„Irgendwann wird es gut“ heißt die neue, sehr lesenswerte Geschichten-Sammlung des 1980 geborenen US-amerikanischen Autors Joey Goebel. Doch viele Figuren in diesem Buch, die alle in der fiktiven Kleinstadt Moberby leben, sind weit davon entfernt, ein Happy End zu erleben – wie Anthony in der allerersten Geschichte. Er ist verliebt in die Nachrichtensprecherin Olivia und hat jeden Abend Punkt 18 Uhr ein Rendezvous mit ihr, das er zelebriert: wenn sie auf der Mattscheibe erscheint und er auf dem heimischen Sofa sitzt.
Oder Paul, dessen Mutter derart dominant und besitzergreifend ist, dass sie dem Sohn das einzige Date mit einer Frau versaut, das er seit vielen Jahren hat.
Joey Goebel widmet sich in diesen Geschichten den Losern, den Underdogs der Gesellschaft: neben den hoffnungslos Verliebten und Muttersöhnen unter anderem einem zwölfjährigen Mädchen, das unter Gleichgesinnten keinen Anschluss findet, oder einem Messie, der seit Jahren seine Wohnung nicht verlassen hat. Weiterlesen

Man muss sich in diesen Roman etwas einfinden: Hauptfigur und Ich-Erzähler Franck erschlägt gleich zu Beginn einen Igel im Garten – und man denkt unweigerlich: Was für ein unsympathischer Typ! Warum soll ich meine Lesezeit mit ihm verschwenden?



Die gesamte Bandbreite menschlicher Gefühle bildet die amerikanische Autorin Elizabeth Strout in ihrem neuesten Werk „Alles ist möglich“ ab: Hass, Liebe, Neid, Wut, Einsamkeit, Verbitterung und vieles mehr. Dabei ist der Text weniger ein Roman als vielmehr eine Geschichten-Sammlung, wobei die Menschen, die in den jeweiligen Abschnitten im Mittelpunkt stehen, sich mehr oder weniger kennen oder miteinander verwandt sind. Sie alle leben in oder um die (fiktive) amerikanische Kleinstadt Amgash in Illinois (USA), „einem Kaff zwischen Mais- und Sojabohnenfeldern“, wie es im Klappentext heißt.
