Die Beschreibung dieses Buches hat mich neugierig gemacht. Liberalismus, Religion, Gender, Stricken, Psychotherapie, Kosmetik – und das alles in Verbindung mit Heavy Metal. Wie kann das funktionieren? Jetzt weiß ich: Es funktioniert großartig. Jörg Scheller, Professor für Kunstgeschichte an der Zürcher Hochschule der Künste, in dessen Leben der Metal schon seit langer Zeit eine große Rolle spielt, verknüpft Bereiche miteinander, die auf den ersten Blick nichts oder wenig gemeinsam haben.
Er nähert sich dem Thema zunächst nicht nur von der musikalischen Seite an, sondern geht auch auf die Ästhetik und die Texte ein. Denn: „Erst durch das mal unisone, mal kontrapunktische Zusammenspiel von Musik und visuellen sowie verbalen Elementen wird Metal zu einem eigenständigen Genre.“ (Intro. Happy Metal? Seite 21)
Er geht auf die prägenden Stilelemente ein, grenzt den Metal aber auch ab, beispielsweise gegenüber dem Hard Rock oder dem Punk. Historisch hat sich der Metal permanent weiterentwickelt und tut es noch. So sind die verschiedensten Subgenres entstanden, die alle „zur Familie“ gehören. Beeindruckt hat mich hier vor allem die Integrationskraft des Metal, bei dem es meist kein „Nebeneinander“ von Stilen oder Elementen (auch aus anderen Genres) gibt, sondern eine gegenseitige Durchdringung, bei der Neues geschaffen wird. Weiterlesen








