Im Frühling 1945 spüren nicht nur der Berliner Chronist Stein und seine Familie, dass der Krieg bald vorbei ist. Jeder will endlich wieder frei sein, leben, ohne Angst die eigene Meinung vertreten und genug zu Essen haben. Natürlich wird auch das Ende der Bombardierungen herbeigesehnt, damit die Zerstörung aufhört und die Menschen die Nächte durchschlafen können.
Als die Befreiung eine Tatsache wird, sieht das Leben der Familie Stein ganz anders aus als gedacht. Angst vor Tod, Vergewaltigung und systematische Enteignung gehören nun zur Tagesordnung.
Der 1964 verstorbene Autor Karl Friedrich Borée hat viel mehr als nur eine Chronik über die Kapitulation in Deutschland geschrieben. Sein Thema ist die Gestaltung der Gesellschaft nach dem Zusammenbruch. Die alten Gewohnheiten und Denkweisen stehen einem Neuanfang im Wege. Moral und Hunger passen in Zeiten der Not nicht zusammen, auch wenn der Friedenswille da ist. Weiterlesen

Eine gute Gelegenheit für einen Abstecher ins New York des 19. Jahrhunderts bietet ein Roman von 1852, der erst jetzt erstmals ins Deutsche übersetzt worden ist: Walt Whitmans „Jack Engles Leben und Abenteuer“. Das Werk ist deshalb interessant, weil es ein Prosawerk eines der größten Dichter Nordamerikas ist. Whitman (1819-1892) ist vor allem durch sein später geschriebenes poetisches Lebenswerk „Leaves of Grass“ (Grashalme) berühmt geworden.





