Sarah Kuttner: 180 Grad Meer

meerJule hat das Trennungstrauma ihrer Eltern, das sie seit ihrer Kindheit begleitet, nie überwunden. – Das hört sich nach Problemen und Tragik an. Doch der jungen Protagonistin folgt man sehr gern durch ihr reichlich verkorkstes Leben, weil die Geschichte sehr einfühlsam und gleichzeitig urkomisch daherkommt.

Nie konnte Jule richtig Kind sein, weil sie stets Verantwortung für ihre depressive Mutter übernommen hat. Ihrem Vater ist sie ewig böse, weil er die Familie im Stich gelassen hat.
Telefonanrufe der Mutter versucht sie zu ignorieren. Den Kontakt zum Vater hat sie abgebrochen, seine Geldzahlungen rührt sie nicht an. Weiterlesen

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Hjorth & Rosenfeldt : Die Menschen, die es nicht verdienen, gelesen von Douglas Welbat

menschSie hatten ihre 15 Minuten Ruhm, manchmal mehr. Das ist die Gemeinsamkeit der ersten Opfer eines neuen Serienmörders. Und sie hatten ihren Ruhm mehr oder weniger – sagen wir mal zufällig. Sie sind Stars von vergänglichen Doku-Soaps oder anderen seltsamen Formaten und haben es in der Welt des schnelllebigen Internets zu gewisser Berühmtheit gebracht. Ob sie dafür etwas getan haben, darüber lässt sich vermutlich trefflich disputieren, der Täter findet jedenfalls, dass sie Geld und Ruhm nicht verdient hätten. Sie bekomme noch eine Chance von 60 Fragen, von denen sie 20 richtig beantworten müssen, um zu überleben. Was soll man sagen, die ersten Opfer haben es nicht geschafft. Weiterlesen

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Furio Jesi: Bibliothek der Nacht 02: Die letzte Nacht

nachtEinst, lange bevor der Höchste die Menschen erschuf, waren sie die Herren der Erde – die Vampire.
Seit Jahrtausenden wachten sie über die Welt, regierten im Auftrag des Herren die Menschheit.

Doch es kam, wie es kommen musste, in einem Kampf besiegten die menschlichen Horden die Vampire, die wenigen Überlebenden zogen sich zurück, versteckten sich und durften kein Blut mehr von den Menschen trinken.
Sie, die einstigen Herren sind zu Aasfresser verkommen, doch immer noch schützen sie, im Auftrag des Höchsten die Welt. Weiterlesen

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Jeffrey Archer: Die Clifton-Saga 01: Spiel der Zeit

zeitEngland, 1919: Bei einem Betriebsausflug der Schifffahrtsfirma Barrington hat die junge Maisie, die bald heiraten soll, eine Affäre. Noch Jahre später soll sich fragen, wer der Vater des Jungen, den sie gut neun Monate später zur Welt bringt, ist. Harry wächst an den Hafendocks auf, hält nicht viel von Schule und verbringt seine Zeit lieber mit dem im Hafen lebenden Old Jack Tar. Erst als klar wird, dass er eine tolle Singstimme hat, wendet sich das Blatt. Harry geht zur Schule, erhält ein Chorstipendium für eine angesehene Schule und kommt in Berührung mit den Kindern der Reichen. Hier lernt er auch den gleichaltrigen Giles Barrington kennen, ohne zu wissen, dass die beiden vielleicht mehr verbindet als es augenscheinlich ist. Weiterlesen

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Robert E. Howard: Die Kinder der Nacht: Horrorgeschichten

nachtRobert E. Howard (1906 – 1936) ist dem Leser heutzutage in erster Linie durch seinen Cimmerischen Recken Conan bekannt. Dank der Verfilmung mit Arnold Schwarzenegger in der Hauptrolle erfreuten sich die Erzählungen des Texaners um den Barbaren höchsten Zuspruchs, eine entsprechende, handwerklich vorbildliche Werksedition erschien erst kürzlich im Festa Verlag.

Darüber hinaus hat Howard aber als Teil des Triumvirats bestehend aus H. P. Lovecraft und C. A. Smith für Weird Tales und andere Periodika in den dreißiger Jahren noch ganz andere Geschichten verfasst. Weiterlesen

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Sibyl Quinke: Tod in der Tuchagentur

todAm Tag des 175-jährigen Firmenjubiläums der Tuchagentur de Broers will der Inhaber Paul de Broers seiner unehelichen Tochter Anteile an der Firma überschreiben. Doch Swantje erscheint morgens nicht zum angesetzten Notartermin und wird in der de Broerschen Villa tot, in ihrem Erbrochenen liegend, von Pauls Schwager Bertold aufgefunden.

Während Paul langsam begreift, dass Swantje ermordet worden ist, weigert seine Mutter Marie-Claire sich, die Polizei einzuschalten und lässt die Tote schleunigst vom Bestatter abtransportieren. Eine Leiche im Haus soll die Feierlichkeiten anlässlich des Jubiläums nicht stören. Weiterlesen

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Cecelia Ahern: Der Glasmurmelsammler

glasVater-Tochter-Romane gibt es viele. Die irische Bestseller-Autorin Cecelia Ahern hat für eine solche Annäherung zwischen den Generationen eine neue Form gefunden: ein Glasmurmelspiel.
Vater Fergus wird nach einem Schlagabfall betreut, und er vergisst fast alles aus seinem Leben – nur nicht, wie er früher mit den bunten Glaskugeln gespielt hat. Fergus ist „Der Glasmurmelsammler“, der früher sogar unter dem Namen seines toten Bruders Turniere gespielt hat, aber noch nie jemandem von seinem Schatz erzählt hat, bis Tochter Sabrina seine Murmelsammlung findet. Sie macht sich auf die Suche nach den fehlenden, wertvollen Stücken. Und entdeckt, wie ihr Vater wirklich war.
Fergus erinnert sich daran, wie er in der Schule die ersten „Bloodies“ bekam, wie sein kleiner Bruder eine der Kugeln verschluckt hat. An die Hochzeit und Flitterwochen, die nach Murano führen mussten, weil Fergus neue Kugeln kaufen wollte. Liebevoll erzählt die Irin all das. Und zeigt, wie Menschen manchmal sogar vor den eigenen Kinder gut verstecken können, wer sie wirklich sind.

Cecelia Ahern: Der Glasmurmelsammler.
Krüger, November 2015.
368 Seiten, Gebundene Ausgabe, 19,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

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Tom Leveen: Ich hätte es wissen müssen

Leveen_24931_MR1.inddSchicksal, Zufall, eine zweite Chance?
Für Tori ist der nächtliche Hilferuf auf ihrem Handy alles zusammen.
Ein Junge mit dem Namen Andrew will sich das Leben nehmen. Er befindet sich irgendwo in den Bergen, um gleich in den Abgrund zu stürzen.
„…Andrew, hör mal, wenn du das auch nur ein kleines bisschen ernst gemeint hast … also, was du vorhin gesagt hast, und ich bezweifle ja eigentlich, dass es so ist, dann solltest du wissen, dass ich absolut die falscheste Person auf der Welt bin – ich meine, wirklich so was von total falsch -, mit der du im Moment telefonieren solltest.“ (S. 45) Weiterlesen

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Andreas Brandhorst: Das Schiff

schiffDie Welt in einer fernen Zukunft. Nach dem Weltenbrand hat sich das Leben der Menschheit gewandelt. Nicht länger sind sie selbst für sich, die Zukunft der Hegemonie zuständig, die Maschinen haben ihnen die Entscheidungen aus der Hand genommen. Als Trostpflaster wurde das Altern wissenschaftlich aufgehoben. Die Menschen, von einigen wenigen Ausnahmen, bei denen der so genannte Omega Faktor die Zellerneuerung aufhält, sind unsterblich, Kinder werden kaum mehr geboren. Weiterlesen

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Christian Haller: Die verborgenen Ufer

uferIn seinem autobiografischen Roman „Die verborgenen Ufer“ blickt Christian Haller auf seine eigene Entwicklung vom Kind zum jungen Mann zurück.

Immer wieder wird im Verlauf der Handlung deutlich, wie wenig Haller als jemand, der gerne Gedichte schreibt und nach verschütteten Artefakten aus längst vergangenen Zeiten gräbt, mit den Erfordernissen eines rauen Alltags zurechtkommt. Das fängt in der Schule an, wo er auf einen prügelnden Pädagogen trifft, und setzt sich Jahre später im Schauspielseminar fort – und nicht nur dort. Weiterlesen

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