Margit Ruile: Dark Noise

Das ist wieder mal ein Buch, bei dem ich zweigeteilt bin. Ich habe es nicht ungern gelesen, fand das Thema auch enorm wichtig, aber die Ich-steh-im-Nebel-über-den-Dingen-Protagonisten war schon sehr nervend, zumindest am Anfang. Am Anfang lernen wir sie nämlich nur als in der Ecke stehend und Zafer beobachtendes seltsames Wesen kennen. Ich dachte erst, ich wäre in einem Fantasy-Roman. Aber es handelt sich tatsächlich um einen waschechten Wirtschafts-/Polit-/Internet-Thriller.

Zafer ist eher menschenscheu und verdient seinen Unterhalt damit, Videos zu retuschieren. Hier eine unliebsame Produktplatzierung aus einer Serie entfernen, dort nachbessern. Und dabei ist er richtig, richtig gut. Weiterlesen

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Abby Cooper: Wunderworte

Die 12-jährige Elyse leidet unter einem seltenen Gendefekt. Hört sie Worte über sich, erscheinen diese auf der Haut an ihren Armen und Beinen. Sagt jemand beispielsweise „nettes Mädchen“ zu ihr, kann man den Begriff nur wenige Sekunden später auf ihrem Körper lesen. Natürlich sagen andere 12-Jährige nicht so nette Sachen zu einer Mitschülerin, die so eine verrückte Krankheit hat. Und so muss Elyse sich ständig kratzen, denn die fiesen Begriffen jucken auf ihrer Haut. Als sie eines Tages den Mut verliert, erscheint ein Wort auf ihrer Haut, welches sie nur in ihrem Kopf über sich selbst gedacht hat. Was passiert nun mit ihr? Dabei hatte sie doch so viel darauf gesetzt, die diesjährige Klassenfahrt ihrer Jahrgangsstufe zu planen. Weiterlesen

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John Corey Whaley: Hochgradig unlogisches Verhalten

Seit einigen Jahren geht der 16-jährige Solomon nicht aus dem Haus. Er wird übers Internet unterrichtet, seine Eltern machen die nötigen Besorgungen. Solomon leidet unter Agoraphobie und fühlt sich nur drinnen im Haus wohl. Es ist nicht so, als würde er dort nur depressiv sitzen, nein, mit seinen Eltern und in sicherer Umgebung kann er lachen und fröhlich sein. Freund allerdings hat Solomon keine. Nie besuchen ihn andere Jugendliche und von der Welt dort draußen hört er nur Geschichten. Das alles beginnt sich zu ändern, als Lisa, seine ehemalige Mitschülerin, Interesse zeigt und ihn besuchen möchte.

Agoraphobie ist eine Angststörung, die vor allem in Menschenmengen ausgelöst wird. In besonders schweren Fällen – wie bei Solomon – kann der Betroffene nicht mal mehr die eigenen vier Wände verlassen. Deswegen kennt Solomon all die Dinge, die normale Jugendliche gerne machen, nicht. Weiterlesen

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Kenneth Oppel: Vom Suchen und Finden

Amerika, irgendwann Mitte des 19. Jahrhunderts: Rachelt Cartland ist die Tochter eines der angesehensten Professoren des Landes. Doch ausgerechnet ihr Vater hat für Rachels Interesse an der Paläontologie, bei der man nach Fossilien längst ausgestorbener Dinosaurier und anderer Lebewesen sucht, nichts übrig. Er würde Rachel lieber zu Hause am Herd mit einem netten Ehemann sehen.  Als Rachel Samuel Bolt kennenlernt, scheint sich das Blatt zu wenden. Samuel ist der Sohn eines mit Cartland verfeindeten Paläontologen und zwischen den rivalisierenden Wissenschaftlern entbrennt ein Wettrennen auf der Suche nach den Knochen des Tyrannosaurus Rex. Keiner der beiden merkt jedoch, dass sich zwischen ihren Kindern eine Sympathie und Zuneigung entwickelt. Weiterlesen

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Rachel Bateman: Glücksspuren im Sand

Die 17-jährige Anna ist kaum ein Jahr jünger als ihre Schwester Storm. Storm ist Annas großes Vorbild, obwohl das Mädchen alles andere als beliebt ist. Im Gegenteil ist Storm eher seltsam und hält sich im Hintergrund. Sie hat nur wenige gute Freunde und verbringt die meiste Zeit mit den Nachbarsjungen Cameron. Als Storm in der Nacht nach ihrer Abschlussfeier bei einem Autounfall stirbt, bricht für Anna und Cameron eine Welt zusammen. Doch dann entdeckt Anna eine Sommerliste ihrer Schwester, all die Dinge, die Storm in diesem Sommer erreichen wollte. Anna beschließt, Storms Liste abzuarbeiten, und Cameron erklärt sich bereit, ihr zu helfen.

Im Mittelpunkt dieses Jugendromans steht ausnahmsweise mal nicht die unbeliebte Schwester, die ihrer verstorbenen, super beliebten Schwester nacheifern will. Weiterlesen

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Kathrin Lange: Die Fabelmacht-Chroniken 01: Flammende Zeichen

Mila ist ein normales Mädchen, das gerne schreibt. Nach einem Krach mit ihrer Mutter flieht zu zu einer Freundin nach Paris. Sie kann nicht ahnen, dass ihr ganz besonderes Talent nur in Paris zum Vorschein kommen wird und dass sie dort jemanden treffen wird, den sie schon sehr lange und doch nicht kennt.

Nicholas dagegen lebt schon sein ganzes Leben lang in Paris und mit dem Wissen um die Fabelmacht. Leider hat ihn das nicht davon abgehalten, seine eigene Geschichte zu schreiben – mit so bösen Ende, wie es nur rebellische Pubertierende sich ausdenken können. Das bereut er längst, aber er scheint es nicht mehr ändern zu können.

Eric hat mit der Fabelmacht nichts zu tun, er hat ein ganz eigenes Päckchen zu tragen, dass ihn mehr oder weniger auf der Straße leben lässt. Mila stolpert am Bahnhof über ihn und verändert sein Leben ebenfalls. Weiterlesen

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Kevin Sands: Der Blackthorne Code 02: Die schwarze Gefahr

Als Erbe seines Meisters sollte Christopher inzwischen eigentlich fein raus sein für einen ehemaligen Waisenjungen. Dummerweise lässt die Gilde sich Zeit, einen neuen Meister für ihn zu finden und der Schatz, den Meister Benedict ihm angeblich hinterlassen hat, ist nicht aufzufinden. Da kommt die Pest nach London. Und mit ihr ein geheimnisvoller Prophet, der angeblich die nächsten Toten voraussagen kann und ein Wunderheiler, dem es wirklich gelungen zu sein scheint, ein Mittel gegen die Pest zu finden.

Sehr gut hat mir gefallen, wie Kevin Sands beschrieben hat, woran die Menschen glauben können, wenn sie völlig verzweifelt sind. Wer oder was auch immer ihnen Schutz oder Heilung verspricht, bekommt alles, was menschenmöglich ist. Christopher und sein Freund Tom, später auch die neu eingeführte Sally, geraten mitten in den Strudel aus Angst, Verzweiflung, Hoffnung und Betrug.  Keven Sands stützt sich dabei auf Daniel Defoes „Die Pest zu London“, die ich auch schon sehr eindringlich fand. Weiterlesen

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Anika Beer: Kieselsommer

Die 15-jährigen Freundinnen Tilda und Ella können es kaum glauben: Es sind Sommerferien und sie machen zwei Wochen allein Urlaub in einer kleinen Hütte im Spreewald. Ella hofft auf das Schicksal und die große Liebe. Bereits am ersten Abend wünscht sie sich sehnlich, endlich einen Freund, den Freund überhaupt, die wahre Liebe zu finden. Tilda belächelt den Versuch ihrer sonst zurückhaltenden Freundin und staunt nicht schlecht, als am nächsten Tag tatsächlich ein junger Mann namens Mats vor der Tür der beiden steht. Zwischen Ella und Mats scheint es Liebe auf den ersten Blick zu sein. Doch was wird nun aus dem gemeinsamen Urlaub? Tilda fasst einen Entschluss … Weiterlesen

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David Levithan: Was andere Menschen Liebe nennen

Stephen ist 16 Jahre alt, hat keine Freunde, war noch nie in der Schule oder hat mit Gleichaltrigen gespielt. Seit einiger Zeit hat er sogar nicht mal mehr mit einem Menschen geredet – denn seine Mutter ist gestorben. Warum das alles so ist? Stephen ist für andere Menschen unsichtbar. Nur seine Mutter und seinen Vater wissen, dass es ihn gibt, doch sein Vater hat die Familie vor langer Zeit verlassen und nach dem Tod der Mutter ist Stephen auf sich gestellt. Nur wenn er sich stark konzentriert, kann er Dinge wie Türklinken benutzen oder Gegenstände berühren. Denn so geisterhaft Stephens Existenz zu sein scheint, hat er doch menschliche Bedürfnisse, muss essen und möchte an die frische Luft. Als er im Hausflur schließlich die neue Mitbewohnerin Elizabeth trifft, kann er seinen Ohren kaum trauen: Elizabeth spricht ihn direkt an und scheint ihn sehen zu können! Der erste Mensch seit 16 Jahren! Kann das möglich sein? Weiterlesen

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Flurin Jecker: Lanz

Der 14-jährige Lanz hat Projektwoche und eigentlich keine Lust, einen Blog schreiben. Trotzdem meldet er sich bei dem Projekt „Ich schreibe einen Blog“ an, weil er weiß, dass Lynn da sein wird. Dass sein Lehrer Gilgen den Kurs leitet und Lynn gar nicht da ist, frustriert ihn.

Natürlich hat er keine Ahnung, was er schreiben soll. Als er dann aber beginnt, werden seine Einträge so persönlich, dass niemand den Blog lesen darf: Lanz hat zwei Zuhause, ein Zimmer bei der Mutter, eins beim Vater, und versucht beiden Eltern das Gefühl zu geben, dass es bei ihnen jeweils am schönsten ist.

Das Dorf in der Schweiz, in dem er lebt, steht nicht gerade für Spaß und Abwechslung. Am meisten beschäftigen ihn seine Gefühle für Lynn, die dann doch noch im Kurs auftaucht. Allerdings meint Gilgen, dass es unmöglich sei, im Projekt „Ich schreibe einen Blog“ erst gar nicht zu bloggen, dann seine Texte geheim zu halten, obwohl der Sinn eines Blogs das Teilen von Eindrücken, Geschichten und Gefühlen mit anderen ist. Weiterlesen

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