Hier handelt es sich um eine Trilogie, die unter dem Titel Love on Air im LYX Verlag erschienen ist und besonders durch die wunderschön gestaltenden Cover ins Auge fällt.
Mornings in Boston 1 erzählt die Geschichte der ehrgeizigen Journalistin Penelope Sanderson, die als Co-Moderatorin einer quotenstarken Frühstücksshow den Karrieresprung schafft. Ihr Erfolg wird jedoch durch ihren attraktiven Co-Moderator und bekannten Playboy Connor Kingsley getrübt, der ihr von Beginn an das Leben schwer macht. Trotz der Sabotageversuche lässt sich Penelope nicht unterkriegen, während gleichzeitig eine unerwartete emotionale Nähe entsteht, da Connor sie besser zu verstehen scheint als jeder andere.
Der erste Band der Reihe hat es schon emotional in sich. Es bietet von Seite eins an eine großartige Liebesgeschichte und hat alles was man sich von einem Buch dieses Genres wünscht: Knistern, Dynamik, eine Prise Humor und zwei starke Charaktere auf Augenhöhe.
Das Setting in der teils stressigen Welt des Fernsehens ist erfrischend und bringt seine ganz eigene Dynamik in die Handlung mit ein. Man erfährt auch mal hinter den Kulissen was so alles abgeht.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und lenkt somit geschickt durch die Geschichte. Ana Lane schreibt spritzig, modern und emotional mitreißend. Besonders gut gelungen ist die Balance zwischen dem humorvollen Kleinkrieg im Studio und den leisen, tiefgründigen Momenten im privaten Rahmen. Die Entwicklung, wie aus anfänglicher Sabotage ein tiefes, gegenseitiges Verständnis wird, ist absolut glaubwürdig und berührend erzählt.
Penelope ist eine wunderbare Protagonistin. Sie ist ehrgeizig, hochprofessionell und lässt sich von Connors Allüren nicht einschüchtern. Ihre Schlagabtausche mit ihm sind das absolute Highlight des Buches. Connor wiederum bedient auf den ersten Blick das klassische Klischee des unnahbaren Playboys. Doch hinter den Kulissen und abseits des Scheinwerferlichts zeigt er schnell Facetten, die ihn greifbar und verletzlich machen. Die Chemie zwischen den beiden ist von Anfang an spürbar – das klassische „Enemies to Lovers“-Muster wird hier perfekt bedient.
Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weshalb ich mit dem Lesen auch gewartet habe, bis ich die Reihe vollständig in meinem Besitz hatte.
—————————————————————————————————————
Mornings in Boston Band 2 erzählt von der investigativen Reporterin Scarlett Astor, die ihr altes Party-Girl-Image hinter sich gelassen hat und zum Schein eine Fake-Beziehung mit dem Wettermoderator Grayson Ray führt. Ihr geordnetes Leben gerät jedoch völlig aus den Fugen, als ausgerechnet Jasper Bancroft ihr neuer Kameramann wird. Er ist ihre erste große Liebe, der ihr einst durch den Verrat eines Geheimnisses das Herz gebrochen hat – und dennoch flammen die alten Gefühle bei der engen Zusammenarbeit sofort wieder auf.
Dieser Teil der Reihe knüpft perfekt an die packende Atmosphäre der Bostoner Medienwelt an, bringt jedoch durch Scarletts Rolle als investigative Reporterin eine ganz neue, aufregende Dynamik ins Spiel. Die Mischung aus gefährlicher Recherche, dem glitzernden Scheinwerferlicht und tiefen emotionalen Wunden macht das Buch zu einem echten Page-Turner.
Die Autorin verbindet hier meisterhaft Fake-Dating und Secon-Chance-Romance. Das Beziehungsgeflecht zwischen Scarlett, Grayson und Jasper sorgt für ordentlichen Zündstoff. Aber auch für Missverständnisse und Herzklopfen.
Scarlett ist eine unglaublich starke und vielschichtige Protagonistin. Ihre Entwicklung vom Party Girl zur unerschrockenen Journalistin ist absolut authentisch beschrieben. Der Kontrast zwischen ihrer professionellen Fassade und Jasper, der sie in- und auswendig kennt, sorgt für eine enorme emotionale Spannung. Jasper bringt als Kameramann eine wunderbare Dynamik in die Geschichte – die erzwungene Nähe durch die gemeinsame Arbeit hinterlässt beim Lesen ein ununterbrochenes Kribbeln. Obwohl er ihr damals das Herz gebrochen hat, spürt man die tiefe, ungelöschte Verbindung zwischen den beiden in jedem Moment.
—————————————————————————————————————
Mornings in Boston Band 3 erzählt von der Bloggerin Harper Shaw, die durch die Moderation eines Football-Specials bei Mornings in Boston ihre Karriere retten will. Ihr Co-Moderator ist ausgerechnet Ex-Quarterback Everett Knight – der ehemalige beste Freund ihres Bruders, den Harper zutiefst dafür hasst, dass er die Profikarriere ihres Bruders ruiniert hat. Während der verbitterte Everett nach seinem eigenen Karriereaus in Harpers Nähe eine Chance auf Wiedergutmachung sucht, fliegen zwischen den beiden vor und hinter der Kamera schon bald nicht mehr nur berufliche Funken.
Dieses Buch war fast mein Highlight der Reihe. Auch hier fühlt man sich von Anbeginn wohl und möchte eigentlich gar nicht, dass diese Reihe nun endet. Ich habe mich so wohl gefühlt an dem Set.
Hier kommt durch den kleinen Sport-Aspekt noch einmal ein neuer Vibe in das Buch.
Neben der Liebesgeschichte überzeugt das Buch durch seine emotionalen Zwischentöne. Es geht um Vergebung, das Überwinden von bitteren Enttäuschungen und den Mut, nach dem Platzen eines großen Traums noch einmal ganz von vorn anzufangen. Die Autorin fängt diese verletzlichen Momente wunderbar mit ihrem gewohnt flüssigen, bildhaften und mitreißenden Schreibstil ein.
Harper ist eine herrlich unnachgiebige Protagonistin. Ihr verständlicher Groll gegen Everett und ihre anfängliche Abneigung gegen die Sportwelt machen sie extrem nahbar. Everett ist der perfekte Gegenpart: Ein von Schuldgefühlen und dem eigenen Schicksalsschlag gezeichneter Ex-Sportler, dessen weiche Schale man erst Stück für Stück freilegt. Das „Enemies to Lovers“-Muster in Kombination mit dem „Ex-besten Freund des Bruders“-Trope funktioniert hier fehlerfrei. Die Dialoge sind scharfzüngig, die Chemie ist von der ersten Sekunde an explosiv und das Knistern zwischen den beiden ist fast greifbar.
Ana Lane: Mornings in Boston: The story we tell, The Truth We Hide & The Games We Play
LYX, Oktober 2025 -März & Juni 2026.
464 – 400 – 496 Seiten, Paperback 16,90 Euro.
Diese Rezension wurde verfasst von Katja Plattner.


