Marc-Uwe Kling: QualityLand 2.0: Kikis Geheimnis

Nachdem Peter Arbeitsloser am Ende des ersten Bandes von „QualityLand“ direkt neben dem Präsidenten-Androiden John Of Us stand, als dieser in die Luft gesprengt wurde, geht er nun seinem Leben als Maschinentherapeut nach. Ein Kuschelbot, den körperliche Nähe abstößt, ein Kühlschrank mit Burnout… das sind die alltäglichen Probleme, mit denen er sich beschäftigt. Seine Probleme werden aber eindeutig größer, als er entführt wird. Von Henryk Ingenieur, dem reichsten Mann der Welt. Mehrmals.

Kiki Unbekannt hat ihre eigenen Sorgen, denn auch, wenn sie ihr Leben genau so liebt, wie es ist, möchte sie doch etwas über ihre Vergangenheit herausfinden, in erster Linie, wer ihre Eltern sind. Das gleichzeitig jemand versucht sie umzubringen, ist nicht hilfreich.

Nicht nur Peter und Kiki haben ihre Krisen, ganz QualityLand wurde durch den Anschlag auf John Of Us erschüttert. Nicht wenige schließen sich den Followern an, einer Gruppe von Menschen, die denken, Johns KI habe sich ins Netz hochgeladen. Sie sind überzeugt, dass es von Anfang an Johns Absicht war, seine physische Hülle zerstören zu lassen, um die Allmacht über das Internet und damit über die Menschen zu erlangen.

Diese Theorie klingt in den Ohren der reflektierten Bürger QualityLands völlig absurd, doch mit der Zeit kommt es zu immer mehr Zwischenfällen, die sich einfach nicht erklären lassen… Weiterlesen

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Cixin Liu: Kugelblitz

Unter Science-Fiction-Fans ist Cixin Liu ein anerkannter Autor. Liu ist der Verfasser der Trisolaris-Triologie (ebenfalls bei Heyne erschienen) und gilt in Europa als der Vertreter der chinesischen Science-Fiction-Literatur schlechthin.

Große Meriten demnach, denen Liu mit „Kugelblitz“ sprachlich nicht gerecht wird. Am Ende des Romans angekommen, fühlt sich LeserIn so ähnlich wie nach der Heimsuchung durch einen Kugelblitz: Irgendwie war es gefährlich aber begreifen lässt es sich nicht vollkommen. Dabei bietet das Thema „Kugelblitz“ dem Science-Fiction-Autor ein weites, weil nahezu unbeschriebenes, Feld.

Nach einem bekannten Online-Lexikon handelt es sich bei einem Kugelblitz um eine Leuchterscheinung in Form eines Balles, meist in der Nähe eines Gewitters. Kugelblitze sind wissenschaftlich nicht bestätigt und nur in Teilen physikalisch erklärbar. Das ist der Ansatzpunkt unseres Helden Chen.

Chen begegnet einem Kugelblitz im Alter von 14 Jahren (leider in einem Prolog). Die Leuchterscheinung tötet seine Eltern. Damit endet der Prolog und Chen wird bis zum Kapitel 1 erwachsen und beginnt ein Physik-Studium. Das Thema Kugelblitz lässt ihm keine Ruhe und diese Erscheinungen werden zu seinem Forschungsgebiet. Weiterlesen

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Dennis E. Taylor: Outland 01: Der geheime Planet

Ich spoilere jetzt einmal ganz bewusst. In Yellowstone National Parc explodiert ein Super-Vulkan – das letzte Mal, dass ein solches Ereignis die Erde heimsuchte, als Toba explodierte, kostete die Eruption der Asche und des Staubs diversen Spezies die Existenz und leitete einen Klimawandel ungeheueren Ausmaßes ein. Auch dieses Mal hat die herrschende Spezies, der Mensch, kaum eine Chance. Da ist es gut, dass vier umtriebige Studenten just zu diesem Zeitpunkt eine umwerfende Entdeckung machen. Sie und rund dreihundert Kommilitonen fliehen in einer Parallel-Welt. Ihre Erde hat scheinbar dieselben historischen Bewohner gesehen – sie stoßen auf Säbelzahntiger, Pterodactyl und Land-Dinosaurier – nur der Homo Sapiens, beziehungsweise dessen Vorgänger fehlen. Eigentlich paradiesische Zustände, wenn ja wenn es nicht immer wieder zu Störungen der Idylle von innen kommen würde …

Der frühere Self-Publisher, der in Kanada lebende Dennis E. Taylor hat mit seiner ebenfalls bei Heyne erschienen Bobiverse-Trilogie auf sich aufmerksam gemacht. Dem Dreiteiler folgte mit „Singulärfalle“ eine veritabler New York Times Bestseller. Heyne legt nun, die Nachfrage verlangt nach mehr, Taylors Debutroman vor. Wer nun aber meint, dass der Roman mit dem „12 Uhr Mittags in All“ alias „Outland“, der mit Sean Connery in der Hauptrolle verfilmt wurde zu tun hat, wer einen Bezug zum gleichnamigen PC-Game sucht, der wird das Buch enttäuscht zuklappen – manch anderer Leser vielleicht auch. Weiterlesen

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Ray Bradbury: Fahrenheit 451 (1953)

In diesem Zukunftsroman ist Lesen eine Straftat. Der Besitz von Büchern ist verboten, Wissen und Allgemeinbildung sind unerwünscht. Die breite Masse der Menschen wird von den Medien gesteuert, ist einfältig und willenlos. Doch das wird als Segen gedeutet, denn die emotionslose Masse, hat keinen Grund mehr, unglücklich zu sein: Wer nichts weiß, kann sich keine Meinung bilden und wer keine Meinung hat, der streitet sich nicht.

In dieser Welt lebt der Feuermann Guy Montag. In seinem Beruf hat er die Aufgabe, Bücher zu verbrennen. Nachbarn und Verwandte zeigen immer wieder Menschen an, die gegen das Gesetzt Bücher bewahrt haben und als Bewahrer des Friedens, vernichten die Feuermänner diese.

Montag denkt nicht sonderlich viel über seine Arbeit nach, bis er ein Mädchen trifft, die die Welt mit anderen Augen sieht und ihn dazu bringt, eigene Gedanken zu formen. Ihr plötzlicher Tod, sowie ein traumatischer Einsatz, bei dem nicht nur Bücher, sondern auch ihre Besitzerin verbrannt werden, werfen Montag komplett aus seinem eingefahrenen Leben.

Er versucht, sich gegen das kranke System zu wenden, muss aber feststellen, dass kein vertrauter Mensch ihm zu folgen bereit ist. Als herauskommt, dass er selbst im Besitz einiger Bücher ist, findet er sich auf der Flucht vor bekannten Gesichtern wieder. Weiterlesen

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Danny Tobey: Das Gottesspiel

Charlie ist ein Teil der Vindicators, einer Gruppe von Außenseitern. Gemeinsam ziehen sie sich regelmäßig in den verwaisten Computerraum zurück, um gemeinsam Videospiele zu spielen. Als Peter, ein weiteres Mitglied, plötzlich mit einem geheimnisvollen Virtual-Reality-Game aufschlägt, kommt Bewegung in die Gruppe.

Das Gottesspiel ist ganz anders als alles, was sie kennen, lässt sich kaum im Internet finden und wirbt mit einem Versprechen, welches gleichermaßen erschreckend und erstrebenswert ist.

Wenn du gewinnst, werden alle deine Träume wahr. Wenn zu verlierst, bist du tot.

Gemeinsam lassen sich die Vindicators darauf ein und werden mit alten Göttern, geheimnisvollen Paketen und sogar einer Hydra konfrontiert.

Anfangs erscheint alles noch lustig, doch bald wird aus Spaß Ernst und sie erinnern sich wieder an das Versprechen des Spiels. Doch eine KI kann ihnen nichts antun. Oder doch? Weiterlesen

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James Corey: Expanse 08: Tiamats Zorn

Die Crew der Rosinante hat schon einiges überstanden. Es begann damit, dass Kapitän Holder und seine Mannschaft den sich anbahnenden Krieg zwischen Gürtlern, dem Mars und der Erde zu verhindern suchte, dann stieß die Menschheit auf das Protomolekül. Seitdem ist nichts mehr, wie es vorher war. Das Protomolekül eröffnete mit einem Schlag, nun nennen wir es beim Namen, mit dem Torsystem, den Weg in die Galaxis. Plötzlich war sie da, die Chance auf ein neues Glück. Fremde Sonnensysteme, paradiesische Planeten, Bodenschätze zuhauf – allen Versuchen, das Torsystem unter Kontrolle, die Expansion geregelt ablaufen zu lassen war kein Glück beschieden.

Hochkonsul Duarte gründete auf Laconia sein Laconische Reich. Mit Hilfe der technischen Errungenschaften der Torbauer hat er sich zum körperlich unsterblichen Diktator über die Menschheit aufgeschwungen, selbst die Erde musste vor seiner militärisch-technischen Überlegenheit im wahrsten Sinne des Wortes die Waffen strecken.

James Holden befindet sich auf Laconia im Gewahrsam des Hochkonsuls. Er ist der Tanzbär des Diktators, lebt in einem goldenen Käfig und sinnt darauf, wie man den Diktator stürzen, die Menschheit befreien könnte. Seine ehemalige Crew ist da schon weiter. Bobbie und Alex haben sich dem bewaffneten Widerstand angeschlossen, Naomi versucht das System von Innen heraus zu sabotieren, Amos ist als Geheimagent hinter den Linien unterwegs.

Ein Versuch Duartes, den unbekannten Gegner der Torerbauer zu zeigen, dass die Menschheit schlagkräftig und selbstbewusst ist, misslingt. Tore verschwinden, mit diesen ein von Menschen besiedeltes Sonnensystem, eine Strahlung tritt aus, die den Hochkonsul lähmt. Seine 14-jährige Tochter und Vertraute versuchen den Fall des Reiches aufzuhalten. Eine Chance für die Rebellen – oder? Weiterlesen

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John Scalzi: Krieg der Klone – Die komplette Trilogie

Die Welt der Zukunft unterscheidet sich nicht wirklich von den uns bekannten Umständen. Menschen lieben und hassen, sie leiden und sind erfolgreich, Kriege werden geführt und am Ende eines jeden Lebens steht der Tot. Nun, manches Mal aber auch nicht!

Seitdem die Menschheit ins All aufgebrochen ist und mit dem Skip-Antrieb fernste Sterne erreichen kann, hat man die Bekanntschaft von mehr als 200 Alien-Rassen gemacht und erkannt, dass eine schlagkräftige Armee von Nöten ist. Nach der Gründung der Kolonialen Union hat sich die Ausbreitung der Menschheit im All beschleunigt, der Bedarf an Soldaten und Siedlern ebenfalls. So fährt die KU einen rigiden, letztlich aber erfolgreichen Kurs in der Rekrutierung ihres Nachwuchses.

Siedler werden nur von Entwicklungsländern und Norwegen akzeptiert, zum Militär dürfen sich nur Menschen aus den USA, Kanada und Westeuropa melden, die zudem ihr 75 Lebensjahr vollendet haben. Auf der Erde, die sie nie mehr betreten dürfen für tot erklärt, erhalten die Rekruten egal ob Männlein oder Weiblein einen neuen, genetisch aufgerüsteten grünen Klonkörper und dürfen ihren 10-jährigen Dienst antreten. Dass mehr als 75 % der Soldaten die ersten zwei Jahre ihres Dienstes an der Waffe nicht überleben wurde ihnen gesagt, doch was tut man nicht alles, um dem Sensenmann zumindest noch ein paar Tage, Wochen oder Jahre von der Schippe zu springen – und endlich einmal wieder guten Sex zu haben?

John Perry ist einer dieser Rekruten. Nachdem seine Frau vor ein paar Jahren einem Schlaganfall zu Opfer fiel, betritt er an seinem 75 Geburtstag zum zweiten Mal in seinem Leben das Rekrutierungsbüro der KU. Kurz darauf findet er sich in seinem verjüngten Grünkörper wieder und darf zur Ausbildung. Schnell wird deutlich, dass Perry ideales Soldatenfutter darstellt. Bescheiden, intelligent, loyal und dabei effektiv steigt er schnell in der Hierarchie der KVA auf. Zu Hilfe kommt ihm dabei sein Instinkt fürs Töten, sein Überlebenswille, Glück und seine Kritiklosigkeit am totalitären Führungsstil der KU. Als eine Alienrasse eine Vorrichtung, mit der sie eintreffende KVA-Raumschiffe aufspüren kann einsetzt, wird er zur Geisterbrigade abkommandiert – und trifft dort auf eine alte, liebe Bekannte … Weiterlesen

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Tamsyn Muir: Ich bin Gideon

Nachdem Gideon Nav es zum wiederholten Male nicht schafft, vom Planeten der Neunten zu fliehen, erwartet sie ihr wohl größer Albtraum. Gerade sie, die als Fremde stets ausgegrenzt und gemieden wurde, soll die ehrwürdige Tochter von Dreaburh auf den Planeten des Ersten begleiten und ihr dabei helfen, zur Lyktorin, einem heiligen Wesen, aufzusteigen. Widerwillig stimmt die junge Frau zu, schließlich soll sie im Gegenzug ihre Freiheit erhalten und den Neunten verlassen dürfen. Etwas, was ihr bisher verboten war.

Gemeinsam mit ihrer Erzfeindin Harrowhark Nonagesimus, fliegt sie auf den Planeten des Ersten, unwissend, was sie dort erwarten wird. Dabei muss Gideon sich nun als Gideon die Neunte, die Kavalieren des Neunten, ausgeben. Im Haus Canaan trifft das ungleiche Gespann auf die Nekromanten und Kavaliere der anderen Häuser und schon bald entbrennt ein Wettkampf zwischen ihnen, der Gideon und Harrow alles abverlangen wird.

„Ich bin Gideon“ beschreibt die Geschichte zwei junger Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Trotz ihres Hasses aufeinander, müssen sie in der Lage sein, zusammenzuarbeiten. Leider fand ich die Handlungen der Charaktere nicht immer nachvollziehbar. Wegen meist komplizierten Namen fiel es mir schwer, mich an die Zugehörigkeit einzelner Charaktere zu ihren Häusern zu erinnern. Erst, nachdem ich über die Hälfte des Romans gelesen hatte, habe ich die Namen so weit in meinem Gedächtnis gehabt, dass ich sie einzelnen Personen und Häusern fehlerfrei zuteilen konnte. Weiterlesen

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Andreas Aschberg: Puppenspiel

Nach einem gefährlichen und misslungenen Auftrag sehnt sich der in die Jahre gekommene Detektiv Egidius Stahl nach einem einfachen Auftrag. Seine jungen Kollegen spüren deshalb eine verwirrte Mandantin auf, die für die Suche nach ihrer vermissten Katze zahlen will. Ihre Geschichte von einer beobachteten Entführung, die keine gewesen sein soll oder dem Einbruch in ihrem Haus, den die Polizisten nicht glauben, klingt so verworren, dass sie Egidius Interesse weckt. Er und seine Kollegen finden recht schnell Spuren von einer technisch hochwertigen Drohne, die in die Richtung einer der größten Sicherheitsfirmen zeigt. Ehe sie die Zusammenhänge begreifen, katapultiert der neue Auftrag Egidius und sein Team in ihren gefährlichsten und größten Fall.

Andreas Aschberg weiß aus der Perspektive des Projektleiters und Managers, wie Konzerne funktionieren und was Erfolgsdruck mit den Menschen machen kann. Dieses Thema verpackt er in einen Detektivroman, der im Deutschland der nahen Zukunft spielt. 2040 tragen die meisten Menschen Livebrillen, die sie mit der virtuellen Welt verbinden. Wer gefühlsecht ins Livenet eintauchen will, steigt in einen mit Plasma gefüllten Tank. Dank vieler Sensoren spürt der Spieler das Gleiche wie sein Avatar. Bisher hat der alternde Egidius das Livenet gemieden. Für seine aktuelle Ermittlung muss er zum ersten Mal in einen Tank klettern, um in der beliebten virtuellen Galaxis auf Douglas Adams Pfaden nach Verbrechern zu suchen. Weiterlesen

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Daniel Suarez: Delta-V

Die Erde im Jahr 2032: der Milliardär Nathan Joyce ist einer der Männer, die ihre Unternehmungen über die Erde hinaus in den Weltraum ausweiten möchten. Sein Ziel ist es, die Ressourcen auszuschöpfen, die der Asteroid Ryugu beherbergt. Doch die für ein solches Unternehmen erforderlichen Technologien sind noch neu und unerprobt. Daher sucht er im Rahmen eines harten Auswahlprozesses ein Team von Wissenschaftlern und Abenteurern aus, die mit einem Raumschiff zum Ryugu fliegen und dort Rohstoffe abbauen sollen.

Einer der Auserwählten ist der Höhlenforscher James Tighe, der sich schließlich zusammen mit sieben anderen auf die Reise zu dem über 100 Millionen Kilometer von der Erde entfernten Asteroiden macht. Sie fliegen mit einem extra für diese Mission neu entwickelten Raumschiff und begeben sich auf eine Mission, wie sie die Menschheit bis dahin noch nicht unternommen hat: über einen Zeitraum von vier Jahren sollen die acht Personen beim Ryugu bleiben, dort Rohstoffe abbauen und diese zur Erde schicken.

Das Ganze ist keine leichte Mission, denn vor Ort treten immer wieder Problem auf, die Tighe und seine Gefährten lösen müssen. Die Zweifel, ob sie tatsächlich vier Jahre so fern der Erde werden überleben können, wachsen beständig. Als eines Tages dann auch noch der lebenswichtige Funkkontakt zur Erde abbricht, ist die Verzweiflung groß. Was ist geschehen? Und wie sollen sie jemals wieder zur Erde zurückkehren? Weiterlesen

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