Eine junge, an Depressionen leidende Frau reist in einen entlegenen kanadischen Küstenort. Dort will sie Frieden und ihre Mutter finden. Doch dann wird eine weibliche Leiche im Meer geborgen – eben ihre Mutter.
Ein älterer, Mid-life-Krisengeplagter Kommissar siedelt in diesen Küstenort um, wartet auf seine Frau, die später nachkommen will. Er wird, obwohl eigentlich im Urlaub, mit den Ermittlungen hinsichtlich der im Meer gefundenen Frauenleiche beauftragt.
Die im Dorf lebenden Menschen, wortkarge, wettergegerbte Fischer vor allem, sind dem Ermittler dabei keine Hilfe, verwirren ihn mit ihren spärlichen Informationen. Auch die junge Catherine, die Anschluss sucht und nicht wirklich findet, kommt den Einwohnern nicht recht nah. Dabei spielt im Grunde das Meer die Hauptrolle in diesem recht düsteren Roman.
So recht fand ich nicht den Zugang, weder zur Handlung noch zu den Handelnden. Der Kommissar Joaquín Morales, seinen mexikanischen Wurzeln zum Trotz auf die Frage nach seiner Herkunft stets Montreal nennend, ist sympathisch-verpeilt. Seine Sorgen um seine Ehe, seine altersbedingten Grübeleien kollidieren mit seiner Tätigkeit, lenken ihn ab von den Ermittlungen. Weiterlesen








