Hilary Mantel: Jeder Tag ist Muttertag

mutterHilary Mantel kann einem Angst einjagen. Weil sie unheimlich gut schreibt. Weil sie ihre Protagonisten genüsslich in Katastrophen hineinwirft. Weil man nach wenigen Seiten feststellt, welch morbides Vergnügen dies bereiten kann. Schaudern und Schadenfreude gehen bei „Jeder Tag ist Muttertag“ Hand in Hand.
In ihrem Werk von 1985 zeigt sich bereits das Ausnahmetalent der Autorin, die mittlerweile zwei Mal mit dem Booker Prize ausgezeichnet wurde und von der Queen den Titel „Dame“ erhielt, obwohl sie regelmäßig gegen Königshaus und Regierung wettert, wie in ihrer Kurzgeschichten-Sammlung „Die Ermordung Margaret Thatchers“. Weiterlesen

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Jonas Jonasson: Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind

Moerder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind von Jonas JonassonWenn sich „Pulp Fiction“ und „Das Leben des Brian“ auf literarischem Parkett begegnen, ist humoristischer Hochgenuss garantiert. Der neue Geniestreich des schwedischen Erfolgsautors Jonas Jonasson nimmt die Kirche, die Unterwelt und die Medien in einem Gag-Feuerwerk aufs Korn. Schwarzer Humor und charmante Untertöne halten gekonnt die Balance. Der Plot ist liebenswert böse, ohne boshaft zu sein. Weiterlesen

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Christian Jaschinski: Der Tag, an dem ich feststellte, dass Fische nicht klettern können

fischEigenlob stinkt. Eigentlich. Doch in diesem Fall ist der Untertitel „Ganz komischer Roman“ nicht zu hoch gegriffen. Mittvierziger Max Schröder kommt vieles komisch vor, um nicht zu sagen: Er versteht die Welt nicht mehr. Seine erfolgreiche Anwaltsgattin verlässt ihn für einen jungen Tatoo-Künstler, seine sechszehnjährige Tochter findet ihn peinlich, bei der Beförderung wird er wegen eines jungen Blenders übergangen. Als ihn sein Freund Bolle dazu überredet, gemeinsam für ein Wochenende nach Berlin zu fahren, gerät Max in urkomische Verwicklungen. Weiterlesen

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Juli Zeh: Unterleuten

zeh Endlose Weiten aus Weizenfeldern und Wäldern, seltene Vögel, intakte Natur: Das Leben im brandenburgischen Unterleuten könnte so schön sein – wenn man nicht unter Leuten wäre …
Hundert Kilometer abseits des Berliner Speckgürtels, von Presse und Politik vergessen, ohne Breitband-Internetanschluss und Kanalisation, führen die 200 Einwohner des Ortes ein anarchisches Leben, in dem Gefälligkeiten mehr wert sind als Geld. Weiterlesen

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Sebastian Niedlich: Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens

todDer siebenjährige Martin hat eine seltsame Gabe: Er kann den Tod sehen, bevor dieser zu Werke geht. Genauer: Bevor dieser mit einem Kescher die Seele einfängt, welche als Schmetterling aus dem Mund des Toten flattert. Ansonsten ist Thanatos ein sympathischer Kerl – optisch Anfang Dreißig, ein wenig blass um die Nase, die Stimme eine Mischung aus Barry White und Peter Lustig. Weiterlesen

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Sandro Veronesi: Fluchtwege

fluchtEs gibt einen Unterschied zwischen „vor meinen Augen passiert“ und „mir passiert“. Gleich zu Beginn wirft Sandro Veronesi Überlegungen in den Plot, an denen sein Protagonist auf den folgenden 400 Seiten zu knabbern hat. Wo endet die Unschuld, wo beginnt die Mitschuld? Ist etwas nicht passiert, nur weil keiner danach handelt? Weiterlesen

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