Veronica Roth: Rat der Neun 02: Gegen das Schicksal

Nachdem ich hier bei Schreiblust-Leselust im April 2017 schon das erste Buch der Geschichte um Cyra und Akos rezensieren konnte, freue ich mich, das nun auch mit dem zweiten und abschließenden Band tun zu können. Wer sich noch an meine damalige Rezension zu „Gezeichnet“ erinnert, wird verstehen, dass ich mich darauf gefreut habe, nun endlich die Fortsetzung lesen zu können. Aber eins nach dem anderen. Worum geht es bei ‚Rat der Neun‘ eigentlich?

Die durch ihre auch verfilmte Bestseller-Trilogie ‚Die Bestimmung‘ bekannt gewordene Autorin Veronica Roth stellt mit dem ‚Rat der Neun‘ erneut ihr schriftstellerisches Können und ihre Kreativität unter Beweis. Für ihren Science-Fiction/Fantasy-Zweiteiler hat sie ein eigenes Universum erdacht, in dem neun Planeten eine Sonne umkreisen. Der Rat der Neun ist eine Art Zentralregierung dieser Planeten, die jedoch alle durchaus eigene Interessen verfolgen und unterschiedlicher nicht sein könnten. So wird etwa der Planet Thuve von eisiger Kälte beherrscht, während auf dem Planeten Ogra tiefste Dunkelheit herrscht.

In diesem Universum leben die beiden Protagonisten Cyra Noavek und Akos Kereseth. Während Cyra die Tochter des Herrschers der eher aggressiven und kriegerischen Shotet ist, ist Akos der Sohn einer angesehenen Familie des friedlichen Planeten Thuve. Weiterlesen

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Kerstin Ruhkieck: Was geschah mit Femke Star?

Anouk und Femke waren bis vor drei Jahren unzertrennliche beste Freundinnen. Dann geschah etwas, was die beiden unwiderruflich zerstritten hat. Jetzt bittet Femke Anouk um ein Treffen, aber dabei läuft alles schief und es endet damit, das Femke tot ist. In der Nacht verwandelt Anouk sich äußerlich in Femke und versucht in deren Leben herauszufinden, was in diesen drei Jahren geschehen ist.

Kerstin Ruhkieck hat mit Sicherheit kein „schönes“ Buch geschrieben, aber ein überzeugendes. Sie selber – oder der Verlag – warnt bereits vorab, dass es sich um ein Buch handelt, dass bei Betroffenen Triggerwirkung haben kann. Veröffentlicht ist es als Jugendthriller, aber es kann auch Erwachsene überzeugen. Ich bin ja aus dem Alter der Schulzeit schon eine ganze Weile raus, ich kann mir auch nicht vorstellen, dass mich ein Buch negativ beeinflusst hätte, aber in Zeiten, in denen Schüler von Social-Media-Mobbing in den Selbstmord getrieben werden, bin ich etwas vorsichtig damit, es für Jugendliche uneingeschränkt zu empfehlen. Weiterlesen

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Marissa Meyer: Renegades 01: Gefährlicher Freund

Mit den Luna-Chroniken hat Marissa Meyer eine tolle Reihe vorgelegt, die auf Märchen basierte und die mich von Anfang bis Ende begeistert hat. Leider war sie irgendwann zu Ende. Mit „Renegades – gefährlicher Freund“ führt sie uns jetzt in eine Welt, die genauso spannend zu werden verspricht.

In Gatlon-City regieren die Renegades, Menschen mit Superkräften,die den Rest der Stadt beschützen sollen (laut der Autorin selbst sind Vergleiche mit Gotham-City durchaus legitim). Nur klappt das mit dem Beschützen eher mäßig, wie Nova als Kind schmerzlich erfahren musste. Als ihre Familie getötet wurde, hat sie bis zum Schluß auf die Renegades gehofft, aber es kam niemand. Deswegen schloss sie sich mit wachsender Überzeugung den Anarchisten an, einer Untergrundbewegung. Jetzt ist sie fast erwachsen und soll ihre Kräfte nutzen, um sich bei den Renegades einzuschleichen und zu kundschaften. Dabei verliebt sie sich ausgerechnet in den Renegade-Kommandanten Adrian, was die Sache verkompliziert. Und es macht es auch nicht einfacher, dass dieser ebenfalls ein Geheimnis hat, das es um jeden Preis zu wahren gilt. Weiterlesen

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Alex Wheatle: Wer braucht ein Herz, wenn es gebrochen werden kann

Mo, Elaine und Naomi sind beste Freundinnen. Sie leben in einem Stadtteil, der in der Presse mit den freundlichen Worten sozialer Brennpunkt umschrieben würde. Alle drei sind fünfzehn Jahre alt, sehnen sich nach einem normalen, friedlichen Familienleben und erleben jede auf ihre Art die erste Liebe.

In Mos Gefühlswelt konkurriert die Sehnsucht nach Geborgenheit und Liebe mit einer großen Portion Wut und Hass. Denn sie hat noch nicht einmal annähernd ein normales Familienleben: Ihre kranke Mutter findet stets die falschen Typen, und der Job in der Wäscherei erlaubt finanziell nur winzig kleine Sprünge. Leider ist der neue Freund ihrer Mutter der Schlimmste von allen, findet Mo. Gerade auf Bewährung draußen nistet er sich bei ihnen ein. Der Neue hat auch kein Problem damit, die letzten 5 Pfund einzustecken, während Mo nichts zu essen hat und im Kühlschrank nur Bierdosen stehen.

Der Typ muss weg, schimpft Mo. So schnell wie möglich. Sie zeigt es ihm auf die einzige Art, die ihr zur Verfügung steht. Dabei verliert sie völlig die Kontrolle über ihre Gefühle und zeitweise über ihr Leben. Weiterlesen

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Monika Peetz: Das Herz der Zeit 01: Die unsichtbare Stadt

Lena spielt Handball. Weil sie von ihren Eltern wenig mehr als ein Foto hat und darauf trägt ihr Vater ein Handballtrikot. Vielleicht, oder doch bestimmt, hat sie sich deswegen für diesen Sport und diesen Verein entschieden. Lena lebt mit zwei kleineren Cousinen bei ihrer Tante Sonja, die sich genau an dem Tag verlobte, als Lenas Eltern bei einem Autounfall umkamen. Die Ehe ist längst gescheitert, die Tante frustriert und die Übrigbleibsel von Lenas Eltern sind seit 12 Jahren eingelagert in der Geschäftsidee der Tante: der Citybox. Bis Lena sie eines Tages findet und bei ihnen eine geheimnisvolle Uhr, deren Funktionsweise nicht mal ihre beste Freundin Bobbie enträtseln kann, dabei kann die sonst alle Rätsel lösen.

Und seit sie die Uhr gefunden hat, taucht immer wieder ein geheimnisvoller, weißhaariger Junge in ihren Leben auf. Lena hat nur einen Hinweis: den Kaufbeleg, der beweist, dass ihre Mutter diese Uhr 8 Jahre zuvor in einem Uhrengeschäft gekauft hat, das laut Google mitten im Nirgendwo liegt. Lena macht sich auf den Weg und findet die unsichtbare Stadt, die noch viel mehr Geheimnisse verbirgt, als sie sich jemals vorstellen konnte. Unter anderem leben dort nur Zeitreisende, die damit beschäftigt sind, das Leben von Menschen zu verbessern, die das Schicksal gar zu hart getroffen hat. So wie sie, findet Lena. Aber Zeitreisen ist nicht so einfach, wie es sich anhört. Weiterlesen

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Julya Rabinowich: Hinter Glas

Alice hatte es bisher nicht leicht im Leben. In der Schule wird sie gehänselt von ihren Mitschülern, die sie nur noch abfällig Queen Bazilla nennen, weil sie so oft krank ist. Freunde hat sie gar keine. Da scheint es echter Lichtblick, als Niko neu in der Klasse auftaucht. Er gibt nichts auf die Schikanen der Mitschüler und beteiligt sich nicht an ihrem Mobbing. Im Gegenteil: Niko steht für Alice ein und interessiert sich für sie. Bald entwickelt sich zwischen den beiden Jugendlichen mehr. Doch Alice kann Niko nicht die ganze Wahrheit sagen. Niemals wird sie darüber sprechen können, was bei ihr zu Hause los ist, wie der Großvater die kleine Familie tyrannisiert …

Julya Rabinowichs Geschichte ist kurz, aber knackig. Sie entwirft rund um ihre Protagonistin Alice, die die Geschichte ausschließlich erzählt, ein Familienkonstrukt zum Weglaufen. Der Großvater, der nebenan wohnt, beherrscht das ganze Familientreiben und ängstigt Alice über allen Maßen.  Sie ist zudem eine kränkliche Person und in der Schule wenig beliebt. Da auch ihre Eltern sich nicht für Alice interessieren, hat sie niemanden, mit dem sie sprechen kann. Niko ist wie ein Lichtblick, auch wenn es Alice anfangs schwerfällt, sich ihm zu öffnen. Weiterlesen

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Victoria Schwab: Monsters of Verity – Dieses wilde, wilde Lied

Die Welt der Zukunft hat sich maßgeblich verändert. Die Stadt Verity ist zweigeteilt, zwei Männer sind in den beiden Stadtteilen an der Macht und sie können sich nicht leiden. Flynns Sohn August wird in eine Schule eingeschleust und soll dort Kontakt aufnehmen zu Harkers Tochter Kate. Denn in einem möglichen Krieg könnte Kate ein wertvolles Pfand werden. Doch das ist nicht das einzige Problem von Verity. Immer dort, wo Verbrechen geschehen und Gewalt herrscht, werden Monster ins Leben gerufen, die dann allen Menschen gefährlich werden. Deswegen leben die Bewohner der Stadt in ständiger Angst und trauen sich im Dunkeln gar nicht mehr auf die Straße.

Victoria Schwabs Roman aus einer Dilogie ist wirklich überraschend. Angelegt für ein Publikum ab etwa 15 Jahren, nebst interessierten erwachsenen Lesern, ist die Geschichte wirklich nicht schlecht. Das liegt noch gar nicht mal so sehr an der Handlung, sondern an dem Setting. Verity ist ein gefährliches Pflaster. Drei Arten von Monstern treiben in der Stadt ihr Unheil. Die Corsai, Malchai und Sunai. Sie sind unterschiedlich häufig anzutreffen. Weiterlesen

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Leah Konen: Nächster Halt Liebe

Ammy fährt im Schneegestöber eines Januaranfangs zu ihrem Vater, um an dessen Hochzeitszeremonie teilzunehmen. Die vermeintliche Braut ist allerdings nicht Ammys Mutter und das ist nur die erste Katastrophe des Tages. Allein schon deshalb glaubt Ammy schon lange nicht mehr an die Liebe. Als sie im Zug auf den gleichaltrigen Noah trifft, ist sie ihm gegenüber abweisend. Doch als der Zug um Stehen kommt und es passieren kann, dass Ammy zur Zeremonie komplett zu spät kommt, scheint Noah ihre einzige Hoffnung. Die beiden machen sich auf eigene Faust auf den Weg.

Noah selbst hat auch eine Mission. Er will seine Exfreundin Rina zurückgewinnen. Zu diesem Zweck hat er sogar ein Gedicht geschrieben und den ganzen Tag durchgeplant. Zu spät kommen wäre fatal. Deswegen setzt er alles daran, die Reise hinter sich zu bringen.

Leah Konen ist ein netter Jugendroman für Mädchen ab 14 Jahren gelungen. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Noah und Ammy erzählt. Und diese beiden könnten nicht unterschiedlicher sein. Weiterlesen

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Adam Silvera: Am Ende sterben wir sowieso

Am 5. September kurz nach Mitternacht klingelt Matteos Telefon. Er weiß schon, bevor er drangeht, welche Nachricht er erhalten wird. Heute wirst du sterben. Heute ist der Tag. Die so genannte „Death Cast“ warnt die Menschen mittlerweile vor. Gegen Mitternacht an ihrem Todestag erhalten sie eine telefonische Nachricht und können so ihren letzten Tag voll genießen und besondere Dinge tun. Gesetzt den Fall, sie fallen nicht direkt nach der Nachricht tot um. Denn das weiß man dennoch nicht. Man weiß nicht, wie man stirbt und wann. Nur, dass es vor Mitternacht des nächsten Tages passieren wird. Matteo beschließt, die Chance zu nutzen und sucht sich über eine der zahlreichen Apps, die existieren einen letzten Freund, mit dem er den Tag verbringen kann. Seine Wege kreuzen die von Rufus, der sich auf der Flucht vor der Polizei befindet und der ebenfalls eine Nachricht von Death Cast erhielt. Am Ende des Tages werden beide tot sein. Weiterlesen

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Laura Sebastian: Ash Princess

Die 16-jährige Thora hat alles verloren, ihre Mutter, ihre Herkunft, ihren eigenen Willen, ja, sogar ihren Namen. Im Königreich ihrer Mutter war sie Theodosia, die Thronerbin. Seitdem ihre Mutter getötet wurde und die Stadt durch eine Belagerung in die Hände des Kaisers gelangte, gehört das alles Vergangenheit an. Thora ist nichts weiter als eine gut gehütete Sklavin. Wenn es dem Kaiser danach ist, holt er sie hervor und lässt sie öffentlich als die Ash Princess auspeitschen. Etwa wenn die ehemaligen Bewohner Astreas in den Minen aufbegehren und einen Protestversuch wagen. Als Thora von Menschen aus ihrer Vergangenheit kontaktiert wird, schöpft sie neue Hoffnung.

Die Geschichte rund um die Ash Princess Theo enthält alles, was das Fantasy-Herz begehrt: Prinzen, Regenten, einen Hauch Magie, Göttermythen, Liebe, Intrigen und den ein oder anderen Hinterhalt. Laura Sebastian, ihres Zeichens Amerikanerin, versteht sich bestens darauf, die Geschichte interessant zu erzählen und alles in der genau richtigen Dosis einzufügen. Weiterlesen

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