Spencer Ellsworth: Starfire 01: Imperium

Sechs Entwicklungsperioden hat die Menschheit auf ihrer Reise ins All durchlaufen. Nachdem man dem Planeten, der ihr einst das Leben gab verlassen und interstellare Reiche gegründet hat, traf man auf die Jorier. Mit diesen zusammen entwickelte man die Knoten, Gebilde, die zeitloses Reisen zwischen den Sternen, ja den Galaxien erst ermöglichte. Zwei Imperien fielen im Feuer des Bürgerkriegs zum Opfer, zwei weitere wurden vernichtet, als man auf Fremde traf. Jetzt regiert das Rote Imperium, andere Spezies, darunter Hybriden, in Klontanks gezüchtete Mischwesen aus DNA von Menschen und Joriern werden gnadenlos unterdrückt.

Es kommt, wie es kommen muss – ein Befreiungskampf sucht die Galaxien heim, die Hybriden gewinnen und hinterlassen eine Spur aus vernichteten Planeten und Millionen von ihrer Seelen beraubten menschlichen Leichen. Jaqi ist eine der Hybriden. Sie verdingt sich als Pilotin, sucht und findet ihr Schlupfloch, um zu überleben. Bis sie eines Tages auf zwei menschliche Kinder trifft. Die Kinder eines einst unermesslich reichen Menschen, der die Rebellen unterstützte und dafür von diesen gemeuchelt wurde, hüten ein Geheimnis. In einer kleinen dunklen Kiste sind die Koordinaten von etwas versteckt, das alle, sowohl Rebellen wie das Imperium in ihren Besitz zu bekommen versuchen – mit allen Mitteln versteht sich. Um die Kinder zu schützen, macht sich Jaqi verfolgt von Araskar, einem drogensüchtigen Rebellen auf, das Geheimnis um die Kiste zu lüften und die Kinder zu retten … Weiterlesen

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Andy Weir: Artemis

Endlich ist es soweit. Die Menschen haben den Mond besiedelt. In einer Kuppelstadt namens Artemis leben sie in verschiedenen Kolonien. Auch Jazz lebt unter ihnen. Die junge Frau ist schon seit ihrem sechsten Lebensjahr auf dem Mond und hat sich als Schmugglerin einen Namen gemacht. Als sie bei einem ihrer Auftragsgeber ein seltsames Kästchen entdeckt, ist Jazz‘ Interesse geweckt. Doch als sie zu recherchieren beginnt, ist ihr Auftragsgeber am nächsten Morgen tot! Nicht nur auf der Erde wäre das eine Schlagzeile wert, den auf dem Mond, in dieser kleinen Menschenkolonie, stirbt selten jemand auf unnatürliche Weise. Jazz stellt fest, dass sie selbst in höchster Gefahr ist, und muss untertauchen.

Diese knappe Zusammenfassung deckt mitnichten alles ab, um das es bei „Artemis“ geht. Andy Weir, der Autor des erfolgreichen, sogar verfilmten Romans „Der Marsianer“ hat mal wieder ein Potpourri an Themen gesammelt. Jazz soll die Aluminiumproduktion eines großen Industriemoguls lahmlegen, der zugleich allerdings ein Mafiaboss ist. Weiterlesen

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Dan Wells: Mirador 02: Overworld

Los Angeles, 2050: Die Welt, wie wir sie kennen, ist kaum mehr vorhanden. Menschen verlassen sich vollends auf Technik, Autos fahren von allein und ohne das Internet würde alles zusammenbrechen. Menschen sind vierundzwanzig Stunden am Tag online, haben sich sogar eine Art Plug-In implantieren lassen, dass ihre ganze Existenz bestimmt, das Djinni.  Marisa ist 17 Jahre alt und passionierte Spielerin des Overworld-Spieles, in dem sich jeweils Mannschaften aus fünf Personen mit Waffen virtuell duellieren. Als es einen großen Contest gibt, bei dem nur weltweit bekannte Mannschaften antreten, können Marisa und ihre vier Cherry Dogs, wie sich ihre Mannschaft nennt, ihr Glück kaum fassen.  Anja, eines der Mädchen, hat es geschafft, die Cherry Dogs ins Tunier zu bekommen! Für Marisa eröffnet sich dadurch eine weitere Möglichkeit: Vielleicht kann sie so endlich mehr über ihre Vergangenheit erfahren.

Als Leser oder Leserin würde man genau das auch sehr gerne: Mehr über Marisas Vergangenheit erfahren. Schon in „Mirador 01: Bluescreen“ wurde aus ihrer Vergangenheit ein großes Geheimnis gemacht. Mit zwei Jahren saß sie mit weiteren Kleinkindern in einem Auto und wurde bei einem Unfall so schwer verletzt, dass sie bis heute einen künstlichen Arm hat. Weiterlesen

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D. Nolan Clark: The Silence 01: Der verratene Planet

Was passiert, wenn eine Gesellschaft in Bürokratie erstickt, ist uns allen bekannt. Die Wirtschaft wird ausgebremst, der Fortschritt stagniert, die Menschen werden unzufrieden weil es nichts vorangeht. Als ultimative Lösungsmöglichkeit wird immer die Privatisierung, das freie Spiel der Märkte hochgehalten. Wie man angesichts der gerade in letzter Zeit ans Tageslicht gekommenen Skandalen sieht, scheint auch dies kein wirklich überzeugender Lösungsweg zu sein.

Was dies mit einem Science Fiction Roman zu tun hat, möchten sie jetzt doch endlich einmal wissen? Nun, D. Nolan Clark hinter dem sich der Bestsellerautor Daniel Wellington verbirgt zeigt uns eine zukünftige Welt, in der eben jene Zustände dazu führen, dass Menschen im Stich gelassen werden.

Rechenschieber, beziehungsweise Computer entscheiden, ob es sich rechnet, existenziell bedrohten Menschen zu Hilfe zu kommen. Und, wie kaum anders zu erwarten, wenn die Kosten den vermeintlichen wirtschaftlichen Nutzen übersteigen, sind die Schicksale der Siedler einer ganzen Welt unrelevant. Das Hilfegesuch Nirayas, eines kleinen, unbedeutenden Siedlungsplaneten am Rand der menschlichen Hegemonie Weiterlesen

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Sebastian Guhr: Die Verbesserung unserer Träume

Lichtjahre von der Erde entfernt haben Menschen in einem unbedeutenden Sonnensystem eine Stadt gebaut. Die Oneiropole sollte Symbol einer neuen, besseren Gesellschaft werden. Aber Rheit ist ein feindseliger Planet und die früheren Ideale der Siedler sind längst zu hohlen Phrasen verkommen – soviel (und etwas mehr) verrät bereits der Klappentext des sonderbaren und besonderen Buches von Sebastian Guhr.

Die Nachfahren der ersten Siedler führen ein geordnetes Leben, 20 Lichtjahre von der Erde entfernt, abseits von Handlungsrouten in einem offenbar besiedelten Weltraum, fernab anderer bewohnter Planeten. Das Wohnschiff Prometheus, mit dem sie angekommen sind,  wurde zerstört, aus den Trümmern wurde ein Frachter gebaut, der gerade dazu nutze ist, von Rheit zum Außenparasiten zu pendeln. Der Frachter liefert einen Rohstoff, die Droge Kys, deren Anwendung Pflicht ist. Weiterlesen

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Alastair Reynolds: Rache

Seit hunderttausenden von Jahren breitet sich die Menschheit im heimatlichen Sonnensystem aus. Dabei gibt es immer wieder Rückschläge, werden die Habitate, in und auf denen sich die Menschen ausgebreitet haben von Katastrophen heimgesucht. Die oftmals blühenden Zivilisationen werden dabei zerstört, Überbleibsel dieser „Okkupation“ genannten Hochzivilisationen bleiben in Blasen zurück. Blasen, die ihr Inneres vor der Erkundung, dem Ausräubern und der Zeit schützen.

In unregelmäßigen Zeitabständen aber öffnen sich die Blasen für einen kurzen Zeitraum – eine Möglichkeit, die wagemutigen Raumfahrern die Chance eröffnet, die wertvollen Artefakte zu bergen. Mit an Bord der Sonnensegler mit einem unterstützenden Ionenantrieb sind neben den Aufschliessern, die berechnen wann und für wie lange sich eine Blase öffnet auch immer die Knochenleser – besonders begabte, junge Menschen, die mittels Alienknochen geistig Verbindung zu einander aufnehmen können und so eine zeitnahe interstellare Kommunikation erst ermöglichen. Weiterlesen

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Jens Lubbadeh: Neanderthal

Deutschland im Jahre 2053 ist gesund. Richtig gesund. Jede Tätigkeit, die nicht gesund ist, ist verpönt. Pränataldiagnostik ist Standard und das Optimieren des Embryos teils verpflichtend (wo es Krankheiten betrifft), teils teuer für die Eltern. Die Menschen tragen ein Implantat, dass ihre Krankenkasse über mögliches Fehlverhalten informiert. Wie kann da eine offensichtlich missgebildete Leiche auftauchen? Und noch seltsamer, es handelt sich nicht um Mißbildungen, sondern die Leiche ist ein Neandertaler, allerdings gerade erst gestorben. Im Neandertal bei Düsseldorf tauchen weitere solcher frischen Leichen auf und der taube Experte Max Stiller wird hinzugezogen. Er bestätigt beides, den offentsichtlich neandertalischen Knochenbau und die Jungheit der Skelette.

Deutschland im Jahre 2053 ist zwar gesund, aber nicht glücklich. Die große „German Depression“ trifft immer mehr Menschen. Es geht weit über das hinaus, was eine „normale“ Depression ausmacht und treibt immer mehr Menschen, gerade Jugendliche, in den Selbstmord. Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Depression und dem optimierten Menschen? War der Neandertaler glücklicher? Weiterlesen

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Lavie Tidhar: Central Station

Empfinden Robots Liebe? (S. 41)

Willkommen in Central Station, der Stadt, die man früher als Tel Aviv kannte. Irgendwann einmal, vor Jahrhunderten, lange vor der UNTERHALTUNG die die Menschen durch ein Implantat jederzeit online gehen ließ, startete die Spezies Menschen von hier aus die Eroberung des Sonnensystems. Der Mond, der Mars, dann der Asteroidengürtel und die äußeren Planeten werden von den Juden, den Chinesen und den Asiaten erschlossen und besiedelt. Selbst die Robotniks, ausrangierte Kampfroboter, denen menschliche Überbleibsel übergestülpt wurden, fanden hier ein neues Zuhause.

Inzwischen aber sind die ehemaligen Shuttle-Landeplätze oftmals verwaist, hat sich ein Elendsviertel rund um die Türme gebildet. Hier leben sie alle mit- und nebeneinander – Juden, Christen, Moslems und Anhänger der Roboterreligion, Gestrandete Nachkommen der früheren Lohnarbeiter. Wo sich einst Jaffa-Orangenplantagen ausbreiteten wohin aus Auge reichte, stehen jetzt Solarmodule, Weiterlesen

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Jeff VanderMeer: Borne

Jeff VanderMeers Blick in die Zukunft ist so düster, dass er schon schwarz ist. Viele haben einen ähnlichen Blick beschrieben, der einen gemeinsamen Nenner hat: Eine zerstörte Welt, in der jeder jeden tötet.

In so einer Welt lebt die junge Rachel, die über viele Jahre ein Flüchtling war. Seit einer Weile wohnt sie mit ihrem Lebensgefährten Wick in der Nähe einer zerstörten Stadt, einer zerstörten Firma und in einer vergifteten Fauna. Genmutierte Menschen und Tiere gehören zu ihrem Alltag genauso wie biotechnologische Wesen mit sehr unterschiedlichen Funktionen. Eines von ihnen ist der turmhohe Bär mit dem Namen Mord. Auf seiner tödlichen Jagd bleiben viele »Reste« in seinem zottigen Pelz hängen. Für unerschrockene Finderinnen wie Rachel ist das Fell des schlafenden Killers ein idealer Ort für ihre Nahrungssuche. Eines Tages entdeckt sie dort ein seltsames Wesen. Weiterlesen

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John Scalzi: Das Imperium der Ströme 01: Kollaps

Seit gut 1000 Jahren, nachdem die Verbindung über die Ströme zur heimatlichen Erde verloren ging, ist die Machtpyramide im Reich der Ströme festzementiert. Die Aristokraten, die sich aus den Handelshäusern rekrutierten ordnen sich mehr oder minder willig einem Herrscher unter, die Ströme verbinden die menschlichen Habitate in den unterschiedlichen Sternensystemen miteinander. Geplant war, dass keine menschliche Ansiedlung ohne die anderen existieren würde können, schließlich sollen die Handelshäuser ja prosperieren, doch jetzt mehren sich die Anzeichen, dass die verbindenden Ströme in kurzer Zeit zusammenbrechen werden.

Dass gerade eine Zeit des Umbruchs angebrochen ist, dass der Imperator starb und eine nicht sonderlich gut auf ihr Amt vorbereitete Erbin an seine Stelle tritt erschwert die Lage. In Ende, dem einzigen Planeten, der für ungeschützte Menschen geeignete Lebensumstände anbietet tobt – wie üblich – ein Bürgerkrieg. Weiterlesen

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