Daniel Suarez: Delta-V

Die Erde im Jahr 2032: der Milliardär Nathan Joyce ist einer der Männer, die ihre Unternehmungen über die Erde hinaus in den Weltraum ausweiten möchten. Sein Ziel ist es, die Ressourcen auszuschöpfen, die der Asteroid Ryugu beherbergt. Doch die für ein solches Unternehmen erforderlichen Technologien sind noch neu und unerprobt. Daher sucht er im Rahmen eines harten Auswahlprozesses ein Team von Wissenschaftlern und Abenteurern aus, die mit einem Raumschiff zum Ryugu fliegen und dort Rohstoffe abbauen sollen.

Einer der Auserwählten ist der Höhlenforscher James Tighe, der sich schließlich zusammen mit sieben anderen auf die Reise zu dem über 100 Millionen Kilometer von der Erde entfernten Asteroiden macht. Sie fliegen mit einem extra für diese Mission neu entwickelten Raumschiff und begeben sich auf eine Mission, wie sie die Menschheit bis dahin noch nicht unternommen hat: über einen Zeitraum von vier Jahren sollen die acht Personen beim Ryugu bleiben, dort Rohstoffe abbauen und diese zur Erde schicken.

Das Ganze ist keine leichte Mission, denn vor Ort treten immer wieder Problem auf, die Tighe und seine Gefährten lösen müssen. Die Zweifel, ob sie tatsächlich vier Jahre so fern der Erde werden überleben können, wachsen beständig. Als eines Tages dann auch noch der lebenswichtige Funkkontakt zur Erde abbricht, ist die Verzweiflung groß. Was ist geschehen? Und wie sollen sie jemals wieder zur Erde zurückkehren? Weiterlesen

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Andreas Brandhorst: Das Netz der Sterne

Die Welt in einer fernen Zukunft. Die Menschheit hat sich, auch Dank der Erfindung des überlichtschnellen Reisens durch den Interkosmika Konzern in der Galaxis ausgebreitet. Auf anderes, intelligentes Leben ist man dabei nicht gestoßen, demokratische Regierungsformen wurden schon früh abgeschafft. Es regiert der schnöde Mammon in Gestalt von Interkosmika.

Die Velazcas gehörten einst zu den großen bedeutenden und einflussreichen Familien auf Rosengarten im Joumis-System. Inzwischen aber stehen sie mit 37 Millionen Debitpunkten bei Interkosmika in der Kreide. Anita Velazcas wollte durch einen jahrzehntelangen Dienst die Schulden tilgen, allein, sie hat ihren Dienstbereich unerlaubt verlassen und ist abtrünnig geworden. Interkosmika nimmt deshalb ihre Schwester Tess, die sich just zur Musikakademie auf Harmonie Ophiuchus aufmachen wollte um dort Gesang zu studieren, in Haftung. Statt der eigentlich 20 Dienstjahre reduziert Tess, die von ihrem Verlobten Sinclair begleitet wird, die Dienstzeit auf 5 Jahre indem sie sich bereit erklärt, als Kartographin neue Routen durch den Hyperraum zu erkunden – eine Tätigkeit, von der die meisten Kartographen nicht lebend zurückkommen.

Es kommt, wie es kommen muss – Tess und ihre beiden Begleiter havarieren abseits ihrer vorgesehenen Route und machen unliebsame, ja desaströse Bekanntschaft mit einem früheren Erdenraumschiff, das mit seiner einst tiefgefrorene Fracht weit vom Kurs abgekommen ist – und sie finden auf dem Planeten ein fremdes Raumschiff. Dass Tess eine besondere Verbindung zu dem Alien-Schiff hat, offenbart sich bald. Weiterlesen

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Mike Brooks: Keiko 02: Dark Sky

Captain Drift und die Crew der Keiko hat sich etwas Erholung und Vergnügen verdient. Auf einem der berühmtesten Kasinoplaneten der Galaxis lässt es sich mega-gut relaxen – bis Drift einmal mehr ein Angebot bekommt. Der Mann, der an der Spitze des Planeten steht bietet ihm und seine Crew seine Freundschaft und Hilfe an. Dafür müssen sie nur kurz zu einem Bergbauplaneten mit einem Minenkomplex der Red-Star Föderation fliegen und dort vom Geheimagenten des Oligarchen eine vertrauliche Information abholen.

Eigentlich ein wirklich einfacher Auftrag, sollte man meinen. Wenn, ja wenn da nicht ein Planetensturm der Extraklasse, ein Bürgerkrieg und ein alter Rivale Drifts darauf warten würden, der Keiko-Crew einen Strich durch die Rechnung zu machen. Und plötzlich finden sich die Raumfahrer auf verfeindete Seiten im Konflikt wider. Sie alle wollen nur dafür sorgen, heil wieder vom Planeten runterzukommen, doch vorher müssen sie die Revolution überstehen …

Wie schon im Auftakt des Zweiteilers besticht der Plot erneut durch jede Menge unerwarteter Wendungen, aberwitzigen Figuren und munteren Dialogen. Dabei will der Autor vor allem Eines – seine Leser spannend unterhalten. Weiterlesen

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Mike Brooks: Keiko 01: Dark Run

Tja, es ist schon eine Krux. Da hat man sich als ehrbarer Raumpirat in Diensten des Europäischen Commonwealth einen Leumund erarbeitet, dann lässt der Führungsminister mir nichts, dir nichts ein paar Millionen verschwinden, wir vom Haus und Hof gejagt, und man selbst ist seinen Job gleich mit los. Also flugs die Identität gewechselt, von den einstigen Prisen ein Transport-Raumschiff gekauft und fürderhin einen auf ehrlich machen. Transportunternehmer statt Pirat, nun, so ganz funktioniert das für Ichabod Drift, der Kapitän der Keiko nicht, so dass er und seine bunt zusammengewürfelte Crew sich mehr und mehr auf Dark Runs, deutlicher gesagt, Schmuggel verlegen.

Dann bekommt Drift ein Angebot, das er nicht ablehnen kann – Zweihunderttausend, damit könnte man sich zur Ruhe setzen, alle Schulden bezahlen und die Keiko generalüberholen. Da können die Alarmsirenen noch so losheulen, zumal ausgerechnet der geschasste Minister hinter dem Angebot steht, das Geld winkt und scheint leicht verdient zu sein. Zumal Drift auch noch, quasi als zusätzliche Motivation, erpresst wird. Nimmt er den Auftrag vier Paletten auf die Erde, genauer nach Amsterdam zu bringen nicht an, lüftet der Ex-Minister das Geheimnis um Drifts unrühmliche Vergangenheit.

Es kommt, wie es kommen muss. Die Fracht entpuppt sich mehr als gefährlich, die Sicherheitsorgane der ganzen Erde machen Jagd auf die Keiko. Drift ist angepisst – und weiss eines – und wenn es auch das Letzte ist, was er macht, er wird den Auftraggeber zur Rechenschaft ziehen, koste es, was es wolle . Weiterlesen

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Arkady Martine: Im Herzen des Imperiums

Schon als Kind hat Mahit Dzmare in ihrer Heimat, einer großen Raumstation, das teixcalaanlische Imperium verehrt. Jahrelang hat sie jedes Gedicht, das den Zentralplaneten verließ verschlungen, begutachtet und auswendig gelernt. Sie hat sich vorbereitet, eines Tages im Auftrag der Lsel-Station ins Imperium zu reisen nicht ahnend, dass sie mit Anfang zwanzig auserwählt wird, den dortigen Botschafter zu ersetzen.

Mit dem Imago, das die implantierte, integrierte Erinnerungen ihres verstorbenen Vorgängers gespeichert hat, sollte ihr der Start und das Lavieren auf dem diplomatischen Parkett eigentlich erleichtert werden, allein, der höchst geheime neuronale Gedächtnis-Speicher fällt aus, und sie aus allen Wolken. Kaum am Herrschersitz angekommen, muss sie nicht nur erkennen, dass ihr Vorgänger Yskandr ermordet wurde, sondern, dass er auch das größte Geheimnis der Lsel-Station verraten und geheime Geschäfte mit dem Imperator gemacht hat. Mehr noch, in ihrer ersten Woche in der Hauptstadt wird sie gefangen gesetzt, manipuliert, erpresst und ist Ziel von nicht weniger als zwei fast erfolgreichen Mordanschlägen.

Als die Auseinandersetzung um die Nachfolge des sterbenden Imperators ausbricht, findet sich unsere unerfahrene Diplomatin unverhofft und fast aber nur fast ein wenig hilflos mitten im Geschehen .

Was ist das für ein Roman, der zunächst einmal ungewöhnlich daherkommt? Weiterlesen

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Martha Wells: Tagebuch eines Killerbots

Ich bin kein Kampfbot, ich bin Security. Dass ich mein Chefmodul gehackt habe, wusste niemand. Ich wollte nicht noch einmal gezwungen werden Menschen, die ich eigentlich beschützen sollte, umzubringen. Ja, Sie haben richtig gelesen. Vor einiger Zeit habe ich, eine einzelne SecUnit, 57 Menschen und Augmentierte umgebracht. Warum und wo, das weiß ich nicht mehr. Schließlich hat man meine Erinnerungen geschreddert, doch dass ich ein Mörder bin, das weiß ich ganz genau.

Mein erster Einsatz, nachdem ich mein Chefmodul gehackt und so einen freien Willen bekommen habe, führt mich als Security auf einen urweltlichen Planeten. Ich soll meine Auftraggeber schützen – vor der unbekannten Flora und Fauna, mehr noch aber, vor ihren Mitmenschen, die bereits eine andere Expedition gekillt haben. Es geht um Überbleibsel verschollener Alien-Zivilisationen. Wie sie wissen stehen diese unter einem besonderen Schutz. Wenn also bekannt wird, dass hier Relikte liegen, ist der Bergung und Verkauf ausgeschlossen – das ist gewissen Kreisen schon ein paar Morde wert .

Kaum habe ich meine Aufgabe erfüllt, und dabei überraschend meine Freiheit bekommen, mache ich mich auf zu der Stelle, an der ich einst gewütet und gemordet haben soll. Ich muss wissen, was damals geschah. Dass ich dabei angeheuert werde, eine Forschergruppe, die um die Ergebnisse ihrer Arbeit gebracht wurden zu schützen, erweist sich als diffizil, will der Dieb doch endgültige Fakten schaffen. So nebenbei kann ich endlich meine persönliche Historie klären. Weiterlesen

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Qiufan Chen: Die Siliziuminsel

Wir leben im Überfluss. Ein Jeder nennt einen Flachfernseher sein Eigen, PCs, Pads und Handys sind auch in jedem Haushalt aufzufinden, von ausgebrauchten Hifi-Anlagen, Röhrenfernsehern, Monitoren und Spielkonsolen gibt es auch wahrlich genügend. Wohin aber mit dem alten Teil, wenn uns die Industrie wieder einmal einredet, das gerade neu auf den Markt gebrachte Gerät müsse unbedingt in unserem Haushalt einziehen? Ab in den Müll damit, wenn wir verantwortungsbewusst mit unserer Umwelt umgehen wollen, dann auf den Recyclinghof, das war es dann aber auch.

Doch das ist noch lange nicht das Ende. Der Elektroschrott wird nämlich nicht verbrannt, sondern, wie der meiste Plastikmüll, exportiert. 8000 Tonnen unrecyceltes Plastik wurden allein von Deutschland aus bis vor kurzem nach China exportiert, genauer gesagt nach Guiyu in der Guangdong Provinz. Quifan Chen hat diese Tatsache genommen und daraus einen faszinierenden, einen erschreckenden und aufrüttelnden Roman gemacht.

Früher wurde auf der Insel, auf der die Welt ihren Wohlstandmüll ablädt Reis angebaut. Jetzt dient die Siliziuminsel als riesige Müllhalde, auf der giftige und gesundheitsgefährdende Überbleibsel der Industrienationen günstig entsorgt werden. Ausrangierte Prothesen, Gehirn-Implantate und Chips finden hier ebenso ihre letzte Ruhestätte wie verbrauchte Akkus und die anhängenden Geräte. Weiterlesen

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Seth Fried: Der Metropolist

Kann eine künstliche Intelligenz zum besten Freund des Menschen werden? Vor allem, wenn dieser Mensch ein sozial inkompatibler Nerd ist wie Henry Thompson, der einen Ruf als größten Korinthenkacker der Verkehrsbehörde genießt? Im Amerika der Zukunft haben sich Super-Citys wie Metropolis gebildet, in denen über 30 Millionen Menschen in futuristischen Wolkenkratzern leben und modernste Algorithmen den Verkehr samt Versorgungsfluss regeln. Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt. Ein Anschlagsserie hat den Supercomputer der Behörde außer Kraft gesetzt und die Zentrale zum Einsturz gebracht. Zudem wurde die Tochter des Bürgermeisters von Metropolis entführt. Henry muss nun beweisen, dass mehr in ihm steckt, als nur ein gesetzestreuer Bürokrat. Er begibt sich in die Höhle des Löwen mit einem außergewöhnlichen Partner an seiner Seite. Der künstlichen Intelligenz OWEN.

Die stellt sich schon bald als menschlicher, egozentrischer und genusssüchtiger heraus, als eine Person aus Fleisch und Blut. OWEN – oder vielmehr seine Projektion – entwickelt eine Vorliebe für Alkohol, sinniert stundenlang über die perfekte Gentleman-Garderobe und reagiert äußert bockig, wenn seine Vorschläge kein Gehör finden. Kein Wunder, vollzog sich OWENs Sozialisierung über den Konsum von Filmklassikern aus den 50er und 60er Jahre. Weiterlesen

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John Scalzi: Das Imperium der Ströme 02: Verrat

Das Imperiale Reich wird durch zweierlei zusammengehalten – zum Einen durch die oder den Imperatox, der den mächtigen Familien, die die Wirtschaft unter sich aufgeteilt haben Grenzen setzt und durch die Ströme, die die Planeten des Reichs miteinander verbinden. Lange wollte niemand den Wissenschaftlern glauben, als diese einen Zusammenbruch der Ströme prognostizierten. Jetzt ist der erste Strom kollabiert, der Planet abgeschnitten.

Dank eines Attentats ist Grayland unerwartet und unverhofft auf den Thron gehievt worden. Jetzt muss die junge Frau sehen, wie sie die Machtbalance mit den Handelshäusern hält, wie sie die Intrigen und Versuche sie auszuschalten vereitelt und so nebenbei die Menschen ihres Reichs vor der Auslöschung schützt. Klar ist, dass das Überleben der einzelnen Planeten ohne die Ströme und die damit verbundenen Waren- und Nahrungsmittelströme fast unmöglich sein wird. Doch, dass einige der mächtigen Handelshäuser ihr das Leben so schwierig wie nur irgend möglich machen, ja ihr nach dem Leben trachten und ihre Freunde angreifen, das macht die Herrscherin so richtig sauer. Und mit einer Imperatox, die pikiert ist ist wahrlich nicht gut Kirschen essen  …

John Scalzi gehört zu den beliebtesten und bekanntesten SF-Autoren unserer Zeit. Seine „Old Man“ Romane (dt. bei Heyne) erfreuen sich nach wie vor großen Zuspruchs, sein neuer Zyklus um das Imperium der Ströme startete in „Kollaps“ furios. Nun, im zweiten Teil der letztgenannten Saga, geht es zunächst etwas geruhsamer voran. Gut das erste Drittel des Buches passiert – nicht viel ist fast übertrieben. Scalzi nutzt den Raum um uns erneut in seine Welt einzuführen, uns die Handelnden weiter bzw. erneut vorzustellen und die Grundlagen für die eigentliche Fortführung des Plots zu legen. Das zieht sich naturgemäß etwas, zumal die Intrigen dem altbekannten Muster folgen und hier nichts wirklich Überraschendes auf den Rezipienten wartet. Im zweiten Teil des Buches wird es dann besser – viel besser! Weiterlesen

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Andreas Brandhorst: Eklipse

Jahrzehntelang waren sie unterwegs – die Rede ist von dem Raumschiff Eklipse und deren Crew, die nur mit Hilfe des Kälteschlafs ihre Mission erfüllen kann. Und diese Mission hat es in sich – es geht um nichts weniger, als die überall in der Galaxis verteilten Hinterlassenschaften einer verschollenen Alien-Rasse.

Vor tausenden von Jahren beherrschten die Tahota das All, ihre wissenschaftlichen Errungenschaften weisen der Menschheit und anderen Rassen den Weg. Dass die Tahota beileibe keine friedliebenden Wohltäter waren beweisen ihre weiteren Hinterlassenschaften – die Spikes, wie man die biologischen Waffen nennt, haben schon ganze Zivilisationen ausgemerzt. Eine Berührung genügt, um das Opfer zu infizieren, dessen Geist dann übernommen wird.

Als sich die Eklipse der heimatlichen Erde nähert, kommt es zu einer Katastrophe – ein Spike ist an Bord und hinterlässt nicht nur getötete Besatzungsmitglieder, aufgebrochene Lagerräume und ein Loch in der Hülle des Raumschiffs, sondern auch einen Verräter innerhalb der Crew.

Als wäre dies nicht schon genug, antwortet die Erde auf die Funksprüche nicht. Das Spike nähert sich der Heimat der Menschheit, die kaum mehr wiederzuerkennen ist. Kontinente haben sich verschoben, die Zivilisation scheint untergegangen zu sein. Weiterlesen

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