Daniel Kehlmann, der besonders mit seinem 2005 erschienenen Werk „Die Vermessung der Welt“ für Furore gesorgt hat, schreibt nicht nur erfolgreich Romane, sondern auch Theaterstücke. Vier davon sind nun in Buchform erschienen und heißen schlicht „Vier Stücke“.
Ein Theaterstück lesend zu konsumieren und nicht als Bühnenfassung, ist per se nicht ganz einfach, weil vieles eben fehlt, was ein Theaterstück ausmacht: die Einfälle des Regisseurs, die schauspielerischen Leistungen mit Gestik, Dramatik, Emotionen und so weiter.
Insofern ist diese Lektüre vielleicht als etwas mühsam zu bezeichnen, obwohl es andererseits falsch wäre, „Geister in Princeton“, „Der Mentor“, „Heilig Abend“ und „Die Reise der Verlorenen“ misslungen zu nennen. Vielleicht lässt sich sagen, dass sie manchmal etwas verschwurbelt sind – zum Beispiel wenn der Protagonist in „Geister in Princeton“ mit seinem jüngeren Ich spricht oder die Akteure sich in „Die Reise der Verlorenen“ aus ihren Rollen lösen und direkt ans Publikum wenden. All das kann mit einem guten Regisseur gelingen, aber gelesen wirkt es gelegentlich etwas überdreht. Weiterlesen








