John Scalzi: Das Imperium der Ströme 02: Verrat

Das Imperiale Reich wird durch zweierlei zusammengehalten – zum Einen durch die oder den Imperatox, der den mächtigen Familien, die die Wirtschaft unter sich aufgeteilt haben Grenzen setzt und durch die Ströme, die die Planeten des Reichs miteinander verbinden. Lange wollte niemand den Wissenschaftlern glauben, als diese einen Zusammenbruch der Ströme prognostizierten. Jetzt ist der erste Strom kollabiert, der Planet abgeschnitten.

Dank eines Attentats ist Grayland unerwartet und unverhofft auf den Thron gehievt worden. Jetzt muss die junge Frau sehen, wie sie die Machtbalance mit den Handelshäusern hält, wie sie die Intrigen und Versuche sie auszuschalten vereitelt und so nebenbei die Menschen ihres Reichs vor der Auslöschung schützt. Klar ist, dass das Überleben der einzelnen Planeten ohne die Ströme und die damit verbundenen Waren- und Nahrungsmittelströme fast unmöglich sein wird. Doch, dass einige der mächtigen Handelshäuser ihr das Leben so schwierig wie nur irgend möglich machen, ja ihr nach dem Leben trachten und ihre Freunde angreifen, das macht die Herrscherin so richtig sauer. Und mit einer Imperatox, die pikiert ist ist wahrlich nicht gut Kirschen essen  …

John Scalzi gehört zu den beliebtesten und bekanntesten SF-Autoren unserer Zeit. Seine „Old Man“ Romane (dt. bei Heyne) erfreuen sich nach wie vor großen Zuspruchs, sein neuer Zyklus um das Imperium der Ströme startete in „Kollaps“ furios. Nun, im zweiten Teil der letztgenannten Saga, geht es zunächst etwas geruhsamer voran. Gut das erste Drittel des Buches passiert – nicht viel ist fast übertrieben. Scalzi nutzt den Raum um uns erneut in seine Welt einzuführen, uns die Handelnden weiter bzw. erneut vorzustellen und die Grundlagen für die eigentliche Fortführung des Plots zu legen. Das zieht sich naturgemäß etwas, zumal die Intrigen dem altbekannten Muster folgen und hier nichts wirklich Überraschendes auf den Rezipienten wartet. Im zweiten Teil des Buches wird es dann besser – viel besser! Weiterlesen

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Andreas Brandhorst: Eklipse

Jahrzehntelang waren sie unterwegs – die Rede ist von dem Raumschiff Eklipse und deren Crew, die nur mit Hilfe des Kälteschlafs ihre Mission erfüllen kann. Und diese Mission hat es in sich – es geht um nichts weniger, als die überall in der Galaxis verteilten Hinterlassenschaften einer verschollenen Alien-Rasse.

Vor tausenden von Jahren beherrschten die Tahota das All, ihre wissenschaftlichen Errungenschaften weisen der Menschheit und anderen Rassen den Weg. Dass die Tahota beileibe keine friedliebenden Wohltäter waren beweisen ihre weiteren Hinterlassenschaften – die Spikes, wie man die biologischen Waffen nennt, haben schon ganze Zivilisationen ausgemerzt. Eine Berührung genügt, um das Opfer zu infizieren, dessen Geist dann übernommen wird.

Als sich die Eklipse der heimatlichen Erde nähert, kommt es zu einer Katastrophe – ein Spike ist an Bord und hinterlässt nicht nur getötete Besatzungsmitglieder, aufgebrochene Lagerräume und ein Loch in der Hülle des Raumschiffs, sondern auch einen Verräter innerhalb der Crew.

Als wäre dies nicht schon genug, antwortet die Erde auf die Funksprüche nicht. Das Spike nähert sich der Heimat der Menschheit, die kaum mehr wiederzuerkennen ist. Kontinente haben sich verschoben, die Zivilisation scheint untergegangen zu sein. Weiterlesen

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Dmitry Rus: Play to Live 01: Gefangen im Perma-Effekt

Das Leben ist scheiße! Entschuldigung, aber das musste jetzt einmal raus, es ist einfach beschissen. Warum, fragen Sie, warum?

Nun, nehmen sie einmal mich – Mitte Zwanzig, habe gerade mein Hobby zum Beruf gemacht, und repariere PC-Hardware in Moskau – so langsam spricht sich rum, dass man bei mir gute Leistung für ein angemessenes Entgelt bekommt. Die Zukunft sieht rosig aus – ein Hyundai steht vor der Tür, meine kranke Mutter kann ich auch unterstützen, da kommt die Diagnose – Gehirntumor, inoperabel, die Ärzte geben mir noch einen Monat. Sagte ich schon, dass das Leben wirklich scheiße ist?

Chronos bietet mir für schlappe 70.000 $ an, meinen toten Körper einzufrieren – keine Option, da ich keine 70 Riesen habe und tot bin ich da allemal. Doch dann zwitschert mir ein Vögelchen, dass immer mehr Menschen, die nichts mehr zu verlieren haben, sich in ein Virtual Reality Game einloggen – permanent, und im Spiel dann lebendig bleiben, auch wenn der Körper stirbt. Auch eine Art und Weise, die Unsterblichkeit abseits der haltlosen Versprechend er Religionen zu finden.

Nachdem mir kein anderer Ausweg bleibt, logge ich mich in AfterWorld ein und beginne meinen Charakter zu entwickeln. Als dunkler Hochelf und Hexenmeister beginne ich meinen Weg – zunächst gilt es Erfahrungen zu sammeln, Questen anzunehmen und Beute zu machen – schließlich kostet alles auch in der Spielwelt seine Münzen. Nach und nach beginne ich den Aufstieg zu Fähigkeiten und Macht – wobei ein wenig Glück auch dabei ist, finde ich doch Unterstützung, Verbündete und Freunde – nur leider auch gnadenlose Gegner. Weiterlesen

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Thore D. Hansen: Die Reinsten

Die Menschen haben eine mächtige KI namens Askit erschaffen,  die das Überleben der Menschen auf dem Planeten Erde nach der Klimakatastrophe sichern soll. Der Klimakatastrophe folgten Kriege und Seuchen, wenige Menschen überlebten, was kurz und drastisch beschrieben wird.

Am Ende des 22. Jahrhunderts steuert  Askit nun die Geschicke der Menschheit, wobei sie Zugriff auf die Gedanken der meisten Menschen hat. Das Ziel der KI ist nicht nur, das Überleben der Menschheit zu sichern, sondern die Fehler der vorangegangenen Generationen wieder gutzumachen und die Erde „zu heilen“. Die KI steuert und plant die Handlungen der Menschen, berechnet Klimamodelle und bestimmt, welcher Mensch welche Tätigkeit ausführen darf. Nur die Gründergeneration steht außerhalb von Askits Kontrolle und scheint eigene Pläne zu verfolgen.

Es gibt eine Elite in dieser Welt, genannt „die Reinsten“, zu der Eve Legrand zählt. Sie scheint unter allen Reinen die Vollkommenste zu sein.  Die Begegnung mit einer Walpopulation –einer ausgestorben geglaubten Spezies- zeigt ihr, wieviel die Menschen unter Askits Führung für den Planeten erreichen können. Weiterlesen

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Dan Wells: Mirador 03: Active Memory

Los Angeles, 2050: Die Menschen gehen völlig in der Technik auf. Kaum jemand rührt noch für Kleinigkeiten einen Finger. Alles ist technisiert. Auch Marisa hat einen technischen Arm statt eines lebendigen. Diesen Arm verlor sie als 2-Jährige in einem mysteriösen Unfall. Sie selbst hätte eigentlich gar nicht an Bord des Autos sein sollen. Seit Jahren löchert sie ihren Vater zu den Umständen und bekommt doch nichts aus ihr heraus. Die Frau, die mit ihr im Auto saß, ist tot. Doch dann wird ihre abgetrennte Hand an einem Tatort gefunden. Sollte das alles eine Lüge gewesen sein? Lebt Zenaida de Maldonado? Marisa schöpft neue Hoffnung, ihre drängendsten Fragen endlich beantwortet zu bekommen.

„Active Memory“ ist der letzte Band der Reihe um das Viertel Mirador. Bisher hat Mari noch nicht viel über ihre Vergangenheit herausgefunden. Im letzten Band nun soll sich alles klären. Wie immer geht es turbulent und actionreich vonstatten. Alle Figuren, die einem in den letzten Bänden zusehends ans Herz gewachsen sind, tauchen natürlich wieder auf. Weiterlesen

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Timo Leibig: Nanos – Sie kämpfen für die Freiheit

Deutschland, 2029: Die Bevölkerung des Landes ist dem Kanzler Kehlis hörig. Über die Nahrung und das Wasser schleust dieser Nanopartikel in die Menschen, die ihm dadurch alles glauben und ihn unterstützen. Doch es gibt einige wenige Menschen, die gegen die Nanopartikel immun sind und sich ihm teilweise widersetzen. Zu ihnen gehört auch der im letzten Band, „Sie bestimmen, was du denkst“, aus der Haft entkommene Malek Wutkowski. Hatte er sich erst noch den Rebellen angeschlossen, die einen Widerstand zu formieren begannen, ist er jetzt auf eigene Faust unterwegs. Er möchte seinen Bruder Dominik aus den Fängen des Kanzlers befreien. Denn dieser ist kein geringerer als eine der einflussreichsten Konfessoren, die dazu dienen, Widerständler auszuschalten.  Und Malek weiß auch schon, wer ihm dabei helfen wird, Dominik zu befreien.

Zum Wiedereinstieg bietet der Roman ein kleines Kapitel, in dem die Ereignisse des ersten Bandes gut zusammengefasst werden. So hat man auch einen guten Leseeinstieg, wenn der erste Band schon etwas zurückliegen sollte.  Es sei aber dennoch niemandem empfohlen, gleich in diesem zweiten Band zu starten. Wer die Reihe anfangen möchte, sollte auch vorne beginnen. Das erste Kapitel kann das Lesen des ersten Bandes keinesfalls ersetzen. Weiterlesen

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Dominic Dulley: Shattermoon – Der zerbrochene Planet

Man kennt sie zumindest in gewissen Kreisen. Die Rede ist von der Familie Kent, Vater, Tochter und Sohn. Sie gehören zu den gewieftesten Gaunern der Galaxis, wobei sie sich auf Trickbetrügereien mit Adeligen spezialisiert haben. Jeder Fischzug wird minutiöse geplant und durchgeführt, aufgeflogen sind sie noch nie. Die neueste Mode unter den gelangweilten Adeligen ist das Sammeln von alten Büchern. Alt, wie von der verschollenen Erde stammend, aus echtem Papier und mega-selten. Auf ihrem Raumfrachter, der Bonaventure sind sie bereits einige Sonnensysteme weiter, wenn der Betrug mit dem natürlich gestohlenen Buch auffliegt. Als der Enkel eines einflussreichen Grafen die vereinbarte Summe nicht zur Verfügung hat, besteht Orry, die den Deal durchzieht darauf, dass er ihr, zum Ausgleich der Restsumme, ein altes Familienschmuckstück überlässt.

Kurz darauf ist der Käufer tot, die gesamte imperiale Flotte ist hinter den Kents her. Was nur ist so besonders, so wertvoll an dem Amulett und seinem Stein? Dumm dann, dass der wahre Mörder des Grafen ihnen ebenfalls hinterherjagt – und sie findet. Er ermordet Orrys Vater, entführt ihren Bruder und stößt sie, ohne Raumanzug versteht sich, aus der Luftschleuse ihres eigenen Schiffs. Weiterlesen

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Andreas Eschbach: Perry Rhodan – Das größte Abenteuer

Was ließe sich nicht alles sagen zu „Perry Rhodan“, der größten Science-Fiction-Weltraumserie der Welt? Allein das Auflisten der Informationen aus Wikipedia würde mehrere Seiten in Anspruch nehmen. Ungezählte Websites widmen sich dem Phänomen, eine rührige Fan-Szene dominiert hier das Internet.

„Perry Rhodan“ – das ist jene Serie, die seit November 1961 (!) jede Woche auf’s Neue mit einem Abenteuer in Heftchenform aufwartet, von der es ungezählte Bucheditionen, Hörspiele, Hörbücher, E-Books und so weiter und so weiter gibt. Die Heftchen gibt es sogar in silbernen, dicken Büchern gesammelt, mittlerweile fast 150 Bände. Ja, selbst einen Kinofilm gab es einmal (der übrigens heute unfreiwillig komisch wirkt). Das Besondere: Es ist eine deutsche Produktion, auch wenn Titelheld Perry – natürlich – Amerikaner ist (was einige deutsche Journalisten, die über das Phänomen berichten, immer noch nicht zu wissen scheinen). Und was wurde der Serie alles unterstellt: Sie sei kriegslüstern („Krieg der Sterne“…), ja faschistoid. Dem Phänomen tat das alles keinen Abbruch. Mangelnden Tiefgang einer trivialen Heftchen-Serie zu unterstellen wirkt auch irgendwie … deplaziert.

Vor fast 40 Jahren hatte ich zum ersten Mal Kontakt mit der Serie, als Heft Nr. 1000 in den Läden lag – „Der Terraner“ mit einem glänzenden und beeindruckenden Cover. Die Welt befand sich gerade im Science-Fiction-Fieber, zur Zeit der ersten „Star Wars“-Filme. Weiterlesen

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Jack Campbell: Ethan Stark 01: Ära des Aufruhrs

Die Menschheit hat die Ressourcen der Erde aufgebraucht. Die Menschheit – nein, eigentlich ist es mehr die einzig verbliebene Supermacht, die USA, deren scheinbar allmächtige Firmen bestimmen, wo es lang geht. Wenn irgendwo auf der Erde noch rare Ressourcen aufgefunden werden, setzt die Lobby das US Militär in Marsch, schwupps, wird die Insel oder Staat eingenommen, besetzt und ausgebeutet. Die Marines und die Army dürfen danach in ihre Kasernen zurückkehren und den kargen Lohn einstreichen. Die Vermögen, die aus den von ihnen gesicherten Bogenschätzen gewonnen werden, kassieren die CEOs.

Das sich die zweite und dritte Welt, sind wir ehrlich, eigentlich alle anderen Nationen der Erde da etwas haben einfallen lassen, ist klar. Sie haben ihre Kolonien auf dem Mond errichtet, treiben Stollen und Minen in den Boden von Luna und entwickeln in ihren Labors unter geringer Schwerkraft neue Verbundstoffe. Dass dies das Interesse der US Konzerne auf den Plan ruft war logisch, dass sie ihre Frauen und Männer fürs Grobe, nur notdürftig ausgerüstet, schließlich muss das Militär sparen, aussenden, die Lunaren Kolonien zu besetzten, auch. Weiterlesen

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K. B. Wagers: Der Indrana-Krieg 02: Sternenkrone

Hail Bristol hat eine, nun nennen wir sie einmal interessante, oder doch eher aufregende Jugend hinter sich. Sie wuchs als Prinzessin des Indrana-Imperiums auf, rebellierte gegen ihre Mutter, die Herrscherin, floh vor der Verantwortung und der Gängelung des Amtes und baute sich als interstellare Schmugglerin und Waffenhändlerin eine neue Existenz auf. So mancher kennt sie eher als schlitzohrige Piratin, dann aber ändert sich ihr Leben erneut – und das markant.

Mordanschläge auf ihre Schwester und deren Tochter sorgen dafür, dass sie in der Thronfolge plötzlich, unerwartet und mehr als unerwünscht ganz oben steht. Als ihre Mutter, die absolut regierende Monarchin vergiftet wird, muss sie schweren Herzens ihr Erbe antreten – nur um sich einer Rebellion gegenüber zu sehen. Es kommt schlimmer – der alte Erzfeind des matriarischen Imperiums rüstet zu einem neuen, vernichtenden Krieg, Verräter lauern scheinbar hinter jeder Ecke des Palasts und mittendrin unsere frisch gebackene Monarchin und ihre Bodyguards.

Als sie sich auf einem neutralen Planeten mit dem Anführer des Erzfeindes zum Krisengipfel trifft, eskaliert die Lage. Weiterlesen

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