Kann man, darf man über Depression ein witziges Buch schreiben, wurde Helene Bockhorst neulich in einem Radiointerview gefragt, dass ich zufällig mitanhörte. Ja, antwortete die Autorin und ich bin geneigt, ihre Meinung zu teilen.
Helene Bockhorst ist eine Stand-Up-Comedienne, die für ihr Programm auch bereits mit einem Preis ausgezeichnet wurde. Das vorliegende Buch ist ihr Debütroman.
Vera, eine junge, alleinlebende Frau Anfang Dreißig, hat einen Selbstmordversuch hinter sich. Darüber hat sie die Öffentlichkeit in ihrem Blog auf dem Laufenden gehalten. Nun soll sie über dieses Thema und über den richtigen Umgang mit Depressionen einen Ratgeber schreiben. Den Vorschuss vom Verlag hat sie erhalten und wenig überraschend erwartet dieser nun von ihr die Lieferung des Buches. Sie will ja auch, nur sie kann nicht. Ihre beste Freundin Pony zweifelt, ob es überhaupt je zu diesem Ratgeber kommen wird, denn Vera ist depressiv, antriebslos, ihr Selbstvertrauen ist so gut wie nicht vorhanden. Sie treibt durch die Tage und Nächte, lässt sich gehen, sucht Männerbekanntschaften und rafft sich nur gelegentlich auf, zum Beispiel zu Meditations- oder Lachyogakursen. Vera ist verheiratet, hat sich aber von ihrem Mann getrennt, auch wenn sie noch nicht geschieden sind. Er würde die Ehe gerne weiterführen, aber Vera war während ihrer Ehe nur unglücklich.
Dazu kommen erhebliche familiäre Probleme, vor allem mit ihrer Mutter, zu der sie zeitlebens ein sehr schwieriges Verhältnis hatte, auch begründet durch vergangene Geschehnisse im Zusammenhang mit ihrer Schwester. Weiterlesen








