Margit Ruile: Der Zwillingscode

In „Der Zwillingscode“ geht es um den siebzehnjährigen Vincent. Sein Sozialpunktestand ist zu niedrig für einen Schulbesuch und so verdient er sein Geld mit dem Reparieren von mechanischen Haustieren. Als eines Tages eine alte Dame mit einem eher unüblichen Reparaturanliegen zu ihm kommt, nimmt er auch diesen Auftrag an. Ausgehend davon wird er langsam aber sicher in die Welt der Simulation gezogen, einer digitalen Parallelwelt, die den Alltag der Menschen kontrolliert. Schnell bemerkt er, dass sein eigenes Schicksal näher mit der Simulation verknüpft ist, als ihm lieb wäre. Nun liegt es an ihm seine Aufgabe herauszufinden, wobei sich ihm viele Fragen stellen. Was hat seine verstorbene Mutter mit all dem zu tun? Und wer ist eigentlich diese geheimnisvolle Zarah?

Zu Beginn war ich mir unsicher, was ich von diesem Buch halten sollte. Es klang interessant, doch ich habe nicht allzu viel erwartet, da es genau genommen nicht ganz meinem Genre entspricht. Je länger ich jedoch gelesen habe, desto mehr hat es mich in seinen Bann gezogen. Weiterlesen

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Véronique Petit: Sechs Leben

Der Volksmund behauptet, eine Katze habe sieben Leben. Véronique Petit überträgt diese Aussage auf Menschen, die ebenfalls mehrere Leben haben können: Der fünfzehnjährige Gabriel liebt das Fallschirmspringen. Bei seinem Lieblingscomputerspiel lässt er seinen Springer so lange wie möglich im freien Fall. Genau das Gleiche möchte er auch real erleben. Als er erfährt, er gehöre zu den 1% der Menschen, die sechs Leben zur Verfügung haben, vereinen sich Verwirrung, Freude und Abenteuerlust. Diese Abenteuerlust bezahlt er kurz darauf mit seinem ersten Leben. Aber es stört ihn nicht weiter. Schließlich hat er noch fünf.

Tely, ein älterer Klassenkamerad, warnt ihn, er könne auch zu einer menschlichen Bombe werden. Gabriel vermutet hinter dieser Aussage persönliche Erfahrungen und ist extrem neugierig. Denn Tely hatte sieben Leben und kam mit nur noch drei Leben in seine Schule. „Er ist ein merkwürdiger Typ, in seinen Augen liegt etwas Beängstigendes. […] Er verbringt die Pausen allein, gefangen in seiner Welt.“ (S. 33) Gabriel beginnt seine eigene Welt neu zu definieren. Viel Glück und noch mehr Gefahren gehören dazu. Weiterlesen

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Leia Stone: Celestial City – Akademie der Engel: Jahr 2

Das zweite Jahr an der Fallen Academy beginnt für Brielle mit einigen Hindernissen und als Krönung des Ganzen, muss sie sich auch noch um ihren kleinen Bruder kümmern, der in Demon City in Lebensgefahr schwebt und deshalb bei ihr Schutz sucht. Dann erfährt Brielle, was ihn in solche Schwierigkeiten gebracht hat: Die Anmeldung zu einem brutalen Kampf auf Leben und Tod, dessen Gewinner mit einem hohen Preisgeld belohnt wird. Mit dem Geld wollte ihr Bruder ihre versklavte Mutter von einem Dämon freikaufen. Brielle beschließt kurz entschlossen, seinen Plan selbst auszuführen und den Kampf zu gewinnen. Glücklicherweise kann sie sich auf ihre große Liebe Lincoln verlassen, der ihr als persönlicher Trainier zur Seite steht.

Das harte Training reicht jedoch nicht, um Brielle von ihren tiefsten Sorgen und Ängsten abzulenken. Nur zu deutlich wird ihr immer wieder bewusst, dass sie von Luzifer gezeichnet wurde und dass dessen dunkle Magie in ihr lebt und droht, das Licht zu verdrängen. Je öfter sie sich den dunklen Kräften hingibt, desto mehr Macht erlangen diese über sie.

Über all dem schwebt außerdem noch die Prophezeiung, die besagt, dass Brielle diejenige ist, die Luzifer töten und damit den auf der Erde ausgeführten Krieg zwischen Engeln und Dämonen beenden wird. Sie selbst glaubt nicht daran und weigert sich, ihre Bestimmung anzuerkennen, doch als sie sich für kurze Zeit in der Hölle befindet, muss sie feststellen, dass diese keine negative Auswirkung auf sie hat, während andere Celestials keine Sekunde dort aushalten, ohne körperliche wie physische Verletzungen davonzutragen. Auch wenn sich alles in ihr dagegen sträubt: Brielle muss einsehen, dass die Prophezeiung wahrer ist als sie glauben möchte. Weiterlesen

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Amie Kaufman & Jay Kristoff: Aurora erwacht: Band 1

Sie sind die Hoffnung und die Helden ganzer Planeten. Die Rede ist von den Crews der Space Academy. Jahrelang werden sie von der Aurora Legion ausgebildet, müssen lernen und trainieren. Am Tag der Auslese können sich die Squad Leader ihre Mannschaft auswählen – der mit der besten Abschlussnote bekommt natürlich das erste Zugriffrsecht. Und Tyler ist der Beste – überall, in jedem Fach. Dass er just in der Nacht vor der Auslese nicht schlafen kann und, natürlich höchst illegal, einen Ausflug in die Raumfalte unternimmt, erweist sich als – schicksalsträchtig.

Inmitten der Abkürzung zwischen den Sternen, die allein interstellare Reisen ermöglicht, findet er ein seit 200 Jahren dort verschollenes Schiff – an Bord, neben all den Toten in ihren Cryo-Kapseln ein junges, lebendiges Mädchen. Dass er ein Held ist, dass er einem Menschenkind das Leben gerettet hat zählt kaum, ist die Auslese doch, bis er wieder auf den Beinen ist, vorbei. Übrig bleiben die, die niemand sonst gewollt hat – die Loser, die Unfähigen, die im Umgang schwierigen Abgänger der Academy. Als Alpha muss Tyler aus diesen ein Team formen – seine Squad 312. Dann findet er gleich beim ersten Einsatz einen blinden Passagier an Bord – Aurora, das gerettete Mädchen – die vom menschlichen Geheimdienst gejagt wird. Warum nur ist der GIA hinter einer jungen Frau her, die die letzten 200 Jahre in der Falte im künstlichen Schlaf verbracht hat? Weiterlesen

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Karen M. McManus: The Cousins

Die drei Cousins Milly, Aubrey und Jonah Story haben keinen Kontakt zueinander, da ihre Eltern nicht mehr miteinander sprechen. Alles begann mit einem mysteriösen Brief vor ihrer Geburt: Ihre Großmutter enterbte ihre Eltern in einem kurzen Schreiben, mit der Begründung: „Ihr wisst, was ihr getan habt“.

Als Milly, Aubrey und Jonah jeweils einen Brief von ihrer Großmutter erhalten, in dem diese sie auffordert, über die Sommerferien in ihrem Hotel auf einer kleinen Insel zu arbeiten, sind die Reaktionen unterschiedlich: Die drei wollen die Briefe einfach ignorieren, ihre Eltern hingegen drängen sie mit allen Mitteln, das Angebot anzunehmen. Sie hoffen auf eine Versöhnung und die Beendung ihrer Enterbung und Verbannung.

Schließlich geben die drei nach und reisen zu ihrer Großmutter. Auf der Fähre zur Insel begegnen sie sich zum ersten Mal und während Milly und Aubrey sich sofort verstehen, bleibt Jonah mit seiner unfreundlichen, abweisenden Art eher ein Außenseiter.

Als sie auf der Insel angekommen von einem alten Mann angesprochen werden, der sagt, dass sie nicht hätten zurückkommen dürfen, wird ziemlich schnell klar, dass ihre Eltern ihnen etwas verschwiegen haben. Weiterlesen

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Kirsten Boie: Dunkelnacht

Es ist April, fast Mai, ein Junge und ein Mädchen treffen sich, der erste Kuss im Mondschein verunglückt und eigentlich erzählt diese Szene schon von Mord, vom Krieg, von weißen Betttüchern, die eine friedliche Kapitulation symbolisieren sollen.

Schorsch, ein Junge aus dem bayerischen Penzberg, ist überzeugt, dass Deutschland auch nach vielen Jahren Krieg nicht kapitulieren darf, und erschrickt über das, was Marie ihm sagt: „Am besten, wir legen schon die Betttücher bereit“. Ist das Wehrkraftzersetzung? Und dann die Hoffnung: Könnte der Krieg bald vorbei sein?

Marie, die Tochter des Metzgers und Schorsch, Sohn des Polizeichefs, durchleben in Kirsten Boies Jugendbuch „Dunkelnacht“ die tatsächlichen Ereignisse der Tage vom 28. – 29. April 1945, zwei Tage vor Hitlers Selbstmord. Die Kleinstadtbewohner hören über das Radio, dass die „Freiheitsaktion Bayern“ das Ende des Krieges verkündet und einige Bürger handeln beherzt: Sie setzen den von den Nazis abgesetzten Bürgermeister wieder ein, versuchen zu verhindern, dass das Bergwerk gesprengt wird – ein Befehl, den es auszuführen gilt, falls die Stadt dem Feind in die Hände fällt – und wollen, dass die Kriegsgefangenen im Ort nicht in letzter Minute hingerichtet werden. Weiterlesen

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Roshani Chokshi: Die silbernen Schlangen

Wir befinden uns im Europa des Jahres 1889. Im Schatten der Weltausstellung hat der Lebemann, Mäzen und Behèmian Séverin Montagnet-Alarie schon einmal gegen eine höchst geheime Organisation gekämpft. Letztlich ging es darum, die Schergen des gefallenen Hauses daran zu hindern, dem Orden von Babel bestimmte Relikte zu entreissen und sich damit zu Weltherrschern aufzuschwingen. Der tragische Kampf kostete Séverin seinen geliebten Bruder, brachte ihn und seine drei Verbündete aber auch auf die Spur eines verschollenen Artefakts. Im schlafenden Palast soll es zu finden sein – die Rede ist vom dem sagenumwobenen Buch der göttlichen Lyrik, mit dessen Hilfe sich Menschen zu Göttern erheben können. Einst, einer der obersten Steine im legendären Turm zu Babel hätte das Artefakt, so es denn überhaupt existiert, die Macht, die Welt buchstäblich aus ihren Angeln zu heben und sie neu zu schaffen.

Die Suche führt sie tief in den Osten – es geht in die Eiswüste Süd-Sibiriens. Hier, nahe Irkutsk am Baikalsee soll die Schlafende Palast mit seinen märchenhaften Schätzen zu finden sein. Begleitet von Abgesandten des Ordens von Babel machen sich unsere Freunde auf, die Spur bis an ihr Ende zu verfolgen – und finden weit mehr, als erwartet … Weiterlesen

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Meredith Russo: Birthday – Eine Liebesgeschichte

Ein Unwetter hält zwei Familien bei der Geburt ihrer Kinder in einem Krankenhaus fest. So kommt es, dass sich nicht nur die Eltern miteinander anfreunden. Auch Eric und Morgan werden im Laufe ihrer Kindheit allerbeste Freunde. Sie lieben die Tradition, mit ihren Eltern den gemeinsamen Geburtstag zu feiern. Als Morgans Mutter an Krebs stirbt, ändert sich alles. Die Freundschaft zwischen Erics Eltern und Morgans Vater zerbricht. Morgan und sein Vater müssen in einen Trailer ziehen, während Eric und seine Eltern jeden Luxus haben, den man sich nur wünschen kann. Doch der Schein trügt. In beiden Familien brodelt es. Auch in Eric und Morgan brodelt es. Während Eric etwas fühlt, was er nicht versteht, spürt Morgan, dass etwas in ihm anders ist. Sein Körper fühlt sich falsch an, und er glaubt, mit ihm sei etwas verkehrt. Auch andere merken dies und lehnen Morgan deshalb ab. Nur Eric hält zu ihm. Irgendwann begreift Morgan, sein Leben braucht dringend eine Wendung zum Besseren. Er weiß nur nicht, wie.

„… Die Typen an der Schule beschimpfen mich als Weichei und Heulsuse … und das, obwohl ich wirklich nie, niemals weine. Die Traurigkeit steigt normalerweise nie höher als bis in meine Kehle. Nur heute Abend kann ich sie nicht mehr aufhalten.“ (S. 167)

Meredith Russo lebt seit 2013 als Frau. Ihr Debütroman „Als ich Amanda wurde“ war in den USA eines der ersten Bücher zum Thema Transgender. In diesem Jahr erscheint von ihr ein Jugendroman zu ihrem Lebensthema. Er wurde von Anne Brauner und Susanne Klein übersetzt. Entstanden ist eine ergreifende, wunderschöne Liebesgeschichte, wie man sie selten zu lesen bekommt. Weiterlesen

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Sarah Klymkiw & Kim Hankinson: Make Fashion Better

Was würde geschehen, wenn jeder beim Kauf eines T-Shirts wüsste, dass hierfür circa 2.700 Liter Trinkwasser verbraucht worden sind? Sollte dieses Kleidungsstück für ein paar Euro über die Ladentheke gehen, hat man auf der einen Seite ein Schnäppchen gemacht. Auf der anderen Seite trägt die Käuferin, der Käufer vermutlich minderwertige Ware nach Hause, die schnell unansehnlich und nach ein paar Mal Waschen weggeworfen wird. Für die Autorin Sarah Klymkiw und die Künstlerin Kim Hankinson war es aus diesem Grund eine Herzensangelegenheit, ein Buch über Mode zu gestalten, in dem Kreativität und ein schonender Umgang mit den Ressourcen vorgestellt wird. Bereits auf der Innenseite des Einbandes findet sich ein Zitat der Autorin, das die Lesereise beschreibt:

„Wir können gemeinsam die Welt verändern, indem wir unsere Kleidung ändern.“

Wie dies funktioniert, wird unter anderem in den Kapiteln Kleiderpflege, Reparatur und neue Gestaltung beschrieben. Ob Kleidung mit anderen Materialien geschmückt wird oder neue Kombinationen entstehen, hängt von der Kreativität der Gestalterin, des Gestalters ab. Dies setzt natürlich Kenntnisse in der Handarbeit voraus. Weiterlesen

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Sebastien De Castell: Shadowblack 02: Karten des Schicksals

Vor vier Monaten war das Leben noch in Ordnung. Kellen wuchs behütet in seinem Dorf auf, wurde zwar von den Gleichaltrigen getriezt, verprügelt und verzweifelte an seiner Unfähigkeit, eine der sechs magischen Kräfte in sich zu wecken, aber hatte zumindest eine Heimat. Dass sein Volk die mächtigsten Magier der Welt stellt, dass ein Jeder mindestens eines der bei der Geburt in die Haut tätowierten Gaben aktiviert erweist sich für unseren Sechzehnjährigen als Nemesis. Er kann partout seine Gaben nicht wecken, legt sich zudem mit den mächtigsten Familien seines Stammes an – und überlebt nur durch die Hilfe einer Argosi, einer Abenteurerin und seines Seelengefährten.

Die Verbannung und Ächtung – immerhin ist eine Belohnung auf seinen Tod ausgeschrieben – führt dazu, dass sie die menschenleere Wüste durchqueren. Erwähnte ich bereits den magischen Steckbrief der jedem Hasardeur Gold verspricht, wenn er nur Kellen vom Leben in den Tod befördert? Während des Kampfes gegen zwei Kopfgeldjäger, die sich nur zu gerne das Preisgeld auf seine Leiche verdienen würden, lernt er eine junge Frau kennen, die von dem Fluch des Schwarzschattens, einer magischen Seuche, heimgesucht wird. Auf der Suche nach Heilung für diese und weitere Infizierte muss unser Trio nicht nur einen finsteren Magier finden und bezwingen, mit Geistern flüstern, sondern auch lernen, wie man ein leibhaftiges Krokodil besiegt … Weiterlesen

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