Jeder kennt Marco Polo. Und jeder hat schon einmal darüber diskutiert, ob es ihn nun gab oder nicht. Wen es auf jeden Fall gibt, ist Oliver Plaschka. Und der hat sich der historischen Figur angenommen in seinem aktuellen Buch „Marco Polo – Bis ans Ende der Welt“. Gerade einmal 17 Jahre ist Marco, als er mit Vater und Onkel eine weite Reise antritt, um das Wesen des Christentums dem Hof des Kublai Khan näher zu bringen. Und natürlich ist die Reise beschwerlich – die mit ihnen geschickten Gelehrten geben weit vor dem Ziel auf und auch Marco selbst muss mehrmals dem Tod von der Schippe springen.
Gefallen hat mit der Rahmen, in den Plaschka seine Geschichte bettet. Er lässt den Protagonisten seine Erlebnisse selbst erzählen Weiterlesen





Mehr als 10 Jahre sind vergangen, seit die Pulitzerpreisträgerin Annie Proulx ihren letzten Roman veröffentlicht hat. Sie hat so erfolgreich und polarisierende Werke wie „Brokeback Mountain“ geschrieben und auch in ihrem neuen Roman ist wenig so, wie es zu sein scheint.

Wir befinden uns mitten im Dreißigjährigen Krieg. Wallenstein hat im Auftrag des katholischen Königs gerade die protestantischen Horden des Dänenkönigs in Lütten geschlagen, der Sieg scheint in greifbarer Nähe zu sein. In einem kleinen Kaff abseits des Kriegsgeschehens lebte man bislang friedlich. Bis eines Tages Reisende vorbeikommen. Die ersten, Protestanten mit einem Juden im Gepäck sind auf der Flucht, die Anderen, Katholiken versuchen die Flüchtigen einzufangen. Beide aber gehen mit den Bewohnern der Region nicht eben pfleglich um. Die Zeit, der Krieg und die damit verbundene Verrohung hat seinen Tribut gekostet – der geschliffene Stahl ist ebenso schnell gezogen, wie die Arkebuse abgefeuert.