Ami Polonsky: Und mittendrin ich

Grayson ist 12 Jahre alt und ein unglücklicher Junge. Vor den Gleichaltrigen zieht er sich immer mehr zurück. Aber als Amelia in die Klasse kommt, ändert sich das zunehmend. Die beiden finden einen gemeinsamen Nenner und freunden sich miteinander an. Doch Grayson könnte ihr niemals sein Geheimnis verraten. Denn in Wirklichkeit fühlt er sich wie ein Mädchen. Möchte ein Mädchen sein, Kleider tragen und all die Dinge tun, die Mädchen tun. Und dann ist Grayson ganz mutig und bewirbt sich bei der Schultheater-Aufführung für die weibliche Hauptrolle!

Ami Polonsky bearbeitet in ihrem Jugendroman für Jugendliche ab 12 Jahren ein sensibles Thema. Schon seit der Kindheit ist Grayson gerne ein Mädchen. Er steckt im falschen Körper, das wusste sogar schon seine Mutter, die vor vielen Jahren verstorben ist. Seitdem lebt Grayson bei Onkel, Tante und deren Sohn. Und niemand weiß, wie es in ihm aussieht. Nur heimlich probiert er Kleider an, malt seine Träume und hofft, dass sie eines Tages wahr werden. Die Schulaufführung scheint ein Lichtblick. Was wäre, wenn er wirklich die weibliche Hauptrolle spielen dürfte? Als seine Tante und der Onkel davon erfahren, sind sie sie verunsichert. Grayson wäre damit dem Mobbing seiner Mitschüler ausgesetzt. Weiterlesen

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Cheyanne Young: Jeden Tag ein Wort von dir

Rocki ist 17 Jahre alt und es hat ihr den Boden unter den Füßen weggerissen. Ihre Freundin Sasha ist nach längerer Krankheit verstorben und Rocki weiß einfach nicht, wie es ohne sie weitergehen soll. Doch Sasha hat für die Zeit nach ihrem Tod Briefe vorbereitet, die Rocki auf einige Abenteuer schicken sollen. Die Sache hat jedoch einen Haken, denn Rocki soll die Aufgaben nicht allein erledigen. Mit von der Partie ist auch Sashas leiblicher Bruder, den sie vor den Pflegeeltern und ihrer besten Freundin geheim gehalten hat. Nun soll Rocki ihm zeigen, was Sasha im Leben wichtig war und wo sie glücklich war. Wenn das mal gut geht …

Sasha befand sich ab einem sehr frühen Zeitpunkt in ihrem Leben in ihrer wohlbehüteten und finanziell abgesicherten Familie. Die Suche nach ihrer leiblichen Familie unterstützte die Pflegefamilie jedoch nie. Heimlich fand Sasha schließlich ihren älteren, leiblichen Bruder, hielt diese Information aber geheim. Nach ihrem Tod teilt sie sie mit ihre besten Freundin, die dadurch ganz schön vor den Kopf gestoßen ist. Schließlich lässt sie sich auf das Abenteuer mit dem fremden jungen Mann ein und wird immer wieder von Sasha überrascht. Der Roman begleitet die beiden jungen Menschen auf ihren Erlebnistouren und eignet sich für Leserinnen und Leser ab 15 Jahren. Weiterlesen

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Hayley Barker: Die Arena 01: Grausame Spiele

Menschen können sich ihre Herkunft nicht aussuchen. Entweder wird man 2045 als Pure oder Dreg geboren. Seit Hundert Jahren herrscht zwischen den Pures und Dregs Krieg, bei dem die inzwischen überlegenen Pures ihren Gegnern jede Menschlichkeit absprechen und diese konsequent auf die Stufe der gefährlichen Tiere stellen. Dank ausufernder Hetzreden und Propaganda herrschen tiefes Misstrauen und Hass. Nur tote Dregs sind akzeptable Dregs, heißt es.

Ben erlebt in London auf der Seite der Pures einen unermesslichen Luxus. Dies hängt auch mit seiner Mutter, der Ministerin, zusammen, die gerade für das Amt der Präsidentin kandidiert. Überall und zu jeder Zeit steht der gesamten Familie Personenschutz zur Verfügung. Auch Ben hat ständig einen Schatten hinter sich, seinen persönlichen Bodyguard, der ihn nie aus den Augen lässt.

Immer häufiger glaubt Ben, er würde nicht beschützt, sondern eher wie ein Gefangener gehalten, denn er darf nie seine Schulkameraden besuchen, oder mit ihnen etwas unternehmen.

An dem Tag, an dem der legendäre Zirkus nach zehn Jahren Abwesenheit wieder in London seine Zelte aufschlägt, will jeder Pure die ebenso legendären Attraktionen sehen. Den spektakulären Einzug verfolgt Ben am Fenster seines Zimmers, auch die Hologramme am Himmel faszinieren ihn und ganz besonders die der Seiltänzerin Hoshiko, einer Dreg. Weiterlesen

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Clare Furniss: Morgen ist heute schon vorbei

Hattie hatte sich ihre Sommerferien ganz anders vorgestellt. Sie ist 17 und könnte den ganzen Sommer genießen, doch dann sind vier Schwangerschaftstests, auf die sie heimlich gepinkelt hat, allesamt positiv. Hattie ist schwanger. Von Reuben. Ihren besten Freund. Der weiß von nix und schlägt sich irgendwo in Frankreich mit süßen französischen Mädchen die Nächte um die Ohren. Als sich eine seltsame Großtante in das Leben der Familie schleicht, ergreift Hattie die Chance und nimmt sich eine Auszeit. Mit Gloria bereist sie Orte aus deren Vergangenheit und versucht dabei, sich über ihre eigene Zukunft klar zu werden.

Der Roman beginnt mit witzigen Emails, die Hattie an den verreisten Reuben schreibt. Doch obwohl sie sich noch so viel Mühe gibt, antwortet er nicht oder selten. Und wenn, dann nur sehr knapp, in wenigen aussagelosen Worten. Dabei könnte Hattie einen besten Freund gerade sehr gut gebrauchen, denn auch ihre beste Freundin ist verreist. Die macht sich immerhin Sorgen, als Hattie ihr die Schwangerschaft offenbart und sucht nach Tipps bei Google. Doch Hattie ist und bleibt auf sich allein gestellt. Weiterlesen

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Karl Olsberg: Boy in a Dead End

Stephen Hawking hatte die Krankheit und wurde über siebzig Jahre alt. Manuel hat sie auch, und sie zersetzt seinen Körper systematisch. Nur viel, viel schneller. Die Ärzte geben ihm noch ein halbes Jahr Lebenszeit. Was macht ein überdurchschnittlich kluger Junge von 15 Jahren, wenn für ihn nichts mehr eine Rolle spielen soll?

Als sein Vater mit der Idee nach Hause kommt, er könne sein Gehirn scannen und alle gelesenen Informationen auf einen Hochleistungscomputer übertragen lassen, klingt dies wie eine Verheißung. Manuel würde als Datenpaket in einer virtuellen Welt überleben. Der Firmeninhaber und Milliardär spricht sogar von dem ewigen Leben. Seine Firma, die ihm dieses Angebot scheinbar selbstlos unterbreitet, verkauft gerade das beliebteste Onlinespiel aller Zeiten. Die Forschungsabteilung lädt Manuel ein, als Proband die neue Version auszuprobieren und alle Tools zu testen. Wenn er den Spezialanzug trägt, fühlt Manuel seinen Körper wie früher, als er noch laufen und seine Arme bewegen konnte. Ohne Vorwarnung werden seine letzten Lebensmonate zu einem Abenteuer, das nicht nur angenehme Überraschungen für ihn bereit hält. Weiterlesen

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Krystal Sutherland: Es muss ja nicht perfekt sein

Esthers Familie ist verflucht. Und das liegt alles nur an Erlebnissen, die ihr Großvater einst im Vietnamkrieg hatte. Dort traf er den Tod höchstpersönlich und wurde mit einem Fluch belegt. Seitdem stirbt ein jeder aus der Solar-Familie an seiner größten Angst. Esthers Zwillingsbruder Eugene fürchtet sich vor der Dunkelheit, der Vater verlässt wegen Agoraphobie den Keller nicht mehr und die Mutter ist abergläubig. Ein Onkel starb an seiner Angst vor Keimen und auch für Esther sieht es nicht gut aus. Sie kennt ihre größte Angst noch nicht, hat aber deshalb Angst vor allem Möglichen. Sie führt eine Liste, auf der sie all diese Dinge notiert. Als diese Liste in die Hände ihres ehemaligen Klassenkameraden Jonah gerät, ändert sich alles. Jonah möchte Esther helfen, sich ihren Ängsten zu stellen. Jeden Sonntag möchte er sich mit ihr treffen und eine der 50 auf dem Zettel notierten Ängste aufarbeiten. Esther ist wenig begeistert, willigt dann aber doch ein.

„Es muss ja nicht perfekt sein“ ist ein ganz besonderer Jugendroman. Auch wenn das auf den ersten Blick nicht gerade deutlich wird. Denn es beginnt alles etwas holprig. Man lernt eine Familie kennen, die mehr als sonderbar ist. Alles wird aus Esthers Perspektive beschrieben. Sie ist eine Außenseiterin und hat nur eine wirkliche Freundin, Hephzibah, die an selektivem Mutismus leidet und mit niemandem spricht. Viele Jahre dachte Esther sogar, dass Hephzibah nur eine einbildete, nicht real existierende Freundin sei. Weiterlesen

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Kasie West: Du bist der Liebe nicht egal

Kate mag keine fremden Menschen. Sie hasst es, im Mittelpunkt zu stehen und hat nicht das geringste Bedürfnis, etwas Neues kennenzulernen. Sie lebt mit ihrer Familie in einiger Entfernung zur Stadt an einem See, wo ihre Eltern einen Bootsverleih leiten. Hier will Kate nach ihrem Abschluss arbeiten und später das Geschäft übernehmen. Ihr Leben ist ruhig und vorbestimmt – genau wie sie es mag.

Als ihre beste Freundin Alana sie überredet, sich für den Podcast-Kurs der Schule einzuschreiben, ist sie nicht sonderlich begeistert und hofft, im Hintergrund die Recherche zu übernehmen, ohne besonders viel Aufmerksamkeit zu bekommen. Umso fassungsloser ist sie dann, als sie als Moderatorin ausgewählt wird. Da eine Weigerung unmöglich ist, findet sie sich damit ab und  sitzt kurz darauf hinter dem Mikrofon, um Ratschläge zu jeder Lebenssituation zu erteilen. Womit niemand gerechnet hat: Kate ist witzig, originell, sarkastisch und tatsächlich ziemlich gut darin, anderen mit ihren Problemen zu helfen.

Schon bald wird ihr klar, dass es ihr wirklich Spaß macht, die Sendung zu moderieren. Vor allem, weil dieser eine anonyme Anrufer sich so sehr nach dem Schwarm ihrer besten Freundin Alana anhört, der Kate um Ratschläge zu einem Mädchen bittet, das er wirklich mag. Weiterlesen

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Ursula Poznanski: Erebos 2

Das Computerspiel Erebos war schon vor Jahren kein Spiel, es war eine Bedrohung mit weitreichenden Folgen für alle Mitspieler.
Eine Spielregel lautet: Mit niemandem über Erebos reden.
Auch heute, bei seiner unerwarteten Rückkehr, ist Erebos kein Spiel.

Für den Schüler Derek sieht es wie ein virtuelles Abenteuer aus, bei dem er mit seltsamen Wesen für bessere Waffen und Fähigkeiten kämpft. Jedes weitere Abenteuer wird gefährlicher. Aber auch Erebos‘ Aufträge in der realen Welt haben es in sich. Sie bringen ihn mit überzeugenden Argumenten zum Lügen, Stehlen und Betrug. Ohne es anfangs zu bemerken, entwickelt sich für Derek die virtuelle Welt voller Gefahren und Tod realer als der Alltag. Und als er es begreift, ist es für ihn zu spät. Erebos hat ihn fest im Griff.

Nick, der Spielveteran, wird ebenfalls von Erebos überrascht. Weil der Abschluss eines Fotoauftrags vom Mitspielen abhängig gemacht wird, entsteht für ihn eine Zwangslage. Egal, was er versucht, jedes weitere Spiel, jeder neue Auftrag raubt ihm Freiheit und Lebenszeit, die er besser für das Studium und seine Jobs nutzen könnte. Deshalb wachsen von Tag zu Tag Nicks Schwierigkeiten in der realen und virtuellen Welt. „… Das Smartphone in der Jackentasche fühlte sich wie ein Sprengsatz an, … doch jetzt musste er erst mal erreichbar bleiben. Für beide Welten.“ (S. 268) Weiterlesen

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Anna Rosina Fischer: Songbird

Ella ist 18 Jahre alt und wiederholt soeben die 11. Klasse nach einem Auslandsjahr. Ein bisschen verloren fühlt sie sich in der neuen Klasse, trauert ihren Freunden im Schuljahr darüber nach. Aber ein bekanntes Gesicht gibt es und das ist ausgerechnet der beste Freund ihres Bruders: Sam. Sie kennt ihn schon ewig und ist heimlich auch ein bisschen in ihn verliebt. Aber Sam ist nicht etwa ihr Mitschüler, sondern ihr Lehrer. Das macht die Sache nur komplizierter, als Ella merkt, dass sie ernsthafte Gefühle für den jungen Mann hat. Und dann setzt sie ihre komplette Gesundheit aufs Spiel, nur um ihm nahe zu sein.

Anna Rosina Fischer hat mit „Songbird“ einen guten Jugendroman geschrieben, großartig ist er aber nicht. Er behandelt eine Vielzahl von Themen und mir kommt es ganz so vor, als wäre für keins der Themen wirklich Platz und Zeit. Weiterlesen

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Helen Endemann: Todesstreifen

Die Grenzmauer zwischen Ost- und West-Berlin wirkt auf Marc eher wie die Wand eines Gefängnisses. Er muss da raus, weg von den Bestrafungen und den ständigen Kontrollen. Er will auch keine Tabletten einnehmen, die die Sportschule ihm vorschreibt.

Marcs Auflehnung kritisiert indirekt das sozialistische System der DDR, in dem jeder stumm jede Regel befolgt. Mal freiwillig, mal unter Zwang. Natürlich wissen alle, dass es mit Marc nicht gut enden wird. Niemals.

„… Wer diskutiert, ist ein Schädling.“ (S. 51) sagen die Lehrer.

Weil Marc trotzdem nicht den Mund halten kann, droht ihm der Aufenthalt in einem Kinderheim, das genaugenommen ein Gefängnis für Kinder ist.

Der Besuch einer Westberliner Sportschule zu einem Sportfest in Ost-Berlin verleitet Marc zu einem Fluchtversuch in den Westen. Ben, einer der westlichen Schüler, sieht ihm so ähnlich, dass Marc in Bens Kleidung und mit dessen Pass heil über die Grenze kommen könnte. Weiterlesen

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