Es gibt Bücher, die brechen über den Leser herein, entwickeln einen Sog, wie eine literarische Naturgewalt. Laurent Mauvignier hat eine davon geschaffen, zumal sein Roman mit jenem Tsunami beginnt, der am 11. März 2011 über Japan hinwegfegte.
Guillermo und Yuko geben sich hier dem Rausch ihrer Jugend hin. Alkohol, Sex, Partys. „Ihre Körper schreien nach dem Leben“. Doch der Tod lauert bereits im Ozean. Wir begleiten das Paar auf seinen letzten Stunden, die Spannung steigert sich ins Unermessliche, die Welle und ihre Zerstörung beschreibt der Autor so, als habe er sie tatsächlich erlebt, als habe er selbst noch Tage später die schwarze, salzige Flüssigkeit aus Meerwasser, Schlamm und Todesrudimenten erbrochen.
Auch die übrigen Protagonisten dieses Buches machen sich auf die Reise, um auf Erhofftes, Unvorhergesehenes und Neuartiges zu treffen. Weiterlesen








