sie Frauen mit ihrem geheimen BrokenHeartsGhosting Service eine Antwort darauf, wieso sie nie wieder etwas von ihren Dates hören – und zeigt den Männern, dass ihr Verhalten Konsequenzen hat. So soll sie auch Leon zur Rede stellen, der ihre beste Freundin nach einem Treffen geghostet hat. Leon ist abweisend, reserviert … und unverschämt attraktiv. Und zu allem Überfluss entpuppt er sich als Emmys neuer Kollege und Bruder ihres Chefs. Ausgerechnet Emmy soll ihn einarbeiten und mit ihm das Start-up retten, wodurch sie ihm immer näherkommt. Aber in einen unromantischen Typen wie ihn könnte sie sich nie verlieben – oder?
WeiterlesenJudith Lennox: Die andere Tochter
Olivia ist grade mal 19, als sie die vornehme und reiche Familie Ruthwell kennenlernt. Für eine Saison arbeitet sie als Schneiderin bei der Freundin ihrer Mutter in einem Atelier in London und wird beauftragt, ein neues Kleid an die Dame des Hauses, Grace, auszuliefern. Grace behandelt Olivia vom ersten Moment an wie eine Vertraute oder junge Freundin, ihre Familie jedoch lehnt sie ab. Vor allem Grace‘ Tochter lässt sie spüren, dass sie „nur eine Angestellte“ ist. Die Vertrautheit mit Grace bringt Olivia dann allerdings auch in Schwierigkeiten. Von einem Moment zum anderen wird Olivia Hausverbot erteilt, Gründe werden nicht genannt. Auch ihre Arbeit muss sie unvermittelt aufgeben.
WeiterlesenHelene Bracht: Das Lieben danach
Dieses Buchcover ist ein Eyecatcher und könnte nicht besser zum Inhalt passen. Die üppig gefüllten Blütendolden muten überquellend und prall an; gleichzeitig wirken sie durch die zarte Farbstimmung besonders verletzlich.
Der Text erzählt von Missbrauch, Vertrauensbruch, kindlichem Seelenchaos, den Grenzen und den Folgen.
Die Autorin erinnert sich in ihrem siebzigsten Lebensalter an verschüttete Erfahrungen aus ihrer Kindheit. Als praktizierende Psychologin kann sie das, was ihr in der Vergangenheit widerfahren ist, nun nicht nur durch den großen Abstand zu den Vorfällen, sondern vor allem mit ihrem professionellen Verständnis bewerten.
Im Urlaubshotel auf den Kanaren arbeitet sie am Text zu diesem Buch und gesteht freimütig, dass sie sich längst mit ihrem Alleinsein arrangiert hat. Auch, dass ihre Attraktivität jetzt im etwas betagteren Alter mehr und mehr dahinschwindet, empfindet sie keineswegs als Manko. Nein, mittlerweile betrachtet sie es eher als Freiheit, anderen nicht mehr gefallen zu wollen/müssen. Aus dieser Position kann sie sich der Geschichte, die sie erzählen will, ohne Vorbehalte annähern.
WeiterlesenMarion Wilk, Ernst Matthiesen (Hrsg.): Ausgerechnet Bauer!
Es ist noch nicht lange her, da rollten riesige Traktoren durch deutsche Städte. Die Bauern taten ihren Unmut kund. In der Landwirtschaft nehmen Druck und Belastung in jeder Hinsicht zu. Preise für Energie und Düngemittel steigen, Bauern sehen sich mit überbordender Bürokratie konfrontiert, sie müssen Tierwohl- und Umweltauflagen erfüllen, dem zunehmend unberechenbaren Wetter trotzen, sich überlegen, ob sie sich an Investitionen wagen, die die nächste Generation noch abbezahlen müssen und das alles bei wenig Wertschätzung seitens der Mehrheit der Bevölkerung.
WeiterlesenTricia Levenseller: Daughter of the Siren Queen: Fürchte meine Stimme
Isla de Canta, die Insel der Gesänge, so heißt eine mystische Insel irgendwo in den Weiten der See. Gerüchte wollen wissen, dass die Sirenen all das Gold und die Juwelen, die sie ihren Opfern jemals abgenommen haben, genau dort versteckt haben sollen. Ein Schatz so groß, dass man ein Königreich davon kaufen könnte.
Alosa, Tochter des Piratenkönigs und Abkömmling der Königin der Sirenen, hat die Karte mit dem Weg zur Insel für ihren Vater beschafft. Mission Accomplished – wenn, ja, wenn sie sich dabei nicht in einen Seefahrer verliebt hätte, festgestellt hätte, dass ihr eigener Vater sie psychisch missbraucht und ein Geheimnis vor ihr verbirgt. Als sie dem Piratenkönig auf die Spur kommt, bleibt ihr nur die Flucht nach vorne. Verfolgt von der Flotte ihres Vaters bricht sie an Bord ihres hauptsächlich von Frauen bemannten Schiffes in Richtung der verheißenen Insel auf.
WeiterlesenSophie Lark: Kingmakers – Jahr 2
Willkommen zurück in Kingmakers – einer altehrwürdigen Ausbildungsstätte, die aufgrund ihres düsteren Erscheinungsbildes perfekt mit ihren Bewohner*innen harmoniert. Bei diesen handelt es sich um die Sprösslinge unterschiedlicher Familien von Mafiaclans, die wir als Leser*innen im ersten Band kennenlernen durften. Im zweiten Jahr begegnen wir nicht nur bekannten Gesichtern, sondern erhalten tiefere Einblicke in Zoe Romeros Innenleben. Zoe verspürt nicht als Abscheu in ihrer aktuellen Situation, da sie Rocco versprochen ist.
Per Ehevertrag und ohne Aussicht auf Auflösung. Doch Zoe hat die Rechnung ohne Miles Griffin gemacht. Dieser besticht durch seine Zielstrebigkeit und echten Gefühle. Miles ist fest entschlossen, der Retter für Zoe zu sein. Niemand, so ist er sich sicher, wird ihn daran hindern können. Die Geschichte rund um Zoe, Miles und Rocco hat mich schnell einnehmen können. Insbesondere Miles hat sich schnell als mein liebster Charakter herauskristallisiert, da es der Autorin aus meiner Perspektive gelungen ist, seine Emotionen besonders realistisch darzustellen. Zoes andere Rolle, nämlich die der älteren Schwester von Cat, hat Sophie Lark ebenfalls sehr echt wirken lassen.
WeiterlesenSarah Stankewitz: No matter what
Stellas Vater ist vor Jahren bei einem Brand ums Leben gekommen, er konnte sie retten aber sich nicht. Seitdem trägt die junge Frau Narben mit sich herum – körperliche sowie auch seelische. Als ihre Pflegemutter stirbt, kehrt sie in ihre Heimatstadt zurück und darf bei ihrem Bruder in der WG bleiben. Dort trifft sie auf den Mitbewohner Austin und weiß sofort: Ihn hat sie schon mal gesehen, denn er ist der Junge, dem sie vor ein paar Jahren das Leben gerettet hat und sie ihn seitdem nicht mehr vergessen hat. Er hat sich allerdings zu einem egoistischen Playboy entwickelt, doch hinter der Fassade steckt ein anderer Mensch, der auch einfühlsam und liebevoll sein kann, wie Stelle bald feststellen wird …
WeiterlesenAlex Finlay: Allein gegen die Lüge
Matt Pine hat kaum noch Kontakt zu seiner Familie, als ihn die Nachricht erreicht, dass seine Eltern und seine kleinen Geschwister in Mexiko bei einem Unfall ums Leben kamen. Die Entfremdung begann, als Matts großer Bruder Danny wegen Mordes verurteilt wurde. Denn Matt war damals der einzige aus der Familie, der nicht völlig von Dannys Unschuld überzeugt war – und er hatte gute Gründe dafür. Die Entfremdung vertiefte sich, als eine Netflix-Doku den Fall noch einmal aufrollte und dabei Matts Vater mehr oder weniger als verwirrten Irren darstellte, der die Wahrheit einfach nicht glauben will – und das, obwohl sich die Dokumentatoren auf die Fahne geschrieben hatten, den Fall zu Dannys Gunsten noch einmal neu aufzurollen. Jetzt ist die Familie tot und Matt gerät in immer seltsamere Geschichten.
WeiterlesenAnne-Kathrin Kilg-Meyer: Die vielen Leben der Hildegard Knef
Warum sollte man heute etwas über eine Frau aus dem vergangenen Jahrhundert lesen, die den meisten jungen Menschen unbekannt sein dürfte? Wer seinen Fokus häufig auf die digitale Welt richtet, kennt sicherlich die Stars bei TikTok, Influencer und Blogger mit enormer Reichweite.
Die Autorin Anne-Kathrin Kilg-Meyer schreibt in ihrem Epilog, es habe lange gedauert, bis sie die Biografie von Hildegard Knef mit dem Titel Der geschenkte Gaul in die Hand nahm. Sie wusste über die Künstlerin, dass sie Schauspielerin, Sängerin und Autorin war.
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