Ganz im Gegensatz zum Titel ist es eine große Freude, dieses Buch zu lesen. Behutsam, mit viel Verständnis und ebenso viel Einfühlungsvermögen erzählt die englische Autorin von einer einsamen, pflichtbewussten, in den Moralvorstellungen der Zeit verfangenen Frau im London der 50er Jahre.
Jean Swinney, Ende Dreißig und als Lokalreporterin tätig, lebt zusammen mit ihrer Mutter in einem kleinen, etwas heruntergekommenen Haus in London. Ihre Mutter ist gesundheitlich angeschlagen und ein schwieriger Charakter. Daher genießt Jean die Stunden, die sie in der Redaktion oder mit Recherchen fern von zu Hause verbringen kann, ist sie doch in ihrer Freizeit stets ans Haus und an ihre Mutter gebunden.
Aufgrund eines wissenschaftlichen Artikels über Parthenogenese meldet sich bei Jeans Zeitung eine Frau, die behauptet, ihre Tochter sei die Frucht einer jungfräulichen Empfängnis. Das ist der Auftakt zu Ereignissen, die Jeans Leben komplett verändern werden. Weiterlesen


e Haut gehen lässt. Hier kommt deutlich die frühere Tätigkeit der Autorin als Gerichtsreporterin zum Ausdruck.


einigen Jahren verstorben, doch June bewahrt im Haus alles so, wie es zu Lebzeiten ihrer Mutter war. Sie lebt im Grunde nicht ihr eigenes Leben, sondern vielmehr versucht sie, ihre Mutter zu sein. So hat sie auch deren Stelle als Bibliothekarin in der örtlichen Bücherei übernommen, obwohl sie sich einen ganz anderen Lebensweg gewünscht hatte.
