Christoph Peters: Entzug

Der deutsche Schriftsteller Christoph Peters (Jahrgang 1966) studierte Malerei und veröffentlichte 1999 seinen ersten Roman „Stadt Land Fluß“. Heute lebt und arbeitet er in Berlin. Am 18. März 2026 erschien im Luchterhand Literaturverlag Christoph Peters’ neuestes Buch „Entzug“ mit einem von ihm gemalten Motiv auf dem Cover.

Mit Alkohol oder …

„Entzug“ von Christoph Peters ist ein autofiktionaler Roman. Der Protagonist ist Schriftsteller und trägt den Namen des Autors: Christoph Peters. Er ist der Ich-Erzähler der Geschichte. Und die hat es in sich. Sie besteht aus zwei Kapiteln. Das erste, kürzere mit dem Titel „Trinken“ ist für mich als Leserin das beeindruckendere. Das zweite Kapitel „Nicht trinken“ beschreibt den „qualifizierten“ Entzug der Hauptfigur in einem Berliner Krankenhaus.

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Ali Smith: Gliff

Die Schriftstellerin Ali Smith wurde 1962 in Schottland geboren. Aktuell lebt und arbeitet sie in Cambridge. Ihr Jahreszeitenquartett („Herbst“, „Winter“, „Frühling“ und „Sommer“), das in den Jahren 2019 bis 2021 erschienen ist, wurde sehr gut besprochen. 2023 veröffentlichte sie den Roman „Gefährten“. Nun ist am 16. April 2026 Ali Smiths neues Buch unter dem Titel „Gliff“ im Luchterhand Literaturverlag erschienen. Stefanie Jacobs übersetzte es aus dem Englischen.

Ali Smith erzählt von einer „schönen neuen Welt“

„Gliff“ von Ali Smith spielt in Großbritannien in naher Zukunft. Aber es ist nicht das Großbritannien, das wir von heute kennen. Großbritannien ist ein Überwachungsstaat geworden, wie er schon in Aldous Huxleys „Brave New World“ aus dem Jahre 1932 beschrieben wurde. Dazu finden sich auch in „Gliff“ Verweise. Smith erzählt in ihrer unnachahmlichen, unkonventionellen Weise und Sprache von den Geschwistern Briar und Rose, die von ihrer Mutter getrennt werden und ihr Haus verlassen müssen. Sie verstecken sich in einem leerstehenden Gebäude und entdecken eine Wiese mit Pferden. Rose freundet sich mit einem der Pferde, einem grauen Wallach, an. Sie nennt ihn „Gliff“. Dann schlüpfen sie bei Menschen unter, die in einer ehemaligen Schule leben. Es handelt sich um eine zusammengewürfelte Gruppe, die Widerstand gegen den Staat leistet und für andere Lebensbedingungen kämpft.

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Elizabeth Strout: Erzähl mir alles

Die US-amerikanische Schriftstellerin Elizabeth Strout (Jahrgang 1956) erhielt 2009 den Pulitzer Prize for Fiction für ihren Roman „Olive Kitteridge“. Am 18. März 2026 erschien ihr neuer Roman mit dem Titel „Erzähl mir alles“ im Luchterhand Literaturverlag. Sabine Roth übersetzte ihn ins Deutsche.

Crosby in Maine forever

Elizabeth Strout führt uns in „Erzähl mir alles“ wieder nach Maine in den fiktiven Ort Crosby. Die Schriftstellerin Lucy Barton ist mit ihrem Ex-Mann William hierher zurückgekehrt. Nun unternimmt sie lange Spaziergänge mit dem Anwalt Robert (Bob) Burgess, auf denen sie sich über „das Leben“ unterhalten. Außerdem besucht sie die inzwischen 90-jährige Olive Kitteridge im Seniorenheim, wobei sie sich gegenseitig Geschichten erzählen.

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Honor Jones: Schlaf

Die US-Amerikanerin Honor Jones arbeitet als Redakteurin und hat nun ihren Debütroman geschrieben. „Schlaf“ ist am 26. März 2026 bei Ullstein in einer Übersetzung von Claudia Voit erschienen.

„Schlaf“ von Honor Jones ist ein ärgerliches Buch

Ich werde mich kurz fassen:

Das Lesen der Geschichte über Margaret und ihre Familie hat mich verärgert zurückgelassen. Dabei hatte Jones sich ein wichtiges Thema vorgenommen: Kindheitstraumata, die ein Leben lang nachwirken.

Aber Honor Jones eiert um das Trauma des sexuellen Missbrauchs im Kindesalter durch Familienmitglieder herum. Margarets Bruder Neal schleicht sich in ihr Bett, wenn er meint, dass sie schläft. Margaret schweigt. Ihre Mutter Elizabeth nimmt ihren Sohn oder auch seine Freunde in Schutz und gibt Margaret immer das Gefühl, sie sei schuldig. Vater Hugh hält sich raus. Jahre später, Margaret ist geschiedene Mutter von zwei Töchtern, versucht sie, sich der Vergangenheit zu stellen.

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Lukas Rietzschel: Sanditz

Der deutsche Schriftsteller und Dramaturg Lukas Rietzschel (Jahrgang 1994) schreibt Romane und Theaterstücke. Am 12. März 2026 ist nach „Mit der Faust in die Welt schlagen“ aus dem Jahr 2018 und „Raumfahrer“ aus dem Jahr 2021  sein dritter Roman mit dem Titel „Sanditz“ bei dtv erschienen.

„Sanditz“ von Lukas Rietzschel damals und heute

Mit einem flatternden schwarzen Raben vor hellblauem Grund auf dem Cover kommt „Sanditz“ von Lukas Rietzschel in den Buchhandel. Die Raben spielen gleich zu Beginn des Buches eine Rolle. Im Prolog erzählt Rietzschel in Anlehnung an die Sage „Krabat“ von zehn Raben, die zu Menschen werden und die Statue Otto von Bismarcks auf dem Hügel über Sanditz umstürzen. Und Raben tauchen im weiteren Verlauf der Geschichte immer mal wieder an verschiedenen Stellen auf.

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Leïla Slimani: Trag das Feuer weiter

Leïla Slimani (Jahrgang 1981) ist eine marokkanisch-französische Schriftstellerin, die mehrere Bestseller geschrieben hat und für ihren Roman „Dann schlaf auch du“ aus dem Jahr 2017 (deutsche Erstausgabe) den Prix Goncourt erhalten hat. Zuletzt schrieb sie an einer Romantrilogie, deren ersten beiden Bände („Das Land der Anderen“, 2021 und „Schaut, wie wir tanzen“, 2022) hier besprochen wurden und die auf ihrer Familiengeschichte basiert.

Am 14. Januar 2026 erschien Band 3 und damit der Abschluss der Trilogie unter dem Titel „Trag das Feuer weiter“ im Luchterhand Literaturverlag in einer Übersetzung von Amelie Thoma.

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Julia Wolf: Du, hier – Stories

Julia Wolf (Jahrgang 1980) ist Autorin und Übersetzerin z.B. für die Kurzgeschichten „Stories 2“ und den Roman „In der Gnade“ von Joy Williams oder den Roman „Umlaufbahnen“ von Booker-Prize-Trägerin Samantha Harvey, die wir auch hier besprochen haben. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Heute erscheinen ihre „Stories“ unter dem Titel „Du, hier“ bei dtv.

In „Du, hier“ erzählt Julia Wolf Geschichten von Frauen

Julia Wolf hat elf Kurzgeschichten geschrieben, deren Hauptfiguren überwiegend Frauen um die vierzig sind. Wie in der ersten Geschichte „Pfirsich, Tropfen, Faust“, in der die Protagonistin den zweiundvierzigsten Geburtstag ihrer Freundin in einer Bar feiert und spät abends oder früh am Morgen betrunken und angeschlagen nach Hause kommt und in das Gitterbettchen ihrer Tochter klettert.

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Bodo Kirchhoff: Nahaufnahmen einer Frau, die sich entfernt

Der deutsche Schriftsteller Bodo Kirchhoff wird in diesem Jahr 78 Jahre alt. Er schreibt Romane, Erzählungen, Drehbücher und Theaterstücke. Seine Werke wurden ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Buchpreis 2016 für die Novelle „Widerfahrnis“. Am 15. Januar 2026 veröffentlichte dtv seinen neuesten Roman mit dem Titel „Nahaufnahmen einer Frau, die sich entfernt“.

Terese und Viktor, das „ewige Paar“?

Und tatsächlich ist der Titel des Buches „Nahaufnahmen einer Frau, die sich entfernt“, wenngleich etwas sperrig, vortrefflich gewählt.

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Jo Nesbø: Minnesota

Der norwegische Schriftsteller Jo Nesbø (Jahrgang 1960) hat mit seiner Harry-Hole-Reihe Krimi-Kultstatus. Nun hat er einen neuen Kriminalroman geschrieben, in dem alles anders ist. In „Minnesota“, der am 2. Januar 2026 in den Ullstein Buchverlagen in einer Übersetzung von Günther Frauenlob erschienen ist, heißt der Ermittler Bob Oz und der Handlungsort Minneapolis in Minnesota, USA.

„Minnesota“ von Jo Nesbø wandelt auf True Crime Spuren

September, 2022: Der Norweger Holger Rudi reist in die Vereinigten Staaten von Amerika, um für einen True Crime Roman zu recherchieren. Der Kriminalfall ereignete sich vor sechs Jahren in Minneapolis, Minnesota.

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Silvesterspecial 2025

Jedes Jahr lesen wir Rezensentinnen und Rezensenten etliche Bücher. Gute und weniger gute, spannende und langweilige, dramatische, berührende, witzige und traurige, fesselnde, unterhaltsame, informative und interessante. Und immer findet sich darunter dieses eine Buch, das Highlight des Jahres. Das Buch, das besonders im Gedächtnis bleibt, das nachwirkt, aus ganz unterschiedlichen Gründen.

Diese Bücher, die uns in diesem Jahr 2025 so beeindruckt haben, stellen wir heute am letzten Tag des Jahres vor:

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