T.C. Boyle: Hart auf Hart

hartViele Kritiker meinen, die heutigen Bücher von T. Coraghessan Boyle haben nicht mehr soviel Pep, Spannung und Esprit wie seine früheren Werke – etwa „Wassermusik“ (1982). Dem Amerikaner sei seine bei den Lesern so beliebte Fabulierlust abhanden gekommen.

Der neueste Roman des 1948 geborenen Kultautors jedoch – „Hart auf Hart“ heißt er – scheint diesen Trend zu stoppen. Das Buch ist spannend, psychologisch glaubwürdig und bevölkert mit allerlei skurrilen Figuren. Weiterlesen

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Catherine Fisher: Die vergessene Kammer

kammerVorhang auf für drei Geschichten in einem Buch.

Der Roman beginnt damit, dass ein junges Mädchen unter Polizeischutz einmal mehr in einer anderen Stadt bei einer Pflegefamilie neu anfängt.
Sulis, wie sie sich hier nennt, wurde im Alter von sieben Jahren Zeuge eines brutalen Mordes, ist seitdem traumatisiert und flieht vor eingebildeten oder echten Stalkern.
Als sie in das im 16. Jahrhundert gebaute runde Haus einzieht ahnt sie nicht, dass sie sich selbst, ihrem Verfolger und der tiefen Vergangenheit wird stellen müssen. Weiterlesen

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Deborah Levy: Black Vodka

deboMenschen unterwegs, bei Abschieden, Trennungen und der Suche begleitet die südafrikanische Autorin Deborah Levy in den zehn Kurzgeschichten in ihrem Band „Black Vodka“. Meist sind es flüchtige Begegnungen – im Restaurant, in Prag, Wien oder London. Und selten machen sie Hoffnung. Nur in der letzten Geschichte erzählt die 55-Jährige, die mit ihrem Buch „Heim schwimmen“ Finalistin des Booker-Preises war, sehr schön, dicht und liebenswert von einem besseren Leben, das zwei Waisenkinder suchen und finden. In Bilder schreibt Deborah Levy und schält die Geheimnisse der Figuren nicht immer ganz heraus. Manchmal bleiben sie rätselhaft und immer sind diese Anti-Helden sie melancholisch und taumeln am Abgrund.

Deborah Levy: Black Vodka.
Verlag Klaus Wagenbach, August 2014.
128 Seiten, Gebundene Ausgabe, 16,90 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

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Susanne Gerdom: Queen of Clouds: Die Wolkentürme

gerDas junge Mädchen Elster wächst fernab der gewaltigen Türme in der Wildnis auf. Ihre Familie lebt in einem großen Clan und man hilft sich gegenseitig. Doch trotzdem mangelt es oft am Nötigsten und alle müssen sich in Entbehrung üben. Ausgerechnet dieses Mädchen wird ausgesucht, um mit dem Adeligen Valentin, der seit Kindestages im Überfluss der Türme lebt, um mit ihm ein lange gehütetes Geheimnis aufzudecken. Natürlich ist bei diesem Duo Streit vorprogrammiert und auch ihre Reise ist alles andere als einfach! Weiterlesen

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Arno Geiger: Selbstporträt mit Flusspferd

Geiger_24761_MR2.inddIn seinem neuen Roman „Selbstporträt mit Flusspferd“ gelingt es dem Gewinner des Deutschen Buchpreises von 2005, Arno Geiger, hervorragend, sich in die Psyche eines 22-Jährigen namens Julian hineinzuversetzen.

Das unfertige Wesen dieses jungen Mannes auf der Schwelle zwischen Jugend und Erwachsensein wird wohl am besten in seinen Gedanken auf Seite 276 zusammengefasst: „Gehe ich nach rechts oder links? Wird eine stabile Persönlichkeit aus mir oder ein Niemand, der nichts auf die Reihe kriegt? Finde ich meinen Platz oder gehe ich unter?“ Solche oder ähnliche Gedanken dürften viele Menschen in seiner Generation haben – was dieses Buch so allgemeingültig und lesenswert macht. Weiterlesen

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Kai Meyer: Die Seiten der Welt

seiteFuria Salamandra Farefax ist mit Büchern aufgewachsen und eine wahre Leseratte. Doch sie kann noch viel mehr. Ihre Familie gehört seit Generationen zu den mächtigen Bibliomanten, die mit der Vieles bewegen können. Auch sie selbst wartet mit Spannung darauf, endlich ihr Seelenbuch zu entdecken, mit dessen Hilfe sie ihre Kräfte wird entfesseln können. Doch bevor es dazu kommt, passieren schreckliche Dinge. Furias Vater wird im Kampf getötet und ihr Bruder von einer heimtückischen Bibliomantin entführt. Auch ohne ihr Seelenbuch, aber mit manchem Verbündeten muss Furia die Verfolgung aufnehmen. Weiterlesen

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Andrea Camilleri: Romeo und Julia in Vigata

Camilleri_Marchese_P04.inddDie Menschen in Vigata, der Heimatstadt von Andrea Camilleris Commissario Montalbano, sind ein lustiges Völkchen. Auch im zweiten Kurzgeschichtenband des italienischen Bestsellerautors, „Romeo und Julia in Vigata“, lernen wir viele von ihnen kennen: das Liebespaar, das sich auf einem Maskenball verliebt und flieht, die beiden Eisverkäufer, die sich mit immer wieder neuen skurrilen Ideen einen eiskalten Wettstreit um die Kunden liefern, und Amalia, die seitdem sie als Sechsjährige beim Krippenspiel Maria war, die Madonna von Vigata ist. Weiterlesen

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Andy Weir: Der Marsianer, gelesen von Richard Barenberg

Mark Watney war in der ersten Gruppe, die auf dem Mars landete. Während eines Sandsturms wurde er davongeweht und von der Gruppe beim Abflug als tot zurückgelassen. Aber marsMark ist alles andere als tot. Er hat den Unfall überlebt und bleibt alleine zurück. Ohne Vorbereitung, ohne ausreichende Nahrung, ohne ausreichendes irgendwas. Aber er gibt nicht auf, teilweise in Tagebuchform aus Marks Sicht, teilweise in Erzählform berichtet Andy Weir uns von Marks Versuchen am Leben zu bleiben und den Versuchen der Erde, ihn zurückzuholen, ehe er verhungert oder erstickt. Weiterlesen

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Annalena McAfee: Zeilenkrieg

zeileDer Wunsch, berühmt und reich zu sein, scheint heute besondere Blüten zu tragen. Für ein paar Minuten medialer Aufmerksamkeit wird fast alles geopfert. Die einen fressen Maden, andere zeigen unverhüllte Tatsachen oder der seelische Striptease wird universal verkauft: zum Beispiel in der Presse, im Fernsehen oder als Buch mit sensationellen Enthüllungen, die dann auch noch für das Kino filmisch aufgearbeitet werden. Man könnte lange darüber streiten, wer in diesem Medienfeuerwerk das wahre Opfer ist. Derjenige, der sich bloßstellt oder diejenigen, die sich von den neuesten Nachrichten unterhalten lassen? Weiterlesen

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Helle Helle: Färseninsel

helleDie Ich-Erzählerin Bente hat es zufällig in ein kleines Kaff an die Küste Seelands verschlagen. Hier sitzt sie im Wartehäuschen einer Bushaltestelle. Da kein Bus mehr kommen wird, lässt Bente sich von John und Putte, zwei völlig Fremden, überreden, die beiden in ihr Haus zu begleiten, weil ein Unwetter vorausgesagt ist.
Bente bleibt nicht nur für eine Nacht, nein, sie nistet sich wie selbstverständlich bei John und Putte ein. Dabei will sie eigentlich weg vom Festland, will auf einer vorgelagerten Insel wohnen, um dort mit sich und ihrer Traurigkeit allein zu sein. Weiterlesen

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