Die Journalistin und Schriftstellerin Johanna Adorján hatte bis Ende 2018 eine wöchentliche Kolumne mit dem schlichten Titel „Männer“ in der Süddeutschen Zeitung. Darin porträtierte sie alle möglichen Vertreter des männlichen Geschlechts: Prominente, ehemalige Liebhaber, Laute, Leise, Dumme, Witzige, Sympathische und sehr Unsympathische. Nun ist das Ganze als Buch erschienen.
Lothar Matthäus kommt zum Beispiel vor – als „absurdester Mann“, der der Autorin und einer Freundin einfiel – mit seiner, so die Autorin“ kaum zu übertreffenden „Kritik des Konjunktivs“: „Wäre, wäre Fahrradkette.“
Oder der Regisseur Volker Schöndorff. Der habe mal eine Veranstaltung mit einer Autorin über ihr neues Buch moderiert, ohne auch nur den Hauch einer Ahnung gehabt zu haben, um was es darin überhaupt ging. Weiterlesen



Man muss sich in diesen Roman etwas einfinden: Hauptfigur und Ich-Erzähler Franck erschlägt gleich zu Beginn einen Igel im Garten – und man denkt unweigerlich: Was für ein unsympathischer Typ! Warum soll ich meine Lesezeit mit ihm verschwenden?



Die gesamte Bandbreite menschlicher Gefühle bildet die amerikanische Autorin Elizabeth Strout in ihrem neuesten Werk „Alles ist möglich“ ab: Hass, Liebe, Neid, Wut, Einsamkeit, Verbitterung und vieles mehr. Dabei ist der Text weniger ein Roman als vielmehr eine Geschichten-Sammlung, wobei die Menschen, die in den jeweiligen Abschnitten im Mittelpunkt stehen, sich mehr oder weniger kennen oder miteinander verwandt sind. Sie alle leben in oder um die (fiktive) amerikanische Kleinstadt Amgash in Illinois (USA), „einem Kaff zwischen Mais- und Sojabohnenfeldern“, wie es im Klappentext heißt.