Während Virginia Woolf in ihren letzten Lebenstagen den Krieg, der in ihrem Inneren tobt, mit sich ausficht, fliegen deutsche Kampfflugzeuge über Südengland und das kleine Cottage, in dem sie und ihr Mann Leonard wohnen. Die Welt und – schlimmer noch – ihr eigenes Leben sind im Aufruhr und einer ständigen Bedrohung ausgesetzt. Melancholie, Selbstzweifel, diffuse Ängste, Mühsal und Leiden während des Schreibprozesses, lassen sie ihr Leben immer mehr als Qual empfinden. Die geniale Schriftstellerin, die ihrer Zeit weit voraus ist, zerbricht an ihrer schweren Persönlichkeitsstörung. Befreiung findet sie in Selbstmordgedanken.
Michael Kumpfmüller hat versucht, sich in diesen Seelenzustand zu versetzen und die 10 letzten Tage ihres Lebens nachzuempfinden, was sicher eine intensive Studie mit allen denkbaren Befindlichkeiten einer verwirrten, destruktiven Persönlichkeit und der Biografie Virginia Woolfs erfordert hat. Immer wieder lässt er Virginias Gedanken auch zu ihren vergangenen Werken abschweifen, was er stimmig in den Ablauf einbaut.
Virginia Woolf tut sich schwer mit der nachlassenden Beachtung der Gesellschaft. Inzwischen kommen so gut wie keine Gäste mehr in das Cottage, dabei lechzt sie nach Bestätigung und Bewunderung. Weiterlesen




Als dieser Roman 1947 im renommierten New Yorker Verlag Harcourt unter dem Originaltitel The Mountain Lion erschien, erntete er begeisterte Kritik.


