Kristina Pfister: Die Kunst, einen Dinosaurier zu falten

Es sind die wohl größten Lehrjahre des Lebens: Jener schwerelose Raum zwischen Jugend und Erwachsenendasein. Für viele eine aufregende Zeit des Aufbruchs. Für andere jedoch eine Zeit voller Selbstzweifel und Stagnation. Die 24-jährige Annika gehört zur letzteren Gruppe. Sie hat ihr Studium beendet, macht sinnlose Praktika, weiß nicht wohin mit sich. Ihren gleichaltrigen Freundinnen scheint es wesentlich besser zu gehen: Facebook-Schnappschüsse von exotischen Auslandsaufenthalten, tollen Jobs und neuen Liebschaften führen Annikas eigenes Versagen vor Augen. Sie zieht sich immer mehr zurück. Bis sie eines Tages ein ungewöhnliches Mädchen kennenlernt, dass ihrem Leben eine neue Richtung gibt. Weiterlesen

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Steve Hockensmith: Weiße Magie – Vorsicht Stufe!

Tarotkarten und eine Kriminalgeschichte: Bei dieser gewagten Mixtur hätte einiges schief gehen können. Hat es aber nicht. Dafür sorgen eine wunderbar witzige Heldin, schräge Nebenfiguren und die Tarotkarten, die als amüsante „Sidekicks“ im Hintergrund fungieren, aber nicht handlungsrelevant in die Story eingreifen. Der zweite Roman der „Vorsicht Magie“-Reihe erinnert ein wenig an „Fargo“ – nur dass die Handlung im wesentlich hitzigeren Arizona angesiedelt ist.

Alanis, die vor vielen Jahren aus ihrer Trickbetrüger-Familie abgehauen ist, strandet in einem Kaff im staubigen Arizona. Hier hat sie von ihrer Mutter den Tarotladen „Weiße Magie – gut und günstig“ geerbt, der dazu diente, hilfesuchenden Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Weiterlesen

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Sadie Jones: Jahre wie diese

London, Anfang der siebziger Jahre: Die Theaterszene der pulsierenden Stadt ist im Aufbruch. Politische Satiren, Nackte auf der Bühne, anarchische Inszenierungen. Die kreative WG um Luke, Paul und die schöne Leigh versucht hier Fuß zu fassen. Sie gründen ein eigenes Theater, hadern mit finanziellen Problemen, Selbstzweifeln, verkrusteten Rollenbildern. Von der 68er-Bewegung scheinbar befreit,  erkennen sie, dass sich familäre Prägungen nicht so einfach ablegen lassen. Als Luke die fragile Nina kennenlernt, droht die eingeschworene Gemeinschaft zu zerbrechen. Ein wundervoller Rückblick auf die elektrisierende Zeit zwischen Bob Dylan, Bukowski und Batisthemden. Weiterlesen

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Mikko Rimminen: Als ich aufwachte, war es so sehr Montag, dass es wehtat

Die spinnen, die Finnen! Der verheißungsvolle Titel dieses Romanes hält, was er verspricht.  Zugedröhnte Umzugshelfer, senile Kundinnen und überdrehte Gehandicapte läuten eine Woche voller Chaostage für die Brüder Petteri und Lefa ein. So schräg wie die Geschichte, ist auch der Stil des Autors. Für Liebhaber der gewagten Sprachakrobatik.

Die ungleichen Halbbrüder Petteri und Lefa leben mehr schlecht als recht in den Tag hinein. Der eine macht sich ständig nutzlose Gedanken, der andere hat nur Bier und Drogen im Sinn. Beide lassen die Dinge gern gediegen angehen. Als sie an besagtem Montag einen Umzug organisieren sollen, haben sie mit unvorhergesehenen Problemen zu kämpfen. Allen voran mit der senilen Bewohnerin des Hauses. Dummerweise ist sie die Schwester einer berühmt-berüchtigten Persönlichkeit. Weiterlesen

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Barbara Vinken: Die Blumen der Mode

Ob man sie liebt oder hasst: Mode ist allgegenwärtig. Sie ist Repräsentation, Maskerade, Fetisch, Statement, Spiel. In diesem wundervollen Buch zeigen die Essays und philosophischen Betrachtungen kluger Köpfe wie Heinrich Heine, Emile Zola und Simone de Beauvoir, dass Kleidung alles andere als oberflächlich ist. Nichts spiegelt den Zeitgeist und die gesellschaftliche Ordnung so unmittelbar wie unsere „zweite Haut“.

Warum wird etwas zur Mode? Wie schaffte es der militärische Camouflage-Look auf den Laufsteg? Wann wurde der meterosexuelle Mann geboren? Wo hört der Schuh auf, wo fängt der Fetisch an? Weiterlesen

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Julian Fellowes: Belgravia

Julian Fellowes hat das angestaubte Genre der Adelsgeschichten so populär gemacht, dass sein „Downton Abbey“ im Guinessbuch der Rekorde landete, als „die von Kritikern am besten bewertete TV-Serie“. Wer seit dem Serienende unter Entzugserscheinungen leidet, kann aufatmen: In seinem Roman Belgravia verknüpft der britische Autor gekonnt Liebe und Intrigen mit geschichtlichen Ereignissen des 19. Jahrhunderts. Industriealisierung, Emanzipation und Klassenkampf lesen sich unglaublich spannend vor dem Hintergrund des nobelsten Londoner Stadtteils.

James Trenchard hat es geschafft. Vom Sohn eines Markthändlers hat er sich zum Baunternehmer emporgearbeitet. Doch ein Schatten liegt auf ihm: Weiterlesen

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Geoff Dyer: Aus schierer Wut

Geoff Dyer möchte ein Buch über sein großes Vorbild, den Autor D.H.Lawrence, verfassen. Dazu kommt es nicht. Denn Geoff Dyer hat ein Problem: Er will grundsätzlich das, was er gerade nicht hat. Er will das Buch schreiben, vermeidet aber die Arbeit an demselben. Ausreden findet er zur Genüge – und sei es, dass sein Lieblingscornetto im Caffé Farnese ausverkauft ist. Wer jemals von Schreibblockaden heimgesucht wurde oder ein wichtiges Projekt auf die lange Bank geschoben hat, weiß sich beim Lesen in bester Gesellschaft. Nie wurde darüber so schräg und unverblümt berichtet.

Überdreht, unentschlossen, wankelmütig? Gestatten, Geoff Dyer! Der Autor pflegt solche Eigenschaften mit Inbrunst. Weiterlesen

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Cornelia & Stephan Schwarz: Schluss mit Psychospielchen

Grau ist alle Theorie. Gut, dass dieser Ratgeber nicht nur knallrot, sondern knackig -konkret geschrieben ist. Er begleitet durch unterschiedliche Alltagssituationen und liefert dem Leser Schritt für Schritt passende Scripts, wie sich enervierende Psychospiele durch dramafreie Dialoge und Körpersprache entschärfen lassen. Der Chef putzt Sie vor den Kollegen runter? Die Schwiegermutter bezeichnet  Sie als undankbar? Ihre beste Freundin weiß grundsätzlich alles besser? Oft reagieren wir mit aggressiver Gegenwehr, fühlen uns ohnmächtig oder geben klein bei. Schluss damit! Weiterlesen

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Petros Markaris: Der Tod des Odysseus

Nach dem Trojanischen Krieg irrte Odysseus zehn Jahre über das Meer, bis er auf Ithaka ankam. Den Figuren dieser Geschichtensammlung geht es ähnlich. Ein Athener Kommissar kämpft gegen Korruption und Arroganz. Griechischstämmige Türken suchen diesseits und jenseits des Bosporus nach ihrer Identität. Das moderne Hellas ist auf der Suche nach sich selbst – zwischen Flüchtlings- und Finanzkrise. Mal heiter, mal traurig, aber stets in wundervollen Bildern, beschreibt der Autor das Leben am südöstlichsten Rand unseres Kontinents.

Autor Petros Markaris, Sohn eines Armeniers und einer Griechen, wurde in Istanbul geboren, studierte einige Jahre in Wien und Stuttgart und lebt heute in Athen. Er ist ein moderner Odysseus, ein Grenzgänger zwischen Orient und Okzident. Weiterlesen

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Tomi Ungerer: Das Kamasutra der Frösche

kamasutraSex und Humor – geht das zusammen?  Und wie! Einen provokativ-kreativen Weg zeigt Tomi Ungerer in seinem Büchlein „Das Kamasutra der Frösche“ auf. Wer subtile Zweideutigkeiten bevorzugt, sei hiermit vorgewarnt. In diesem Buch geht es EINdeutig zur Sache! Akrobatisch offensiv turnen die Amphibien in witzigen Cartoons durch die verschiedensten Positionen des Kamasutras. Dazu werden passende Orginalzitate aus den indischen Schriften hinzugefügt. Ein reizvolles Wechselspiel, das die Freizügigkeit mancher Leser vor ungeahnte Prüfungen stellen wird. Wer sich auf den Humor des Autors einlässt, kann sich daraus einen sexy Spaß machen! Weiterlesen

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