E. S. Schmidt: Die zweite Finsternis

Ich liebe gute Endzeit-Geschichten, und E.S. Schmidts Roman beschreibt definitiv das Leben der Menschheit nach ihrem Ende als Beherrscher der Welt. Im Prolog kurz zusammengefasst die Ursache für die Zerstörung der menschlichen Zivilisation: Ein außerirdisches Raumschiff stürzt auf der Erde ab und drachenähnliche Reaper mit telepathischen Fähigkeiten, die große Teile der Menschheit und der Tierwelt ausrotten, werden freigelassen.

In den USA gibt es nur noch wenige menschliche Siedlungen, die mit den Möglichkeiten der untergegangenen Zivilisation gesichert sind. Weiterlesen

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Marcel Bauer: Shango: Im Bann des Voodoo

Layout 1Georg Werners Großvater war Eisenbahner in der deutschen Kolonie Togo. Georg, der sich für die Lebensgeschichte seines Großvaters bisher nicht interessiert hat, findet auf dem Dachboden seiner Eltern einen unheimlichen Nagelfetisch, der in seinem Brustkasten wie in einem Reliquienschrein merkwürdige Überreste enthält. Er bewahrt den Fetisch von nun an zuhause auf, gegen den Willen seiner Frau Petra.

Georg plagen, seitdem er diesen unheimlichen Fund gemacht hat, Albträume, er hat Erscheinungen und sein Alltag gerät völlig aus den Fugen. Schließlich reist er überstürzt nach Afrika ab, scheinbar gesteuert von einer fremden Macht. Weiterlesen

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Ursula Poznanski: Elanus

elaDer 17jährige Jonas ist hochbegabt und ergattert einen Studienplatz an der renommierten Victor-Franz-Hess-Uni in Rothenheim. Seine Eltern stellen ihm eine Bedingung, damit er ausziehen darf: Er soll bei einer Familie im Ort leben und darf nicht in ein Studentenwohnheim ziehen. Das passt Jonas gar nicht, denn so intelligent er ist, es fällt ihm schwer, Freundschaften zu schließen. Auf die meisten Menschen wirkt er arrogant und ablehnend. In sein neues Zuhause bringt Jonas sein Forschungsobjekt mit: Elanus.

Seinem neu gewonnenen Freund Pascal zeigt er das ungewöhnliche Teil: Eine selbst entwickelte und konstruierte Drohne. „Elanus“ ist der Name einer seltenen Habichtart und sieht messerscharf, ist unglaublich schnell und wendig und erlaubt Jonas private Einblicke in das Leben der anderen Studenten. Deutlich gesagt: Er beobachtet Mädchen und spioniert Mit-Studenten aus. Weiterlesen

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Gabriele Tergit: Käsebier erobert den Kurfürstendamm (1931)

tergit„Mensch, ist Liebe schön“, singt der Chansonsänger Georg Käsebier 1929 in Berlin, und eine Zeitungsredaktion, der noch ein paar Zeilen fehlen, empfiehlt den Sänger und seinen Auftritt in der Hasenheide. Damit beginnt der Großstadtroman der Gerichtsreporterin und Schriftstellerin Gabriele Tergit. Ereignisse werden losgetreten, die Käsebier nicht mehr beeinflussen kann, er will einfach nur singen, aber was nun geschieht ist mehr, als er selber in der Hand hat.

Plötzlich will die Berliner High Society Käsebier singen hören, seine Auftritte werden zum Event, der Schmalz seiner Texte populär. Es gibt Käsebier-Puppen und er bekommt einen Vertrag bei der UFA, schließlich hat der Tonfilm Einzug gehalten. Weiterlesen

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Deborah Feldman: Unorthodox

debo„Ich habe keine Vergangenheit, an die ich mich klammern könnte; die letzten dreiundzwanzig Jahre gehören jemand anderem, jemandem, den ich nicht mehr kenne.“ Mit diesen Worten schildert Deborah Feldmann ihre Befreiung aus den Fesseln des Extremismus.

Es wird klar: Unorthodox ist ein autobiographischer Text der Autorin, die schon als Mädchen von der „Welt“ abgeschottet wird, das strengste Kleidervorschriften beachten und im Fall, dass sie nicht „angemessen“ bekleidet ist, mit Strafe rechnen muss. Kommt sie in einem hellblauen Rock zur Schule, wird sie nach Hause geschickt.
Aufgrund seiner dunklen, altmodischen (Einheits-)Kleidung erkennt man das Mädchen auch außerhalb des jüdischen Viertels als chassidische Jüdin, sie bleibt die Außenseiterin, die sich scheinbar freiwillig durch äußere Merkmale wie Kleidung und Sprache von anderen Amerikanern abschottet. Freundschaften außerhalb der Gemeinschaft, in die sie hinein geboren wird, sind unmöglich. Weiterlesen

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Annette Hug: Wilhelm Tell in Manila

tellHugs Roman erzählt die Lebensgeschichte von José Rizal und gleichzeitig das klassische Drama „Wilhelm Tell“. Dabei liegt der Fokus auf Rizals Zeit in Deutschland, in der er Schillers „Wilhelm Tell“ liest und übersetzt.

Der Augenarzt und Freiheitskämpfer José Rizal kommt 1886 nach Deutschland, als die Philippinen noch eine Kolonie des spanischen Weltreichs sind.

In Heidelberg praktiziert er als Augenarzt,  lernt  die deutsche Sprache und arbeitet an einem Roman.

Als er Friedrich Schillers Wilhelm Tell liest, beschließt er, den Text in seine Muttersprache Tagalog zu übersetzen. Weiterlesen

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Tommy Wallach: We All Looked Up

up„We all looked up“ ist ein Count Down zum Ende der Welt: 10 … 9 …
Dabei sind die einzelnen Kapitel sind mit den Namen der jugendlichen Protagonisten überschrieben: Andy, Peter, Anita, Eliza.
Sie verbindet etwas, das erst in der Extremsituation erkennbar wird, in der sie sich befinden: Sie gehören zum selben Karass. Das Wort hat Kurt Vonnegut geprägt. Der Autor Tommy Wallach packt ziemlich viele literarische und musikalische Zitate in den Text, was absolut authentisch und reizvoll ist.
„Das ist nicht das Ende der Welt“, sagte Stacy … so beginnt der Roman von Tommy Wallach. Das ist es dann aber vielleicht doch. Weiterlesen

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Jesper Wung-Sung: Opfer

opferWer Endzeit-Szenarien in der Literatur liebt, wird das Buch „Opfer“ von Jesper Wung-Sung in einem Rutsch lesen.
Das Jugendbuch beschreibt ein ähnliches Szenario wie z. B. King in „Die Kuppel“: Eine Gruppe von Menschen ist ohne Vorwarnung von der Umwelt abgeschlossen und auf sich gestellt, ein Kontakt nach außen ist kaum oder gar nicht möglich, der Grund für die Isolation ist unbekannt, bestehende Konflikte verschärfen sich, die Rangordnung wird neu ausgehandelt (oder erkämpft), Vorräte gehen zur Neige und am Ende geht es um Leben und Tod. Weiterlesen

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Kristina Ohlsson: Papierjunge

papier„Tagsüber schläft er, und wenn die Sonne untergeht, erwacht er. Dann sucht er sich ein Kind aus, und das holt er sich …“
So beschreibt Ohlsson den Papierjungen, eine Märchengestalt, die sie für ihren 5. Krimi um das Ermittlerteam Alex Recht und Frederika Bergmann ersonnen hat.
Im Roman hat der Papierjunge seinen Ursprung im Judentum. Und es ist eine jüdische Kindergärtnerin, die in Stockholm mitten am Tage erschossen wird.
Gleichzeitig verschwinden zwei jüdische Jungen auf dem Weg zum Tennisunterricht. Sie werden gefunden: Tot, über ihren Köpfen Papiertüten.
Alex Recht und Frederika Bergmann können sich die Symbolik der Papiertüten nicht erklären, und die Familien der Kinder, die vielleicht mehr wissen, geben ihre Geheimnisse nicht preis. Weiterlesen

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Seth Patrick: The Returned – Die Vergangenheit kehrt zurück

patrickIn einem französischen Bergdorf leben die Menschen von ihrer Umwelt wie abgekapselt: Das Leben konzentriert sich auf das nahe Umfeld, der Ort ist begrenzt durch Berge und den Stausee. In dieser unheimlichen Stimmung versucht die Gemeinde, mit einem schrecklichen Massenunglück fertig zu werden: Vor Jahren stürzte ein Schulbus ab, alle Kinder starben.

Die Geschichte beginnt stimmungsvoll mit dem unerklärlichen Ansteigen des Stausees. Bald stellt der Pegelstand eine Bedrohung dar. Weiterlesen

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