Das sagte ich bereits. Es lässt mich ratlos zurück. Erinnert mich ein wenig an dieses völlig überschätze Büchlein von Katharina Hacker „Die Habenichtse“ wofür sie seinerzeit 2006 auch noch den deutschen Buchpreis bekam. Wie gesagt, wir kamen nicht zusammen. All diese Figuren und Lebemänner und – Frauen, aus Kunst-und Kulturbetrieb, Medien und Film oder sonst welchen hippen Zusammenhängen, ich bekam sie einfach nicht vor meine Linse. Sie waren alle so leer. Vielleicht ist das ja auch das Thema: die geistige Leere und des sich Einredens von Wichtigkeit. Ständige neue Beziehungsgeflechte der Protagonisten nervten auf Dauer. Unglück und Projektion halten Hof, kein gelassenes Altwerden sondern die Angst vor der Nichtbeachtung von wem auch immer. Und schon bei der jeweils nächsten Geschichte musste ich zurückblättern und nachsehen, wer das schon wieder war. Also, eben nicht meins. Aber es gibt garantiert andere Meinungen.
Jackie Thomae: Momente der Klarheit.
Hanser, Juli 2015.
288 Seiten, Gebundene Ausgabe, 19,90 Euro.
Diese Rezension wurde verfasst von Fred Ape.


Ganz ehrlich? Ich konnte wenig mit diesem Buch anfangen. Für mich einfach zu sehr auf eine oder mehrere mir fernen Lebenszusammenhänge gesponnen. Hans, ein mehr oder weniger bekannter Maler, monomotiviert was seine Kunst angeht, er malt immer die gleichen Motive, Tiere am Strand die da nicht hingehören; Julia die zwischen eben diesem Hans und ihrem Architektenfreund Sebastian hin – und her verliebt ist, wobei hier die romantische Vorstellung eher zu kurz kommt, überehrgeizig und berechnend und Sebastian, ein nicht ganz selbstsicherer Häuserentwerfer, der, nachdem Julia ihn verlassen hat, etwas eigentümlich wird. Dazu gesellt sich allerlei Volk aus dem Kunst- und Museumsleben, feuilletonistische Wesen, Möchtegernautoren, ohne Geldsorgen eher dem Dilemma ausgeliefert, die Scheidungen so mit sich bringen. Und schwer zu lesende Schachtelsätze. Ach ja,




