Evelyn Skye: The Crown’s Game

Russland, 1825: Die 16-jährige Vika trainiert mit ihrem Vater seit vielen Jahren, um einmal die Zauberin des Zaren zu werden. Der Zar beschäftigt stets einen Zauberer, der ihm in der Kriegsführung hilft. In manchen Generationen werden allerdings zwei Zauberer geboren und Vika muss feststellen, dass der etwa gleichaltrige Nikolai auch Anspruch auf den Platz erhebt. Es kommt zu einem Wettkampf in fünf Runden, dem Spiel um die Krone, bei dem es nur einen Sieger geben. Der andere Zauberer muss sterben. Als Vika auch noch beginnt, etwas für Nikolai zu empfinden, scheint die Lage aussichtslos.

Evelyn Skye hat russische Literatur und Geschichte studiert. Das spürt man auch in ihrem Roman. Sie legt die Handlung ins Russland des beginnenden 19. Jahrhunderts. Von den Menschen weiß aber kaum jemand, dass Zauberei überhaupt existiert. Sieht jemand einen Zauber, versucht er ihn ganz banal zu erklären. Deshalb lebte Vika bisher eher im Verborgenen auf einer russischen Insel. Weiterlesen

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Todd Calgi Gallicano: Magic Guardians 01: Der Fluch des Greifen

Sam London lebt in einem kleinen Kaff in Californien. Seine alleinerziehende Mutter ist Lehrerin, und so hat er es nicht eben leicht, schließlich kennt sie alle Tricks und Schliche, mit denen man sich vor der Schule drücken kann aus dem ef-ef. Seit einigen Jahren schon versucht Sam herauszufinden, für was er wirklich begabt ist – sein Zimmer legt beredt Zeugnis davon ab, was er nicht alles ausprobiert hat. Sport, Musik, Kunst – alles nicht sein Ding.

Nur eines fasziniert den Zwölfjährigen wirklich – Fabelwesen, Tiere, die nie ein Mensch zuvor zu Gesicht bekommen hat. Seine Obsession geht soweit, dass er schon von diesen Wesen träumt! Gerade in letzter Zeit hat er von der Begegnung mit einem waschechten Greifen – ja die mit Adlerschnabel und Löwenkörper – geträumt, als er in den Nachrichten einen Bericht von einer Tankstelle im Death Valley sieht, die er aus seinen Träumen kennt. Ihm ist klar – er muss da hin, vielleicht gibt es den Greifen ja wirklich? Gesagt, getan – zwar war es nicht einfach, doch Sam schafft es in die Wüste zu kommen, und dort seinen Greifen zu treffen.
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Brigid Kemmerer: Worte, die leuchten wie Sterne

Rev war schon immer anders als die anderen Jugendlichen. Von Pflegefamilie zu Pflegefamilie gereicht, fand er nach den dramatischen Ereignissen bei seinem Vater kaum zur Ruhe. Erst in den letzten Jahren scheint er etwas Glück zu haben. Er hat eine Pflegefamilie gefunden, die ihn sogar adoptieren möchte! Rev ist hin- und hergerissen. Als er dann auch noch eine Email seines leiblichen Vaters erhält, mit dem er seit mehr als 10 Jahren keinen Kontakt hatte, ist das Gefühlschaos perfekt.

Emma würde sich selbst als Gamer bezeichnen und doch ist sie mehr. Sie hat sogar schon ein Computerspiel programmiert. Echte Freunde hat sie wenige und auch von ihrer Mutter erhält sie keine Unterstützung. Sie hält Emmas Hobby und Berufswunsch als Programmiererin für ein Hirngespinst und brotlose Kunst, denn auch der Vater hat mit dem gleichen Beruf wenig Vorzeigbares hervorgebracht. Doch Emma glaubt an ihre Träume. Als dann ein Troll im Internet auftaucht, sie beschimpft und bedroht, kommt Mitspieler Ethan gerade recht. Er hilft ihr, gegen den aufdringlichen Typen vorzugehen. Weiterlesen

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Eva Siegmund: H.O.M.E. – Das Erwachen

Zoë ist 17 Jahre alt und die begabte Schülerin einer Eliteakademie, die junge Menschen auf einen Einsatz im Ungewissen vorbereitet. Sie ist sogar die Kommandantin ihrer Gruppe und liebt niemanden mehr als ihren Leutnant Jonah. Dann allerdings wird Zoë plötzlich im Krankenhaus wach. Das Erstaunen der Menschen um sie herum ist groß, denn Zoë habe 12 Jahre lang im Koma gelegen und sei nun zurück im Leben. Zoë ist verwirrt und weiß nicht recht, was sie glauben soll. Hat sie sich die H.O.M.E.-Akademie wirklich nur eingebildet? Schon bald stehen Menschen vor ihrem Bett, die sich als Vater, Mutter und Bruder entpuppen. Nur vage kann sich Zoë an den jungen Mann erinnern, die anderen Personen scheinen völlig fremd. Was wird hier gespielt? Je mehr Zoë wieder am Leben der anderen teilnimmt, desto größer werden ihre Fragen.

Schnell muss Zoë feststellen, dass sich das Leben in Deutschland, genauer Berlin, sehr verändert hat. Etwa zu dem Zeitpunkt als Zoë ins Koma fiel, wurde das Wasser knapp. Weiterlesen

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Melissa Albert: Hazel Wood: Wo alles beginnt

Alice ist 17 Jahre alt, als sie und ihre Mutter die Nachricht erhalten, dass ihre Großmutter Althea Proserpine, eine bekannte Märchenerzählerin, gestorben ist. Dabei hat Alice sie niemals kennengelernt! Mit ihrer Mutter zieht sie seit vielen Jahren von einem Ort in den USA an den anderen. Nirgendwo bleiben sie viel länger als ein halbes Jahr. Und doch folgt ihnen stets das Unglück, seltsame Dinge geschehen und Alice wird misstrauisch. Als ihre Mutter dann gänzlich verschwindet, muss Alice handeln. Sie nimmt sich ihren Mitschüler Finch zur Seite, der ein großer Verehrer Altheas ist, und bricht zu ihren Wurzeln auf: Sie will Hazel Wood, das Anwesen, auf dem ihre Großmutter lebte, suchen.

Melissa Albert hat einen magischen Roman über Märchen geschrieben, der eine in sich geschlossene Geschichte anbietet. Das Ende gibt Raum für Fortsetzungen, diese sind aber nicht nötig und aktuell auch nicht geplant. Man taucht ein in das Amerika der Gegenwart und lernt einen älteren Teenager kennen, der wurzellos durchs Land zieht. Alice folgt ihrer Mutter und hat außer ihr eigentlich kaum Vertraute. In einer Schulklasse war sie nie lang genug, um ernsthaft Freunde zu finden. Zudem kämpft sie mit ihrer eigenen Wut und inneren Zerrissenheit. Ihre Mutter ist eine wichtige Stütze und hilft ihr bei Wutausbrüchen und Unsicherheiten. Weiterlesen

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Robin Benway: Wir drei verzweigt

Grace ist 16 Jahre alt und eigentlich sollte sie beim Homecoming-Ball mit ihrem Freund Max strahlen. Stattdessen verbringt sie ihre Zeit in einem Kreißsaal, während Max den Abend genießt. Denn Grace ist schwanger und bringt ihre Tochter nur mit Hilfe ihrer Eltern zur Welt. Nur wenig Minuten danach gibt sie das Mädchen zur Adoption frei. War das die richtige Entscheidung? Grace besinnt sich auf ihre eigene Vergangenheit, denn sie wurde selbst nach der Geburt adoptiert. Nun erfährt sie, dass sie mit Maya (15) und Joaquin (17) zwei Geschwister hat, die sie nicht kennt. Grace ist neugierig und nimmt vorsichtig Kontakt auf. Aber auch die Frage nach ihrer leiblichen Mutter brennt ihr auf der Seele.

„Wir drei verzweigt“ entwickelt sich zu einem fantastischen Roman mit sehr ernstem, aber gut umgesetztem Thema. Aus der Sicht der drei sehr unterschiedlichen Jugendlichen wird die Geschichte beschrieben. Maya wurde ebenfalls nach der Geburt adoptiert, nur wenige Monate nach ihrer Aufnahme bekam die Familie dann allerdings doch noch eine leibliche Tochter. Mit ihrer Adoptivschwester Lauren muss Maya seitdem das Leben bestreiten. Ihre Adoptivmutter ist zudem alkoholabhängig, was das Leben nicht gerade leichter macht. Weiterlesen

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Neal Shusterman: Kompass ohne Norden

Caden ist eigentlich ein ganz normaler 15-jähriger Junge. Aber es gibt diese Momente in seinem Leben, da ist er Teil einer Schiffbesatzung auf einem Schiff mit besonderem Ziel. Die tiefste Stelle des Meeres im Marianengraben wollen sie messen und Caden, der wenig Ahnung von Navigation hat, soll sie führen. Dann wieder ist Caden ein ganz normaler Schüler und glaubt, ein Mitschüler wolle ihn umbringen. Und immer wieder das Schiff, das Schiff, der einäugige Kapitän, sein einäugiger Papagei. Als sowohl der Kapitän als auch der Papagei von ihm verlangen, den jeweils anderen zu töten, überschlagen sich plötzlich die Ereignisse und Caden muss erkennen, was seine Mitmenschen von der ganzen Sache halten: Schizophrenie lautet die Diagnose.

Auf Neal Shustermans Roman muss man sich sehr einlassen. Man wird in das Geschehen geworfen und weiß nicht recht, wo oben und unten sind. Die Zeit auf dem Schiff verläuft seitwärts wie eine Krabbe, die Mannschaft ist äußerst sonderbar und das Schiff scheint geradezu riesig. Und dann wieder ist Caden ein normaler Junge mit einer Schwester und Eltern, kein Schiff weit und breit. Weiterlesen

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Derek Landy: Skulduggery Pleasant 11: Mitternacht

Einst war sie ein ganz normales Mädchen mit einem etwas absonderlichen Onkel. Die Rede ist von Walküre Unruh, wie sie jetzt heißt. Dass sie nach dem Tod ihres Onkels, eines gefeierten Horror-Schriftstellers nicht nur dessen Vermögen sondern auch seine Freunde erbt, brachte sie in Kontakt mit dem Übernatürlichem. An der Seite von Skulduggery Pleasant, einem unsterblichen aber beseelten Skelett, lernte sie nicht nur Magie kennen und wirken, sie ermittelte bei übernatürlichen Verbrechen und stellten sich dem Weltuntergang entgegen. Inzwischen sind Darquise und die alten Götter gebannt, der Krieg der Sanktiarien beendet und Walküre aus dem selbst gewählten Einsiedlerdasein wieder zurückgekehrt.

Dass das sicherste Gefängnis der magischen Welt von der wiederauferstandenen Ex-Freundin von Skulduggery erobert, entführt und die Gefangen befreit wurde, sorgt naturgemäß für Unruhe. Als dann einer der Ex-Häftlinge Walküres sieben-jährige Schwester kidnappt und droht sie umzubringen, wird die Angelegenheit für sie persönlich. Fehler, ganz ganz großer Fehler von Cadeverus Gant, denn jetzt hat er nicht nur eine naseweise Siebenjährige und ihren Babysitter Omen, immerhin Bruder des verheißenen Weltenretters an der Backe, auch Walküre befindet sich im Kampf- und geliebte Schwester Befreiungsmodus … Weiterlesen

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Katherine Rundell: Mitten im Dschungel

Irgendwo mitten am Amazonas stürzt eine kleine Propellermaschine ab. Der Pilot verstirbt bei der Bruchlandung, die vier jungen Kinder, die er als Passagiere an Bord hatte, überleben allerdings leicht verletzt. Und so müssen sich Lila, ihr 5-jähriger Bruder Max, Fred und Constantia, genannt Con, allein durch den Urwald schlagen. Dabei kommen sie alle aus Städten und haben von der Wildnis kaum eine Ahnung. Nur Lilas breit gefächertes Wissen über Tiere hilft ihnen wirklich. Können die vier es schaffen, im wilden Wald zu überleben?

Das Alter der jungen Menschen wird, mit Ausnahme des kleinen Max, nicht näher benannt. Müsste ich es tippen, wären sie wohl etwa 11 bis 12 Jahre alt. In dem Bereich liegt deshalb auch meine Altersempfehlung für dieses Kinder- und Jugendbuch. Es spricht vor allem Leserinnen und Leser beider Geschlechter zwischen 11 und 13 Jahren an. Die Geschichte ist mit einigen Abenteuern gespickt, die vor allem in der ersten Hälfte im Mittelpunkt stehen. Hier erfährt man so gut wie gar nichts von den Figuren und auch sie selbst hinterfragen ihre Situation kaum. Weiterlesen

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Chandler Baker: Das Ende ist erst der Anfang

Die 17-jährige Lake hat zwei beste Freunde, Will, mit dem sie auch fest zusammen ist, und Penny. Als die drei nach einem Ausflug einen Autounfall haben, sterben Will und Penny. Nun ist das in der Zukunft keine großartige Sache mehr. Menschen können wieder ins Leben gerufen werden. Doch da es zu wahren Bevölkerungsexplosionen kam, ist diese Möglichkeit nun limitiert. An ihrem 18. Geburtstag darf Lake einen Menschen aussuchen, den sie wiedererwecken möchte. Penny oder Will? Will oder Penny? Doch die Sache ist viel komplizierter, denn schon vor Jahren hat Lake ihren Eltern und ihrem Bruder Matt, der seit einem Unfall vom Hals abwärts gelähmt ist, versprochen, dass sie ihre Auferstehung für Matt nutzen wird, der nur wenige Tage zuvor „überraschend“ zu Tode kommen wird.

Chandler Bakers Roman wirkt erstmal sehr befremdlich. Da erfährt man von dem Unfall und der tiefen Verbindung zwischen Lake, Will und Penny. Dann sind die beiden letzteren plötzlich tot und Lake noch lebendig. Statt zutiefst zu trauern und in ein schwarzes Loch zu fallen, steht Lake schon am nächsten Tag wieder auf und geht dem Alltagsgeschäft nach. Weiterlesen

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