Armand Baltazar: Timeless 01: Retter der verlorenen Zeit

Die Jugend, sie liest nicht mehr – so zumindest hört man es aus berufenem Munde. VIPs werden in Schulklassen entsandt, um Werbung für das Lesen zu machen, Vorlesen ist en vogue. Was aber könnte die Jugendlichen wieder einmal selbst zum so gar nicht mehr hippen Medium Buch – gleich ob in seiner Printausgabe oder elektronisch – greifen lassen? Nun, Saurier, das ist doch ein Thema, das immer geht. Oder Piraten, die die Meere unsicher machen. Wie wäre es mit genialen Erfinder, Dampfrobotern oder gar, McFly sei Dank, einem schwebenden Skateboard? Also gleich vier Bücher, die es zu schreiben, zu vermarkten und an die Zielgruppe zu bringen gilt?

Nicht so bei Armand Baltazar, einem Mann, der für Pixar gearbeitet, der sich Animationsfilme hat einfallen lassen. Nach Zuruf seines Sohnes hatte dieser die Idee, diese vier Elemente in einem Buch zusammenzuführen. Weiterlesen

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Mark Lowery: Wie ein springender Delfin

Der dreizehnjährige Martin unternimmt mit seinem kleinen Bruder Charlie eine Zugreise an die Küste, wo die beiden zusammen mit den Eltern den letzten Urlaub verbracht haben. Geschickt und kindgerecht aufbereitet baut der Autor in die abenteuerlich und witzig geschilderte Handlung die Verarbeitung von Trauer um einen geliebten Menschen ein, was aber erst am Ende klar wird. Nur einen Tag will Martin mit Charlie verreisen, und weil die Eltern das niemals erlauben würden, muss alles heimlich geschehen. Er möchte dem kleinen Bruder nochmals den Delfin zeigen, der in den Sommerferien in St. Bernards immer im Hafenbecken aufgetaucht ist und von dem Charlie so fasziniert war.

Charlie ist kein Kind wie die anderen. Seit seiner Geburt leidet er an einer Herzschwäche und Asthma, doch er ist ein fröhlicher Junge. Martin hat früh gelernt, sich um ihn zu kümmern. Weiterlesen

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Carrie Mac: 100 schlimme Dinge, die mir bestimmt passieren

Maeve ist 16 und macht sich Sorgen. Ständig. Und genauso ständig bekommt sie von ihrer Umwelt zu hören: Hör auf damit!. Würde sie gerne, aber es geht einfach nicht. Sie leidet an einer Angststörung, die sie nur gerade so eben im Griff hat. Wenn man mich fragt, ist das die schlimmste Variante von allen. Man funktioniert noch für die Umwelt, wirkt vielleicht ein bißchen freaky, aber innerlich ist man die ganze Zeit angespannt. In Erwartungshaltung. Natürlich nützt das nichts, es kommt nie das, was man erwartet. Man hat nur schon unglaublich viel Kraft für das Sorgen machen verschwendet und die fehlt dann in den echten Katastrophen.

Diesen Sommer soll Maeve bei ihrem Vater und seiner neuen Familie verbringen, weil ihre Mutter für 6 Monate in Haiti Gutes tun will. Weiterlesen

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Philip Kerr: Friedrich der Große Detektiv

Selten habe ich ein Buch gelesen, dass eine so deutliche Erinnerung und Hochachtung spüren lässt. Auf der einen Seite für Erich Kästner, auf der anderen Seite aber auch an die Jugendbücher über den Nationalsozialismus aus den 70ern. An die Bücher von Hans-Peter Richter (Damals war es Friedrich) und Judith Kerr (Als Hitler das rosa Kaninchen stahl, ich glaube die Namensgleichheit ist Zufall). Der Stil des Buches erinnert ganz stark an Hans-Peter Richter, aber auch an Erich Kästner.

Friedrich lebt im Jahre 1933 in Berlin, sein Vater ist Journalist und mit Erich Kästner befreundet. Sein Bruder Rolf wird sehr früh ein überzeugter Anhänger der Nationalsozialisten und Friedrich hört immer wieder den Streit zwischen Vater und Sohn. Zum Beispiel vor der Bücherverbrennung, bei der auch Friedrich Lieblingsbuch „Emil und die Detektive“ verbrannt wird, inklusive der persönlichen Widmung des Autors. Weiterlesen

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Kerstin Gier: Wolkenschloss

Mit gerade 17 ist Fanny von zu Hause mehr oder weniger geflüchtet. So ist sie als Jahrespraktikantin auf dem Wolkenschloß gelandet. Ein ehrwürdiges, altes Berghotel, das schon viel gesehen hat. Leider hat es seine besten Jahre schon lange hinter sich. Aber jetzt zu Weihnachten und vor dem großen Silvesterball ist es immer noch ein magischer Ort. Stammgäste und neue Gäste trudeln ein und wollen versorgt sein. Zwar läuft Fannys Aufgabe als Kindermädchen erst mal gründlich schief, aber dabei lernt sie immerhin den Hotelerben Ben kennen. Und dann ist da noch das geheimnisvolle russische Ehepaar mit dem kleinen Mädchen und als alle Straßen zugeschneit sind, geht die Geschichte vom Hotel-Entführer rund, der es dieses Jahr ausgerechnet auf das Wolkenschloß abgesehen hat. Weiterlesen

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Andreas Eschbach: Submarin

Mit ‚Submarin‘ hat Andreas Eschbach nun einen Folgeband zu seinem 2015 erschienenen Jugendbuch ‚Aquamarin‘ geschrieben. Die Handlung des Buches setzt da ein, wo sie im ersten Band zu Ende ging: das Mädchen Saha macht sich auf die Suche nach ihrem Vater, einem sogenannten Submarin.

Submarins sind durch genetische Manipulationen entstandene Menschen, die aber nur unter Wasser leben können und, nach der Idee ihrer Schöpfer, die Meere besiedeln sollen. An der Luft können nur einige wenige von ihnen für kurze Zeit überleben. Sahas Vater gehörte dazu. So geschah es, dass Sahas Mutter eine Landbewohnerin war und sie selbst nun sowohl über Lungen als auch Kiemen verfügt und in beiden Lebensräumen zurechtkommt. All dies erfuhr Saha in ‚Aquamarin‘, nachdem sie ihre Kiemen zunächst für Narben eines Unfalls gehalten und erst nach und nach mehr über sich und die Submarins herausgefunden hatte. Weiterlesen

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Isabell May: The Chosen One

Skadi ist eine der Glücklichen in ihrem Land, denn sie ist eine Ausersehene – eine Ausersehene, keine Auserwählte, denn es war die Natur selbst, die sie befähigte, als eine der wenigen Frauen Kinder gebären zu können. Vor Jahrzehnten hat eine geheimnisvolle Krankheit die Zahl der Bewohner merklich dezimiert und als die Seuche vorbei war, waren die meisten Frauen unfruchtbar. Aber Skadi ist nicht wirklich glücklich mit ihrem Leben im goldenen Käfig und bricht eines Tages aus.

Die Geschichte ist spannend erzählt und auch die Erlebnisse nach Skadis Flucht aus der Burg haben mir gefallen. Was mir allerdings weniger gefallen hat, ist die Unausgegorenheit des Settings. Das Land und seine Herrscherin sind unverzichtbarer Teil der Geschichte, umso ärgerlicher, dass gerade hier die Entwicklung so viele Lücken aufweist. Weiterlesen

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Krystal Sutherland: Unsere verlorenen Herzen

Henry ist 17 Jahre alt und beginnt soeben sein letztes Jahr auf der Highschool. Wenn er ehrlich ist, war er noch nie verliebt. Er wartet auf die eine, richtige, wahre Liebe, die ihn von den Socken hauen wird. Dass er sie ausgerechnet in Form der jungenhaften neuen Schülerin Grace treffen würde, kann er selbst nicht glauben. Doch Grace mit ihrer Beinverletzung und ihrem Stock zieht ihn magisch an und er möchte nichts, als Zeit mit ihr verbringen. Grace hat allerdings mehr als ein Geheimnis und weiß diese gut zu verstecken und für sich zu behalten. Henry setzt alles daran, hinter die harte Schule des Mädchens zu blicken.

Selten musste ich bei einem Buch zu herzhaft lachen wie bei diesem. Es sprüht nur so vor urkomischen, fetzigen Szenen, bei denen kein Auge trocken bleibt. Weiterlesen

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Ernest Cline: Armada: Nur du kannst die Erde retten

Ich muss ja zugeben, dass die Begeisterung über das Wiedererkennen von Kindheitserinnerungen bei mir beim zweiten Buch deutlich nachgelassen hat. Trotzdem war „Armada“ noch witzig zu lesen, ich muss aber zugeben, dass mir das Thema jetzt für’s Erste reicht. In Ernest Clines zweitem Roman werden wieder alte Erinnerungen an die Jugend wach. Diesmal ist es jedoch nicht ein toter Spielewelterfinder, der die Menschen dazu bringt, sich damit zu beschäftigen, sondern für Zack Lightman haben Spiele, insbesondere Ego-Shooter schon immer zum Leben zugehört. Sein toter Vater war ein echter Freak und auch seine Mutter spielt immerhin regelmäßig. Insbesondere das Spiel „Armada“ hat es Zack angetan und er ist richtig gut darin. Weiterlesen

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Angie Thomas: The Hate U Give

Die 16-jährige Starr trifft seit langem mal wieder ihren ehemals besten Freund Khalil auf einer Party. Sie hatte den gleichaltrigen Jungen aus den Augen verloren, doch die beiden verstehen sich wieder auf Anhieb. Auf einer Autofahrt am selben Abend werden sie von einem Polizisten angehalten, Khalil muss aus dem Wagen aussteigen und wird kurz darauf von dem Polizisten erschossen. Dabei war er unbewaffnet! Geschah alles nur, weil Khalil schwarz war? Starr ist hin- und hergerissen und weiß nicht, wie sie sich verhalten soll. Soll sie schweigen oder reden? Ihre Eltern möchten sie aus der Sache raushalten, erzählen keinem, dass Starr involviert war. Doch Starr spürt, dass dies nicht ihr Weg sein kann.

Angie Thomas‘ Roman ist großartig und extrem authentisch. Wüsste man es nicht besser, würde man glauben, sie hätte genau die gleiche Situation erlebt. Manches hat sie vielleicht sogar erlebt, denn sie ist in Jackson, Mississippi, aufgewachsen und ebenfalls schwarz. Weiterlesen

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