Anna Mocikat: MUC 02: Die verborgene Stadt

mucDie MUC-Romane sind ein echter Geheimtipp für Dystopie-Fans, vor allem aus Deutschland. Ich mag ja Romane über unsere untergegangene Zivilisation, bei denen Protagonisten die alten Dinge finden und kommentieren. Und das wird hier ausgezeichnet bedient. Zu den beiden Romanen gibt es auch noch zwei Kurzgeschichten und in der einen davon wird beschrieben, was passiert ist: Eine schnelltötende Seuche hat die Welt überzogen und alle außer Rothaarigen getötet. Seitdem sind 100 Jahre vergangen. Im ersten Band ist die junge Pia aus einem Bergdorf mit Überlebenden aufgebrochen, um ihren Bruder in MUC zu suchen. MUC ist das Kürzel für den Airport München und die Reste der Stadt sind danach benannt, warum auch immer. Die Gesellschaft hat sich verändert, es gibt wieder eine Herscherkaste, die das Volk dumm hält und natürlich gibt es Rebellen dagegen. Weiterlesen

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Viviane & Leonhard Koppelmann: Sherlock & Watson 01: Neues aus der Baker Street: Das Rätsel von Musgrave Abbey, gelesen von Johann von Bülow u.a.

watHier handelt es sich nicht um ein Hörbuch, also eine Lesung, sondern um ein echtes Hörspiel mit Geräuschen und verschiedenen Schauspielern. Der Fall um eine Romanautorin, die ihr Manuskript vermisst, wurde konsequent modernisiert. Hier wurde ihr gleich der ganze Laptop gestohlen und die Spuren führen in den ewigen Kampf mit der IRA.

Das Zuhören macht Spaß, besonders die Diskussionen, die Watson mit seinen On-line-Followern führt, denen er zwischendurch Einzelheiten des Falles erklärt. Eine schöne Methode, um Erläuterungen in einem Hörspiel unterzubringen. Insgesamt war das Zuhören für mich etwas ungewohnt, aber spannend und lohnend.

Viviane & Leonhard Koppelmann: Sherlock & Watson 01: Neues aus der Baker Street: Das Rätsel von Musgrave Abbey, gelesen von Johann von Bülow u.a..
DAV, Oktober 2015.
1 CD, 14,99 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Regina Lindemann.

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Ursula Poznanski & Arno Strobel: Fremd

fremdJoanna ist allein zu Haus. Auf einmal dringt ein Fremder ein. Ein Einbrecher, sie ist sich sicher. Aber der Fremde behauptet, ihr Verlobter Erik zu sein. Verlobter? Joanna ist Single. Warum gibt es keine Sachen von ihm im Haus? Wer ist er? Ist sie plötzlich verrückt geworden? Sie lässt sich auf den Fremden ein und gewinnt ihn lieb, auch wenn sie nach wie vor davon überzeugt ist, ihn nie zuvor gesehen zu haben. Aber irgendwas stimmt nicht, sie tut seltsame Dinge, die sie nicht versteht. Hat er doch recht? Weiterlesen

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Katarina Witt: So viel Leben

katVor 21 Jahren hat Katarina Witt in einer Auto-Biografie ihre „Jahre zwischen Pflicht und Kür“ beschrieben. In diesem Buch hat die erfolgreichste Eiskunstläuferin aller Zeiten ihren harten Weg zum Erfolg dokumentiert.
Zu ihrem 50. Geburtstag am 3. Dezember hat die Doppelolympiasiegerin, vierfache Welt- und sechsfache Europameisterin nun ihr privates Fotoalbum geöffnet und lässt ihre Fans mit mehr als 300 Fotos ihres Bildbandes über „So viel Leben“ staunen. Weiterlesen

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Jeff Kinney: Greg’s Tagebuch 10: So ein Mist!

tagGregs Mutter war ja schon alle Bände hindurch leicht anarchistisch angehaucht. Jetzt hat sie für die Stadt ein elektronikfreies Wochenende durchgesetzt. Aber damit nicht genug der Katastrophen: Gregs Opa musste vorübergehend bei ihnen einziehen und nicht nur, dass sich Greg jetzt ein Zimmer mit seinem kleinen Bruder teilen muss, das Verhältnis von Gregs Vater und Opa ist auch alles andere als ungetrübt und wer muß drunter leiden? Greg. Das eigentliche Drama beginnt jedoch mit dem Aufräumen des Stadtparkes und findet seinen Höhepunkt am Tag danach, als ein verlorener Zahnpastatubenverschluss mit einer dicken Beule im väterlichen Auto endet. Weiterlesen

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Alina Bronsky: Baba Dunjas letzte Liebe

babaSeit der Reaktorkatastrophe ist das Dorf Tschernowo ein Geisterdorf. Verlassen, verkommen, verstrahlt. Für Baba Dunja ist es Heimat.
Mit wenigen Anderen lebt die Tschernobyl-Heimkehrerin in der Einöde, die Alina Bronsky im Roman „Baba Dunjas letzte Liebe“ trostlos, aber liebevoll beschreibt. Auch die russische Bestseller-Autorin hat ihre Heimat verlassen und lebt in Deutschland.
Die Alten sind unter sich in Tschernowo, die Kinder sind ausgewandert – auch Irina, Baba Dunjas Tochter, eine Ärztin. Sie schickt Briefe und Pakete, aber ihre Enkelin Laura hat Baba Dunja noch nie gesehen.
Da kommt ein Fremder nach Tschernowo und wird ermordet. Das ganze Dorf wird verhaftet, aber für Baba Dunja bleibt es Heimat. Ein warmherziges, schönes Buch. Leider zu dünn.

Alina Bronsky: Baba Dunjas letzte Liebe.
Kiepenheuer & Witsch, September 2015.
160 Seiten, Gebundene Ausgabe, 16,00 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

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Isabel Allende: Der japanische Liebhaber

japanIn ihrem neuen Roman erzählt Isabel Allende von einer gefühlvollen Liebesbeziehung.
Gleichzeitig beleuchtet sie das Altern mit den gängigen Bedürfnissen und Beeinträchtigungen.
Allende holt weit aus, bindet geschichtliche Ereignisse – so die Zeit des Pazifikkrieges und Schicksale im Konzentrationslager mit ein.

Die junge Osteuropäerin Irina Bazili findet eine Anstellung in einem Altenheim. Eine der Heimbewohnerinnen, die achtzigjährige Künstlerin Alma Belasco, bestimmt Irina als ihre persönliche Assistentin. Weiterlesen

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Patricia Highsmith: Carol: oder Salz und sein Preis (1952)

carol»… ,dass Sie so etwas einfach tun können. Sie sind frei. Ist Ihnen das eigentlich klar?« (S. 95)
Dies stellt Carol überrascht fest, als sie die junge Therese näher kennen lernt. Sie lebt dagegen ein unfreies Leben. Gerade versucht sie sich von ihrem Mann zu trennen. Die Scheidung droht zu einem Krieg zu werden, bei dem Schaden anrichten an erster Stelle ihres Noch-Ehemanns steht. Eine seiner Waffen ist es, die Tochter fortzubringen und gleichzeitig das alleinige Sorgerecht zu beantragen. Die andere findet Therese erst allmählich heraus. Genauso allmählich nähert sie sich der schönen und erfahrenen Frau an, die ihre Freundin und Bezugsperson wird. Sie entwickelt für Carol starke Gefühle. Weiterlesen

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Reinhard Rohn: Leise, stirb leise

leiseVor 26 Jahren hat Roger Trepper eine Prostituierte umgebracht. Weil er wenige Wochen später heiraten und ein neues Leben beginnen wollte.
26 Jahre hat er die Tat verschwiegen und war ein glücklicher Familienvater. Jetzt wird auf die selbe Art wieder eine Prostituierte umgebracht. Hat einer der beiden Söhne von Trepper etwas damit zu tun? Ein Unbekannter stellt ihm nach, bringt die Mitglieder seiner Familie in Gefahr und schließlich Trepper in seine Gewalt. Und Kommissarin Lena Larcher, die viele privaten Probleme mit sich herumschleppt, tappt lange im Dunkeln.
Spannend erzählt Reinhard Rohn den Krimi „Leise, stirb leise“ aus zwei ständig wechselnden Erzählperspektiven. Und am Ende ist man als Leser überrascht. – Lesenswert.

Reinhard Rohn: Leise, stirb leise.
dtv, Juli 2015.
320 Seiten, Taschenbuch, 9,95 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Julia Gaß.

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Libba Bray: The Diviners 02: Die dunklen Schatten der Träume

divEins vorweg: Es ist ein bisschen schwierig, den Einstieg in diesen Roman zu finden. Das ging mir auch bei dem ersten Band von Diviners schon so, und bei diesem war es nicht anders, obwohl ich die Protagonisten ja sogar schon kannte (ich hab den ersten Band kurz vorher gelesen, nicht als er erschienen ist). Die Anfänge sind ein wenig schwerfällig, viel Stimmung, wenig Handlung. Wenn man dann aber erst mal in der Geschichte drin ist, ändert sich das zum Ersten und zum Zweiten stört es auch nicht mehr, wenn es noch auftaucht. Wenn man sich aber erst mal auf die Geschichte eingelassen hat, kann man das Buch schwer wieder aus der Hand legen. Im zweiten Band geht es nicht mehr im Hauptstrang um Evie, die aus Gegenständen die Geschichten ihrer Besitzer herauslesen kann, sondern mehr um Henry, der in die Träume anderer eindringen kann. Weiterlesen

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