Jennifer Egan, eine 1962 geborene amerikanische Schriftstellerin, entführt uns mit ihrem fulminanten Roman „Manhattan Beach“ in das New York des Zweiten Weltkriegs. Ihre Hauptfigur Anna, eine selbstbewusste junge Frau, möchte unbedingt in den Marinewerften, wo die imposanten Kriegsschiffe gebaut werden, als Taucherin arbeiten.
Das erscheint zunächst unmöglich, hat es doch noch nie zuvor eine Frau gegeben, die den 100 Kilogramm schweren Tauchanzug angezogen hat. Und so treten ihr die größten Vorbehalte und Widerstände entgegen.
Die Autorin verquickt diese Emanzipations-Geschichte um Anna, die mit Mutter und schwerbehinderter Schwester zusammenlebt, mit zwei weiteren Handlungssträngen: Da ist zunächst der zwielichtige, aber gut aussehende Dexter Styles. Er verdient sein Geld zumindest teilweise mit illegalen Geschäften, in denen Nachtclubs, greise, aber mächtige Gangsterbosse in mafiaähnlichen Strukturen eine Rolle spielen. Dexter und Anna lernen sich kennen, und eine gegenseitige Anziehungskraft verbindet sie zumindest kurz. Weiterlesen







Der Manesse-Verlag, der sich auf Klassiker spezialisiert hat, hat einen Roman von 1923 neu übersetzen lassen: „Thomas der Schwindler“ von Jean Cocteau. Darin gibt sich ein 16-Jähriger als 19-jähriger Sohn eines Generals aus und verschafft sich auf diese Weise im 1. Weltkrieg Ansehen und Zutritt in Kreise, die ihm sonst verschlossen wären.