Den norwegischen Schriftsteller Jo Nesbø (Jahrgang 1960) muss ich nicht mehr vorstellen. Viel zu bekannt und berühmt ist er durch seine Krimis mit dem einmaligen Harry Hole. Gelegentlich schreibt Nesbø auch Bücher, die ohne seinen Kult-Ermittler auskom
men. So in dem neuen Band „Eifersucht“, der sieben Geschichten zu diesem Thema enthält. Das Buch ist am 1. November 2021 in einer Übersetzung von Günther Frauenlob bei Ullstein Buchverlage erschienen.
„Sieben Storys, ein Motiv“ heisst es im Klappentext und so dreht sich in den Kurzkrimis alles um die Eifersucht.
In der ersten Geschichte „London“ sitzt eine von ihrem Ehemann und ihrer besten Freundin betrogene Frau im Flugzeug von New York nach London und kommt mit ihrem Sitznachbar ins Gespräch. Zwischen den beiden entwickelt sich eine vertrauensvolle Nähe, in der die Frau erzählt, dass sie eine Selbstmordfirma beauftragt hat, sie umzubringen. Nun ist sie aber nicht mehr sicher, ob sie das wirklich will.
Die Titelgeschichte „Eifersucht“ ist die längste im Buch. Da verlieben sich die Zwillingsbrüder Franz und Julian auf der griechischen Insel Kalymnos in die selbe Frau. Julian verschwindet nach einem Streit mit seinem Bruder und Nikos Balli, Eifersuchtsexperte aus Athen, beginnt mit seinen Ermittlungen. Irgendwann taucht Julian wieder auf, dafür ist Franz weg. Balli steht vor einer verzwickten Situation und wird außerdem von seiner eigenen Vergangenheit verfolgt. Weiterlesen →