Penelope Fitzgerald: Die Buchhandlung (1978)

peneEinen Neuanfang wagen, eine Karriere nach der Karriere planen … wer möchte das nicht, wenn gerade das Ende einer Sackgasse erreicht worden ist?
Für Florence Green ist so ein Punkt des Stillstands gekommen, als ihr Mann stirbt. Seit acht Jahren wohnen sie in Hardborough.
„Der Ort selbst war eine Insel zwischen Meer und Fluß; er zog sich mürrisch in sich zusammen, sobald er die Kälte spürte.“ (S. 15). Hier wird schon lange ein Stillstand gepflegt, der sogar den Fischhändler zur Aufgabe zwingt. Inzwischen gibt es so gut wie keine Geschäfte mehr, und das Geldverdienen ist schwierig geworden. Weiterlesen

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James Fenimore Cooper: Der letzte Mohikaner (1826)

mohiEs ist Krieg. Blutig und gewaltreich. Die Britten und Franzosen spielen im August 1757 das Spiel „Teile und herrsche“ im Umland des heutigen New Yorks. Inzwischen sind nicht nur viele Indianerstämme miteinander verfeindet, auch innerhalb eines Stammes gibt es kämpferische Auseinandersetzungen. In diesen unsicheren Zeiten wollen Cora und Alice unbedingt zu ihrem Vater, der gerade das Fort William Henry befehligt, auf welches ein übermächtiges französisches Heer anrückt. Während die Verstärkung für Fort William Henry den Hauptweg nimmt, führt der indianische Kundschafter Magua die kleine Reisegruppe unter dem persönlichen Schutz von Major Heyward durch den Wald angeblich zum Fort. Weiterlesen

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Christopher Isherwood: A Single Man (1964)

ishZum Klassiker ist mittlerweile der 1964 erstmals veröffentlichte Roman „A Single Man“ von Christopher Isherwood geworden. Zu diesem Status hat sicherlich auch der gelungene gleichnamige Film aus dem Jahre 2009 von Tom Ford mit Colin Firth in der Hauptrolle beigetragen.

Nun hat der Hoffmann & Campe-Verlag das Werk in einer überaus lesenswerten Neuübersetzung (von Thomas Melle) herausgebracht. Weiterlesen

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Evelyn Waugh: Eine Handvoll Staub (1934)

eveFans von allem Englischen sollten Evelyn Waugh lesen (1903-1966). In herrlich ätzender Weise hat der Exzentriker in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts die britische Gesellschaft seziert – mit ihrem schrecklichen Standesdünkel, den unvermeidlichen Fuchsjagden und ihren schlecht zu heizenden Herrenhäusern in irgendeiner gottverlassenen Gegend.
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Walter Bauer: Die Stimme (1961)

stimme„… Verstehen Sie mich recht: ich spreche nicht von anderen, ich spreche von mir. Ich kann nicht vergessen, oder: ich konnte nicht vergessen.“ (S. 53)
Das eigene Land, die Heimat zu verlassen, dürfte niemanden leicht fallen. Wie fühlt es sich an, fremd zu sein und wortlos, wenn die Landessprache erst noch erlernt werden will?
Richard hat dieses Fremdsein nach dem Zweiten Weltkrieg ausgekostet. War sein altes Leben auf Dauer und Beständigkeit ausgelegt, besteht es nun aus Augenblicken. Weiterlesen

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James Salter: Jäger (1957)

salterNach „Alles, was ist“ im vorigen Jahr hat der Berlin-Verlag nun dankenswerterweise auch den Erstling des amerikanischen Schriftstellers James Salter aus dem Jahre 1957 herausgebracht: „Jäger“. Der gilt heute als moderner Klassiker.

Auf lakonische Weise beschreibt der 1925 geborene Autor darin den Alltag der amerikanischen Kampfflieger im Korea-Krieg.
In dieser harten Männerwelt zählt ausschließlich, wer die meisten feindlichen Flugzeuge abschießt. Weiterlesen

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Alexandre Dumas: Ein Liebesabenteuer (1860)

andIm Schweizer Manesse-Verlag, der auf Klassiker spezialisiert ist, ist erstmals auf Deutsch eine Geschichte von Alexandre Dumas, dem Älteren (1802-1870), aus dem Jahre 1860 erschienen: „Ein Liebesabenteuer“. Dumas („Die drei Musketiere“, „Der Graf von Monte Cristo“) beschreibt darin autobiografisch eine Europa-Reise wenige Jahre zuvor mit einer ungarischen Schauspielerin, die halb so alt ist wie der schon damals berühmte Schriftsteller. Die beiden haben eine platonische Beziehung, auch wenn die Erotik im Hintergrund immer mitknistert. Weiterlesen

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Peter Schmitz: Golgatha: Ein Kriegsroman (1937)

kriegIm Erinnerungsjahr 2014, 100 Jahre nach dem Beginn des Ersten Weltkriegs, wimmelt es auf dem Buchmarkt nur so von Veröffentlichungen zu dem Thema; das betrifft in erster Linie Sachbücher, aber auch die Belletristik, bei der es zu zahlreichen Neudrucken kommt. Jedem bekannt, nicht zuletzt durch die zahllosen Wiederholungen seiner Verfilmung im Fernsehen: „Im Westen nichts Neues“ von Erich Maria Remarque. Zum Zeitpunkt seiner Erstveröffentlichung Ende der Zwanziger Jahre kein Einzelfall: Rund 200 Romane aus dieser Zeit befassten sich mit der Aufarbeitung des Kriegsgeschehens. Weiterlesen

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William Faulkner: Schall und Wahn (1929)

willWas macht man, wenn man eben einen anerkannten Klassiker der Weltliteratur gelesen hat und – beschämt – feststellen muss, dass man damit rein gar nichts anfangen kann? So geht’s mir mit dem von Frank Heibert neu übersetzten „Schall und Wahn“ von William Faulkner aus dem Jahre 1929. Das erste Kapitel ist aus der Sicht eines geistig Behinderten geschrieben. Die Handlung springt wild durch Zeiten und Räume, und es wird gleich auf den ersten Seiten eine derartige Vielzahl von Namen präsentiert, dass ich schlicht keine Chance sah, auch nur zu erahnen, wer wer ist und worum es wohl gehen könnte (um den Niedergang einer Südstaaten-Familie).

Das zweite Kapitel ist eine Art Bewusstseinsstrom aus der Sicht einer anderen Figur, Auch hier konnte ich nicht folgen.

Wenn Bücherlesen zum Hochleistungs-Denksport ausartet, um auch nur einen winzigen Bruchteil des Inhalts zu erfassen, dann ist das nicht mein Ding.

William Faulkner: Schall und Wahn (1929).
Rowohlt, Juli 2014.
384 Seiten, Gebundene Ausgabe, 24,95 Euro.

Diese Rezension wurde verfasst von Andreas Schröter.

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Arthur Schnitzler: Später Ruhm (1895)

Schnitzler_Später_Ruhm_RZ.inddJeder Mensch hat in seinem Leben mindestens einen großen Traum: Manche streben einen besonderen Beruf an, sehnen sich nach der großen Liebe oder Reichtum …
Eduard Saxberger träumte von einem Leben als Dichter. Den ersten Schritt hatte er geschafft, als sein Gedichtband „Wanderungen“ veröffentlicht worden ist. Und danach das lange Hoffen auf den Durchbruch, auf Aufmerksamkeit, Anerkennung. Irgendwann wurde das Hoffen vergeblich, schmeckte schal und wurde schließlich ad acta gelegt.
Inzwischen ist Eduard Saxberger siebzigjährig, Beamter und lebt alleine in kleinen Räumlichkeiten. Mit dem Besuch seines ersten Fans, des Herrn Meier, Mitglied im Verein „Begeisterung“, scheint sich sein tristes Leben zu verändern. Auf einmal sitzt er im Kreis von hoffnungsfrohen Künstlern, die ihn bejubeln und mit ihm einen öffentlichen Auftritt planen. Weiterlesen

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